Posts by Feuerschmied

    In der Western-Reenactment-Szene sieht man den noch häufiger. Komischerweise immer nur in 4 Zoll, obwohl mehrere Längen angemeldet worden sind. Leider sind die so selten, dass sie nur in der Szene weiter gegeben werden und nicht auf dem öffentlichen Gebrauchtmarkt landen. Und warum die so selten sind, kann man auch vermuten: Früher hat die PTB oft Umbauten zugelassen, bei denen sie dann ganz schnell Nachbesserungen gefordert hat. Auch bei dem Enfield gab es anfangs Trommeln, wo diese Hülsen eingelassen waren. Die wurden aber ganz schnell durch die dicke eingelassene Stahlscheibe in der Trommelfront ersetzt. Auch hier gehe ich davon aus, dass die PTB Nachbesserungen wollte. Sicherlich hatte sich der Chef von Wike dann mit der PTB in der Wolle gehabt und weitere Umbauten dann einfach sein gelassen. Es muss ja irgendeinen Grund geben, warum die betroffenen Personen, die auch alle noch leben, sich dazu nicht äußern möchten. Weitere Recherchen in diese Richtung bringen leider nichts. Man kann leider nur mutmaßen. Die Informationen aus meinen vorherigen Posts muss ich vorsichtig revidieren. Sie stammen von jemandem aus dem Dunstkreis von Wike, aber überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

    Sicherlich hatte Wike einen großen Posten verbrauchter Jäger-SAAs, um die erstmal zu Dekos abzuändern. In dem Zuge hatte er sicherlich bei der PTB angefragt, ob er die auch als Platzer rausbringen könnte. In der Szene schwirren auch Wikes rum, die nicht so hässlich zugeballert sind mit fetten WIKE- Stempeln, und sogar die zweireihige Patentschrift auf der linken Rahmenseite haben. Die sind in der Szene am begehrtesten.

    Ich befürchte, dass keiner diese Teile gerne weg gibt, wenn er sie einmal hat. Bei mir war es ein Glücksfall. Der Besitzer hatte sich an dem Teil satt gesehen, ein Sammlerfreund hatte dann den Kontakt hergestellt.


    Die Suche hat nun ein Ende :saint: Trommelspalt 0,7mm; Laufsperre ist ein einfacher Stahlstift; Trommelbohrungen fluchten mit dem Lauf und sind nicht versetzt, sondern haben eingeschweisste Hülsen, welche die Kammer verengen. Die originalen Stempel der scharfen Waffe sind überwiegend mit xxxxx unkenntlich gemacht worden (ehemals CAL 357 Magnum). Wenn ich die Zeit finde, mache ich ein Video ;)

    Tatsächlich ist das Ding so frei wie ein Erma EGR77. Mit dem wäre sogar Selbstverteidigung möglich. Eine richtige Filmwaffe. Einzigr Wermutstropfen: Der Ejector geht nicht durch, da die Hülsen so eng sind. Aber wen interessiert das, bei so einer Mündung?


    scxscx ich glaube, alles spricht dafür, dass die Seriennummern an den Rahmen/Griffstücken fortlaufend sind. (Ob es Commander oder Governments am Ende werden, entscheidet sich dann später im Produktionsprozess) Sicher hat er bereits an die 50 Teile verkauft. Aber wie bereits festgestellt worden ist, ist dieses Forum nicht der Nabel der SSW-Welt, und es gibt auch viele andere, die solche 1911er kaufen. Wichtig für uns wäre nur zu wissen, wie hoch die Seriennummern nachher in fünf Monaten sind.

    beretta 92 fs bzgl Lack am Lauf entfernen: Ich habe 30min für alles gebraucht. Man muss behutsam vorgehen, um nicht den Rahmen anzukratzen. Erstmal 400er, dann 600er, dann 1000er Papier. Kauf dir mal wirklich von jedem Bogen mind. 7 Stück. Das Papier setzt sich schnell mit dem Lack zu. Am Ende mit Politur oder 0000 Schleifwolle polieren.

    Brüniert habe ich mit Birchwood Casey: Superblue.

    Der 1911er ist aus Stahl, aber leider sieht man das nicht. Man fühlt es nur am Gewicht. Da wollte ich wenigstens den Lauf brünieren um diese Stahloptik herzustellen.

