HW35 Höhenstreuung Ursache und Bitte um Lösungsvorschläge

There are 107 replies in this Thread which has previously been viewed 5,903 times. The latest Post (May 10, 2026 at 7:39 PM) was by grisonero.

  • Ich habe soeben folgende Werte gemessen:
    Der Kolben hat mit eingeschobener Kolbeninnenhülse innen einen Durchmesser von 23,6 mm. Die Feder hat einen Aussendurchmesser von 21,6 mm

    Sowohl Kolben als auch Systemhülse haben wieder neue Abschabungen.

    Ich kann einfach nicht glauben, dass das HW35 für diese Stärke nicht geeignet sein soll. Wenn man sich im Internet umschaut wird die z.B. in den USA mit deutlich über 16 J verwendet und niemand berichtet von Problemen, ganz im Gegenteil - immer wieder wird die Robustheit und 'Unverwüstlichkeit' der HW35 betont.

    An der Aussenseite des Spannarmes ist eine starke und deutlich sichtbare Kratzrille - also an der dem Delrin-Streifen gegenüberliegenden Seite (in Schießposition auf 6 Uhr).

    Das Geräusch zwar beim Spannen schwer punktgenau zu lokalisieren, aber ich glaube fast dass die wahrnehmbaren Kratzgeräusche beim Spannen von dort kommen. Kann es sein dass dadurch ein zu starker einseitiger Druck auf den Kolben ausgeübt wird?

    Heut Abend kommt - zum Vergleich - mal die original Feder (7,5 J) rein und morgen wird weiter getestet.

  • Fremder
    December 7, 2020 at 12:53 PM

    Lies mal, für starke Leistung ist das Ding einfach nicht gemacht!

    Das ist auch überhaupt nicht neu, nur scheinst du das nicht einsehen zu wollen. Ein 30mm Kolben mit einem so kurzen Weg , erklärt es doch schon von selbst.

    Google Search

    Gruß

    Dampf

  • Du hast schon Recht, ich habe um das beurteilen zu können natürlich viel zu wenig Erfahrung.

    Deshalb habe ich mich - vor der Umrüstung mit TBT-Kit - auch lange Zeit intensiv im I-Net umgeschaut, sowohl hier als auch in zahlreichen englischen und amerikanischen Foren. Dort liest man nirgends etwas dass die HW35 über 7,5 J Probleme machen würde.

    Natürlich setzen Physik und Material Grenzen. Gibt es nicht auch

    in Deutschland FT-Schützen die Knicker mit 16 J schießen?

  • Der Kolben hat mit eingeschobener Kolbeninnenhülse innen einen Durchmesser von 23,6 mm. Die Feder hat einen Aussendurchmesser von 21,6 mm

    Sowohl Kolben als auch Systemhülse haben wieder neue Abschabungen.

    Es wird doch der Spannhebel in den Kolben eingehängt. Mein Gedanke war dass der Spannhebel an der Feder mit dem größeren Außendurchmesser schleift oder hängen bleibt.

    Eventuell ist auch einfach ein Materialfehler an der HW35. Kolben oder Systemhülse unrund. Hattest du nicht gemessen dass der Kolben nicht ganz rund ist? Vielleicht verwechsle ich aber was.

  • in Deutschland FT-Schützen die Knicker mit 16 J schießen?

    Klar, aber nicht mit einer HW 35!

    Eine Diana 350 Magnum schießt mit 28 Joule in .177 angenehm und präzise. Habe ich u.a. ausgiebig getestet. Sie hat einen 28mm Kolben mit deutlich mehr Weg.

    Wirklich ausgeglichen schiessen allerdings Federkolbengewehre mit 25/26 mm Kolben.

    Solche werden beim FT/HFT benutzt.

    Sind aber zudem auch i.d.R. auch keine Knicker.

    Ich wollte eigentlich auch nichts mehr zu diesem Thema schreiben. Aber deine Hartnäckigkeit gefällt mir:thumbup::)

    Grüße

    Dampf

    Nachtrag: Ich habe auch schon einen Knicker mit einem 40 mm Kolbendurchmesser getestet:S

    Aber das ist eine andere Geschichte 8)

  • Hier mal eine Vermutung von mir:

    Ich habe den Eindruck, dass durch die zu starke Feder, und dadurch, dass sich das Gewehr ganz zum Anfang nicht spannen ließ, das Spanngestänge verbogen ist. Dafür sprechen die starken Schleifspuren an das Aussenseite.

    Dadurch sitzt das Spanngestänge auch nicht richtig flach in der Kolbennut und drückt den Kolben dann an die gegenüberliegenden Systemhülse. Das Spanngestänge selber kratzt auch zu stark an der Innenseite der Systemhülse und hat sich dort schon tief eingefressen.

    Viele Grüße

    Heiko

    Planlos geht mein Plan los.

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  • Jetzt lässt sich leicht unken. Aber wenn ich mir das Bild nach 30 Schuss anschaue wäre es für mich ein Grund gewesen das Gewehr zurück zu schicken. Meine Haenels sehen nach 40 Jahren teilweise nicht so aus.Durch den Einbau der starken Feder hat es sich noch verschlimmert. Wir können jetzt alle!!! nur versuchen es irgendwie zu retten . Viele Grüße ! haenelsammler

  • Fakt ist dass da irgendwas gar nicht passt. Ich bin zwar auch der Meinung dass ein HW35 16J problemlos aushalten sollte, aber dafür sollte halt alles passen.

    Ich hätte mir wenn ich mehr Leistung haben möchte und dürfte, allerdings ein anderes Gewehr gekauft. Vielleicht ist da jetzt auch schon der Spannhebel oder die Verriegelung verbogen.

