• Ich neige nicht zum Schau machen und das wissen die alteingesessenen User, aber ich muß den anderen Sammlern heute echt mal was zeigen...


    Eines vorweg: Ich bin schlichtweg begeistert!


    Ein altes Schlachtross hat einen neuen Besitzer und falls ich nicht mal am Hungertuch nage, wird es mich ab heute begleiten.



    Orion steht drauf und es ist ein britischer Revolver, den sicher schon einige (in ähnlicher Form) in einem bekannten Auktionshaus gesehen haben.


    Sowas wird oft als Enfield, oder ähnliches angeboten und ist eine umgebaute scharfe Waffe.


    Das besondere ist.... ach was rede ich... guckt euch mal den Trommelspalt an (0,5mm) und denkt dann mal fünf Minuten darüber nach, warum ich das Grinsen nach Jahren der Suche heute nicht wirklich mehr aus dem Gesicht kriegen werde... Die mit dem Scheunentor als Trommelspalt dürften ja wohl bekannt sein hier, in einschlägigen Sammlerkreisen.


    Vorkriegs-, oder Polizeifertigung mit echter Brünierung (Kein Lack) und eben realsteel! Mit den Stempeln werde ich mich mal bei Gelegenheit beschäftigen, aber der zwangsweise Autocorso heute war mir zu anstrengend. ;D ;-)


    PS: Wenn mir einer sagen kann, wo ich einen Abschußbecher in Kalibergröße herbekomme(Gewinde ist drin), bin ich für jeden Tip dankbar.


    FAZIT: Hammerkrass!

  • Woher wußte ich jetzt, daß Du mich verstehst? :))


    Gruß "über die Straße" ;-)

    A diplomate is a human being, who speaks out, what he's not thinking...

  • @Mr.Linkdead: Glückwunsch zu dem schönen Teil. Wie Stefan bereits erwähnte, ist das eines der selteneren Teile. Allerdings ist PTB257 ein komplettes Sammelgebiet für sich. Selbst wenn man sich zu Anfang noch wenig aus den Stempelungen macht, reicht schon die schiere Anzahl an unterschiedlichen Modellen. Das fängt mit den unterschiedlichen Hersteller an (Enfield, Webley, Albion, Scott, ......), geht weiter über die Lauflänge (3", 4", 5") über die unterschiedlichen Griffe (von Bakelit über Holz bis hin zu anderen Formen wie den Modellen mit sog. Vogelgriff) und hört mit diversen Kleinigkeiten auf. Viel Spaß mit dem Teil, das man bei der Bauweise wohl als SSW nie kaputt bekommen wird.

    ----------------------- Jäger der verlorenen Erma's ------------------------
    --
    - Waffen- & Munitionssachverständiger, Spezialgebiet Erma ---
    ------------ bitte hier mithelfen, damit es hier weitergeht ------------

  • Okay... er geht wohl ganz klar als Enfield durch.


    Nächstes Highlight: Es war mal eine DAO Variante, die nach dem Krieg auf Hahnsporn umgearbeitet wurde (Komplettstahl, entweder geschweißt, oder gegen einen zivilen Hammer ausgetauscht). Habe ihn jetzt mal gereinigt und eingeölt und bin noch immer begeistert.




    Indiana Jones läßt grüßen... ;-)


    Die Bakelitschalen haben wohl schon einiges durch, aber die Patina im Allgemeinen ist großartig.


    Ich habe noch nie einen Gaser in der Hand gehabt, der besser aussah und mehr Freude machte, als dieses "antike" Stück!

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  • Ja, das Teil ist eine Wucht.


    Meiner war leider äußerlich ziemlich besch..., Reste des Tropenlacks wechselten mit Resten der Parkerisierung und abgegriffen blanken Stellen ab.


    Teilweise ist er schon poliert, wenn er fertig ist, bleibt er entweder hochglänzend oder ich versuche mich an einer entsprechend glänzenden Brünierung.


    Einen SA/DA-Hahn suche ich noch, mein DAO-Hahn hat zwar eine Rast (war in Original einfach nicht eingearbeitet worden), aber eben keinen Sporn.


    @Mr.Linkdead:
    Der Hahn von deinem wurde nachträglich wieder mit einem Sporn versehen (brünierbar hartgelötet?), der ursprüngliche SA-Hahn sieht etwas anders aus:


    http://en.wikipedia.org/wiki/I…lver_Enfield_No2_Mk_I.jpg


    Stefan

  • Hi Stefan,


    das habe ich auch schon heraus gefunden und eben jenes wollte ich mit meinem vorherigen Post ausdrücken.


    Deinen kriegen wir auch noch hin, ich suche noch nach Bezugsquellen für Ersatzteile und Zubehör ;-)


    PS: Es ist der Hammer, daß außer Flens und Dir keiner angesprungen ist, was mir wieder zeigt, daß wir die Oberfreaks sein müssen :))


    PPS: Brüniert und hartgelötet! Das hat ein Büma in Perfektion gemacht, vor dem ich den Hut ziehe. (Oder, um es mal mit Rambo zu sagen: Ich habe schonmal ein Gewehr abgefeuert....) ;-)

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  • Stellt mal ein Bild von Euren Teilen rein. Ich habe bisher leider nur die beiden häufigsten Versionen. Zum einen den Enfield No.2 Mark 1 aus dem Jahr 1941 (umgearbeitet und erneut beschossen 1984) DOA:


    und dann noch einen Webley Mark IV, der 1994 nach Umarbeitung beschossen wurde und DA + SA ist:


    Alle anderen Versionen reizen mich zwar und sind auf dem Einkaufszettel, allerdings nicht zu den extremen Preisen, wie beispielsweise die letzten 3"- oder Vogelgriffvarianten weggingen......