    Was ich bei dem 1911er so absolut erfreulich finde, ist, dass Gillmann seinen Firmenschriftzug dezent unter dem Gehäuse angebracht hat. Auf dem ersten Bild da oben sieht man es. Er fällt beim Betrachten überhaupt nicht auf (bei den Steel Cops zum Beispiel fand ich diesen großen Stern mit seiner Firmenaufschrift nie gelungen). Auch die kleinen Government-Schriftzüge an der rechten Rahmenseite sind eine Freude. Man merkt hier, dass Gillmann sich durchaus Mühe gegeben hat, und eben nicht alles hingeschludert hat, wie manche in dem vorherigen Thread behauptet haben.

    Ich hoffe nun noch, dass er ein paar Tuningteile vertreiben kann. Tisas Europe mit Sitz in Österreich hat sich mir bisher als nicht so zuverlässig dargestellt. Vielleicht ändert sich das auch noch.

    Ich habe bei meinem 1911er den Lauf poliert und brüniert. Man sieht von unten, wie die Bolzen in den Lauf getrieben worden sind, die die Laufsperre halten. Da das ein komplett anderer Stahl ist, hat man die Waffe sicher nicht brüniert, sondern sich für eine Cerakote Beschichtung entschieden. Bei einer Brünierung hätte man immer die Bolzen gesehen. So ist das Finish gleich bleibend.

    Hier sieht man, wie der Lauf aufgeschoben worden ist. Ganz sicher ist der mit einem Bolzen von der Seite gesichert. Wenn man dort den Lack wegschleifen würde, würde man ihn wahrscheinlich sehen. Daher lasse ich die Beschichtung an der Waffe besser dran..

    thomas magnum Handarbeit... Sicher nicht. Der Lauf ist auch beim Gillmann 1911er aufgesteckt. Ob er geklebt ist oder verlötet, kann man schlecht ausmachen. Womöglich irgendwo unsichtbar unter dem Lack verstiftet.


    Aber nochmal bzgl der Qualität: Warum kauft man sich eine Harley? Weil man Bock hat, jedes Wochenende Schrauben nachzuziehen? Nein, weil man eine Harley möchte.

    Warum kaufen sich Menschen einen Saab oder einen Alfa Romeo???? Wer ein gutes Auto will, kauft was anderes, man kauft sich aber sowas, weil man eben nur einen Saab oder Alfa haben will! Das ist ein Lebensgefühl, ein persönlicher Geschmack.

    Wer nun dauerhaft schießen will, kauft sich dazu auch seine Zoraki. Den Gillmann 1911er kauft man, einzig und alleine, weil man sich mal endlich eine Stahlpistole gönnen möchte. Da ist mir das mit der Sperre egal. Was will man eigentlich heute bei den ganzen PTB Bestimmungen überhaupt noch erwarten?? Für die heutige Zeit, ist es ein Wunder, dass diese Stahlpistole überhaupt zugelassen worden ist

    Ich habe die Nummer 0025, 5-Zoll Version. Die 1911er von Tisas sind als scharfe Pistolen sehr preisgünstig und kosten nur ein Bruchteil von den Scharfen 1911ern. Sie liefern aber die gleiche Performance ab. Bei so einem Preissegment wird dir kein Hersteller den Stahl mehr schmieden um ihn dann zu fräsen. Selbst Uberti nutzt vornehmlich nur noch Feinguss. Deren Erfahrung ist aber so gut, dass man auch als Metallfachmann den Unterschied nicht sehen kann. Man erkennt Feinguss lediglich an der Bruchstruktur, wenn man ihn mit Gewalt brechen lässt. Ich denke, das wird beim 1911er keiner ausprobieren wollen.

