Reichweite 35 Joule mit 4.5mm Diabolos,

There are 40 replies in this Thread which has previously been viewed 105,532 times. The latest Post (November 22, 2024 at 9:36 AM) was by Ingo.M.

  • Vielleicht theoretisch :wogaga: Von den Rabbit und Eun Jin kann ich nur abraten - das hohe Gewicht ist verbunden mit starker Übermaßigkeit (das ganze Material,welches die Dinger so schwer macht,muß ja auch irgendwo hin...).....diese Bleiklumpen muß man teilweise mit dem Hammer in den Lauf kloppen (und wer will das schon)...durch die damit verbundene,extrem hohe Reibung,geht dann auch sehr viel Energie-"Potenzial" verloren...


    Das kann ich bestätigen, ich habe mir für meinen Magnum Preller auch die superschweren Baracuda Magnum mit 1.06 Gramm in 4.5 mm besorgt im Glauben je schwerer desto besser, aber damit bekomme ich schon auf 10 m Streukreise von mehreren cm. Mit den etwas leichteren JSB Heavy und Monster (0.67 und 0.87 g) schaffe ich auf 10 m wieder Loch in Loch. Sogar mit den ultraleichen Gecos bekomme ich (sehr viel) bessere Ergebnisse als mit den übermaßigen Schwergewichten, und das obwohl die Plempe geprüfte 33 Joule hat.

    Was die Reichweite angeht, die wäre bei einem starken Luftgewehr und guter Munition weiter als 500 m wenn sich das Diabolo immer mit der Nase in die Fallrichtung ausrichten könnte. Die dynamische Stabilität kann aber nur bis cirka 10° Winkeldifferenz zwischen Abschuss- und Flugwinkel aufrechterhalten werden; hier wird auch jede Diabolosorte einen eigenen Kompromiss zwischen statischer und dynamischer Stabilität haben so dass man das schwer allgemein beantworten kann. Sobald das Diabolo seinen kritischen Winkel überschreitet wird die Flugbahn unstabil. Deshalb achte ich bei ballistischen Simulationen immer auf die Winkeldifferenz, und verlasse mich auf nichts was hinter den berüchtigten 10° passiert, denn ab da wird das Projektil zum Spielball des Zufalls.

    Mittelschwere Munition bevorzugend,

    Hubert M.

  • Gib mal "Ted HW100" in der Youtube ein. Das zweite und dritte Video zeigen eindrucksvoll wie ungenau Diabolos jenseits 260 270 280m/s werden. Das ist auch abhängig von der Form.

    So, so; das gilt aber nur für eine HW100. Eine PCP mit ST Lauf verhält sich da aber schon wieder ganz anders und verträgt auch deutlich höhere Geschwindigkeiten.

    Gruss Ralph
    ***16 Joule für alle. Europa, nicht nur auf der Autobahn.***
    Mitglied im FWR #30598

  • Findet man z.B bei FX Airguns und vor allen Dingen in den Staaten sehr beliebt !

    Ein Staat ist nur immer so frei wie sein Waffengesetz«
    Gustav Heinemann (deutscher SPD-(!)-Bundespräsident 1899 – 1976.
    "Richtig glücklich ist ein Grüner erst, wenn er anderen etwas verbieten
    kann" Wiglaf Droste

  • So alt das Thema auch ist, so aktuell scheint es offenbar geblieben zu sein.

    Vielleicht ein paar Gedanken dazu:

    Im Kaliber .177 bzw. 4,5mm setzt die Geschossgeschwindigkeit das erste Limit nach oben.

    Der zweite Faktor ist das Geschossgewicht, das in diesem Kaliber ebenso eine Grenze darstellt.

    Als Faktor Nr.3 wäre noch die dazu passende Drallgeschwindigkeit zu nennen.

    Geschossart, -form und der daraus resultierende Ballistische Coeffizient kommen, wenn man will, noch zur Kalkulation hinzu.

    Nun einmal ein paar theoretische Gedanken:

    Legt man eine Dralllänge von 41cm zu Grunde, so ergibt sich bei 7,5 Joule und einem Geschossgewicht von 0,51g eine Geschossgeswindigkeit von ca. 170m/sek.

    Die Rotationsgeschwindigkeit beträgt demnach:

    170÷0,41=415 m/s oder 24878 Umdrehungebn pro Minute.

    Bei 16 Joule demnach mehr als die doppelte Rotationsgeschwindigkeit.

    Bei 32 Joule die vierfache Rotationsgeschwindigkeit. Vorausgesetzt, dass verdoppelung der Joulezahl mit gleicher Verdoppelung der V0 erfolgt.

    Wir kommen somit bei gut 100000 U/min an. Die dabei auftretenden Unwuchten ( Nutation und Präzession) würden jedes Geschoss aus der Flugbahn werfen.

    Erfahrungsgemäß hat sich ein Rotationskorridor innerhalb von 20000 (140 m/s) als unterste Grenze und 40000 (270 m/s) als oberste Grenze bewährt.

    In der Praxis bedeutet das nichts anderes, als mit steigender Joulezahl zunächst das Geschossgewicht so zu wählen, dass sich die Geschoss-Geschwindigkeit und die damit verbundene Rotationsgeschwindigkeit in diesem Korridor bewegen.

