There are 26 replies in this Thread which has previously been viewed 2,582 times. The latest Post (January 30, 2025 at 8:03 AM) was by adomuc.

  • Hallo,


    ich habe gehört, man soll die Pistole nicht leer benutzen. Da der Schlagbolzen brechen kann. Für Übungszwecke soll man Pufferpatronen benutzen.


    Wiederum habe ich gehört, dass das ganze ein Mythos ist.

    Was stimmt denn nun, Was ist Euro Meinung, und gibt es die auch in billig, und nicht für fast 10 Euro pro Patrone….?


    LG

  • Kommt auf die Bauweise des Schlagbolzens drauf an, wenn du da nicht regelmäßig div. Trockenschüsse mit machen möchtest, nimm einfach eine schon abgeschossene Hülse. Geht dabei ja nur darum dass der Schlagbolzen abgebremst wird und nicht bis Anschlag durchschlägt.

  • Dieses Problem existiert.

    Aber nur mit Randfeuer Waffen. Zentralfeuer-ausgelegte Systeme haben diese Schwäche nicht, da aber die meisten mit Randfeuerwaffen anfangen und dadurch früh (normalerweise) darauf geprägt werden wie mit diesen Waffen umzugehen ist, bleibt diese Anweisung, nicht trocken zu feuern, haften.

  • Aber nur mit Randfeuer Waffen. Zentralfeuer-ausgelegte Systeme haben diese Schwäche nicht,

    Das ist nicht ganz richtig, daher hab ich oben Bauweise geschrieben. Es gibt federnd gelagerte Schlagbolzen die zB. bei einem Revolver nur mit dem Hahn angeschlagen werden, da kann ein freies Abschlagen durchaus zu einem Defekt führen. Und das ist unabhängig von Rand oder Zentralfeuer.

    Da bricht zwar nicht der Schlagbolzen direkt, er kann sich aber verklemmen und im schlimmsten Fall dann beim ausklappen der Trommel einen Schlag bekommen. Auch die Feder kann dabei leiden.

  • Hallo,


    ich habe gehört, man soll die Pistole nicht leer benutzen. Da der Schlagbolzen brechen kann. Für Übungszwecke soll man Pufferpatronen benutzen.


    Wiederum habe ich gehört, dass das ganze ein Mythos ist.

    Was stimmt denn nun, Was ist Euro Meinung, und gibt es die auch in billig, und nicht für fast 10 Euro pro Patrone….?


    LG

    Einfach mal die SUFU Oben Rechts (LUPE) bemühen und da hast du genug Lesestoff.

    Suche - CO2air.de

    Gruß Holger -- WLA / Stormrider --

    Immer die Wahrheit sagen bringt einem wahrscheinlich nicht viele Freunde, aber dafür die Richtigen. (John Lennon) Ich mag keine Socken!🧦

  • Zusätzlich kommt dazu das die Qualität und das Material der Schreckschusswaffen in der Regel nicht dem einer scharfen Waffe entspricht. Dadurch kommt es bei vereinzelten Modellen dazu das bei wenigen Versuchen trocken abzuschlagen der Schlagbolzen direkt bricht.

    Also -> Ja, es stimmt!

    Ob man dazu Pufferpatronen benutzt oder abgeschlagene Hülsen bleibt einem selbst überlassen. Die Funktion ist bei beiden gegeben, ich selbst benutze Pufferpatronen.

  • Dieses Problem existiert.

    Aber nur mit Randfeuer Waffen.

    Sag das mal den Besitzern einer Reck Miami 92.

    Da wird der Hammer von der Sicherung "gefangen". Die bricht regelmäßig. Selbst wenn "nur" geschossen wird. Benutzt man die Waffe trocken bricht die Sicherung noch viel schneller.

    Hinzu kommt, dass viele Schreckschusswaffen nur einen Zinkhammer haben. Auch hier wirkt sich dann jeder Leerschuss negativ aus. Am Ende macht es die Masse.

    Ist ja auch logisch: Wenn bewegte Massen abrubt abgebremst werden ist das grundsätzlich Verschleissfördernd - auch wenn es sich sofort zu einem Schaden kommt. Zumindest dann, wenn einer der beteiligten Werkstoffe weicher ist als der andere.

    Wenn man "mal" leer Abzieht passiert nichts. Keine Frage. Aber wenn man wie als Kind mit der Spielzeugpistole regelmäßig den Abzug durchzieht ist das auf Dauer defintiv nicht förderlich für die Dauerhaltbarkeit.

    Browning GPDA 8 x2. Colt 1911 2. Geco 225, 1910. Glock 17 SV. Walther P 22 x2 + P22R, P22Q, P 88 x2, PK 380, PPK, PP x2, P99+SV. HW 88 Super Airw. x2. Erma EGP 55. Röhm Little Joe, RG 3, 8, 9, 56, 69, 89 + RG 96. Mauser HSC 84, HSC 90 , K 50 + Magnum. Perfecta FBI 8000, IWG Government Sportclub IPSC. Reck Miami 92, Commander, G5 "light", Baby. ME Mini Para, Falcon. SM 110 x 2, SM 110a. Valtro 85, 98. Zoraki 906, 914, 917, 918. Umarex Python, Sherlock Holmes .22. Berloque + diverse weitere.