    Zudem finde ich, dass Gillmann ein ordentlich Produkt geschaffen hat, was vornehmlich für Sammler intressant ist, die eigentlich schon alles haben. Die angesprochenen Probleme mit der Laufsperre muss man nicht zwangsläufig auf Gillmann schieben. Er führt nur aus, was die PTB ihm vorschreibt. Und die wollen halt eine versetzte Patronenkammer und Laufseele. Dass dann die Laufsperre an einer Seite nur noch hauch dünn Fleisch hat, ist eine logische Folge. Aber wenn die das so wollen, dann kann er da auch kaum mehr machen. Ich finde es etwas unanständig, ihm Geldgeilheit vorzuwerfen, als ob er vorsätzlich ein mangelhaftes Produkt auf den Markt bringt. Der Zualssungsprozess hat gefühlt 100 Jahre gedauert. Er wird da viel nachgebessert haben, was die PTB von ihm wollte. Und da haben auch schon viele User hier gemeckert. Nun hat er es nach einer Ewigkeit geschafft. Womöglich ist das Ergebniss nicht der absolute Überflieger, aber ich bin dankbar, dass er es überhaupt geschafft hat, uns die Möglichkeit zu geben, eine 1911 in Vollstahl zu besitzen, die keine riesigen Spaltmaße hat und nicht so klappert wie eine Inokatsu mit Co2-Antrieb, die eigentlich bis dato die einzige ernsthafte Alternative für Sammler war. Zudem passen originale Magazine rein und es lassen sich alle möglichen Tuningteile verbauen. Das war bei den Umarex-1911ern nicht so. Bei denen passten noch nicht mal sauber die originalen Griffschalen, sie waren schmaler als die Echten und sie hatten keine funktionierende Handballensicherung.

    Nun haben wir alles, wovon wir als Sammler immer geträumt haben. Die Inokatsus wurden immer mit 1000-1400€ gehandelt. Die Colt Altdekos lagen auch in diesem Bereich. Die Buschs aus den 80ern kosten bis zu 2000€. Für mich ist der Preis daher akzeptabel, da ich vom Sammlermarkt anderes gewohnt bin.

    Klar, ich habe auch Minuspunkte: Ich hätte gerne eine brünierte Waffe gehabt, und keine lackierte. Sicher dachte sich Gilmman aber, dass er so eine extrem strapazierfähige Beschichtung schafft, dass das Teil nach mehreren Jahren immer noch frisch aussieht. Gleichzeitig konnte er damit die Verstiftungen unterhalb des Laufes kaschieren.

    Durch den Lack fühlt er sich 1x1 wie eine schwarze Umarexpistole an. Das ist etwas schade.

    Zudem habe ich Griffe aus Walnuss bestellt. Meine sehen aber eher nach Palisander/Rosenholz aus.

    Ich hoffe, dass Gillmann noch ein paar Tuningteile in den Shop aufnimmt: Ein Mainspring-Housing mit Fangbandöse und am besten kreuzgeriffelter Fischhaut Struktur am Rücken, ordentliche Holzgriffschalen ohne Diamond/Raute aus unbehandelter Türkischer Walnuss und andere Abzüge. Vielleicht kommt das noch. Dann wäre ich rundum zufrieden.

    Ich gehe auch davon aus, dass Tisas der Hersteller ist. Da in der Türkei SSW auf keinen Fall aus Stahl produziert werden dürfen, sollen hier vielleicht die Spuren verwischt werden.

    Dennoch, danke Herr Gillmann für den 1911er!

    Das schönste Blechmagazin bei einem Schreckschuss-Government ist für mich das vom Umarex Napoleon bzw ME 8 General von Bruni. (Leider kein Bild mehr, die Waffe habe ich schon lange weggegeben). Dieses Magazin ist aus Stahlblech, schön breit und es ist im Rücken etwas ausgefüttert, dass die kurzen 8mm Patronen nicht hin und her rutschen. Bei dem Gillmann 1911er ist das Magazin vorne und hinten ausgefüttert. Die Patronen liegen nun mittig. Ich denke, die haben alle möglichen Varianten probiert und sind bei dieser Lösung hängen geblieben. Da ich nicht schieße, ist mir die Funktionalität nicht allzuwichtig. Aber ästhetisch ist das Gillmann- Magazin wirklich nicht der Überflieger...


    (Ich hab nun auch einen schwarzen 1911A1. Fotos gibt's, wenn ich ihn aufgehübscht habe. Mache dann auch mal ein Video nach meinen Kriterien:wickie: - und die Ergebnisse fallen auch durchmischt aus)

    Gillmann hat in seine Bedienungsanleitung vom 1911er geschrieben, dass sie auch für die 1911A1 in Edelstahl gilt. Also kommt da noch was, er muss nur genügend Bestellungen reinbekommen.


