Posts by germi

    Früher gab es noch den "kleinen Josef" von Röhm. 5-schüssig in 6mm Flobert. Wahlweise mit Kette für den Schlüsselanhänger oder mit Koppelschloss das dann als "Holster" diente. Den gabs auch mal in .22 lang knall, aber das war vor meiner SSW Zeit, ich habe den vernickelten mit dem Koppelschloss. Allerdings war bei dem Modell der Abschussbecher nicht im Lieferumfang, den musste man extra kaufen.


    Kann man, darf man auch.

    Ob es Sinn macht hängt vom Einzelfall ab.

    Ich kann mich noch an die alten Zeiten erinnern wo man zum Büchsenmacher gegangen ist, hat die Waffe auf den Tisch gelegt und nach einem Becher gefragt. Dann hatten die ihre Schubladen mit Kästchen drin, da wurde dann gekramt drin, und geschaut ob der rausgesuchte Becher an die Waffe passt vom Gewinde her, und dann war es das.

    Also sagst du man kann einen 6mm Flobert Abschussbecher auf eine 9mm Pak schrauben wenn der passt und würdest das auch empfehlen?

    Da passiert gar nichts, außer das der Pyro ohne zu zünden einfach rauskatapultiert wird. Und er hat mit der Aussage recht das es bei alten Waffen anders aussieht als bei Waffen die nach 2003 gefertigt wurden. Das ist übrigens auch nicht nur spezifisch auf das Waffenrecht bezogen, bei Autos findet man das auch. In alten Fahrzeugen die vor der Einführung der Gurtpflicht hergestellt wurden, und dementsprechend keine Gurte haben, muss man keine anlegen. Das gilt übrigens auch dann noch wenn man Gurte nachgerüstet hat. Klingt unsinnig, ist aber so. Ebenso müssen Fahrzeuge die vor 1970 auf den Markt kamen nicht zur Abgasuntersuchung, mussten sie noch nie. Und sie durften auch rote Blinker haben.


    Und um die Kurve zum Thema zu kriegen, bei Erma ist es ganz einfach: Die Firma hörte vor 2003 auf zu existieren, das heißt du wirst von denen keinen Becher mit PTB-Beschriftung bekommen. Aber Erma hat es sich einfach gemacht seinerzeit, die haben einen Becher für alles produziert. Sachnummer 6523. Was allerdings ein Problem ist, die waren oftmals nicht beschriftet. Höchstens mal mit der besagten "6523", aber auch das nicht immer. Ansonsten kein Firmenname, oder ein sonstiges Identifizierungsmerkmal. Da waren andere Hersteller besser, Umarex hat seine Becher alphabetisch bezeichnet (A bis K) und Röhm hat die numerisch (1, 2 ,3 usw.) bezeichnet. Da weiß ich für eine Walther PP, PTB 620, Bj. 2000 brauche ich einen Abschussbecher "Umarex A". Denn das Problem ist da, du wirst keinen Becher mit der Beschriftung PTB 620 finden. 2003 war da schon die nächste PTB-Zulassungsversion der PP, die 765, die aktuelle Zulassung die so um 2001, 2002 herum eingeführt wurde.

    Früher war das noch anders, da gab es zum Beispiel bei Umarex die Becher A bis K, bei Röhm waren die mit Zahlen durchnummeriert. Und bei Erma gab es einen Becher für alles. Das man die PTB auf die Becher stempeln muss kam so in der Mitte der 2000er auf. Man findet übrigens auch Becher die mit X PTB Nummern zugepflastert sind weil man eben diesen Becher für alle seine Modelle nutzt.


    Das Problem war das manche Leute einfach irgendwas draufgeschraubt haben, egal welcher Hersteller, Hauptsache das Gewinde passt.


    Bei dieser Sache mit dem PTB Becher geht es nicht um Sicherheit, sondern um zu verhindern das irgendwas mit mehr als 7,5J abgeschossen wird.


