Schreckschuss Revolver Röhm RG 59 Le Petit

There are 6 replies in this Thread which has previously been viewed 1,577 times. The latest Post (December 10, 2024 at 11:48 PM) was by Edi52.

  • Hallo,

    habe mir kürzlich eine Röhm RG 59 Le Petit brüniert gekauft.
    Beim Ausprobieren der Waffe spannte ich den Hahn von Hand um eine "Single Action" zu testen.
    Dabei verklemmte sich der Revolver komplett, es ging nichts mehr.

    Weder liess sich der Hahn noch der Abzug zurück bewegen. Der Revolver verharrte im gespannten Zustand.

    Also versuchte ich die linke Seite der Waffe zu öffnen, um die Verklemmung zu lösen.
    Naja, die Verklemmung hat sich tatsächlich gelöst, aber mir flogen beim Öffnen auch die ganzen Teile entgegen.
    Wie dieses ganze Durcheinander wieder zusammenbauen?
    Im Internet fand ich tatsächlich eine Explosionszeichnung einer Röhm RG 89, mit der ich die Teile zuordnen konnte.
    Zu Glück waren auch alle Teile noch vorhanden, es fehlte keines.
    Also setzte ich alles wieder nach Plan zusammen, schraubte die Abdeckplatte wieder auf und testete die Funktion.
    Der Abzug und der Hahn funktionierten tatsächlich wieder, wenn eine Patrone in der Trommel gewesen wäre,
    sie wäre explodiert. Aber das war auch schon alles, die Trommel drehte sich nicht mehr automatisch weiter.

    Als ich den Revolver nach unten hielt, fielen eine kleine Feder und ein dünner Metallstift heraus.
    Offensichtlich sind dieser Stift und die Feder von mir nicht richtig eingebaut worden.

    Jetzt meine Frage an die Community, was habe ich falsch gemacht beim Zusammenbau der Teile?
    Kann mir jemand helfen? Ich würde ungern eine neue Waffe wegwerfen müssen.

  • Am besten schraubst du ihn mal auf wie er gerade ist und stellst hier ein Foto ein.

    Mein vor kurzem gelieferter RG 59 hatte ein recht ähnliches Problem:

    Nach dem Trommel ausschwenken ließ er sich nicht spannen, und verklemmte auch.

    Ursache: Der Trommelschieber rutschte nicht ganz zurück. Man musste die Trommel im eingeschwenkten Zustand ein paar Millimeter zur nächsten Rast schieben. Dann sprang der Schieber zurück, und das Problem war weg. Lösung war einfach: Trommelschieber abgeschraubt und etwas Öl ins Loch.

    Browning GPDA 8 x2. Colt 1911 2. Geco 225, 1910. Glock 17 SV. Walther P 22 x2 + P22R, P22Q, P 88 x2, PK 380, PPK, PP x2, P99+SV. HW 88 Super Airw. x2. Erma EGP 55. Röhm Little Joe, RG 3, 8, 9, 56, 69, 89 + RG 96. Mauser HSC 84, HSC 90 , K 50 + Magnum. Perfecta FBI 8000, IWG Government Sportclub IPSC. Reck Miami 92, Commander, G5 "light", Baby. ME Mini Para, Falcon. SM 110 x 2, SM 110a. Valtro 85, 98. Zoraki 906, 914, 917, 918. Umarex Python, Sherlock Holmes .22. Berloque + diverse weitere.

  • Moin,

    ich hab so ein Teil schon mal für einen Kollegen wieder zusammen gebaut, der ihn zum sauber machen zerlegt hatte ^^

    Da sich die Trommel nicht dreht, denke ich, dass der Stift und die Feder die du "gefunden" hast zum Trommeltransport gehören. Der ist ein wenig friemelig einzusetzten.... wenn ich mich recht erinnere sitzt die Feder mit dem Stift seitlich in der Schloßplatte :/

    100% sicher bin ich mir aber nicht, das ist schon ein paar Jahre her.

    Lieben Gruß,

    MmH

  • Ich habe den Revolver auch nicht. Aber andere Revolver zB der ME Sargeant haben das gleiche System.

    Die Trommel hat am Hintern einen zackigen Zahnkranz. Da rastet der Trommeltransporter ein. Das ist ein länglicher, ca 2cm länger Balken, der mit dem Hahn verbunden ist. Damit der Trommeltransporter auch immer garantiert in den Zahnkranz fasst, hat er am Rücken oft eine Feder aus dünnem Blech. Das ist bei wenigen Revolvern aber anders. So wie Mann mit Hut richtig beschreibt, ist in der Seitenplatte eine Sprungfeder integriert, die einen Bolzenstift vorgelagert hat, der den Transporter gegen den Zahnkranz drückt.


    Sehr oft muss die Feder nun eingesetzt werden, dann der Stahlstift und dann muss alles fixiert werden, bevor du die Seitenplatte einsetzt. Dazu ist meistens in der Seitenplatte ein dünnen Loch gebohrt, wo du eine Büroklammer durchschieben kannst. Damit fixiert du den Stift, dass er nicht rausfliegt. Bitte setze alles vorsichtig in einer Plastiktüte zusammen. Denn wenn der Stift und die Feder abhanden gehen, hast du ein richtig ärgerliches Problem.


    Sowieso solltest du Revolver erst einmal in einer Plastiktüte auseinander bauen, sofern du die Innere Technik nicht kennst...viel Erfolg!

    Meine größte Angst: Dass ich irgendwann sterbe und meine Frau meine Revolver zu den Preisen verkauft, die ich ihr mal gesagt habe.

  • Habe nun die Montage durchgeführt.

    Zuerst die kleine Feder in das zugehörige Loch an der Innenseite der Abdeckplatte gesteckt,
    danach den Metallstift mit dem dünneren Ende voraus bis zum Anschlag in das Loch gedrückt und festgehalten,
    jetzt mit einer aufgebogenen Büroklammer durch das kleine Loch an der Aussenseite der Abdeckplatte
    den gespannten Stift in dieser Stellung fixiert,
    vorsichtig die Abdeckplatte auf den Revolver aufgesetzt und positioniert,
    mit den drei Schrauben befestigt und anschliessend die Büroklammer herausgezogen. Fertig.

    Der Revolver funktioniert wieder wie vorher. Bei jeder Betätigung des Abzugs wird der Hahn gespannt und die Trommel
    weiter transportiert.

    Ich möchte mich vielmals bei Euch bedanken.
    Der Revolver hat mich 100 Euro gekostet und ist jetzt wieder funktionsfähig.

    Wünsche Euch allen frohe Weihnachten!
    <3