Posts by Jogi67

    Seit gestern neu in meiner Sammlung einen sehr gut gemachten Haenel-Eigenbaurepetierer mit Mahagonischaft auf Basis eines 310er. Über die Herkunft oder das Alter kann ich leider überhaupt nichts sagen. Ich finde das Teil einfach nur Klasse. Da hat sich seinerzeit jemand richtig Mühe gegeben. Vieleicht weiß hier jemand wann und von wem das tolle Teil gebaut wurde?


    LG Jörg





    Ich habe es ja auch geahnt, nur konnte ich es leider so nicht unkommentiert stehen lassen. Es juckte mir zu sehr in den Händen in die Tastatur zu greifen. Bin jetzt raus hier...

    Kann man benutzen. Aber nicht für FWB Kolben. Ist zu zähflüssig.


    Und ganz wichtig!!! Nie völlig verschiedene Schmiermittel im selben Bereich nutzen. Also Molybdän disulfidfett mit Motoröl oder Silikonfett.


    Gruß Play

    moin Play,


    Und gerade damit habe ich seit Jahren nur beste Erfahrungen gemacht. Also einen Hauch Molykotepaste mit vollsynthetischen 0W40 Motoröl. Molybdändisulfidfett, da muss ich dir Recht geben, soll mit Öl nicht gemischt werden.


    Molykotepaste ist jedoch etwas völlig anderes. Silikonfett hat sebstverständlich am Kolben auch nichts verloren.
    Auch den Hinweis verschiedene Schmiermittel nicht miteinander zu kombinieren halte ich grundsätzlich für völlig richtig. Bei mir funktioniert oben beschriebene Vorgehensweise jedoch tadellos, somit kann ich es mit ruhigen Gewissen weiterempfehlen.
    Wer es nicht riskieren möchte soll wie schon mehrfach gesagt nur das Motoröl für den Kolben benutzen.


    Gruß Jörg

    Ja, ich bin auch überrascht und habe mal bei meinen Federn nachgemessen.


    alt= Drahtstärke 2,7mm, Länge unbelastet 104,6mm
    neu=Drahtstärke 2,6mm, Länge unbelastet 110,2mm


    Ich denke ob alt oder neu, funktionieren sollte es mit alten oder neuen Federn beides tadellos. Im Grunde sind die beiden Kunstoffdichtungen das Wichtigste bei der Überholung. Natürlich sollte man auch gleich einen Blick auf die Raststange werfen, da hatte ich auch schon ein paar Gebrochene. Das sind dann halt noch einmal rund 25 Euro zusätzlich wenn sie auch erneuert werden muss.


    Alles in allem eine schöne Bastelarbeit die ich in diesem Leben wohl bei meinen 300ern nie mehr machen brauche. In 30 bis 40 Jahren können meine Kinder sich dann drum kümmern...



    Zum Feinwerkbaufett:


    Das Thema wird hier bestimmt gleich seitenlang ausgeführt. Ja, es gibt Alternativen. Ich persönlich nehme das Spezialfett von Feinwerkbau für die Vorkompremierer wie z.B. die LP100. Wie ich den Kolben und die Zylinderhülse beim FWB 300 schmiere habe ich ja schon gestern beschrieben.

    Ich denke auch, dass das FWB ziemlich perfekt aus dem Werk kam.
    Das ich die Federenden poliere ist wohl ein Überbleibsel aus meinem früheren Leben als KFZ-Mechaniker mit Rennsporterfahrung. Damals haben wir die Ventilfedern an den Enden poliert um die Kerbwirkung an diesen hochbelasteten Teilen zu minimieren.


    Ob das auf Federdruckgewehre so übertragbar ist weiß und glaube ich auch nicht. Wenn es eine Verbesserung wäre hätte Feinwerkbau das bestimmt gemacht.
    Da ich es als Hobby betrachte und deshalb Zeit habe und zumindest keine Verschlechterung feststelle poliere ich halt bei all meinen Gewehren und Pistolen die Federenden einfach weil ich Spaß daran habe.

    Hier mal aktuelle Bilder von vor 5 Minuten.


    Rechts originale über 40 Jahre alte Feder mit recht rauen Federende. Links neue Feder mühsam geschliffen und poliert.


    Hier ist schön der Unterschied der gesamten Länge der alten Feder und der neuen Feder vom Waffencenter Gotha zu sehen. Es macht also durchaus Sinn die Federn zu ersetzen wenn man die ursprüngliche Leistung wieder haben möchte.


    Momentan liegen noch vier FWB 300 auf meinem OP-Tisch.


    Edith: Beim erneuten Betrachten der Bilder ist mir aufgefallen, dass die alte Feder meines aktuellen Projekts zwei gleich gewicktelte Federn hatte. Das ist mir beim Ausbau gar nicht aufgefallen. Da war wohl schon einmal ein Spezialist dran...

    Ich versuche mal etwas Sachlichkeit in den Tread zu bringen.