    Die Inokatsu im Antik-Finish wäre die einzige richtige Alternative zum Gillmann 1911er, aber bei ersterer klappert alles und die Spaltmaße sind extrem. Wenn man damit knallt, muss man den Schlittenfanghebel immer festhalten, da er durch die Kräfte sonst rausfliegt. Inokatsu hatte damals noch keine Erfahrung in CO2 Waffen, und das merkt man. Beim Gillmann 1911er sitzt alles stramm, nichts klappert. Da kriegt man schon mehr für das Geld als beim Inokatsu, und es fliegt sogar eine Patrone aus dem Schlittenfenster. Der Inokatsu hat leider auch keinen Schlagbolzen hinter dem Hahn, sondern nur so ein für CO2 Waffen typisches Loch. Das ist echt schade. Gerade sind bei eGun zwei Inokatsus drin. Der Preis ist in Ordnung, die lagen früher bei 1400€.

    los bomberos du bist seit 20 Jahren hier angemeldet und schreibst erst jetzt? :/ Schön von dir zu hören :thumbup:

    Die PTB 288/2 hatte immer den Ruf zerlegbar zu sein. Guckt man in die Zulassungsliste, stellt man aber fest, dass die erste Zulassung von 1986-88 ging, und die zweite von 1989-94. Die zweite scheint nicht mehr zerlegbar zu sein. Das war auch bei der PTB 838 (Hege SAA) so: Anfangs zerlegbar, danach nicht mehr.


    Vielleicht können sich die Kollegen kurz äußern, die einen Sheriff mit der PTB 288/2 haben.

    Griffe 12h in Aceton aus dem Baumarkt einlegen, dann mit 600er Schleifpapier aufrauhen und mit Beize "Nussbaum dunkel" einfärben.

    Die Goldbeschichtung abschmirgeln (600er und 1000er Sandpapier und danach Politur) und mit Lupus Antik Gel schwärzen.

    Das Vorhaben mit dem Keil würde ich lassen. Ebenso das mit der Ladepresse. Man muss der Waffe auch mal ihre Eigenarten lassen..


    Beim Navy fallen die Patronen nicht von alleine raus. Man muss immer einen dünnen Draht, zB von einer Fahrradspeiche dabei haben, um die aufgeplatzten Patronen auszustoßen.

    Hab mal ein YouTube Short Video ausprobiert und meinen alten Hege SAA in .45short Knall abgefilmt. Er ist vollgraviert und versilbert. Die Griffe sind aus 13.000 Jahre altem Mammutelfenbein. Es gab drei Exemplare davon, die wurden von einem Sammler in den 90ern in Auftrag gegeben. Hat jemand von euch die anderen beiden Modelle? Oder einen Werksgravierten?

    Eine Vollgravur kostet heutzutage 1600€. Die Griffe ca 500€. Mammutelfenbein ist extrem hart, fühlt sich aber sehr warm an. Tolles Material, und glückerweise erlaubt :saint:


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    Das F im Fünfeck kannst du auch schon seit Jahren auf eGun kaufen. Der Besitz ist nicht problematisch. Aber das eigenständige stempeln einer Waffe, die mehr als 7,5 Joule hat, schon. Sofern die WBK-freie Waffe einem PTB- Baumuster entspricht, bekommt sie schon vom Hersteller das F. Alle anderen freien Waffen, zB Airsofts aus Japan, müssen vom Beschussamt bestempelt werden. Das stellt zu jeder importierten Airsoft- Waffe ein Schreiben aus. Also zweimal überlegen, bevor ihr auf bestimmte Gedanken kommt, und am besten es gleich sein lassen.

    Der OWA Stempel lohnt aber allemal. Den Rest auf eBay zusammen suchen. Ein antikes 2mm Zahlenset kostet zwischen 55-125 Euro, je nach Zustand und wie scharf die Stempel noch sind.

    Ja, das ist ein polnischer Onlineshop. Da kann man problemlos die Griff-Cartouchen kaufen. Der OWA-Stempel geht zeitgenössisch für den 1860 Army, Remington und die ersten Colt SAAs.

    Die Zahlenstempel muss man sich über einen längeren Zeitraum auf eBay oder Kleinanzeigen zusammen suchen. Alte Schlagzahlen haben immer eine hübschere Form, als dieser genormte Kram von heute. Haltet daher nach alten Zahlen in 2mm Größe Ausschau.

    Inspektorenbuchstaben an der Waffe hatten immer 1,5mm Größe. Die findet man leicht auf eBay in gebrauchtem Zustand.

    Für das USN kann man von Impressart 2,5mm Schlagbuchstaben mit Serifen kaufen. Die lohnen sich sehr.


    Leider sind Schlagbuchstaben oder Schlagzahlen mit Serifen extrem selten.