    Ein Pyro der aus einem Becher ohne Entlastungsbohrungen (also für 6mm Flobert oder .22 lang Knall) mit z.B. einer 9mm PA abgeschossen wird der wird nicht explodieren oder sowas. Der wird ohne zu zünden einfach raus katapultiert. Gefährlicher ist da ein Becher mit Bohrungen in einer 6mm Flobert weil da dann der Pyro nicht ordentlich rausfliegt. Der wird dann aber wahrscheinlich auch nicht ordentlich gezündet weil das Mündungsfeuer ja auch entsprechend geringer ist und abgelenkt wird.


    Ich würde mir mal anschauen wie der neue Becher gelabelt ist. Ich würde davon ausgehen wenn sie das Gewinde nicht geändert hat, das der neue Becher dann beide PTB-Nummern vermerkt hat. Der alte Becher natürlich nicht, denn die neue PTB gab es da ja noch nicht.

    Mauser Magnum, richtig. Wobei Kipplauf und Magnum eigentlich nicht zusammenpassen. Kipplauf fand man eigentlich immer nur bei schwächeren Kalibern, wie z.B. .38/200 das ich mal als Beispiel nehme weil wir hier ja auch einen eigenen Thread über Webley und Enfield Revolver haben. Und das sind ja auch Kipplaufrevolver.


    Mauser HSc 84 fast vergessen, der basierte auf der Reck PK 800. Anscheinend wurden dann auch Lizenzen an andere Hersteller vergeben, denn es gab ja auch noch die Mauser HSc 90, die kam von Röhm und war eine optisch modifizierte RG88. Mit der Übernahme der Waffensparte von Röhm durch Umarex landete aber diese HSc dann auch bei Umarex.

    Umarex hatte die Lizenz Mauser auf Schreckschussmodelle zu schreiben. Manches war wohl auch Fremdfertigung, ich würde zum Beispiel sagen die Mauser WTP (PTB 407) ist wohl eine Tanfoglio GT28. Die GT28 hatte auch ein scharfes Schwestermodell, die GT27. Diese war in 6,35mm Browning (.25 ACP). Der Name WTP ist Programm, WestenTaschenPistole. Das ist was Amerikaner heutzutage als mouse gun bezeichnen.

    Daneben gab es noch die Modelle L50 und L100, welches Modifikationen des Colt Detective Special bzw. des Colt Anaconda waren. Basierten alle auf dem Reck Cobra.

    Welche geballten Anstrengungen? Muss ich dazu ins Museum und alte Dokumente wälzen für jedes Teil das ich mir kaufe? Glaube kaum. Und zu glauben man findet solche alten Dokumente auch sicher im Netz ist vermessen. Vielleicht was als Massenprodukt irgendwo im großen Stil mal hergestellt wurde oder aus historischen Gründen interessant ist weil besondere Konstruktion. Sowas wird man auch nicht in der üblichen Fachliteratur finden, da muss man wirklich in irgendwelche Archive und Papier wälzen.


    Und damit ein Richter das zu Gesicht bekommt muss das erstmal zum Staatsanwalt, und der entscheidet ob ein Verfahren mit Richter eröffnet wird oder nicht. Und Staatsanwälte sind weisungsgebunden.

    Aber warum nicht mit dem 1/2 Schlagschrauber? Er hat ja mehrere Modi und läßt sich recht gefühlvoll dimmen.


    Gruß Play

    Du müsstest mit Adaptern arbeiten. Und die stellen bei sowas immer eine Sollbruchstelle dar. Genauso wie anders herum, es gibt auch Adapter von der 1/4" auf 1/2". Und die taugen meistens nichts, für eine Ratsche schon, aber nicht für Schlagschrauber.


    Die 1/4" Modelle sind auch kompakter. Damit kann man auch unter beengten Verhältnissen besser arbeiten.

