Wie reinigt Ihr eure Vorderlader?

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  • Durch einen Zufall bin ich jetzt stolzer Besitzer eines preussischen Infanteriegewehrs von 1839.

    Ich habe vorher noch nie mit einem Vorderlader geschossen, würde das Teil aber ganz gerne mal ausprobieren. Ladestock, Patches und das ganze Zubehör habe ich in einer Kiste dabei. Die Frage die ich mir nun stelle, wie macht man das Teil wieder sauber.

    Wascht ihr den Schmauch mit Wasser und Spülmittel oder benötigt man Schwarzpulversolvent oder andere Spezial-Reiniger?

    Über generelle Pflegetipps bin ich dankbar.

  • Heisses Wasser.... Gut trocknen und einölen.

    Idealerweise Lauf aushaken, Piston runter... In nem Eimer mit kochend heissem Wasser stellen, dann von oben Wollbürste rein und hin und her pumpen, frisches Wasser etc. und so lange machen bis Wasser sauber bleibt.

    Solid, fantastic, aerodynamic, safe, honest, sometimes evil. Attractive to have, bloody when you don't have her.
    When she talks, she talks about death. My Azra saves non-life imagination. We love you Azra, because you are evil.

  • Ich benutze eine Flaschenbürste mit heißem Wasser, gründlich durchbürsten bis das Wasser sauber bleibt. Danach gut mit WD40 einsprühen und mit Stoffläppchen durchwischen bis kein schmauch mehr drann ist. Zum Schluss mit balistol einsprühen und noch einmal mit läppchen durchwischen.

  • Herzlichen Glückwunsch zu deinem Gewehr :) aber meinst das es gut ist, ein fast 200 Jahre altes Gewehr zu schießen? Ich hätte bedenken. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin selber ein Fan von alten Dingen und ich nutze sie auch, aber bei einem Gewehr hätte ich den aller größten Respekt.

    "Gib demjenigen, den du über alles auf der Welt liebst, ein Schwert in die Hand....entweder wird er dich damit beschützen oder er wird dich damit töten."

  • Hallo

    Ich finde es toll das solche alten Gewehre noch ab und zu geschossen werden. Mir würde eine gründliche Sichtkontrolle vor der Benutzung reichen. Leichte bis mittlere Ladungen mit langsam brennenden Pulver macht natürlich Sinn. Zum häufigen Gebrauch währen mir diese Historischen alten Waffen aber zu schade.

    Zur Reinigung möchte ich noch anmerken das kaltes Wasser mit etwas Spülmittel viel einfacher zu handhaben ist und genauso gut reinigt. Es trocknet zwar schlechte ist aber mit Hilfe eines Kompressors schnell erledigt. Danach mehrfach mit ölgetränkten Läppchen durchwischen.

    Gruß Mario

  • Zur Reinigung möchte ich noch anmerken das kaltes Wasser mit etwas Spülmittel viel einfacher zu handhaben ist und genauso gut reinigt.

    Wie sieht das beim reinigen mit Spülmittel rostmäßig aus? Bisher war ich der Meinung, dass die Reinigung mit heißem Wasser ohne Spülmittel schondender für den Lauf wäre.


    "There is only one good, knowledge, and one evil, ignorance." - Socrates

  • Zur Reinigung möchte ich noch anmerken das kaltes Wasser mit etwas Spülmittel viel einfacher zu handhaben ist und genauso gut reinigt.

    Wie sieht das beim reinigen mit Spülmittel rostmäßig aus? Bisher war ich der Meinung, dass die Reinigung mit heißem Wasser ohne Spülmittel schondender für den Lauf wäre.

    Was genau meinst du mit schonender für den Lauf? Meinst du ohne Spüli weniger Rost?

    Du spülst ja eh mit Klarwasser nach, also ohne Spüli. Dann kann es nach einem Tag so aussehen, wenn man nicht direkt nach dem Trocknen ölt wie der Teufel...

    Dieses Bild war von mir gewollt, nach dem Klarspülen einen Tag Später. Vorderladerflinte Kal.12, Perkussion, Zahnstocher in der Zündlochbohrung in den Pulversack mit einem Endoskop aufgenommen.

    Danach habe ich natürlich fleißig geölt.


  • Ich hätte mit der Spülmaschine nicht mal ein Problem, wenn das nicht von anderer Seite her Ärger geben würde! 😉😁

    Wichtig ist halt, den Lauf nach dem reinigen gründlich zu trocknen (Piston Gewinde) und mit einem Ölläppchen durch zu wischen.

    Der Lauf meiner Pistole ist manchmal Trotz gründlicher Reinigung auch flugrostig. Hier habe ich gute Erfahrungen mit 000 Stahlwolle gemacht! Danach war der Lauf wieder blank.

  • Da rostet mit richtiger Nachsorge nichts. Einfach mit klarem kaltem Wasser, durch pumpbewgung mit dem Ladestock, durchspülen. Mit Druckluft durchpusten. Mit 2-3 Patches trocken durch wischen. Danach mit reichlich Rostschutzöl (zB. WD40) und 3-4 neuen Patches ölen. Das Öl darf aus der Pistonbohrung etwas rausspritzen.

    Rostbildung habe ich aber innerhalb kurzer Zeit bei Verwendung von heißem Wasser erlebt. Möglicherweise wird der Lauf dabei gründlicher entfettet.