  • Abgesehen davon, daß ich gleich vor Freude unter mich mache... :new16:


    Meiner hat heute Drillinge bekommen!


    Über die Tüte mit den Ersatzteilen und Abschußbechern reden wir lieber nicht, da ich sonst nicht pünktlich im Büro bin morgen...



    PS: Und wieder stellt sich die Frage, warum man damals nicht Berufssoldat geworden ist... mit dem Hobby...?!? *seuftz...


    PPS: Hahn mit Hahnsporn einbauen lassen beim Büchsenmacher, oder selber versuchen?


    Siehe Bild :ruger:

  • Finde den Enfield wirklich Klasse, habe heute einen angeboten bekommen doch scheint mir der Preis von 500€ etwas überteuert. Es handelt sich um den Enfield MArk 2. Ist der Preis realistisch oder überteuert? WEnn ja was darf das Teil kosten?
    Dank und Gruß


    elcholon

    mfg


    elcholon

  • Danke für die schnelle Antwort, schade dann lass ich die Finder davon war einfach nur top Zustand , bei mir in der Nähe und mit Tasche.
    :cry:

    mfg


    elcholon

  • "Meiner hat heute Drillinge bekommen!"


    Drillinge zu bekommen ist doch nicht so ne seltene Sache wie ich immer gedacht habe.


    Gibts zu den Webley/Enfield-Revolvern auch eine Datenbank?
    Mich würd brennend interessieren wie viele Umbauten und verschiedene Varianten es insgesamt gibt, vor allem die ohne Trommelspalt.

  • Es gibt die in veschiedensten Lauflängen, Trommelspalten und mal mit und mal ohne Gewinde für einen Abschussbecher. Mein Webley hat einen kleinen Trommelspalt, von der Lauflänge ist der wie dein linker und vom Trommelspalt wie der mittlere.


    Mein Enfield hat einen größeren Spalt, ca. 1 oder 1,5mm, hat ein Gewinde für einen Abschussbecher.


    Und es gibt wohl auch noch Papageienschnabel-Webleys



    HWJunkie:


    Einen Umarex-Becher würde ich nicht nehmen. Der original Becher der vorgesehen ist für Webley/Enfield hat keine Bohrungen....die Druckreduzierung erfolgt wohl über den Trommelspalt.

    "Was unterscheidet letztendlich den freien Menschen vom Sklaven? Geld? Macht? Nein! Der freie Mensch hat die Wahl, der Sklave gehorcht!"
    -Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt!-

  • Stimmt, die mit großem Spalt hatten auf jeden Fall einen geschlossenen. Das habe ich schon gesehen, ist auch sinnvoll bei einem Trommelspalt wo ein LKW drin wenden kann....

    "Was unterscheidet letztendlich den freien Menschen vom Sklaven? Geld? Macht? Nein! Der freie Mensch hat die Wahl, der Sklave gehorcht!"
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  • Quote

    Original von harryumpf
    :cry:


    Angesprungen schon, aber aus manchen Bundesländern (wo sich m.E. die Sachbearbeiter selbstständig machen - ja, auch in BY), hört man Folgendes zu der PTB257:


    Da fehlt doch was, oder ???


    Aber ich kann mir denken, um was es geht: Einige der Behörden einzelner Bundesländer haben bemerkt, daß es aus Originalwaffen umgebaute SSW gibt. Außer die Dank der Entfernung sämtlicher Beschriftungen Außenvorbleibenden B 70, PP und PPK haben alle anderen Umbauten zwar eine PTB-Zulassung ( haben viele Kleinstkaliber auch und sind trotzdem WBK-pflichtig gworden ), aber trotzdem noch alle alten Beschriftungen und sind daher immer noch als Umbau zu erkennen und so zu behandeln. Es geht also in Richtung WBK-Pflicht und Bedürfnisnachweis der Revolver mit PTB 257.


    Was jetzt schon, nach den Buchstaben des Gesetzes, WBK-pflichtig mit nachweisbaren Bedürfnis ist, sind die wenigen als Salutkurzwaffe umgebauten und später den SSW gleichgestellten Revolver wie der S&W Victory, weil diese keine PTB-Zulassung haben und nicht die Voraussetzungen der Salutlangwaffen erfüllen.


    Edit: Jetzt ist der Link ja da. Die Besitzer solcher Waffen sollten schon mal vorsichtig bei ihrer zuständigen Behörde abklopfen, wie die sich das denken. Es wird bestimmt in einigen Landkreisen WBK-Pflicht herrschen und im Nachbarlandkreis nicht - demnächst muß man wie früher vor 150 Jahren aufpassen, wenn man sein Dorf verlässt. Da kommt man ganz schnell in die Gefilde anderer Rechtssprechung und Gesetze. Wird mal wieder Zeit für eine Revolution, um das Volk der Deutschen wieder unter einer Regierung und einer Rechtssprechung zu einen! Nieder mit der Kleinstaaterei! :crazy2:

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