Das Wetter war heute optimal, um mal meinen Restbestand an Weichblei-"Rohlingen" in Barren umzuschmelzen. Die "Rohlinge" waren gerolltes Dachdeckerblei/mit Dichtband, lose gerollt, als gegossene Stangenware mit 70mm Durchmesser und massive Bleiplatten. Gesamt etwas über 60kg. Bei den dicken Bleiplatten musste ich mit dem Gasbrenner nachhelfen, da die Herdplatte sonst zu lange zum Einschmelzen gebraucht hätte.
Das Weichblei habe ich dann in Barren gegossen, kommt zu den vorhandenen Weichblei-Barren hinzu und kann jetzt dosiert mit den Hartblei-Barren entsprechend legiert werden. Gefühlt habe ich 'ne halbe Tonne Blei in meiner Bude....
Den Zinn-Vorrat habe ich dann auch gleich mit umgeschmolzen. Wobei ich feststellen musste, dass mich ein Kollege damals mit den Zinntellern beschissen hat. Die sind nicht aus Zinn, sondern aus Zink... Egal.
Blei-Bastelei.....
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Gold anmalen und auf dem Raststättenparkplatz verkaufen.
Neben dem mit der silbernen Besteckgarnitur vom Berghof.
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Schönes Hobby. Meine "Barren" sind meist kleiner.
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Schönes Hobby. Meine "Barren" sind meist kleiner.
Jo, so "kleine Barren" gieße ich nicht mehr, die Zeiten sind bei mir vorbei. Entsprechende Waffen sind verkauft und daher auch kein Bedarf mehr. Aber ich gieße den Rest noch für Dekopatronen, wie ich letztens beschlossen habe...
Z.B. diese hier für den "Eigengebrauch".... -
Kleiner Nachtrag..., oder auch "Heulstunde"....
Als ich vor einigen Jahren das Geschossgießen für verschiedenste KW/LW-Kaliber aufgab und mir dachte, das Zeug brauchst du nie wieder und den meisten Krempel verkauft habe, hat sich vor kurzer Zeit herausgestellt.., na, ihr kennt das..., was man damals alles so hatte und was jetzt doch(auch im kleinen Rahmen)fehlt. Großer Gießofen(den kleinen LEE habe ich noch), mehrere Barrenform, Kokillen und entsprechende Zangen, Matrizen usw., usw. ... Grrrr. Nun denn, ich arbeite ja nur noch im kleinen Stil und werde damit leben können.
Vom Leben komme ich mal zum Sterben....
Da gibt es drei Personen in meiner Laufbahn, von denen ich gerne mal berichten möchte.
Als ich vor 20Jahren mit dem Wiederladen anfing, lernte ich im Forum Waffen-Online.de den Alfred Buhlert(Murmelgießer) kennen, in anderen Foren auch unter ähnlichen Namen bekannt. Alfred war eine Größe in Sachen Bleigeschossherstellung, mehrfacher deutscher Meister in Gebrauchspistole/Revolver und wusste wie das Blei korrekt in die Scheibe ging. Auch für andere Kaliber wie für CAS usw. hat er für "seine Leute" die Geschosse gegossen. Bleihärte, Geschossfett und seine "Zaubermurmeln" waren sein Markenzeichen in vielen Foren.
Ich habe viele seiner Tipps angenommen, die mir dann wohl auch bis zur LM verholfen haben.
Leider ist Alfred vor einigen Jahren viel zu früh gestorben. Ich vermute mal, dass ihn die Geschossherstellung in seiner "Butze" mit den ständigen Bleidämpfen das Ende beschert hat.......
Der nächste "Kandidat" ist Peter Jebens. "Peter Jebens Precision Bullets".. .
Ein gewerblicher Bleigeschosshersteller direkt vor meiner Tür. Als "Nachbarn" im selben Ort hatten wir entsprechend Kontakt und ich war öfter mal in seiner Gießerei. Ok, die Schmelzöfen und Gießautomaten standen in einer kleinen Halle und von Luftzirkulation oder Absaugung war nichts zu spüren oder zu sehen. Man stand quasi im Bleidampf. Ich denke mal, dass auch er dadurch sein Leben zu früh verlor.
