Posts by tigerdundee

    Tatsächlich kommt es bei den Auktionen zu komischen Effekten. So finden manche angebotenen Stücke manchmal gar keine Beachtung. Aber eine Diana 1 wurde auch schon für 1200.- verkauft. Da diese Auktion hauptsächlich für Schmuck, Kunst, Gemälde, Design und Antiquitäten ist, kann es durchaus passieren, dass ein Luftgewehr keine Beachtung findet. Aber Mahnung und Warnung sind nicht notwendig, da man ja nur soviel bezahlt, wie man selbst bietet (zzgl. Aufpreis). Als langjähriger Antiquitätenliebhaber und -Sammler, bin ich mit den Abläufen bei Auktionen bestens vertraut.
    Die Auktion findet aufgrund der Vielzahl von Losen, insgesamt 8527, an 6 Tagen statt. Die Kategorie "Sammlerobjekte", unter der auch das Gewehr angeboten wird, findet am Freitag, 04.06., ab 10:00 Uhr, statt. Ich bin dann wieder online live dabei.
    Über das Ergebnis kann ich dann ja hier, wenn es von Interesse ist, berichten.


    Gruß
    tigerdundee

    Hallo,
    das Gewehr kommt am 04.06. bei der 154. Auktion bei Historia unter der Losnummer 4627 unter den Hammer. Das von mir gezeigte Foto stammt aus dem Auktionskatalog, also von keiner Plattform. Ich hatte bei meinen bisherigen Recherchen natürlich schon gesehen, dass bei egun etliche solcher oder ähnlicher Gewehre eingestellt sind. Soweit ich das erkennen kann, hat das von mir gezeigte Gewehr keine Stützringe um den Systemkasten. Das muss aber nichts heißen, denn diese Ringe und die dazwischen befindliche Polsterung, wurde evtl. nur bei Schießbuden- oder Kneipengewehren angebracht.


    Schönen Gruß
    tigerdundee

    Hallo Patrick,
    Leider steht mir nur dieses Foto aus dem Online-Auktionskatalog zur Verfügung. Also keine weiteren Angaben.
    Ich finde das Ding sehr reizvoll, besonders mit Koffer. Allerdings ist bei diesen Modellen immer die, meist gebrochene, Spiralblattfeder das Problem.
    Als Dekowaffe sind mir dann 200 EUR zu viel. Mal schauen, vielleicht bleibt sie in der Auktion auch liegen und ich kann sie billiger schießen. Die Auktion ist am 3.
    Juni.


    Schöne Grüße
    tigerdundee

    Hallo,
    in einer aktuellen Auktion steht dieses Gewehr zum Verkauf. Der Aufrufpreis beträgt 200.- EUR. Außer "historisches Luftgewehr, ca. 1900, Länge 108 cm" gibt es keine weiteren Angaben. Ein Holzkasten ist mit dazu. Ich nehme an, dass es sich um ein Schießbudengewehr handelt, Will o.Ä. Vorbesichtigung ist wegen der akt. Situation nicht möglich. Ist der Preis für ein Objekt, was man nicht gesehen hat, zu riskant?
    Gruß
    an Alle

    Hallo,
    ich bin immer etwas entsetzt, wenn ich lese, dass geschliffen oder abgebeizt wird. Schleifen staubt und Abbeizen macht viel Dreck. Ich selbst mache mir in einer Glasflasche (!) eine Mischung aus Aceton und Spiritus, ca. 50/50. Bei viel altem Lack oder starker Verschmutzung etwas mehr Aceton. Dann nehme ich einen handlichen Ballen Stahlwolle 000 (aus dem Baumarkt! Keine Stahl-Topfkratzer!). Die Stahlwolle wird mit der Mischung getränkt und das Holz damit abgerieben. Danach mit einem mit der Mischung befeuchteten Lappen schön sauber wischen, und fertig. Gut trocknen lassen, danach dann ölen. Bei guter Belüftung arbeiten, eventuell für Aceton geeignete Schutzhandschuhe benutzen, danach Hautpflege betreiben, Ich selbst arbeite mit nackten Händen.
    Eine brutalere Methode ist, mit Natronlauge zu arbeiten, sofort gut mit Wasser abspülen, da die Natronlauge sehr schnell das Holz zersetzt. Danach mit Schwefelsäure neutralisieren und wieder gut spülen. Der Neutralisationsprozess bleicht dabei das Holz schön aus. Mit Gummischürze arbeiten, sonst gibt es Löcher in den Klamotten. Schutzbrille!
    Ich würde aber den gezeigten Schaft nur reinigen und vielleicht mit etwas Schellack oder anderem Lack anpolieren. Die Gebrauchs- und Alterungsspuren haben doch Charme.