    Zwar sind zB. die Gamos hier in Deutschland grauenvoll gedrosselt, die offenen Versionen mit 24 bzw. bis über 30j schießen sich für die Leistung aber recht gut.

    Ab einer gewissen Leistung sollte man da vielleicht auch mal über eine PCP nachdenken.

  • Ingo.M Mich hat das Schießen mit Springern interessiert. Deswegen auch meine HWs. Für die Power habe ich eh einige PCPs . Mein FX Impact M4 kommt z.B. an die 100 J.

    Ich hab aber das Gefühl dass ich mit meinen Federdruck-Luftgewehren das Schießen besser lerne.

  • Ferrobell ist das Gestänge so schwach dimensioniert dass man es verbiegen kann? Ich hätte eher vermutet dass im Fall des Falles der Lauf verbogen wird

    Wir hatten hier im Forum schon einmal den Fall, dass das Spanngestänge einer HW35 sich verbogen hat,
    nachdem eine "Ox- Feder" verbaut wurde.
    Die HW35 ist nur für Leistungen bis etwa 14 Joule gebaut.
    Wenn man mit dem Gewehr dann bei dem spannen noch etwas weniger feinfühlig umgeht, kann sich etwas verbiegen.

    Planlos geht mein Plan los.

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  • An der Aussenseite des Spannarmes ist eine starke und deutlich sichtbare Kratzrille - also an der dem Delrin-Streifen gegenüberliegenden Seite (in Schießposition auf 6 Uhr).

    Das Geräusch zwar beim Spannen schwer punktgenau zu lokalisieren, aber ich glaube fast dass die wahrnehmbaren Kratzgeräusche beim Spannen von dort kommen. Kann es sein dass dadurch ein zu starker einseitiger Druck auf den Kolben ausgeübt wird?

    Hier mal eine Vermutung von mir:

    Ich habe den Eindruck, dass durch die zu starke Feder, und dadurch, dass sich das Gewehr ganz zum Anfang nicht spannen ließ, das Spanngestänge verbogen ist. Dafür sprechen die starken Schleifspuren an das Aussenseite.

    Genau meine Überlegung

    ist das Gestänge so schwach dimensioniert dass man es verbiegen kann? Ich hätte eher vermutet dass im Fall des Falles der Lauf verbogen wird

    Eigentlich nicht, wird das ganze aber Schwung auf eine "Block" sitzende Feder geballert weil das Ding partu nicht einrasten will kann je nach Schwung schon was nachgeben. Ich hab da einige Pracht-Schlachtstücke als Ersatzteilträger im Keller liegen wo die Vorbesitzer die Grundlagen von Hebel und Drehmoment unterschättzt hatten.

    Ich kann beides: PCP und Preller..........gell da guggsch!!!

  • Eure letzten Kommentare bringen mich auf einen neuen Hoffnungsansatz. Da beim Spannen das Schaben erst ab der 2. Hälfte des Spannvorganges auftritt hatte ich schon von Anfang an das 'Gefühl' dass es mit dem Spannhebel bzw mit dem Angriffswinkel auf den Kolben zu tun haben könnte. Ich habe auf dieser Waffe den schraubbaren Gelenk Stift von AirJoe verbaut um mir das Abnehmen des Laufes bei Arbeiten im hinteren Bereich der Waffe zu ersparen. Bei meinen HW30 kann ich nach Abschrauben des Stifts das Gestänge nach vorne herausziehen - bei dieser HW35 ist das nicht möglich (Buckel nach oben). Nun meine Vermutung: das Gestänge hat einen 'Buckel' nach oben und drückt daher im 2. Abschnitt des Spannvorganges den Kolben nach unten. Ich vermute auch dass es sich eventuell schon um einen 'Geburtsfehler' gehandelt hat, da der Kolben schon bei der 1. Inspektion nach wenigen Schüssen im Originalzustand Schabespuren aufwies. Durch den Einbau der stärkeren Feder hat sich das dann gravierend ausgewirkt. Bin am überlegen ob ich jetzt im zerlegten Zustand gleich das Gestänge mit Hilfe der Spannzange in der Hobelbank leicht gerade biege???

    Edited once, last by grisonero (May 8, 2026 at 10:13 AM).

  • haenelsammler  Igelmichel  Ferrobell heute war Zerlegen, Betrachten und und Nachdenken am Programm. Da ich kein Vergleichsobjekt habe kann ich nicht wirklich beurteilen ob am Gelenkspannhebel etwas verbogen ist. Die Lasche an der Systemhülse in der der Gelenkspannhebel geführt wird schaut auf einer Seite auch aus als wäre sie nicht ordentlich verschweißt. Ich stelle mal eine ganze Menge Bilder rein die ich heute gemacht habe:

    Kolbeninnenhülse (Kratzspuren von Gelenkspannhebel):

    Kolben nach 50 Schuss Schabespuren auf 11 Uhr:

    Systemhülse innen Schabespuren auf 11 Uhr:

    Gelenkspannhebel links:

    Gelenkspannhebel rechts:

    Gelenkspannhebel Oberseite auf Präzisionslineal liegend:

    Glenkspannhebel Unterseite auf Präzisionslineal liegend:

    Führungslasche auf der Systemhülse rechte Seite:

    Führungslasche auf der Systemhülse linke Seite:

    Führungslasche von vorne:

    Lichtspalt / Kontaktzone zwischen Gelenkspannhebel und Systemhülse:

    Bin noch am Überlegen und Nachdenken was die nächsten Schritte sein werden