Man Kung XB86 - erste Erfahrungen

There are 36 replies in this Thread which has previously been viewed 3,368 times. The latest Post (May 2, 2025 at 9:19 AM) was by SilverGER.

  • Hallo ins Forum!

    Nachdem meine Fragen zur XB52 von Man Kung ein für mich erstaunlich lebhaftes Echo fanden, obwohl wie bei uns üblich bald auf andere Modelle umgeschwenkt wurde, habe ich mich zur Eröffnung dieses Faden entschlossen.

    Zuerst Danke an bolzenschuss für den Hinweis zur XB86. Mir fehlt natürlich der Vergleich zwischen diesen beiden AB's. Ich vermute jedoch, dass die Unterschiede sich nur auf den Schaft und somit die Schulterstütze beziehen, AR15 Design gegen Gewehrschaft.
    Bestellt bei 4komma5 für 201 EUR. Dies für die Leser, die sich in 3 Jahren über die dann gültigen Preise die Augen reiben. Ob sie dann nur noch auf Aktionsplattformen zu finden sein wird? Der Preis von rund 200 Euro läßt das Ende des Produktionszyklus erahnen.

    Gestern geliefert, heute in aller Ruhe ausgepackt, montiert und analysiert.


    Ein schicker Karton kommt da aus der Umverpackung.


    Das erblickt ma als erstes.


    Und das ist es dann ausgepackt.


    Details um die Bogeneinheit am Schaft zu befestigen.


    Die Spannschnur ist leider nur mit den üblichen zwei Einzelhaken.


    Kritische Kontrolle hatte ich auch.

    Der Kabelgleiter und -sortierer. Möglicherweise habe ich den falschrum angebracht "Der größer Spalt muß unten sein." Meinen die diese sichtbare Nut? Die paßt doch aber genau in diese Nase.

  • Teil 2

    Vorbereitung der Montage der Bogeneinheit.


    Kontrolle erledigt, wir wenden uns wichtigeren Aufgaben zu.


    Bogen aufgesetzt, verschraubt mit der großen zentralen Schraube. Sehnenspanner angepaßt. Soviel ist "übrig".

    Sehne im Schloß. Die Zunge klappt beim Auslösen nach unten weg. Sie scheint aus poliertem oder sogar beschichtetem Stahl zu sein. Mit dem Magnet kontrolliert.

    Kommen wir zu den Pfeilen. 20" aus Alu. Mittleres Gewicht über 4 Pfeile 495,2gn -stolze 32 Gramm. Somit rechnerisch 2,67 Grain /lbs Zuggewicht. Damit sind 97,3 m/s gemessen. Ich errechne damit 151 J Geschoßgewicht. Und bitte um Einordnung. (Meine Tomahawk Recurve 175 lbs Katalogwert kommt auf 102 J.)

  • Den Pfeilköcher unter dem Riser habe ich nicht montiert. Die XB86 ist eh schon kopflastig und der Köcher bring insgesamt fast 400 Gramm zusätzliches Gewicht ganz vorn hin.


    Der Köcher ist universell für 2 verschiedene Pfeildurchmesser ausgelegt. Die AB Pfeile (Bolzen?) passen sehr stramm in die oberen Nuten.


    Beim Testschuß für die Messung der Vo auf krze Distanz zwischen AB/Chrony und Pfeilfang versagte der Lumpensack. Hat bisher aber sonst Beschuß auch aus geringen Distanz zum Entspannen mit der Recurve standgehalten. Deutlicher Hinweis auf die größere Geschoßenergie.


    Also Öffnen und Lumpen sortieren und anschließend fester pressen. Gut dass ich noch mit Ptzlappen auffüllen konnte.
    Entsprechend sahen die Vanes aus. Reparatur? Deformierte Stückchen abschneiden!


    Hier noch der Blick durch das mitgelieferte 4x32 ZF. Nur die schwarzen Linien beachten, die Roten sind Besenstiele!


    Erste Schüsse nach dem Einschießen des ZF aus 20 Meter frei Hand. Dann war Mittag und die 2. Tageshälfte mußte der Familie gewidmet werden.


    will be continued

    Etwas nicht zu wissen, ist ein akzeptabler Grund, es auch nicht zu schreiben.
    si vis pacem para bellum
    fight4right

  • Der Kabelgleiter sollte mit der Nut auf der Führung sitzen. Wenn du davon ein Bild machst kann ich dir sagen ob es richtig ist

  • Dann hab ich es logischerweise doch richtig gemacht. Danke.

