There are 48 replies in this Thread which has previously been viewed 3,774 times. The latest Post (January 13, 2026 at 4:39 PM) was by FrankDie.

  • Griffe für Buckelsmesser hab ich ja schon mal gebaut, das hat richtig Spaß gemacht.

    Als die Suche nach einem hochwertigeren Cuttermesser fehlschlug dachte ich das da der Eigenbau auch ein bisschen Abwechslung bringt.

    Ursprünglich war der Plan ein besseres Messer zu kaufen und dann nur einen Holzgriff zu fertigen - nachdem ich 3 Messer gekauft hatte hab ich das abgewählt - entweder war Kunststoff dabei oder die Ausführung der Metallteile erschien mir zu billig.

    Also alles selbst machen:

    Schönes Pfirsichholz aus dem eigenen Garten, natürlich baue ich auch ein 9 mm Messer:

    3 mm Messing, auf 0,7 mm aufgefräst und bereits gebohrt.

    Hab leider nicht so viele Fotos gemacht und immer nur zwischendurch ein bisschen arbeiten können - es ist ja Sommer gewesen.

    Aufgesetzte Lötpunkte, ich hatte Angst das das Zinn in die Ausfräsung läuft und bin da sparsam gewesen. Die ursprüngliche Idee die beiden Metallhälften miteinander zu verschrauben habe ich verworfen - da währe zu viel Material an den Seiten stehengeblieben.

    Es hat geklappt und das Teil ist bereits gedreht. Jetzt kann an den Seiten bündig geschnitten werden und die Bohrung übertragen werden.

    Nun werden auf der Oberfräse diverse Langlöcher gefräst:

    Die andere Seite sieht dann so aus:

    Das Ganze dann zurechtgeschnitten und bis 1000 geschliffen:

  • Du bist im positivsten Sinne komplett verrückt! Danke!

    Ich freu mich immer, wenn ich einen deiner Baubericht sehe!

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Respekt vor der Arbeit die du dir da machst, allerdings wäre mir die für ein einfaches Cuttermesser echt zuviel, da gibt es für kleines Geld ja genug zu kaufen, der Vorteil vieler ist die automatische Feststellung der Klinge.

  • Respekt vor der Arbeit die du dir da machst, allerdings wäre mir die für ein einfaches Cuttermesser echt zuviel, da gibt es für kleines Geld ja genug zu kaufen, der Vorteil vieler ist die automatische Feststellung der Klinge.

    Joa, aber darum geht es nicht.... Ich kenne solche Basteltriebe von mir. :)

  • Ja es gibt halt Sachen die muss man einfach machen.

    Die Tischler haben früher schon Möbel - oft Schreibsekretäre - gebaut, die nur zur Darstellung ihrer Fähigkeiten und nicht zum Gebrauch bestimmt waren.

    Die Klingen bei meinen Messern können dann nur mit 2 Händen verstellt werden, für das Kleine muss ich sogar noch einen Schraubendreher bauen.

  • Jetzt ist das Holz dran, das große Messer soll so aussehen:

    Nun kommt wieder die Oberfräse zum Einsatz, die äußeren Konturen werden erst ganz zum Schluss ausgesägt da ich noch Material zum Spannen benötige:

    Alle Teile gefräst:

    Und schon mal zusammengelegt.

    Da ich immer nur 1-2 Stunden in der Werkstatt war und schon Arbeitspausen von 1-2 Wochen hatte ist eine Notiz für den nächsten Arbeitsgang notwendig.

    Zum Verleimen werden die Messingteile in Frischhaltefolie gewickelt und mit eingesetzt.

    Zum Einen hab ich dadurch die perfekte Führung, zum 2. verhinder ich dadurch ein eventuelles Reißen beim Ansetzen der Zwingen:

    Anpassung der letzten Ausfräsung für das große Messer, ein Loch für die Schraube zur Befestigung des Messings im Griff ist auch schon da, dazu hab ich der genauen Passung wegen das Messing eingelegt und mit einem scharfen Metallbohrer durch Holz und Metall gleichzeitig gebohrt - genauer geht es nicht.

    Frässchablone und innen schon ausgefräst:

    Oberfräse mit Anlaufring:

    Fertig gefräst.

    Innen bin ich leicht verkantet und Brennspuren sind auch vorhanden, schleifen ist da noch notwendig:

    Anreißen der äußeren Konturen:

  • Leider sind Fraßgänge vorhanden, das wusste ich vorher und hab es wegen der schönen Maserung des großen Messers in Kauf genommen.

    Also ein bisschen kitten mit dem beim Schleifen aufgefangenen Staub.

    Die Stellen wirken erstmal viel dunkler, im Laufe der Zeit wird aber dann das Holz stark nachdunkeln so das es nicht mehr auffällt:

    Zwischendurch ( nichts fotografiert ) sind noch einige Messingteile ( Schrauben, Hülsen, eine Rändelschraube ) dazugekommen.

    Alle Messingteile sind vergoldet, das hab ich mit Tamponvergoldung von Betzmann - Galvanik erledigt.

