Guten Morgen,
hoffe Ich finde hier Jemanden der sich auskennt ![]()
Wenn man gewerblich Messer verkaufen möchte. Zb Bajonette oder Taschenmesser. Braucht man hierfür eine Waffenhandelserlaubnis?
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Guten Morgen,
hoffe Ich finde hier Jemanden der sich auskennt ![]()
Wenn man gewerblich Messer verkaufen möchte. Zb Bajonette oder Taschenmesser. Braucht man hierfür eine Waffenhandelserlaubnis?
Nein, Du benötigst dazu lediglich eine Gewerbeanmeldung. Nur wenn Du in Deutschland verbotene Messer (Butterfly, Faustmesser etc.) verkaufen möchtest - zum Beispiel an Kunden im Ausland - benötigst Du eine BKA-Ausnahmegenehmigung.
Eine Waffenhandelserlaubnis benötigst Du lediglich für (die meisten) Schusswaffen und gleichgestellte Gegenstände. Dies gilt AUCH für frei verkäufliche Schusswaffen, also etwa F-Druckluftwaffen oder SRS-Waffen ("Gaspistolen").
Im Paragraph 21 WaffG ist tatsächlich nur von Schusswaffen die Rede, insofern was der JMBFan sagt.
Da auch Messer Waffen sein können (Kampfmesser, Bajonette, Dolche usw.) hier noch schnell der wie immer pedantische Hinweis auf § 35 WaffG,
Werbung, Hinweispflichten, Handelsverbote, daß die auf Märkten nicht vertrieben dürfen, es sei denn, die "zuständige Behörde" genehmigt das gesondert.
(3) 1Der Vertrieb und das Überlassen von Schusswaffen, Munition, Hieb- oder Stoßwaffen ist verboten:
1. im Reisegewerbe, ausgenommen in den Fällen des § 55b Abs. 1 der Gewerbeordnung,
2. auf festgesetzten Veranstaltungen im Sinne des Titels IV der Gewerbeordnung (Messen, Ausstellungen, Märkte), ausgenommen die Entgegennahme von Bestellungen auf Messen und Ausstellungen,
3. auf Volksfesten, Schützenfesten, Märkten, Sammlertreffen oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen, ausgenommen das Überlassen der benötigten Schusswaffen oder Munition in einer Schießstätte sowie von Munition, die Teil einer Sammlung (§ 17 Abs. 1) oder für eine solche bestimmt ist.
Findet ihr es lohnt sich mit einem kleingewerbe einen Onlineshop für Messer zu starten ?
Wenn du denkst, eine Nische gefunden zu haben, dann ja. Aber nur Messer in herkömmlichen Sinn, rate ich ab, da bist du einer von vielen. Du musst dich immer fragen, was habe ich, was andere nicht haben. Wenn da nichts ist, dann lass es.
Ich komme aus dem Stahlhandel. Eine Ware, die jeder andere auch hat, da rettete uns nur die Nähe zum Kunden, schnelle Verfügbarkeit, guter Service. Online ist all das (außer Service) nicht gegeben.
Ohne Gewerbeanmldung darf man soweit mir bekannt irgendwas um 9.000€/Jahr Steuerfrei mit einem "Shop"verdienen, da gibt es einen Freibetrag, die genaue aktuelle Summe müßte man erfragen.
Bei einem angemeldeten Kleingewerbe liegt der Freibetrag irgendwo bei 25.000€, da muss man aber eine Gewerbesteuererklärung machen.
Die weiteren Vor und Nachteile muss man selbst abwägen. Mit Gewerbeanmeldung kann man halt anders Einkaufen (Großhandel), hat aber etwas mehr Arbeit und auch ggf. höhere laufende Kosten (zB. Kleinunternehmergebühren, Handelsregistereintrag, Versicherung), ist aber auch da noch recht übersichtlich.
Der Aufwand für eine Kleingewerbe Anmeldung hält sich ebenso in Grenzen, kenne mehrere Personen die sowas nebenbei haben.
Und man bekommt eine Einkaufsberechtigung für Handelshof, Metro, Selgros. ![]()
Aus eigener Erfahrung: nein. Du hast als normaler Sterblicher nicht den Hauch einer Chance, den etablierten Handel zu unterbieten, schon gar nicht online. Das ist eine Pleite mit Ansage.
