Ich finde ihr solltet das Thema nicht zu kompliziert machen. Eine Matchwaffe ist eine Matchwaffe und eine Freizeitwaffe eine Freizeitwaffe. Und in beiden Kategorien gibt es ein Spektrum von unterirdisch bis Premium. Wenn nun jemand 1000€ in eine sehr gute Freizeitwaffe investiert, hat er eben bessere Ausgangsbedingungen als jemand der nur 100€ investiert hat. Das ist einfach so. Ob das Potential der besseren Waffe auch ausgenutzt werden kann, ist noch mal ein ganz anderes Thema.
Zudem kann ich auch ein billiges LG so weit tunen dass es "Matchähnlich" wird. Was dann? Soll es dann als Matchgewehr gezählt werden? Im Umkehrschluss hieße das wenn ich den Abzug am Matchgewehr so grottig wie möglich einstelle wird es dann zum Freizeitgewehr? Das wird dann so schwammig dass alle Kategorien obsolet werden weil ich ja eh mit jeder Waffe in jeder Kategorie antreten kann.
Das ist ein Rattenschwanz ohne Ende. Selbst wenn man eine zusätzliche Einteilung innerhalb der Kategorien nach Neupreis machen will kann man da ewig diskutieren. Bleibt lieber bei der alten Einteilung. Dass Preller eine eigene Kategorie bilden ist schon richtig. Aber ein Premiumgewehr weil es besser ist als alles andere in seiner Klasse in die nächst höhere Klasse zu schieben in welcher es dann nicht mithalten kann weil es eben kein Matchgewehr ist, das kann nicht richtig sein.
Wenn ich die Liste der Klasseneinteilung sehe, kräuseln sich mir die Nackenhaare. Ich wäre z.B. im Leben nicht auf die Idee gekommen ein Diana 54 Airking mit einer Stormrider zu vergleichen. Oder eine FWB 300, nur weil sie blockiert ist, mit einem alten Umarex Knicker. Die sind nun in einer Klasse obwohl sie im Neupreis weit über 2000€ auseinander liegen und zwei völlig unterschiedliche Zweckbestimmungen haben. Da liegen auch mit Blockierung noch Welten dazwischen.
Das ist sicherlich alles gut Gemeint, aber technische Fairness ist das auch nicht so richtig.
Wenn man es richtig fair gestalten wollte, gäbe es die beidern Oberkategorien Match und Freizeit, die dann jeweils noch mal aufgeteilt sind in Preller, gedämpfte Systeme, PCP und CO2.
Nur dann hat man wirklich vergleichbare Waffen in einer Kategorie. Aber auch dann muss man noch damit leben dass ein anderer vielleicht 500€ mehr für seine Waffe ausgegeben hat.
Und am Ende muss Micha Helmut - ein Bär entscheiden ob sich der Aufwand einer solchen Auswertung überhaupt für die geringe Teilnehmerzahl lohnt. Nachher hat man viele Kategorien auf die sich wenige Schützen aufteilen. Zu den genannten Kategorien kommt ja dann noch jeweils hinzu Langwaffe, Kurzwaffe, Kurzwaffe mit Anschlagschaft... das sind dann schon 24 Gruppen.
Wir hatten ja früher, als es noch einfacher war, schon das Problem dass viele nicht mitgemacht haben weil ihnen die Reglen zu kompliziert waren. Das wird damit nicht besser.
Soweit nur mal meine Gedanken dazu.