    Zur Vorbereitung der Gestaltung für das kleine Messer habe ich meinen Schülern ein Baumarktmesser in die Hand gegeben und darum gebeten es mal wie bei der Arbeit anzufassen.

    Fast alle haben es wie ein Schreibgerät gehalten, also wurde es " anatomisch " auch so angepasst - da gibt es auch schon Füller die so geformt sind.

    Hier habe ich bewusst auf eine Rändelschraube verzichtet da die nur gestört hätte - jetzt muss natürlich noch ein kleiner Schraubendreher gebaut werden.

    Das große Messer ist nach rechts verzogen, da es so besser in der Hand liegt.

    Das ist der momentane Stand,

    es fehlen nun noch der Schraubendreher und ein passendes Behältnis - ich kann die Teile dann ja nicht einfach in den Werkzeugkoffer schmeißen.

    ( Wobei ich sie - wie bereits geschrieben - höchstwahrscheinlich auch nie benutzen werde )

    Mfg Frank

  • Es geht weiter, hab Werkzeug gebastelt.

    Zusätzlich zum Schraubendreher für das kleine Messer ist natürlich auch ein Werkzeug zum Abbrechen der Klingen nötig, hier die Zeichnung für Beides:

    Messing kann man drechseln - ein selbst gebauter Werkzeugsatz dafür:

    Eine stabile Auflage für die Drehbank ist auch erforderlich:

    Dazu ein Griff, auf der großen Drechselbank hergestellt:

    Das Holz bekommt Leinölfirnis und die Messingteile natürlich eine Goldbeschichtung, sogar der Bit hat das Gold angenommen.

    Sind also schon mal 4 Teile fertig:

    4 Teile heißt nun aber auch das eine Box dazu gebaut werden muss.

    Ich hoffe damit bis Weihnachten fertig zu werden, die soll ja zu den Messern passen.

  • Der Werkzeugkoffer ist in Arbeit.

    Für einen normalen Kasten habe ich keine Lust.

    Untergebracht werden sollen die Messer, das Werkzeug, ein Behälter für Pflaster und natürlich für Ersatzklingen.



    geplant hab ich eigentlich ( siehe Zeichnung ) ebonisierten Kirschbaum.

    Da noch genügend Mooreiche vorhanden ist macht das ja bei dem bisherigem Aufwand keinen Sinn aus lauter Geiz auf den Einsatz derselben zu verzichten, es soll ja doch etwas Besonderes werden:

    Edited 3 times, last by FrankDie (December 8, 2025 at 3:24 AM).

  • Wer auf hochwertiges Handwerkzeug steht, kennt die Shops von Dictum und feine Werkzeuge. Aber was du hier wieder hinlegst, dürfte selbst dort kaum zu bekommen sein.

    Ich diagnostiziere dir eindeutig und unzweifelhaft einen positiven Lattenschuss!

    Ich harre weiter gespannt der Dinge, die da noch kommen mögen!

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Wer auf hochwertiges Handwerkzeug steht, kennt die Shops von Dictum und feine Werkzeuge. Aber was du hier wieder hinlegst, dürfte selbst dort kaum zu bekommen sein.

    Ich diagnostiziere dir eindeutig und unzweifelhaft einen positiven Lattenschuss!

    Ich harre weiter gespannt der Dinge, die da noch kommen mögen!

    Dem ist nichts hinzuzufügen. :thumbup:

    Schönen Gruß
    Michael
    Sommer ist solange die Pfütze nicht zufriert!

  • Na, jetzt übertreibt mal nicht.

    Eine normale Schatulle wie zum Beispiel eben für Pistolen mit Zubehör war mir zu langweilig.

    Ich dachte halt, wenn ich in die Höhe gehe und das wie einen Gebäudekomplex aussehen lasse, kommt da ein bisschen Struktur rein.

    Das macht es von Arbeitsaufwand her natürlich viel intensiver, da ich es bisher noch nirgendwo gesehen habe aber eben auch interessanter.

    Wenn das Teil dann irgendwo steht ist dann auch schon die Kiste, nicht nur der Inhalt, ansehenswert.

  • Schachteln zuschneiden und leimen:

    Der Niederhalter ermöglicht sicheres Anlegen und verhindert das die kleinen Teile nach dem Schnitt durch die Werkstatt fliegen:

    Klebestreifenmethode bei Gehrungen - immer noch die einfachste und beste Variante:

    Zuschnitt der restlichen Teile:

    Und direkt auf der Zeichnung die Probe ob die Maße soweit stimmen, verleimt ist noch nicht.

  • Junge, Junge...

    Wenn das fertig ist, kannst Du damit auch locker einen Architekturpreis gewinnen!

    Das sehe ich jetzt schon. 8|:thumbup::thumbup::thumbup:


    Edit: Ich sah gerade das Blatt der Säge geneigt für die Gehrung und das dünne Holz. Das reißt nicht aus mit dem groben Blatt?

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    Vertan, vertan sprach der Hahn und stieg von der Ente.