Rechtslage Transport/Führen einer Armbrust

There are 17 replies in this Thread which has previously been viewed 3,894 times. The latest Post (January 29, 2025 at 4:40 PM) was by Langschwert.

  • Hallo liebe Armbrust-Schützen,

    ich bin bezüglich der Rechtslage im Hinblick auf den Transport und das Führen von Armbrüsten nicht mehr ganz auf dem aktuellen Stand.

    Wie sieht da momentan die Rechtslage aus. Mein letzter Kenntnisstand war, man darf sogar eine gespannte Armbrust in der Öffentlichkeit führen, da Sportgerät!

    Das möchte ich natürlich nicht machen. Ich möchte mir einen kleinen Survival Rucksack zusammen stellen und darin z. B. die Steambow Survival oder die Cobra R9 zerlegt transportieren. Es geht mir nur darum, was man alles an Ausrüstung und Gewicht mitnehmen kann. Ich will damit nicht im Wald herum spazieren oder gar schießen.

    Gruß Ingo

  • Hab man eben aus Neugier gestöbert, hab aber zum Transport oder Führen nichts gefunden, da wollte sich wohl keiner die Finger verbrennen.

    Armbrust ist der Schusswaffen gleichgestellt, frei ab 18 Jahren und muß in einem verschlossenen Behältnis gelagert werden. Mehr habe ich nicht gefunden.

    Die deutscheste aller Fragen: "Dürfen Sie das?"
    Mein Video für LG-Anfänger.
    Fördermitglied im VDB.

  • Das Waffengesetz sieht die Armbrust (soweit ich weiß) nicht als Sportgerät an.

    Ich transportiere meine in einer doppelten Gewehrtasche. Und damit auch Wachmeister 1000% mir nix kann, kommt noch ein Schloss dran.

    Tendenziell spricht nichts gegen dein Vorhaben.

  • Ist halt ein einträgliches Geschäft die PABs als Survival zu vermarkten. Listige Händler die unser Hobby und das Unsicherheitsgefühl zum Geldmachen ausnutzen. Und 1-2kg Spritzguss-Plastik zu horrenden Preisen verkaufen.

    Gruß bolz

    dort wo mein sofa ist , fühle ich mich wohl.

  • Ich montiere den Bogen ab zum transportieren auch beim aufbewahren wenn ich weiß dass ich die AB längere Zeit nicht benutze

  • Du darfst die Armbrust gespannt und geladen auf den Beifahrersitz legen (obwohl das aus praktischen Gründen nicht empfehlenswert ist). Das gilt aber nur, solange Du dich im Auto befindest, denn dann führst Du die Armbrust und das ist erlaubnisfrei.
    Wenn Du das Auto verlässt, zum Beispiel für eine Kaffeepause, dann muss die Armbrust allerdings in einem verschlossenen Behältnis untergebracht sein, nicht zugriffsbereit. Es müssen mindestens 4 Handgriffe erforderlich sein, um die Armbrust in den Anschlag nehmen zu können. Abgeschlossene Tasche im abgeschlossenen Kofferraum zum Beispiel.
    Oder Du nimmst die Armbrust mit in die Raststätte. Legal, aber kontrovers :)

  • Sportgerät!

    Nur Bögen sind per Waffengesetz (WaffG) als Sportgerät definiert. Armbrüste sind als Waffen definiert und hierbei Schusswaffen gleichgestellt.

    Allerdings ist das WaffG in Bezug auf ABs recht banane formuliert. Streng genommen darf man ABs führen, also schussbereit mit sich tragen. Allerdings würde man in so einem Fall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr fix von den Ordnungshütern gestoppt werden. Und wie im Extremfall dann ein Richter entscheidet bleibt abzuwarten... an dem Thema will sich niemand die Finger verbrennen.


    Ich persönlich transportiere meine ABs mit Waffenschloss in einer Tasche und, wenn möglich, im abgeschlossenen Kofferraum.