Heutzutage haben sogar die Großhändler eigene Vertriebsplattformen für den Online-Einzelhandel (natürlich unter anderem Namen), und so kannst Du niemals das Sortiment am Lager haben, das die haben. Dazu kommt noch, daß Du Rückläufer, Versandverluste, Reklamationen usw. abdecken musst.
Ausnahme: Du hast etwas, was andere nicht haben, wie Oblatixx schon sagte. Der Held der Steine verkauft z.B. halt Klemmbausteine, aber er hat seinen winzigen Laden in einer Gegend aufgemacht, wo ständig zweibeiniges Geld rumläuft, und er hat mit seinem Kanal einen Werbeträger, der seinesgleichen sucht. Wenn Du hingegen nur einer von zahllosen Schlafzimmerhändlern bist, der dasselbe verkauft wie alle anderen auch, sieht´s eher finster aus.
Ich will Dir Deine Idee nicht schlechtreden, aber ich habe das schon hinter mir. Ich habe mit Paintball losgelegt, als das noch neu war und gutes Geld damit gemacht, aber dann kamen größere Läden, die da Hunderttausende eingesetzt haben, und gegen die kommt man nicht an. Wenn es läuft, kommen größere Haie als Du, und wenn es nicht läuft, läuft eben eher gar nicht erst.
Und man bekommt eine Einkaufsberechtigung für Handelshof, Metro, Selgros.
Und was soll dir das bringen? Für einen billigen Artikel sind drei andere teurer, als im freien Handel. Und um drei Heringe zu kaufen, muss ich nicht zu Selgros.
Wie meine Vorredner schon sagten wird es mit "Allerweltsware" schwierig.
Als kleiner Händler bekommst Du teils nicht einmal den EK, den einige große als VK anbieten.
Zudem musst Du durch Deinen kleineren Durchsatz mehr pro Stück verdienen.
Jetzt bliebe als Alleinstellungsmerkmal noch einen herausragenden Service anzubieten. Der kostet jedoch erheblich Geld und wird im Online Handel in aller Regel nicht von der Kundschaft bezahlt. Vor allem, weil online jeder, der Erfolg haben will, versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten kundenorientiert zu handeln.
Viele Onlineshops haben als kleines Nebengeschäft ohne viel Druck angefangen und sind dann gewachsen, weil sie eben gelaufen sind und ihre Nische gefunden haben (oder eben auch nicht).
So etwas direkt als Hauptbeschäftigung ohne erhebliche Erfahrung und ohne erhebliches Kapital hoch ziehen zu wollen halte ich jedoch für gefährlich.
Findet ihr es lohnt sich mit einem kleingewerbe einen Onlineshop für Messer zu starten ?
Hängt von der Geschäftsidee / Konzept ab. Dazu hast du bisher nichts geschrieben. Einfach nur um Massenware zu verkaufen? Nein. Als Kleingewerbe eh nicht, weil du dann nicht beliebig Umsatz machen darfst und mit den Kosten für Shop, Hosting etc. bestenfalls eine Null machst.
Aber es kann sich schon lohnen, z.B. wenn man Messer mit handgemachten Holzgriffen anbietet, die alle Unikate sind.
Zur Idee: ich möchte klar einen kleine Palette an Standard Produkten anbieten Mora, Glockmesser etc….. würde aber auch gerne eher seltene Stücke anbieten Bajonett die man hier selten bekommt. Klar dafür brauch man Quellen. Und das wird einen große herausfordernde Aufgabe. Ich möchte aber auch neuen Messermachern die nicht groß auf YouTube etc. sind eventuell eine Plattform geben um ihre Produkte über meinen Shop anzubieten. Klar dafür braucht man erstmal einen Kunden Stamm und der muss aufgebaut werden. Die ersten Jahre wird der Shop nichts abschmeissen sogar eher minus machen. Aber ich möchte einen Platz für Messerliebhaber schaffen wo es fair zugehen man eventuell auch dann den Hintergrund des Messers (die Idee) was dahinter ist nachlesen kann. Etwas wo sich auch kleine Messermacher entfalten können ohne vor Druck immer jeden Monat das Xte Model rausbringen müssen. Ich will nah am Kunde sein und der Kunde soll nah am Produkt sein. Wenn es irgendwann wächst klar dann ist es eh kein Kleingewerbe mehr. Aber es gibt so viele Sammler und Liebhaber die eventuell auch mal über den Tellerrand rausschauenden, warum soll das auch nicht als Händler funktionieren.
so viele Sammler und Liebhaber die eventuell auch mal über den Tellerrand rausschauenden, warum soll das auch nicht als Händler funktionieren.