    BTW, schon beim Zusammenbau des Compounbogens hat mich die Vielfalt der Imbusschlüssel und verschieden Schraubendurchmesser gewundert. Hier kommen zur Anwendung: 1/8, 5/32, 3/16 und 7/32. Verfeinert wird das Ganze mit 3 mm für die Montagen des Zielfrenrohres.

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  • Also die Nut nach oben weil da ist ja auch die Führung. Ja da sind Haufen Schrauben dabei, aber im Prinzip alles selbst erklärend

  • Hi,

    ein feines Teil zu zum guten Kurs hast du dir da gegönnt. Das Bogen- und Cam-Design erinnert mich stark an meine Invader G3. Kenne ich auch von einigen anderen AB´s. Lassen sich alle angenehm schießen.

    Halt uns auf dem Laufenden.


    Gruß Michel

    Unbedingt rein schauen. Ich weiss es sind mehr wie drei Zeilen, ich nehms in 2 Wochen wieder raus.

    Igelmichel
    December 4, 2025 at 12:35 AM
  • Danke für das Unboxing und Test. Wie ist der Abstand von Sehne zu Sehnenstoppern? Wie ist der Zielfernrohr Neigemechanismus? Hat er Spiel? Sitzt stramm? Abzugsverhalten?

    Das ZF Absehen ist echt brauchbar. Verarbeitung insgesamt echt gut. Hat sogar den Vibracrush von Tenpoint/Darton. Ja, das ist ein Mix aus Invader mit etwas Phantom. Sehr gelungen. Und ca. 320fps mit einem 32g Pfeil ist schnell. Um das Material zu schonen würde ich nicht unter 28g gehen.

    Gruß bolz

    dort wo mein sofa ist , fühle ich mich wohl.

  • Teil 1 der Antworten und Fragen.

    Nach den ersten Schüssen ist aus einem Abstand von 2, 3 mm ein Kontakt geworden. Die Sehne scheint nicht nur anzuliegen, sondern drückt auf die Stopper.

    Was hält das Schwarmwissen des Forums für sinnvollen Abstand? Und korrigieren geht ja nur mit Presse. Da muss ich noch was basteln. Die DIY Presse für Bögen funktioniert hier ja nicht.

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  • Frage 2.

    Die Dämpfer im Arm der AB befinden sich am Befestigungspunkt.

    Wohingegen die Dämpfer am Bogen bei mechanisch vergleichbarer Konstruktion fast an den Cams sind.

    Was ist die optimale Position? Selber rausfinden durch Versuch und Irrtum?

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  • Antwort 3.

    Die Vorneigung des ZF ist so schwergängig, dass sie nicht nurzbar ist.

    Vielleicht habe ich irgendeine Fixierung übersehen. Mal rtfm.

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  • Zur Frage 3 Montier mal das Zielfernrohr ab da ist eine Sechskantschraube die musst du öffnen und dann kannst du die Neigung der Schiene einstellen

  • Also ich hab zwischen Dämpfer und Sehne immer 2 Bierdeckel breit Luft. In deinem Fall besser erstmal demontieren, zum Schutz Selbiger. Nicht das die Sehne da was kaputt haut. Makier dir die Standhöhe der Sehne. Und mach ohne Dämpfer weiter. Die Sehne könnte sich noch weiter etwas setzen. Und dann halt per Presse die Standhöhe korregieren. Sowie das Cam-Timing. Am besten auch die Cam-Stellung markieren. Oder die haben schon Markings.

    Zur Höhenverstellung: Drück vorsichtig von oben auf den vorderen ZF Ring und Dreh dabei hinterm am Rad. Feder wird sehr stramm sein. Was gut ist. Aber erstmal den Rat von PfotenKopf beherzigen.

    Wurfarmdämpfer: würde ich bei einer Armbrust nie nach ganz außen setzen. Einfach weil da mehr Kräfte walten als beim Compoundbogen. Nicht das die nach außen wandern.

    Gruß bolz

    dort wo mein sofa ist , fühle ich mich wohl.

  • Tomps166, die Erfahrung mit dem Lumpensack musste ich mit meiner neuen Chester auch machen. Du musst zwei von der Sorte hintereinander stellen, dann stoppt der zweite Sack den Bolzen, noch bevor die Vanes in den ersten Sack eindringen können.

  • Zur Frage 3 Montier mal das Zielfernrohr ab da ist eine Sechskantschraube die musst du öffnen und dann kannst du die Neigung der Schiene einstellen

    Hallo ArrisArcher, das "Danke" habe ich erst spät gegeben, weil ich Deine Aussage erst prüfen wollte. Ja, da ist eine Schraube mit einem Imbus den wir noch nicht hatten, 9/64.