    Folgender Text stammt von Feinwerkbau (ist zwar für die LP65, jedoch auch auf die 150er und 300er anwendbar)



    Bislang habe ich ca. 15 LG 300 überholt wovon 6 meine eigenen sind.
    Bei lediglich zwei 300ern musste ich den Rechteckring tauschen. Ab Werk ist das System ausreichend und lebenslang geschmiert. Im Gegensatz zum zitierten Automotor muss das Gewehr keine großen Temperaturschwankungen aushalten und auch nicht mit Ölverdünnung durch Kraftstoff und einer chemischer Alterung durch Verbrennungsrückstände kämpfen. Der Verschleiß ist bei normaler Benutzung dementsprechend äußerst gering.


    Wird das System jedoch in staubiger oder/und in sehr feuchter Umgebung benutzt kann ich mir einen Verschleiß des Kolbenringes oder Korrosion vorstellen obwohl ich es wie gesagt erst zwei mal erlebt habe.


    Da der Kolbenring aus einem Gussmaterial besteht ist bei der Montage aufgrund der Bruchgefahr besondere Vorsicht angebracht. Zweckmäßigerweise sollte eine Kolbenringzange mit Feststellung wie schon beschrieben benutzt werden. Da diese Zange jedoch aufgrund des kleinen Durchmesser niemand besitzt kann der Ring auch mit viel Gefühl von Hand in die Ringnut eingesetzt werden. Eine Überdehnung ist auf jeden Fall zu vermeiden. Zum einen wegen der Bruchgefahr, zum anderen wegen der möglicherweise dauerhaften Verformung.


    Der Bruch ist logischerweise sofort festzustellen, eine Verformung tückischerweise leider nicht. Das ist meistens der Grund für undichte Systeme.


    Ich schmiere meine Kolben und Zylinder mit einer Mischung aus Molykotepaste und vollsyntetischen Motoröl wobei der Anteil der Molybdändisulfid-haltigen Montagepaste sehr gering ist. Auch jauche ich nicht alles nach dem Motto ein "viel hilft viel." Ich verwende wirklich nur einen "Hauch" zur Schmierung. Gerade soviel, dass alles nur äußerst minimal benetzt ist das es nicht oxidieren kann.


    Bislang halten und schießen all meine FWB Gewehre und Pistolen mit oben beschriebener Vorgehensweise seit Jahren sehr zuverlässig.


    Jeder macht es anders, auch verschiedenste Vorgehensweisen führen zu ähnlich guten Ergebnissen.


    Das FWB 300 ist in meinen Augen mit das beste und langlebigste Druckluftgewehr das je gebaut wurde. Mit JSB 0,547 Gramm liege ich bei durchschnittlich 182,5 m/sek. was 9,10 Joule entspricht. Mit 0,46 Gramm sind es immer noch 188 m/sek. = 8,12 Joule.


    Das Austauschen des Laufdichtungsringes und des Kolbenpuffers ist bei einer Überholung absolute Pflicht. Die Federn (einmal links, einmal rechts) und den Gleitring ersetze ich immer. Darüber hinaus poliere ich die doch recht rauen Federenden. Das muss man aber nicht machen, das ist nur so ein persönlicher spleen von mir.


    LG Jörg

    Das Ergebnis sieht sehr gut aus. Danke für die Info.
    Welches Elsterglanz hast du verwendet? Es gibt zig verschiedene. Universal oder Chromglanz? Ich frage deshalb, weil bei meinen Versuchen mit Autosol Chrompolitur die Brünierung hinterher ganz weg war und ich hinterher doch heißbrünieren musste.

    Du hast an deinem Norica eine 11mm Prismenschiene. Das UTG passt da nicht plug &p drauf. Dazu benötigst du normalerweise Adapter von WeaverPicatinny auf 11mm.
    Seinerzeit musste ich mir die extra bestellen. Laut der Beschreibung im oben eingefügten Link ist jedoch im Lieferumfang bereits alles vorhanden um das UTG auf dein Norica zu montieren.


    Ich persönlich habe mehrere von den beleuchteten UTG mit 36 Farben. Hier klicken


    Ob man(n) das wirklich braucht muss jeder für sich selbst entscheiden. Das 5 EUR günstigere würde es bestimmt auch tun.


    Das Fadenkreuz selber ist beleuchtet, sonst nichts. Ich finde das Glas für den Preis und für extrem kurze Distanzen einfach genial. Bislang ist mir noch nichts Besseres über den Weg gelaufen.


    Hier mal ein Foto welches ich soeben gemacht habe. Ganz unten ist das UTG. Darüber ein beleuchtetes Nikko Stirling Gold Crown 2-7x32, oben ein Nikko Stirling ohne Beleuchtung.


    Du möchtest das Walther 3-9x40 hauptsächlich für Distanzen von 4 bis 20m einsetzen. Der Parallaxenausgleich funktioniert bei diesem Glas allerdings erst ab ca.15 Metern.
    Für so kurze Distanzen ist das Glas schlicht ungeeignet. Ein wiederholgenaues Treffen wird somit zur reinen Glückssache.
    Ich würde dir aus eigener Erfahrung zu einem UTG bugbuster 3-9x32 raten. Dieses ist ab ca. 3,5 Metern parallaxefrei scharf zu stellen.
    Leider ist das UTG rund 50 Euro über deinem Limit, allerdings dafür auch mit Beleuchtung.