    Was heißt das konkret?

    7,5 Joule bis maximal 0.65g Diabolo

    16 Joule bis 0,75g

    30 Joule 0,86g (z.B. JSB Monster) 270m/s

    Darüber hinaus macht 4,5mm/.177 keinen Sinn.

    Ich persönlich schieße 100m mit einer 4,5mm Steyr mit 21 Joule (im Ausland) und den JSB Heavy.Das sind auch so um die 260m/s und 48.000rpm. Das funktioniert ganz hervorragend mit guten Defiant-Diabolos.

    Irgendwo in irgendeinem Long-Range Thread sind Fotos gepostet. Ist schon 'ne Weile her. Die Trefferlage ist mit der einer KK .22Lfb vergleichbar.

    So würde ich den Sachverhalt im Groben erklären.

    Tschüss, Technixx

    Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.

  • Bei 32 Joule die vierfache Rotationsgeschwindigkeit. Vorausgesetzt, dass verdoppelung der Joulezahl mit gleicher Verdoppelung der V0 erfolgt.

    Da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, da die Geschwindigkeit im Quadrat in die Energieberechnung einzieht bedeutet die vervierfachung der Energie lediglich eine Verdoppelung der Geschwindigkeit.

    Gruß Michel

    Und ja es deckt sich mit meiner Erfahrung, bei über 270m/s ist Schluß bei Standarddralllänge was die Präzision angeht. Eine Lauf mit größere Dralllänge würde Abhilfe schaffen, würde aber in Deutschland WBK-pfichtig sein da für ein WBK-pflichtiges LG und an 7,5J macht es eigentlich keinen Sinn. Wenn man sich bei Lothar-Walther einen machen lassen will für ein 7,5J-LG könnte das vermutlich gehen.

    Ich kann beides: PCP und Preller..........gell da guggsch!!!

    Edited once, last by Igelmichel (November 18, 2024 at 6:37 PM).

  • Bei 32 Joule die vierfache Rotationsgeschwindigkeit. Vorausgesetzt, dass verdoppelung der Joulezahl mit gleicher Verdoppelung der V0 erfolgt.

    Da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, da die Geschwindigkeit im Quadrat in die Energieberechnung einzieht bedeutet die vervierfachung der Energie lediglich eine Verdoppelung der Geschwindigkeit.

    Gruß Michel

    Und ja es deckt sich mit meiner Erfahrung, bei über 270m/s ist Schluß bei Standarddralllänge was die Präzision angeht. Eine Lauf mit größere Dralllänge würde Abhilfe schaffen, würde aber in Deutschland WBK-pfichtig sein da für ein WBK-pflichtiges LG und an 7,5J macht es eigentlich keinen Sinn. Wenn man sich bei Lothar-Walther einen machen lassen will für ein 7,5J-LG könnte das vermutlich gehen.

    Danke Michel, hast völlig Recht, :sleeping:es war sehr spät in der Nacht, als mein Post entstand. War wohl nicht mehr ganz wach gewesen;).

    Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.

  • In Spanien hab ich mal mit einer diana two fifty 5 5 mm geschossen, die Diabolos im Kugelfang waren pulverisiert bei 10 m, das Gewehr musste an die 20 Joule haben, Ziele in 50 m waren kein Problem

  • In Spanien hab ich mal mit einer diana two fifty 5 5 mm geschossen, die Diabolos im Kugelfang waren pulverisiert bei 10 m, das Gewehr musste an die 20 Joule haben, Ziele in 50 m waren kein Problem

    Die FAC Version in 5,5mm ist mit 24 Joule angegeben. Und da in Spanien die 24J als Grenze gelten, wird das wohl ne offene Version gewesen sein.

  • ...nun, vor ein paar Jahren schoss ich mal ne Diana 34 compact bei einem Bekannten, das Teil hatte einen Vortec kit verbaut und war eine .22,

    auf 50 Meter etwa wurde ein altes Nummernschild locker lässig durchschlagen, so aus als hätte man mit .22lfb geschossen.

  • Trifft man mit solch starken Prellern eigentlich noch etwas? Hab mal gehört das bei unseren 7,5J der Kolben weniger gebremst wird aber irgendwann muss doch rein mechanisch Schluss sein mit der Genauigkeit. Liege ich da falsch?

    Grüße…

  • Wenn der Prellschlag kommt, ist das Geschoss ja schon aus dem Lauf raus. Das Problem ist da eher dass man mit einem Federkolben nur eine gewisse Druckstärke erreichen kann und so'n Diabolos irgendwann nur noch durch die Züge geschoben wird. Bei 4,5mm sind 30 Joule schon sehr viel. Will man mehr, sollte man zu größeren Kalibern greifen. Viel mehr als 45 Joule sind aus einem Federkolbengewehr aber technisch nicht möglich. Mit einem Presslüfter und entsprechendem Kaliber ist deutlich mehr drin.

    Ich durfte in Holland Mal mit einem 24J 4,5mm und einem 29J 5,5mm Knicker auf größere Distanzen schießen, die Dinger waren schon recht präzise, gabt aber auch schon blaue Flecken an der Schulter.

    Edited 2 times, last by Ingo.M (November 21, 2024 at 10:25 PM).