Erfahrungen mit der Gehmann M100 Pressluftpumpe.

  • Hallo Zusammen,


    seit ich mich gedanklich mit Druckluftwaffen befasse habe ich hier das Forum durchsucht um Hinweise zu finden welche Befüllungsvorrichtung, Flasche oder Pumpe, wohl die optimalere sei. Wie immer in Foren gehen die Meinungen auseinander. Nachdem ich mir nun vor wenigen Wochen eine HW100 bestellt hatte habe ich zwangsläufig das Thema wieder aufgreifen müssen. Für MICH persönlich stand nach meinen Recherchen fest, das ich keine Flasche nehmen würde, da 1. zu sperrig, und 2. der zur Verfügung stehende Druck nach ein paar Füllungen, besonders bei kleineren Flaschen, stark abnimmt. Ebenso spielten die geschätzten 300-500 Schuss die ich pro Monat machen werde eine wichtige Rolle. Also habe ich das Netz nach Pressluftpumpen durchsucht. Meine Entscheidung ist zu Gunsten der GEHMANN M100 mit Ihrem Vier-Kammer System gefallen. Diese Pumpe soll es laut Prospekt möglich machen ohne all zu große Anstrengungen eine 200 bar Kartusche zu befüllen. Zeitgleich mir der HW100 kam die Gehmann-Pumpe hier an und ich konnte die Kartusche befüllen.


    Hier nun meine Erfahrungen:


    Erstbefüllung von 0 auf 60 bar ca. 25 Hübe, kein spürbarer Kraftaufwand (ist nur bei der Erstbefüllung erforderlich!)


    60 auf 120 bar ca 30 Hübe, sehr leicht


    120 auf 150 bar ca 30 Hübe, leicht


    Ab 150 bar empfiehlt Gehmann auf das Drei-Kammer System umzuschalten da dann die Kraftanstrengungen geringer werden. Der Pumpaufwand steigt dann natürlich an!


    150 auf 180 bar ca 35 Hübe, leicht bis schwer


    180 auf 195 bar ca 45 Hübe schwer


    195 auf 200 bar ca 20 Hübe sehr schwer, aber immer noch für einen alten Mann zu schaffen :-D


    Nach etwa 100 Schüssen mit der HW 100 war ein Druckabfall auf ca. 160 bar zu verzeichnen. Wieder die Pumpe angeschlossen und gepumpt. :-D Pumpaufwand um wieder auf die 200 bar zu kommen nur ca 70 Hübe, Kraftanstrengung von etwas schwer bis schwer. Entweder "pumpt" sich die Pumpe ein ;^) oder mein Empfinden war ein anders :thumbsup:


    Wichtig ist bei max. 150 bar und dann alle 50 bis 60 Hübe die Pumpe zu entlüften! Damit wird das entstandene Kondenswasser abgelassen.



    Jedenfalls finde ich den Kraftaufwand mit dieser Pumpe als annehmbar. Wenn man bedenkt das sie klein und handlich ist und man immer wieder auf 200 bar Druck kommt würde ich sie immer wieder einer Pressluftflasche vorziehen.

    Edited once, last by WinchesterUwe ().

  • Danke für deinen kleinen Bericht.


    Zitat: Wichtig ist bei max. 150 bar und dann alle 50 bis 60 Hübe die Pumpe zu entlüften! Damit wird das entstandene Kondenswasser abgelassen


    Warum alle 60 Hübe, und warum nur bis 150 bar runter schiessen?


    Ich pumpe immer bis 220 bar... zwischendurch wenn es zu warm wird, abkühlen lassen, und lasse das Kondensat am Ende ab.


    Ich schiesse bis 70 bar runter, das wäre mir zu blöde schon nach 100 Schuss wieder nachzupumpen.Klar pumpt man dann wieder länger....


    Gruß, David

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  • Hallo David, ich habe nichts von auf nur 150 bar runterschießen geschrieben. :-D
    Ich habe geschrieben das Gehmann rät bei 150 bar von Vier- auf Dreikammerbetrieb umzuschalten da es dann leichter zu Pumpen sei, was ich bestätigen kann. Und das ich ab 160 bar wieder aufgepumpt hatte lag einfach nur daran, das ich nach einem Tag schießen und ca 100 abgegeben Schüssen mal sehen wollte wie lange es dauert bis ich wieder auf 200 bar bin. Zukünftig werde ich nach jedem Schießtag auf nur noch 190 bar aufpumpen weil das ohne wirkliche Anstrengungen mit dieser Pumpe möglich ist. Das Aufpumpen wird unabhängig vom Restdruck durchgeführt werden, wobei natürlich die 60 bar nicht unterschritten werden.


    Ich habe festgestellt das oberhalb von 150 bar bedingt durch die Reibungswärme doch einiges an Schwitzwasser entsteht. Und um auf Nummer Sicher zugehen halte ich mich an die Bedienungsanleitung die Rät jenseits von 150 bar nach jeweils 60 Hüben zu entwässern/entlüften.