  • Es war jetzt nur mal so ein Gedanke von mir, es ging wirklich nur um den Transport der zerlegten Armbrust , getrennt von den Pfeilen in einem Rucksack. Ich bin gerade auf dem Survival Trip und wollte mir mal so einen Rucksack zusammen stellen und schauen, was kann man alles rein packen, was wiegt das ganze und darf ich überhaupt alles mitnehmen, was mir so einfällt.

  • Survival <-> darf ich überhaupt alles mitnehmen, was mir so einfällt.

    Genau mein Humor, das ist wohl typisch Deutsch.:thumbup:

    Ne im Ernst, für was soll die Armbrust gut sein?

    Das hast du schon alles im Rucksack:

    Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck
    Stellen Sie sich vor: Es brennt. Sie müssen schnell Ihr Zuhause verlassen. Oder Sie werden evakuiert, weil Weltkriegsmunition gefunden oder ein Gasleck…
    www.bbk.bund.de

    Dann nimm hier Teil,

    Walking for a better world - Edition 2024 | 100km Dodentocht
    100km Dodentocht is an annual event where about 13,000 highly motivated hikers take a 100km tour through Klein-Brabant.
    www.dodentocht.be

    da merkst du sehr schnell deine Schmerzgrenze (Ich hab ein paarmal dienstlich teilgenommen und glaub mir jedes Gramm zuviel merkst du)

  • Naja es ging mir um die Belastung 100 km Marsch in 24 Stunden.

    Wenn du das locker packst, ist doch top.

    Ein Survivalrucksack den man nur bis zur nächsten Bushaltestelle schleppen kann, bringt meiner Meinung nach nicht viel.

  • Demontiert, ist ein Armbrust ja eigentlich nur ein Bogen, ein Korpus und eine Sehne, selbst wenn die Sehne aufgespannt ist, aber der Wurfarm vom Korpus getrennt ist, seh ich da rechtlich kein Problem. Sonst Schloß oder Kabelbinder für den Reißverschluss.


    MfG

    Luftdruck: CP99, Perfecta 47, Zoraki HP-01, SSW: Röhm RG3, Airsoft: KWC SP2022 Federdruck, P99 AEG, 2X Umarex MP7 AEG, Umarex G36C, Franchi SAS 12 Federdruck, Armbrust: Umarex CF 118

  • Sverre, man muss ihn nur so weit schleppen, bis man einen sicheren Unterschlupf gefunden hat. Hundert km in 24 Stunden machen für mich da wenig Sinn. Dann doch lieber 80km mit dem Bus in die Wildnis fahren und die letzten 20km laufen, oder wenn man wie ich ein Packraft dabei hat, kann man auch einen See überqueren oder sich mit der Strömung eines Flusses treiben lassen. Beim Survival geht es nicht darum, möglichst große Entfernungen in kurzer Zeit zu Fuß zu bewältigen, sondern eher darum, einen sicheren Platz für die Nacht und Trinkwasser in der Nähe zu haben. Es bringt nichts, sich die Füße wund zu laufen, das birgt die Gefahr von Infektionen und sowas braucht man in der Wildnis nun wirklich nicht. Survival muss allerdings auch nicht zwangsläufig in der Wildnis stattfinden, es kann auch ein leerstehendens Gebäude sein. Die Szenarien können vielfältig sein. Und wichtig ist, nicht gesehen zu werden. Wenn man sich damit intensiv beschäftigt, findet man Kleidung und Ausrüstung, die selbst mit Nachtsichtgeräten kaum erkennbar ist.

  • Welche praktischen Erfahrungen hast du denn im Survival / Versteckspiel ? Oder sind das Tagträume?

    Und warum soll man nicht gesehn werden? Überleben hinter feindlichen Linien (gibt gute Lehrgänge bei Armeen und der Fremdenlegion) ?

  • Ich packe meinen Rucksack, eventuell was für ein neuen Thread, weil das explizit nix mit AB zu tun hat :(:

    Multitool, Feuerzeug, zwei große Wasserflaschen, Zigaretten und Schnaps zum tauschen............

    Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
    Die Broschüre Katastrophenalarm! - Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen fasst Vorsorge- und Verhaltensempfehlungen für…
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    Gruß bolz

    dort wo mein sofa ist , fühle ich mich wohl.

  • Sverre und Langschwert, Anarchie wie im Film Mad Max halte ich für relativ unrealistisch. Allerdings herrscht sie ja praktisch schon in bestimmten Regionen der Welt und sogar in Regionen Deutschlands. Man sollte in diesen Gebieten am besten unsichtbar sein, also am besten lässt man sich dort garnicht blicken. Selbst die Polizei geht in diese Gebiete nur in Mannschaftsstärke herein. Und das mitten in Deutschland, bestimmte Parks und Wohngebiete in Berlin Neukölln und in anderen Großstädten sind doch jetzt schon nahezu rechtsfreier Raum für einige Leute dort.

    Aber das nur am Rande, hat nichts mit Survival zu tun. Survival betreiben dir meisten hierzulande, um einfach mal ein paar Tage ihrem Alltag um Büro, als Kraftfahrer oder Anwalt zu entfliehen und 3 Nächte im Wald zu "überleben".

    Ich gehöre auch zu diesen Leuten, die sich einfach hobbymäßig mit diesem Thema beschäftigen. Ich habe noch wenig Erfahrung in diesem Bereich. Aber zusammen mit anderen kann jeder seine Superkraft entfalten. Ich bin Angler und kann im See, im Fluss, im Bach und im Weiher Fische fangen. Dazu reicht mir tatsächlich das bisschen Angelsehne und ein Angelhaken, was sich im Griff des Überlebensmessers befindet. Oder ein altes Rohr, was irgendwo herum liegt, zum Aale fangen. Andere haben wiederum andere Superkräfte und gemeinsam kann man verschiedene Situationen meistern.

    Aber das Thema Survival/Überleben ist doch schon lange in unserer Realität angekommen. Hunderttausende von Obdachlosen ziehen täglich durch unsere Städte, ihr gesamtes Hab und Gut in Tüten verstaut. Sie kämpfen täglich um ihr Überleben. Durch schnorren und Flaschen sammeln etwas Geld für Nahrung zusammen bekommen und die Suche nach einem sicheren Schlafplatz. Sie sind quasi auch unsichtbar. Wir sehen sie, aber wir nehmen sie nicht wahr. Warum wollen sie unsichtbar bleiben? Damit sie nicht bestohlen werden oder was ja auch schon Realität ist, damit sie nicht von gelangweilten Jugendlichen zusammen getreten werden oder mit Benzin übergossen und angezündet werden. Das ist Realität! Da hilft auch nicht der Lauf für eine bessere Welt.

    Oder nehmt die Corona Zeit, auch bei uns gab es über mehrere Monate einen Shutdown, wo Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen waren. Man durfte nur zum Einkaufen raus, sich nur mit 2 Personen aus der eigen Familie treffen, die im Krankenhaus im Sterben liegende Großmutter nicht besuchen und sie ein letztes Mal umarmen.

    Und doch war das alles gegen den Shutdown in China noch harmlos, da wurden ganze Wohnviertel abgeriegelt. Menschen sind in ihren Wohnungen verhungert. Wohl dem oft belächteltem Prepper, der sich mit Konserven usw. eingedeckt hat!

    Und Sverre du hast Recht, natürlich kann man bei einem Ex Legionär einen Überlebenskurs buchen. Die werden bestimmt nicht arbeitslos.

    Man kann auch, wenn man jung, gesund und ungebunden ist, ein Jahr bei indigenen Stämmen verbringen, bei den Indianern im Amazonas Regenwald, um dort zu überleben, bei den Inuit, um in arktischen Regionen zu überleben oder bei den San in Afrika, um das Leben in der Wüste und im Busch zu erlernen.

    Aber das hat jetzt wirklich nichts mehr mit der ursprünglichen Frage zu tun, wie Bolz richtig bemerkte.