    PTB im Kreis ist rein Schreckschusswaffen vorbehalten, das signalisiert das die Waffen nach §8 Beschussgesetz bauartgeprüft sind. PTB im Quadrat (§7 Beschussgesetz) kommt auch nicht in Betracht da mehr als 7,5J. Das wären dann diese "Zwergenkaliber" wie 4mm M20, 4mm RZ oder 6mm Flobert wenn die Waffe durch die Bauart bedingt nicht mehr als 7,5J hat. Diese Waffen sind übrigens nicht frei ab 18, auch wenn weniger als 7,5J, da zum Antrieb heiße Gase verwendet werden. Allerdings braucht man kein Bedürfnis für den Erwerb.


    https://www.gesetze-im-internet.de/beschg/__7.html


    https://www.gesetze-im-internet.de/beschg/__8.html

    Was zählt ist die Meinung des BKA oder Gerichtes.

    Soweit so gut, aber wenn das Urteil dann nicht so gut ausfällt, handelt es sich eben um eine schwere Straftat (für den Händler).


    germi: Was wäre denn deiner Meinung nach das historische Vorbild?

    Ich würde sagen eines dieser parlor rifles, im Deutschen nannte man sowas "Zimmerstutzen". Ob Zimmerstutzen die historische Bezeichnung dafür war zu der Zeit weiß ich nicht, später war sie es auf jeden Fall. Damit wurden dann so Schießübungen veranstaltet wie heute bei Kerb an den Schießbuden. Und das halt in Innenräumen, in Saloons/Wirtschaften und natürlich den Salons der gehobenen Gesellschaft.

    Also ein Nachbau eines Gewehres was man damals als Spielzeug für erwachsene Herren ansah.

    Obwohl dieser Händler aus dem unten stehenden Link über diesen Sachverhalt hier im Forum angemailt wurde, verkauft er die Waffe immer noch.

    Gibt es denn aktuell einen berechtigten Anlass, das nicht mehr zu tun? Ich sehe derzeit keinen Grund für den Händler, den Handel einzustellen.

    Richtig, denn das hier hat die Qualität eines Stammtisches. Was zählt ist die Meinung des BKA oder Gerichtes.


    Richtig, allerdings ist das Little Badger ein Einzellader in u.a. .22 lr , .22 WMR oder .17 HMR. Damit auf jeden Fall WBK pflichtig.

    Schlagschrauber mit 1/4" Aufnahme.

    ??? Auch der Klon hat 1/2 Zoll...

    Für reguläre Schrauben nimmt man keinen 1/2" Schlagschrauber, den brauchts nur für Radwechsel. Wenn du ganz normale Schrauben rein- oder rausschrauben willst nimmst du einen Schlagschrauber mit 1/4" Aufnahme. Ich habe zum Beispiel den hier:


    https://www.amazon.de/Makita-B…lagsch%2Caps%2C183&sr=8-8


    Da ich eh schon Makita Akkus und Ladegeräte habe, habe ich mir nur den "nackten" Schlagschrauber gekauft. Ich habe bei mir im Haus Holzpanele an die Decke gemacht. Die Unterkonstruktionen haben wir mit Dachlatten gemacht. Da ich eine Holzbalkendecke drin habe, haben wir die Latten an die Stellen geschraubt wo die Balken innerhalb der Decke sind. Mit dem Akkuschrauber ging das extrem schwer, manche Schrauben gingen gar nicht komplett reinzuschrauben. Hat mein Vater gemacht, eine Schraube schaute sogar noch 2cm raus. Ich bin dann mit dem Schlagschrauber gekommen. Vater meinte schon was ich denn mit dem kleinen Ding will, naja, die Schraube war danach nicht mehr 2cm überstehend, sondern schon fast halb durch die Dachlatte durchgeschraubt. Da hatte ich dann die Power von dem kleinen Schlagschrauber unterschätzt.