    Bislang hatte ich noch kein besseres Chinaglas für extrem kurze Schießentfernungen.


    Geht doch günstiger

    Hier mal mein selbstgebauter Kugelfang aus Resten der Schrottkiste. Das Außenmass des Trichters ist 250 x250mm.
    Dank ineinander verschiebbarer Vierkantrohre ist die Höhe einstellbar. Die Füße sind ebenfalls einstellbar damit nichts wackelt. Der Trichter kann auch direkt an der Wand an einem Nagel aufgehangen werden da er nur auf den Ständer gesteckt ist.


    Die Prallplatte habe ich beweglich federnd gelagert.






    Nach dem Schießen kann ich bequem die Diabolos aus der seitlichen Schublade entsorgen

    @Arutha


    Leider bin ich schon etwas aus dem Alter raus, ich kenne überhaupt keine PC Spiele.


    Ein moralisches Problem auf Pappkameraden zu schießen habe ich überhaupt nicht, mache ich ja schließlich auch sehr regelmäßig selber alleine durch meinen Beruf.


    Im Eingangspost ging es jedoch ums Schießen mit dem Luftgewehr und Luftpistole. Damit habe ich persönlich auch kein Problem wenn es jemanden Spaß macht. Was mich bewogen hat überhaupt zu antworten war das Wort "Ernstfall" im zivilen Leben.
    Keineswegs möchte ich hier der Spielverderber mit erhobenen Zeigefinger sein, mein Post ist nur meine eigene Meinung zu dem Thema.

    Dann beantworte bitte mit der 40jährigen einschlägigen Berufserfahrung, ich blicke leider nur auf eine 30jährige zurück und bin da eher etwas ahnungslos.


    Das Notwehrrecht als Justizangehöriger ist mir sehr wohl bekannt.


    Aber mit LG & Lupi??

    Hier mal ein Beispiel für Leinöfirnis, Schaft einer FWB 300 mahagoni gebeizt und 6 Wochen alle 2 bis 3 Tage geölt. Trocknen auf der Heizung bringt gar nichts. Bei mir hat das Holz angefangen zu schwitzen, die aus den Holzporen ausgetretenden Tröpfchen musste ich wieder vorsichtig wegschleifen. Leinölfirnis braucht Sauerstoff und UV-Licht zum aushärten. Bei einem Ölschaft braucht man vor allem eines...Geduld!




















    Das gleiche gemacht bei einem Haenel 303, ein wie ich finde wunderschönes Ergebnis



    Schaft eines HW50 nach 8 Schichten Clou Hartwachsöl, die Vorarbeiten waren die gleichen wie bei dir. Schleifen, mit einem feuchten Tuch wässern, trocknen...schleifen... wässern...schleifen...beizen und ölen...trocknen...ölen...trocknen usw...




    Aktuelles Projekt Schaft FWB 300 auch mit mehreren Schichten Hartwachsöl von Clou


    LG der Jörg

    Äh... um mal zu widersprechen...in normalen Ballilstol ist kein Lösungsmittel vorhanden, außer in den Spraydosen. Das verflüchtigt sich allerdings nach einiger Zeit. Jahrelang habe ich nichts anderes am Griff meiner FWB 65 verwendet, da klebt nichts.


    Heute nehme ich gerne Poliboy Möbelpflege aus dem Supermarkt, bei Leinölfirnis hatte ich eher das Gefühl von Klebrigkeit.


    Wie man sieht 1000 verschiedene Meinungen...

    Die FWB LP80 ist wie ihr Vorgänger die FWB LP65 ein unverwüstliches Sportgerät. Ich habe beide. Die Technik ist nahezu unverwüstlich und für die Ewigkeit gebaut. Ersatzteile gibt es heute immer noch problemlos zu kaufen, der Austausch der Verschleißteile ist mit etwas handwerklichen Geschick problemlos selber machbar.


    Der Rechteck-Kolbenring muss eigentlich nie getauscht werden. An der Vorderseite des Kolbens ist ein Kolbenpuffer aus Kunststoff verbaut der gerne nach Jahrzehnten zerbröselt, kostet um die 15 €. Allerdings muss die 80er dazu zerlegt werden was aber keine Raketentechnik ist. Bei den meisten FWB 80 ist der Laufdichtungsring - früher blau, neuere grün,-auch nicht mehr der Beste. Dieser lässt sich problemlos ohne weiteres Zerlegen der Waffe erneuern und kostet ca. 12 €. Das gleiche gilt für den Gummidämpfer für ca. 9 bis 12€ je nach Ausführung. Die Feder kann man wenn sowieso gerade zerlegt bei der Gelegenheit gleich mit erneuern. Hierbei muss darauf geachtet werden, ob eine einzelne Feder verbaut ist oder eine zeiweiteilige Innen-und Außenfeder. Die Einzelfeder kostet um die 10€, die Doppelfeder so 21 €.


    V0 sollte so um die 130m/sek betragen.