    Edited once, last by Knallebum (January 28, 2025 at 8:27 AM).

  • Ich denke man kann im allgemeinen sagen, dass man das trocken Abschlagen vermeiden sollte wenn es möglich ist.

    Das Geld für teure Pufferpatronen kann man sich allerdings sparen, diese kann man sich einfach aus abgeschlagenen Kartuschen selbst herstellen.

    Dazu einfach das alte Zündhütchen entfernen und mit einer Gummischeibe oder auch einfach heißkleber ersetzen.

    Sieht mit ein wenig handwerklichen Geschick dann etwa so aus:

    Wer eine etwas detaillierte Anleitung für das Basteln von Pufferpatronen sucht, kann im aktuellen "Tägliche Bastelleien an Waffen"-Thread vorbeischauen.

    Lg. Chaot mit SSW.

  • ...und gibt es die auch in billig, und nicht für fast 10 Euro pro Patrone….?

    Ja, gibt's, sogar fast kostenlos, entweder wie Ingo.M schon schrieb einfach leere/abgeschlagenen Kartuschen nehmen,
    oder daraus ohne großen Aufwand selber welche basteln

    Giftick
    January 27, 2025 at 12:27 PM

    edit: Chaot_mit_SSW war schneller ;)

    We the unwilling, led by the unqualified, kill the unfortunate, die for the ungrateful.

  • Ich würde m.E bei der Herstellung dieser DIY Pufferpatronen von Heißkleber abraten. Ist zu weich.
    Schlagbolzen einer SSW hat ja eine gewisse Kraft.
    Beim Heisskleber hat man ja beim Trockenabschlagen wieder eine Vertiefung. Kann man ja gleich eine gebrauchte Patronen verwenden.
    Wenn ich mir diese Pufferpatronen aus dem Handel ansehe, verwenden diese doch eine federunterstützendes Messingplättchen.

    Wie gesagt meine Meinung.

  • ...wenn man einfach mal einzeln abschlagen möchte = eine leere Hülse, etwas Baumwolle und "Thesa..". Und ja, wäre doch fein wenn es gute Pufferpatronen für SS-P u. SS-R geben würde :) Oder?!

  • Da hast du nicht ganz unrecht KenwoodTR
    es dauert allerdings einige Zeit bis sich der Schlagbolzenso so tief ins Thermoplast eingearbeitet hat, die dünnen Messingzündhütchen von Gebrauchten sind schneller durch, kann man vorübergehend aber auch nehmen, besser als nix.


    Und wenn's wirklich soweit ist erwärmt man die Pufferkartusche zb. mit Föhn oder Heißluftpistole so lange bis sich am Zündhütchen-Loch ein Tropfen bildet, lässt sie abkühlen, und schneidet wieder bündig ab ;)
    Heißklebesticks gibt's übrigens auch in unterschiedlicher Härte/Zähigkeit, hab' dafür aber einfach nur das nächstbeste genommen was gerade da war.

    We the unwilling, led by the unqualified, kill the unfortunate, die for the ungrateful.

    Edited once, last by Giftick (January 28, 2025 at 8:57 PM).

  • die dünnen Messingzündhütchen von Gebrauchten

    So dünn sind die gar nicht.
    Hab die mal gemessen. Haben 0,36mm bis 0,38mm Stärke.
    Hab das mal anders gelöst. Bei einem Stahlnagel (gehärtet) vorne die Spitze abgeknipst und plan geschliffen.
    Stahlnagel hat 1,9mm Durchmesser, Länge 40mm, fungiert jetzt als Durchschlag. Stäker sollte er nicht sein.
    Von oben durch die grüne Kappe ( ist eh schon offen) bis zum Zündhütchen eingeführt und mit Hammer und Ambosfläche vom Schraubstock
    die Delle wieder gerade geklopft. Funktioniert. Sieht" fast " aus wie neu.:whistling:
    Kann man paar mal machen.

  • Eigentlich sollte es doch auch funktionieren wenn man das Zündhütchen entfernt und dann TPU Filament in die Hülse gibt und das Ganze dann aufrecht bei 250°c in den Backofen stellt, TPU sollte eigentlich mehr aushalten als Heißkleber.

  • Es handelt sich hierbei um einen gewerblichen Anbieter, deshalb hoffe ich das der Link zur laufenden Auktion in Ordnung ist.

    5 Stück 9mm P.A.K Pufferpatronen - eGun

    Diese Pufferpatronen kann ich nur wärmstens empfehlen. Die sind nicht nur C.I.P Konform sondern auch individuell einstellbar. Wenn man also eine Schreckschuss hat die dir das Zündhütchen durchbohrt kannst du die Pufferpatrone genau einstellen auf die Federstärke des Schlagbolzens. Die gibt es auch in allen gängigen Kalibern.