    Die gelöst und dann läßt sich die Schiene neigen. Winkelmesser aufgesetzt und mal ein paar Klicksgemacht. Es gibt wirklich Rastungen.

    Die Neigung der Armbrust bei diesem Versuchsaufbeu rausgerechnet ergibt sich obige Meßreihe.
    In der Grundstellung hatte ich vermutlich eine Neigung des ZF nach oben, weshalb ich mit dem Turm des ZF nach unten korrigieren mußte. Habe die Schiene jetzt parallel zur Rail eingestellt und fixiert. Bedeutet neues Einschießen auf Minimaldistanz 20 Meter und dann Ausschießen wo die weiteren Ziel-Trefferpunkte liegen. Dazu darf aber der Schneeregen aufhören.

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  • Hi,


    wenn ich falsch liege mögen mich die Pros bitte berichtigen.

    Bei den meisten AB´s hat die Schiene eine Vorneigung von um die 1,3° nach unten. Bei einem normalen Verstellbereich des ZF sollte da alles von 10m-100m abgedeckt sein.


    Gruß Michel

    Unbedingt rein schauen. Ich weiss es sind mehr wie drei Zeilen, ich nehms in 2 Wochen wieder raus.

    Igelmichel
    December 4, 2025 at 12:35 AM
  • Hmmm......

    Denke da gehören noch weitere Parameter in die Gleichung. Am wichtigsten wäre wohl der Höhenverstellbereich vom ZF. Der wird in Winkelminuten Moa angegeben:

    MOA bzw. Winkelminute | DDoptics
    Bei einer Entfernung zum Ziel von 100 m entspricht die Verstellung um 1 MOA einer Verstellung um 2,9 cm.
    www.ddoptics.de

    Zielfernrohre haben alle einen " individuellen" maximalen Verstellbereich. Hier eins mit sehr viel Moa:

    DDoptics Zielfernrohr | DDMP V10 4-40x50 | Sportschießen | MOA | tac-A
    DDMP - DDoptics Match Precision perfekt für den anspruchsvollen Sportschützen 100 MOA Verstellweg ermöglicht extreme Weitschüsse robuster 34 mm Tubus große,…
    www.ddoptics.de

    Fast genau so wichtigsten das Absehen. Einfaches Kreuz, Mildot oder Absehen mit mehreren Haltepunkten?

    Ich selbst gehöre zur Fraktion ausprobieren. Kenne aber auch Schützen, die setzen sich mit der Materie komplett auseinander. Schießen ein Punkt ein und können dann das Absehen bzw. durch klicken Alles durch ihre Berechnungen vorgeben. Und das stimmt dann fast Alles haargenau. Ist mir aber zu aufwendig.

    Gruß bolz

    dort wo mein sofa ist , fühle ich mich wohl.

  • Gibt es den sowas wie eine Skala? Also, dass du das dann auch wiederholgenau einstellen kannst?

    Nein, so weit geht der Komfort dann doch nicht. Lediglich die Drehrichtung "U" und "D" sind links wie rechts markiert. Aber der Denkanstoß von Igelmichel ist gut! Entweder wir bekommen hier noch Hinweise zu Vorneigungen anderer AB's oder im Frühling werde ich das mal selbst ausschießen. Aber wie bolzenschuss schreibt, wird das wohl für jedes ZF individuell sein.

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  • Igelmichel
    1,3° ist ne Menge, das variiert je nach Hersteller und Modell. 20-30 MoA dürften üblich sein.

    Wenn man ein normales ZF verwendet, sollte wie bolzenschuss schon geschrieben hat der Verstellweg des ZF möglichst groß sein.
    Bei ABs dürften ZFs mit ballistischem Absehen am häufigsten sein, alternativ gibt es verstellbare Montagen (z.B. HHA Optimizer) mit denen man auch andere ZFs verwenden kann oder man kombiniert beides oder man „klickt“ wenn man eine Absehen mit einem Punkt hat oder „doted“ z.B. mit einem MilDot Absehen. Die Möglichkeit sind endlos.
    Als Starthilfe macht sich ein Laserpointer auf der Rail gut um das ZF grob vorzurichten, das ZF sollte dabei an den Türmen ungefähr auf Mittelstellung sein. ZFs mögen den Prellschlag von ABs nicht so, wenn die Türme auf Anschlag sind erst recht nicht.