    Hallo Edwin, freue mich, dass du mitliesst. Von dir hatte ich bisher die konstruktivsten Mitteilungen.
    Niet 19 wird eine Herausforderung. Dafür benötige ich einen berfreundeten Spezialisten, denn es muss ja auch wieder ein neuer rein.

    Habe nun die Diana zerlegt, teilweise.
    Als erstes wurde sie kräfig mit Öl eingesprüht, um die Verkrustungen der Jahrzehnte anzulösen. Einen Tag warten. Die beiden einzigen Verschraubungen lösen. Nun ist der Zugdraht (10) auch frei. Das gesamte Innenleben lässt sich nun, mit erheblichem Kraftaufwand, herausschieben. Der Zugdraht wird vom Teil 4 ausgehakt. Dabei kam auch das abgewinkelte, abgebrochene, Teil der Kimme zum Vorschein. Der Schlitz, der die Kimme aufnimmt, ist nun frei. In den Schlitz wird die neue Kimme eingefügt, die offenbar durch Teil 6, der oben liegenden Federstütze, gehalten oder festgeklemmt wird. Nicht klar ist mir, wie die Dichtungen, 3/1, 3/2, 3/3, am Kolbenstößel angebracht werden. Sieht alles voll verpresst und genietet aus (Foto 7). Foto 6 zeigt nun alles, was vorn im Innenleben der D1 so verbaut ist.
    Jemand wollte die Abmaße der Feder wissen: Länge 12 cm, Außendrchmesser 1,9 cm, Drahtstärke ca.2 mm, 21 Windungen.
    Nun wird alles gut gereinigt, dafür nehme ich Bremsenreiniger.
    Aber jetzt komme ich zum eigentlichen Thema, weshalb ich diesen Threat gestartet habe. Muss Niet 19 entfernt werden, um die Teile des Verschlusses (Teile 14, 15, 16) und die Scharniereinlage (Teil 13) herausnehmen zu können? Ja, der Niet muss entfernt werden. Der Niet bildet das Scharnier zwischen dem vorderen und dem hinteren Teil der Waffe und ist durch die Scharniereinlage, die auch die Verschlussteile, Verschlussröhrchen, Feder und die zwei Kugeln beherbergt, durchgenietet. Schade, denn so geht wieder ein Originalteil verloren.
    Bild 9 zeigt die Schäden am Schaft, die durch das Annageln von Gurten entstanden sind. Aber zur Aufarbeitung des Schaftes komme ich später. Das mache ich erst, wenn die Kleine wieder zusammengebaut ist.


    Bitte keine Anfragen nach der Explosionszeichnung und nach der Stückliste! Beides findet jeder, der sich wirklich interessiert, leicht im Internet. WC Gotha oder Diana 1 Bilder.

    Meine kann ich erst an "langen Winterabenden" auseinanderpopeln und techn. Daten messen. Dann ist es für dich vielleicht schon zu spät. Aber irgend eine Standardfeder aus dem Metallhandel wird es schon.machen. In der Ostzone haben wir immer eine bestimmte Feder, Ersatzteil für ein Moped, in die Haenels gebaut, war wie heute Exportfeder.
    Bin froh, dass ich bei WC Gotha alles für meine bekommen habe.
    Liege ich falsch, wenn ich irgendwo gelesen hätte, dass die D1 seit 1905 gebaut wurde???
    Meine hat, außer den DIANA- Aufschriften auf den seitlichen Blechteilen am Schaft, KEINE weiteren Kennzeichnungen irgendwo. Noch nicht einmal oben das Diana- Logo, kein DRP, kein Made in Germany, keine Einprägung im Schaft....
    Gute Nacht
    tigerdundee

    Hallo, über den Wert der historischen Püster bin ich durchaus gut informiert, da ich auch etwas im Antiquitäten- und Kunst- Auktionsgeschäft tätig bin. Der mir bekanntgewordene Höchstpreis für eine D1, unberührt und original verpackt im Pappschuber, war 1200 EUR. Ich möchte diese Dinge einfach erhalten, so wie meine D 27 L, 1922. Und zur Entspannung stehe ich dann auch ab und zu mal vor dem Entenkasten oder Ähnlichem.
    Es ist aber nicht so, dass ich jetzt sofort mit der D1 anfangen kann. Es fehlt mir einfach die Zeit. Eigentlich wollte ich nur wissen, ob jemand weiss, dass es geht. Wollte mir ja keine unnütze Arbeit machen. Ich denke, dass ich jetzt weiss, dass es gehen müsste und warte darauf, dass meine Frau vielleicht mal zur Kur fährt...
    Gruß
    tigerdundee.