Das habe ich dir bereits gestern erklärt. Hast du was, was andere nicht haben und noch andere aber haben wollen, dann tu es. Wenn nicht, lass die Finger davon.
Und wenn ich deine Ideen hier oben lese, dann mein Rat: Mach was anderes, das Ding funktioniert nicht. Du bist nicht vernetzt, musst Lieferer und Kunden suchen, warum sollten die zu dir kommen, zu einem, den eh keiner kennt?
Aus deiner Reaktion folgere ich aber, dass du deine Meinung bereits fest hast, die Frage hier also rein rhetorisch war, unsere Warnung in den Wind geschrieben ist und du es machen wirst. Dann wünsche ich dir Erkenntnis, bevor es teuer und zu spät ist.
Das nur die gebratenen Tauben nicht in den Mund fliegen weiß ich auch. Deshalb sage ich ja es braucht Zeit um sich erstmal einen Kundenstamm auszubauen. Und Kontakte zu knüpfen
Es stimmt, Alleinstellungsmerkmale sind enorm hilfreich beim Aufbau eines Geschäfts.
Was man aber IMMER bedenken sollte wenn man ein Gewerbe anmeldet: Es kommt viel Bürokratie und auch etliche Kosten auf einen zu. Das fängt damit an, dass die IHK einem eine Rechnung für die Zwangsmitgliedschaft schickt. Jedes Jahr aufs Neue und obwohl sie in der Regel für eine 1-Mann-Firma nutzlos ist. Jährliche Steuererklärungen, eine "saubere" Buchführung etc. - alles kein Vergnügen und Geld kostet es auch.
Es stimmt, Alleinstellungsmerkmale sind enorm hilfreich beim Aufbau eines Geschäfts.
Was man aber IMMER bedenken sollte wenn man ein Gewerbe anmeldet: Es kommt viel Bürokratie und auch etliche Kosten auf einen zu. Das fängt damit an, dass die IHK einem eine Rechnung für die Zwangsmitgliedschaft schickt. Jedes Jahr aufs Neue und obwohl sie in der Regel für eine 1-Mann-Firma nutzlos ist. Jährliche Steuererklärungen, eine "saubere" Buchführung etc. - alles kein Vergnügen und Geld kostet es auch.
Hinzu kommt warum soll man beim Hänschen bestellen wenn man es beim Hans günstiger bekommt .
Kann ja jeder selbst für sich beantworten wie er selbst bestellt .
Warum mit einem kleinen Händler sich dann rumärgern wenn was ist während man es bei den großen einfach zurück schickt .
Messer würde ich z.b. direkt bei Böker bestellen .
Dann gibts noch die Altonaer Silberwerkstatt,Messer und co. ,Mein Taschenmesser.....
Die ganz kleinen haben nur ne Chance wenn sie was haben was man sonst nirgends bekommt .
Bajonette sind Hieb- und Stoßwaffen und müssen weggeschlossen werden. Also viele Schränke kaufen. ![]()
Habe eine Sage der Klasse 1 ist kein Problem
Bajonette sind Hieb- und Stoßwaffen und müssen weggeschlossen werden. Also viele Schränke kaufen.
In diesen Zeiten würde ich eh mit was anderem Handeln als mit "Waffen" .
Die längste Zeit hats ja gedauert .
Was eventuell noch funktionieren könnte ist der gezielte Kauf von raren Sammlermessern, die allesamt nicht mehr produziert werden. Gewissermaßen eine Art Messer-Antiquariat. Sammlung aus Erbschaften am Block kaufen, die Spreu vom Weizen trennen und dann mit viel Fachwissen die Exponate dem Sammlermarkt anbieten.
Das hat Magnetfunktion, man kann dann auch neue Messer anbieten. Die Sammlermesser bringen die Leute in den Shop, egal ob online oder offline.