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    2-4 Schrauben sind ja manuell ok. Aber bei der Entrümpelung des Dachbodens meines Vaters mußte ich 160x große Schrauben rausdrehen. Und da mein kleiner Miniakkuschrauber das nicht immer gepackt hat, mußte ich viele per Hand rausdrehen. Da hätte ich ein Akkuschlagschrauber mit Gold aufgewogen. ;)


    Gruß Play

    Schlagschrauber mit 1/4" Aufnahme. Ich würde da auch entsprechende Bits dazu empfehlen die für Schlagschrauber geeignet sind (Impact rated). Die können die Torsionskräfte die da auftreten besser ab und halten länger als normale 08/15 bits.

    Die 1/4" Schlagschrauber sind hier leider noch relativ unüblich, aber in anderen Ländern sieht das anders aus. In den USA wird beim Hausbau sehr viel auf die gesetzt.

    Ich zitiere mal:


    Schusswaffen mit Lunten- oder Funkenzündung, deren Modell vor dem 1. Januar 1871 entwickelt worden ist;


    Es is egal ob Vorder- oder Hinterlader. Deswegen sind auch die Sharps Gewehre frei, zumindest die die keine Metallpatronen benutzen (z.B. .45-70) oder Zündnadelgewehre wie das preussische Dreyse oder auch der Erma Gallagher Hinterlader.

    Eine Polizeidienststelle darf keinen BKA-Antrag nach Paragraph 2 Abs. 5 WaffG stellen. Das dürfen nur Bundes- und Landesbehörden, keine kommunalen Behörden. Die Polizei wird IMMER das LKA einschalten, und dort wird man - nur wenn man Zweifel hat - beim BKA anfragen.

    Und wenn sie es rechtssicher machen wollen sollte das zuständige LKA auch das BKA anrufen. Sonst kreieren die einen Einzelfall, nämlich das einer "verknackt" wird im Bundesland X für etwas das in allen anderen Bundesländern noch frei verkäuflich ist. Und das ist nicht im Sinne eines Bundesgesetzes das bundesweit einheitlich umgesetzt werden sollte.

    Die rufen dann mal an in Wiesbaden oder schreiben ne mail. Anträge werden nicht gestellt, denn alle BKA-Bescheide sind öffentlich und ich habe nie einen gesehen, der von einem LKA beantragt wurde.

    Die Frage ist eher ob es dann da so einen klassischen Bescheid geben würde, oder ob die einfach im Fall der Fälle das Ergebnis im Bundesanzeiger veröffentlichen. Publiziert werden müsste es auf jeden Fall, und im Zweifel im Bundesanzeiger. Stand auch in dem oben verlinkten Paragraphen das es dort zu veröffentlichen sei.

    Und wenn sie es rechtssicher machen wollen sollte das zuständige LKA auch das BKA anrufen. Sonst kreieren die einen Einzelfall, nämlich das einer "verknackt" wird im Bundesland X für etwas das in allen anderen Bundesländern noch frei verkäuflich ist. Und das ist nicht im Sinne eines Bundesgesetzes das bundesweit einheitlich umgesetzt werden sollte.

    Die können gerne Gutachten schreiben, aber wie du schon sagtest, rechtskräftig ist der BKA Bescheid. Ich bezweifle das es da ein Verfahren geben würde. Verfahrenseinstellung gegen Einziehung schon vom Staatsanwalt und fertig ist die Wurst, Verfahrenskosten sind höher als das öffentliche Interesse an einer Strafverfolgung. Die restlichen Dinger werden dann noch irgendwo abverkauft und dann breitet man den Deckmantel des Schweigens darüber. Also so wie man es beim Pedersoli Derringer mit den Schrotzündern gemacht hat. Hat schon seinen Grund das es den so nicht mehr gibt, sondern nur noch die Version mit den VL-Zündhütchen.


    Wenn da jetzt einer das große Fass aufmacht dann hagelt es richtig, und das wegen so einem Teil das eine Mündungsenergie hat die geringer ist als ein Backstein der durchs Fenster geworfen wird.