    Das oben Beschriebene entspricht meiner persönlichen Handhabung und das ist selbstverständlich kein Dogma. Natürlich kann das jeder handhaben wie er es möchte.

    Edited 2 times, last by WinchesterUwe ().

  • Ich pumpe meine HW100 , Walther Rotex , BSA Buccaneer auch bis 220 Bar auf und schieße dann bis 100 Bar runter erst dann wird wieder gepumpt.


    Kondensat lasse ich nach Gefühl zwischendurch mal ab (meist 2X pro Pumpvorgang).



    Ich hab (noch) die einfache Pumpe von 4komma5 (war beim Rotex im Set) und kann mich bis jetzt nicht beklagen.


    Gut leicht pumpen ist was anderes aber es geht ohne große Probleme.


    Mit der 4 Kolben Gehmann bin ich auch am liebäugeln ...

    Ich bin nicht da,bin mich suchen gegangen!
    Wenn ich wieder da bin bevor ich zurück komme,
    sagt mir ich soll auf mich warten !

  • Ich habe mir auch die Gehmann M100 gekauft. Am ersten Tag bin ich erst einmal von einem defekt ausgegangen. Die ersten 60 Bar waren ein purer Gewaltakt. Da hat das hochziehen der Pumpe mehr Kraft gekostet als das runter drücken. Irgendetwas hatte da nicht gestimmt. Ich hab die dann ne Stunde stehen lassen. Hab den Griff oben einfach paar mal gedreht, auf einmal hat die perfekt funktioniert. Seitdem geht die einwandfrei.


    Jetzt zur Funktion:
    Ich pumpe meine Kartusche jeweils am Ende einer Session auf. Von 70-200 Bar geht schon in 5-10 Minuten aufzupumpen. Allerdings nach einer Stunde schießen und dann pumpen brauch ich schon ne Dusche :huh: Ich finde das auch überhaupt nicht schlimm. Das gehört halt dann ab jetzt einfach zum Schießsport dazu. Und bissl körperliche Anstrengung hat noch nie jemandem geschadet, vor allem wenn man den ganzen Tag im Büro herum sitzt wie ich.


    Ich würde die Pumpe auch nicht gegen eine Flasche eintauschen, auch wenn ich die Flasche zwar kostenlos befüllen lassen könnte, aber irgendwie fühlt man sich halt unabhängiger, und man bekommt die Kartusche jedes Mal auf 200 Bar voll.


    Viele Grüße
    Andi

  • Warum muss immer alles voll sein?
    Wenn ich 170 Bar in der Kartusche hab fühle ich mich kein bischen anders als wenn es 200 oder 150 Bar sind.

  • Warum muss immer alles voll sein?
    Wenn ich 170 Bar in der Kartusche hab fühle ich mich kein bischen anders als wenn es 200 oder 150 Bar sind.


    Hallo,


    da hast Du prinzipiell Recht!


    Aber wenn man sowieso gerade beim aufpumpen ist, kann man die paar Züge auf die ca. 200 Bar auch noch machen. Um so länger dauert es bis man wieder pumpen muss. Habe die M100 auch extra wegen dem Umschalten geholt, aber benötige die Reduzierung eigentlich auch nicht. Super Teil und man muss nicht mal ein Schwergewicht sein, ich hatte mir das viel schlimmer vorgestellt...




    Gruß André

  • Gestern habe ich meine HW 100 Kartusche wieder einmal gefüllt.


    Restdruck in der Kartusche 135 Bar. Aufgepumpt auf 200 Bar mit genau 63 Pumphüben. Dauer 3 Minuten.


    FAZIT:
    Ich bin froh mir die GEHMANN M100 zugelegt zu haben weil der "Arbeitsaufwand" und die damit verbundenen Anstrengungen wirklich sehr überschaubar sind. Ich würde mir das Teil immer wieder kaufen.

  • Ja ich kann das bestätigen. Am Ende einer Session wenn meine Kartusche bei 100 Bar ist pumpe ich die auf 170-180 wieder auf in 3-5 Minuten. Einem wird dabei definitiv schön warm, und ich glaube wenn man das ein Jahr lang jeden 2. Tag macht, dann kommen die Arme aus den guten alten Zeiten langsam wieder zurück. Es ist locker schaffbar, aber Sport :-)

  • Hey Leute,
    gibt es mittlerweile andere Pumpen die eurer Meinung nach die M100 übertreffen? Preislich geht es ja noch deutlich teurer, aber ich habe dennoch das Gefühl dass sich seit der M100 nichts mehr getan hat, was die Entwicklung angeht oder?


    Grüße

  • Also wenn meine Outlaw auch bei ca. 120bar angekommen ist,
    drücke ich die mit der Diana PCP Pumpe auch in ca.4min auf 220bar.
    Pumpe wird nicht heiß. Bleibt lauwarm. In der Pumpe befindet sich eine Kühlflüssigkeit.
    Sportlich wird es bei der Pumpe ab ca. 250bar.