    Ich bekomme sie zerlegt. Als ehemaliger Möbelrestaurator hatte ich ja auch mit 200 Jahre alten Truhen- und Schrankschlössern zu tun. Die Diana 1 hat man mir nur gegeben, weil ich mich immer für alles interessiere, was aus Holz ist. Und der Schaft ist ja aus Holz.
    Die Kimme scheint abgebrochen zu sein, der Rest steckt noch im Schlitz am Vorderschaft.
    Natürlich fehlt, wie so oft, der Einstecklauf. Ein fast 90 Jahre alter Herr hat mir erzählt, dass die Eltern nach den ersten Schüssen des neuen Spielzeuges die Läufe entfernt und beiseite getan haben, um Schäden an Mobiliar, der Katze oder dem Kanarienvogel zu verhindern. Das Gewehr war dann bald vergessen oder kaputt oder von Spielkameraden geklaut. Irgendwann wusste dann niemand mehr, was dass für ein eigenartiges Rohr ist, was im Schuppen, Keller oder irgendwo herumlag. Also weggeschmissen. So gingen vermutlich hunderte oder tausende Einsteckläufe den Weg der Vergänglichkeit.
    An meiner war noch ein Korken dran, der an einer Schnur befestigt war. Die Schnur war am Schaft angenagelt. Den Spuren nach, war das aber nicht die erste Schnur, die dort angenagelt war. Der Korken war aus einer Art Gummi- oder Plastolinmasse, total versprödet, rissig und knochenhart. Gummipflegemittel mit Weichmachern haben daran nichts geändert.
    Gruß
    tigerdundee

    Hallo, danke für deine Mitteilungen. Ich habe mir die im Internet verfügbare Ex-Zeichnung des WC Gotha angeschaut. Google/Diana1/ Bilder. Leider sind die zur Zeit vorhandenen Fotos des Teiles zu groß um hier angehängt zu werden. Ich dachte auch, bei einer D 1 ist das nicht notwendig. Aber du hast Recht, es erklärt sich von selbst. Ich denke auch dass du dich an das Entfernen eines Niets erinnern würdest. Ich denke mal, dass ich mich, als ehemaliger Möbelrestaurator, ganz mutig ans Werk machen werde.
    Gruß
    tigerdundee

    Danke für die Antworten. Die Explosionszeichnung für die Diana 1 findet man bei Google/Diana 1/ Bilder (grüne Zeichnung). Sie stammt vom WC Gotha. Fotos sind momentan zu groß zum hochladen.
    tigerdundee

    Hallo Gemeinde,
    hat schon jemand einmal eine Diana 1 repariert, zerlegt, wieder zusammengesetzt?
    Ich habe das Teil in einem alten Schuppen entdeckt und konnte es dem Besitzer abschwatzen. Einige Teile sind defekt und sollen ersetzt werden. Die Teile habe ich vom WC Gotha bekommen. in meiner Beschreibung werde ich die Bezeichnungen aus der Stückliste des WC Gotha, sowie die Numerierungen der Teile aus der Explosionszeichnung verwenden.
    Der Zugdraht, Teil 10, ist gerissen und notdürftig (aber gut) mit Draht zusammengerödelt, soll ersetzt werden. Eine Kugel, Teil 15, am Verschluss fehlt, so dass Schaft und Vorderschaft mit Lauf nicht arretiert werden können. Ich möchte das gesamte Verschlussröhrchen (16) mit Druckfeder für Verschluss (14) und den Kugeln (15) ersetzen. Eine neue Kimme (1/3) muss angebracht werden.
    Meine Fragen:
    Lassen sich die Teile nur durch Lösen der Verschraubungen (11/1, 11/2) herausnehmen und auch wieder einsetzen, ohne dass der Niet (19) entfernt werden muss ? Wie wird die Kimme befestigt? Wird die abgewinkelte Metallasche nur in den Schlitz im Vorderlauf gesteckt und dann durch die Federstütze (6) festgeklemmt? Die Art der Befestigung des Abzugsbügels (7) erschließt sich mir nicht. Diesen müsste ich anfertigen.
    Würde mich über konstruktive Antworten freuen!
    Nein, den BüMa meines Vertrauens werde ich nicht fragen!
    Gute Luft,
    tigerdundee