Der dritte Verlust und der war für mich der schlimmste, ist Peter Delsing.
Peter habe ich damals als Tipp über Waffen-Online.de kennengelernt, als ich nach Geschosse für meinen .280 Ross gesucht habe. Er war mit Leib und Seele Geschosshersteller u.a. seltener Kaliber und hat mir auf seine Kosten den Weg zu meiner erfolgreichen Patrone ermöglicht, in dem er die Mantelmatrizen so lange auf meinen Lauf angepasst hat, bis das Ergebnis stimmte. DAS ist für einen gewerblichen Geschosshersteller alles andere als selbstverständlich. Zeigt aber auch, wie tief Peter mit Herzblut in seiner Arbeit steckte und seine Kunden zum Erfolg helfen wollte. Die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod zog mir regelrecht die Füße vom Boden....
Aber auch Peter hat sein Leben lang mit Blei "gearbeitet" und die Vermutung liegt nah, dass auch evtl. das der Grund für sein Ableben war.....
Ich schiebe mal als Anhang die Liste von Peter und seinen produzierten Geschossen hier rein. Ich hoffe, dass das kein rechtlicher Zwick ist.
Fazit:
Ich habe heute 6 Stunden Blei gegossen und immer an die drei Jungs denken müssen......
Also, immer den Wind im Rücken!!! -
Gold anmalen und auf dem Raststättenparkplatz verkaufen.
Neben dem mit der silbernen Besteckgarnitur vom Berghof.
Wie viel kostet denn so "Goldfarbe"? Nur mal so, wegen der Gewinnspanne.....
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Schönes Hobby. Meine "Barren" sind meist kleiner.
Schöne Zäpfchen, welches Kaliber?
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Habe die Regenpause heute Mittag für einen neuen Guss in .45 Colt Geschosse genutzt, mit 1:1 Weichblei-Hartblei. Gegossen habe ich "heiß", d.h. das Blei und die Kokille waren leicht overtemp und die Bleioberfläche ist nicht spiegelblank, sondern leicht "grieselig/rau/matt. Sieht man auf den Bildern nicht so wirklich...Angelehnt an die damals vorhandene Möglichkeit der Geschossherstellung. Also voll originooooool.....

Die fertigen Dekopatronen stammen aus einem saubereren Guss vorher..
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Ist das jetzt Reinblei oder sind die legiert. Welche Temperatur beim Gießen ?
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Ist das jetzt Reinblei oder sind die legiert. Welche Temperatur beim Gießen ?
Reiner geht's nicht. 100% Druckerblei und 100% Weichblei, jeweils 50/50 gemischt ohne Antimon, Paraffin und Zinn. Mit Temperaturen kann ich nicht dienen. Mein Bleithermometer habe ich auch schon vor längerer Zeit verkauft. Ich gieße nach Erfahrung, locker aus der Hüfte heraus.... Das reicht mir für die Dekomunition.
Obwohl, zugegeben sind Alu-Kokillen nicht ganz "unproblematisch" was Temperatur und Gießzyklus angeht und wo/wie man das Blei einfließen lässt. Da muss sich jeder selber einarbeiten. Nach meiner Erfahrung sind Stahl-Kokillen etwas "freundlicher".
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jeweils 50/50 gemischt ohne Antimon, Paraffin und Zinn
Das passt nicht ganz. In Letternblei ist viel Antimon und etwas Zinn drin.
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jeweils 50/50 gemischt ohne Antimon, Paraffin und Zinn
Das passt nicht ganz. In Letternblei ist viel Antimon und etwas Zinn drin.
Ah, ja ok, ich meinte nur, dass ich da nichts weiter beigemischt habe.
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Ich nehme dafür die Reste vom Anodenblei, was ins Chrombad kommt. Das ist tatsächlich völlig unlegiert. Mache ich für einen .54er Sharps. Topf auf dem Gasherd unter dem Küchenabzug - wegen der Gesundheit.
