Baikal IJ60 - Vergleichstest zwischen alter und neuer Version

  • Autor: "Pellet"



    Als Anfang der 90er Jahre aus dem russischen Ischewsk das Baikal IJ60 erschien,
    sorgte es aufgrund seines abenteuerlichen Designs für einiges Aufsehen. Das kleine
    Gewehr ist eine interessante Konstruktion. Es war bis auf den Schaft und dem
    Spanngriffende, vollständig aus Metall gefertigt. Viele Teile waren aus dem Vollen
    gefräst und gedreht. Irgendwann im Jahre 2000 wurde dann die Fertigung radikal
    umgestellt. Der vorher aus Stahl gefertigte Systemkasten ist nun durch einen aus
    Kunststoff gewichen. Ebenso die Laufhalterung und die komplette Visierung.
    Letztere büßte sogar ihre vielseitige Verwendung ein. Auffallend ist auch, der um
    30mm kürzere Lauf alten Version und das um über 500g schwerere Gewicht desselben.
    In der nachfolgenden Bilderserie sollen die Unterschiede der beiden Varianten gezeigt
    werden.




    Die Seitenansicht der alten und neuen Version.





    Schnitt und Explosionszeichnung der alten Version





    Schnitt und Explosionszeichnung der neuen Version




    Neue Version in Hauptbestandteile zerlegt



    Auf den folgenden Bildern kann man die unterschiedliche Befestigung des
    Arretierbolzens für den Spanngriff auf der anderen Seite erkennen. Bei der
    Kunststoffversion ist er mit einer Mutter gesichert. Bei der alten Version ist
    er vernietet.







    Hier erkennt man die unterschiedliche Begrenzung des Verschlusses nach hinten.
    Der Verschluss springt federbelastet nach hinten, sobald der Spannhebel betätigt
    wird.





    Im ausgebauten Zustand erkennt man die Systemkästen in ihrem ganzen Ausmaß.



    Nachfolgend die Systeme in verschiedenen Ansichten



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  • Autor: "Pellet"


    Die nachfolgenden Bilder widmen sich der Visierung



    Bei der alten Version ist die hintere Visiereinrichtung auf eine
    11mm Prismenschiene des Visierträgers aufgeschoben und von
    oben mit einer Klemmschraube befestigt. Die Einrichtung ist
    komplett aus Stahlteilen gefertigt.
    Bei der neuen Version bilden Visierträger und Visier eine Einheit.
    Die Verwendung des Visierträgers als Montagebasis für eine
    Zielvorrichtung ist nicht mehr möglich. Die Basisteile sind aus
    Kunststoff.








    Bei der alten Version kann die Visierung auch als Diopter hinten auf
    der Prismenschiene verwendet werden. Hierzu wird die mitgelieferte
    Diopterscheibe montiert.





    Bei der neuen Version wird der Kornsattel durch eine Laufmutter
    auf einen leichten Konus am Lauf gedrückt. Eine Rändelung
    verhindert ein Verdrehen.




    Bei der alten, aus Stahl gefertigten Ausführung, können unterschiedliche
    Einsatzkorne verwendet werden.


    Der aus Kunstoff gefertigte Schaft ist bei beiden Versionen gleich.
    Die großen Halteschrauben der Abzugseinrichtung bei der neuen
    Version passen nicht in den alten Schaftausschnitt. Deshalb ist
    dieser durch einen zusätzlichen Arbeitsgang an zwei Stellen ausgefräst.
    (siehe Pfeile)



    Das folgende Bild zeigt die Verstellmöglichkeit des Hinterschafts um
    7cm




    Jedem Baikal wird unter anderem eine Ersatzfeder und eine Kolbendichtung
    mitgeliefert.


    [GLOW=royalblue]Pellet[/GLOW]
    04.2002

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