    Gruß Mario

  • Danke für die vielen Antworten.
    Mir hat einer von der Jagdgenossenschaft mal gesagt er reinigt seinen Vorderlader mit Wasser und Spüli, ich kann mir vorstellen, dass das Spülmittel die fettlöslichen Bestandteile besser lösst als reines Wasser. Was mich aber wundert ist, dass niemand Schwarzpulver-Löser oder andere Spezialmittel zu verwenden scheint.

  • Nein die sind nicht sinnfrei aber nicht erforderlich. Ich habe zu Beginn auch schon speziellen Schwarzpulverreiniger verwendet. Der ist ölhaltig was von Vorteil ist. Ist im meinen Augen gut wenn es schnell gehen muss, ohne Probleme mit Rost zu bekommen.

  • Beim letzten Durchspülen ein Schwapp Bohrmilch mit rein wäre eigentlich optimal, nach dem Trocknen bleibt gleich ein Schutzfilm zurück.

    Ich spüle so heiß es geht, damit erwärmt sich das Metall und trocknet schneller. Wärme begünstigt allerdings auch die Oxidation, ist ein Wettlauf im Lauf ;)

  • Bei meine damaligen 1851 Colt .36 Navy Replica Revolver, habe ich es zerlegt (ist ja wenige Teile), und mit einfache Seife in das Waschbecken gereinigt, mit Bursten. Je wärmer das Wasser is, löst es naturlich immer jede Stoff besser. (Davon gibt es meines Wissens von Chemie, keine Ausnahmen!)

    Danach mit papier und Lappen grundlich trocken, mit WD40 das lauf durch mit Lappen geölt. (Glaube WD40 enthält auch Wasserlösende, Seifeartige Zusätze, um auch feuchtige Oberflächen mit Öl schmieren.)

    Jezt aber was niemand hier geschrieben habe, auf eine Wärmeelement(auf Deutsch?) / Radiator einige Stunden (während das Nacht) gelegt, um sicher zu sein, das alles wirklich getrocknet war. Ist aber wohl nicht von das Holtz auf eine Gewehr zu anbefallen. Besesonders nicht, wenn es sich um eine Antikvität handelt!?! =O Nächste Morgen mitt dicken Autofett eingefettet.

    So ist es naturlich nicht mit eine lange Gewehrlauf genau ähnlich zu werfahren.

    Ich werde sagen, wenn man es schafft, das Gewher vor das erste Gebrauch, alle Holtzteile demontieren, und sehr gründlich einölen, um das Holtz wie gut es überhaubt von Feuchtigkeit / Wasser Eindrängung zu schützen. Also erst mitt dunnflüßiges Öl behandeln, um vie tief möglichtst eindrengen, danach mit dickere (normale) Öl / Fett behandeln. (Wenn keine dunnflüßige Öl vorhanden is, kann man es dünner mit andere Flüßigkeiten verdünnen. Zum Beispiel Lampenöl / Kerosin (beste Alternative, da die ja auch ölartig und schmierend sind), Leinenöl oder wenn nichts anders vorhanden ist, sogar mit ein wenig Diesel oder Benzin.)

    Das Gewehrlauf mit Druckluft durchbasen um zu trocknen, hört sich meiner meining sehr gut an. Vielleicht das Zündhütchenpiston vor das durchblasen entfernen, ume das Durchblasen noch effektiver zu machen?

    Wenn man vieleicht nur so 5 mal pro Jahr mit das Gewehr schiesst, denke ich das man aufwendiges Pflege sich gut leisten kann?!

    Ehrlich gesagt, hatte ich nicht mein Navy Colt immer so genau gepflegt, weil ich damals jede Tag damit geschoßen habe!^^ Also, habe ich das komplette Zerlegen und genaue Pflegen nur so jede Woche gemacht. Dazwischen nur mit WD40 gereinigt, und mit dickem Fett geschmiert.

    Ich hatte keine Probleme mit Rost.

    Das (Replica) Revolver hat aber nach einige Tausende Schoss eines wackeliges Lauf bekommen. Mit Keilen und was, war das nicht zu beheben, und wurde praktisch komplett unbrauchbar - jedenfalls wenn man z.b. ein großes Eimer auf 10m Entfernung zuverläßig treffen sich erwartete.:D;( Eine Konstruktionsbedingte schwachsache der schon zu der Zeit bekannt war. Nach dem Amerikanischen Burgerkrieg hat sogar Remington, die ja mit eine Komplettrahmen vertigt war, eine Verbungs- / Verkaufskampanje, wo man angeboten war, ein tausch von die klaßiche Colt Navy- und Armyrevolvern nach ein Remington mit Komplettrahmen.;)

    Umarex/Hämmerli 850 5,5; QB78 5,5; Umarex Cowboy Rifle; Hatsan AT44-10 4,5; CR600W + etliches. Röhm Twinmaster CO2; CP1-M; Colt SAA gezogene 7,5"; Remington 1875; S&W m29 gezogene 8,375"; UX Racegun. In Schweden bin ich 10J frei zu nutzen. Am liebsten schieße ich am Strand, auf meiner kleinen Insel, bei Sonnenuntergang, mit einem kühlen Bier daneben. :thumbsup: