Schießsportverband für das CAS mit CO2 und Druckluftwaffen? Könnte der VDB eine Möglichkeit bieten?

There are 9 replies in this Thread which has previously been viewed 2,092 times. The latest Post (July 19, 2024 at 4:59 PM) was by JoHannes89.

  • Moin zusammen,

    ich bin heute Abend über ein aktuelles YouTube Video von Tactical-Dad, in dem es um die Frage geht, könnte der VDB einen eigenen Schießsportverband gründen, gestolpert.

    (ich weiß nicht, ob man das Video hier verlinken dürfte aber es sollte sich über die Suchfunktion des genannten Portals recht schnell finden lassen)

    Den dort geäußerten Ansatz finde ich höchst interessant für die CAS-Community mit erlaubnisfreien Waffen. Durch die bestehenden (deutschen) Gesetze werden unsere Sportgeräte, die in manch anderen Ländern als "Spielzeuge" klassifiziert sind, unter die engen Vorschriften des WaffG gestellt, was uns in der Kette der Vorschriften auf vielerlei Probleme stoßen lässt.

    Ein großes Problem (neben den meiner Meinung nach unsinnigen Aufbewahrungsvorschriften im eigenen Haus) ist doch momentan, dass das Austragen von entsprechenden Events zunehmend zu einem Problem wird, da das Schießen mit den F-Waffen "auf dem eigenen befriedeten Besitztum" nicht überall unproblematisch gesehen wird. Weicht man dann auf abgenommene Schießstände (zB fürs Field-Taget) aus, ergeben sich wiederum Probleme, wenn der Schießstand nur für "Disziplinen nach anerkannten Sportordnungen" zugelassen ist (und das steht oftmals ganz beiläufig so in den Schießstandzulassungen drin, insbesondere bei geschlossenen Schießständen). Denn -soweit ich weiß- gibt es noch keinen Schützenverband, der das CAS mit CO2 und Druckluftwaffen in eine Sportordnung aufgenommen hat und ich befürchte, dass dies bei den bestehenden Schützenverbänden auch nicht gewünscht ist. ... und so dreht man sich ständig im Kreis und das bei einem nahezu ungefährlichen Sport (gewisse Sicherheitsregeln sollten natürlich immer eingehalten werden).

    Ich bin der Meinung, dass man den Ansatz von Tactical-Dad durchaus ernst nehmen und hier versuchen sollte, mit dem VDB konkret ins Gespräch zu kommen. Denn so gesehen sind wir CO2-Cowboys ja auch eine nicht zu vernachlässigende Zielgruppe der originären VDB-Mitglieder (Verband der Büchsenmacher und Waffenfachhändler), sodass sich beiderseitig entsprechende Vorteile ergeben könnten.

    Was meint die Community hier dazu?

    Stefan

    aka Powder Steff

    von der St. Nikolai Schützengilde von 1583 e.V. in Flensburg

    (u.a. Fördermitglied des VDB und das nicht erst seit gestern ;))

  • Wir sind hier in der BRD...so schön der Schießsport für mich auch Jahrzehnte lang war...meine Erfahrung sagt mir das vieles kaputt reglementiert wurde. Eigenverantwortung wurde gegen meist unsinnige Regelungen ausgetauscht und den Schützen zu Befehlsempfänger gemacht. Der Deutsche Bürokrat ist Meister der Zerstörung des eigenen Seins. Bsp. In Kreis Wesel muss man einen Fegeschein machen um Pulverreste vom Boden aufnehmen zu dürfen. Desweiteren Frage ich mich warum der Verband CAS /CO2 aufnehmen soll,...was soll das Ziel sein? Vereinsmeister-Landesmeister zu werden? Muss man sich immer mit anderen messen müssen? Reicht nicht der Spaß mit seinen Mitstreitern? Wettkämpfe sind immer auf ein gegeneinander ausgelegt...nie ein miteinander.

    Ich werde da nicht dran teilnehmen wenn es dazu kommen sollte. Mir ist Gemeinschaft wichtiger...denn die spaltet nicht.


    Das ist natürlich meine persönliche Meinung.

  • Ich stimme dir zu, Mike W. Bishop.
    Einem Verband anzugehören, macht die bescheuerten gesetzlichen Regelungen nicht einfacher. Es kommen nur noch verbandsinterne Vorschriften und Regelungen hinzu. Darauf kann ich gut verzichten.

    Lasst es so, wie es ist. Wir machen unsere eigenen Regeln und jeder Veranstalter eines Matchs legt die Bedingungen fest, fertig.

    Socks

    aka "Lederstrumpf"

    BDS Stern #1326 / SASS #69087 / FROCS #30

  • Der VDB ist der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler - und diese finanzieren den VDB mehrheitlich (solange nicht tausende Fördermitglieder hinzukommen). Und die zahlenden Mitglieder (die Fördermitglieder haben keinerlei Stimmrecht!) entscheiden auch über die Verbandsziele und die Finanzen.

    Rein organisatorisch dürfte der VDB weder in der Lage noch gewillt sein, einen bundesweiten Schießsportverband zu gründen. Das ist der Job der anderen Verbände, und davon haben wir schon reichlich. Nach dem WaffG müssen Verbände, die auch Befürwortungen für EWB-Waffen ausstellen (und das suchen die meisten, die jetzt nach dem Schießsport-VDB rufen) mindestens 10.000 Mitglieder haben, auch das wird schwierig. Momentan werden die Fördermitglieder zur Finanzierung der WaffG-Aktivitäten des VDB benötigt, haben aber keinerlei Rechte. Sagt die Satzung.


    Ich bin der Keith Richards dieses Forums und immer noch hier...

  • Moin,

    mir geht es ausschließlich um den Spassfaktor. Nur weil die Dinger auch schiessen können, bin ich überhaupt hier.

    Weil logischerweise, unterstelle ich mal, die Mehrheit in diesem Forenbereich eher über die Affinität zum Wilden Westen als Affinität zu Waffen oder Jagtrieb oder gar Sport kommt. Das erste Beschnuppern in PMC hat mir das m. E. bestätigt.

    Die Frage ob ich Authentiker oder Hobbyist bin, sehe ich als Reflex, alles in eine Schublade zu packen. Das ist mir völlig Wurst.

    Ich sehe die Problematik ganz woanders.

    Bei einer dieser Technopartys vor Jahren, gab es Tote. Und wenn ich mich recht erinnere, muss ja wie immer jemand verantwortlich sein und bezahlen.

    Selbst wenn man einen geeigneten Ort in seiner Nähe findet, wird der Grundstückseigner am Ende immer in der Haftung sein.

    Daher halte ich es für zielführender zu überlegen, ob es möglich ist, einen gerichtsfesten Kurzzeitmietvertrag zu verfassen, der a) den Grundstückseigner und b) den Organisator von jeglicher Haftung freistellt.

    (Ich weiß, spätestens jetzt werde ich als nicht zurechnungsfähig eingeschätzt).

    Aber die Paintballfraktion kann das ja auch, oder?

    Mit so einem Blankovertrag kann man dann hausieren gehen.

    Buchungen für Übernachtungen, Versorgung, Handel usw. usf., sprich UMSATZ.

    In PMC wäre z. B. eine dauerhafte Schiessbahn denkbar, die täglich offen ist und eine ewige Bestenliste führt. Ist nix anderes als die Schiessbude dort. Zum Spass mietet man das Ding dann einfach an.

    Bei Top Gear ist es ja auch wurst, wer da oben steht.

    Auf jeden Fall, bin ich bereit mich da einzubringen. Nach Feierabend eine Kapsel anstechen und ungezwungen Spass haben mit anderen.

    LG

  • Oh Mann....aus dir soll einer Schlau werden.

    Du kannst unseren Schießsport nicht mit Paintball vergleichen....denn wir beschießen uns nicht gegenseitig.

    Daher keine Haftungsansprüche an irgendwelche Betreiber. Wir haften für uns selbst.

    Bei uns herrschen Sicherheits-Regeln wie im scharfen Bereich. Keine geladenen Waffen im Rig, geladen wird erst unmittelbar vor dem Shooting des jeweiligen Schützen. Unter uns befinden sich viele erfahrene Sportschützen mit Sachkundenachweis und Standaufsichtsbescheinigungen die eine sichere Handhabung der CO2-Waffen jedem vermitteln denen die Sicherheits-Regeln noch nicht bekannt sind....bis Sie es verstanden haben.Bei uns wird auch Eigenverantwortung groß geschrieben und der Spaß an der Geselligkeit im Westernoutfits steht dabei im Vordergrund.Wir tauschen uns über Waffen und Kleidung aus und helfen uns Gegenseitig mit Tips zur Veränderung und Beschaffung solcher Dinge. Bei uns geht man respektvoll mit einander um und diskutiert keine Themen zu Tode. Bei uns gibt es keine Besserwisser, denn Wissen wird an alle weitergegeben.

    Kurz gesagt....wir sind eine Familie und wer sich so einbringen möchte wie oben beschrieben ist auch herzlichst willkommen. Wer das nicht kann.... Ist in einem reglementierten Schützenverein besser aufgehoben.

    Das soll jetzt keine Abwertung für Vereine sein, aber manche Menschen wollen einfach geführt werden.

    Ich denke mal das ich mich Verständlich ausgedrückt habe....falls nicht möge man mich berichtigen.


    PS. PMC kann keinen Schießstand errichten. Dieses beinhaltet den Bau eines solchen mit behördlicher Genehmigung und Regelkonformer Betreibung. Diese Kosten sind mittlerweile enorm hoch.Daher gibt es auch sehr selten eine Bildung/Errichtung neuer Schützenvereine bzw. Kommerzielle Schießplatzanlagen.

  • Warum wird denn nicht einfach so weiter verfahren wie bisher.

    Einfach eine Spaßveranstaltung an der halt jeder Teilnehmer seinen Spass hat. Das sollte auch immer im Mittelpunkt stehen . Wenn da wieder irgendein Verband ins Spiel gebracht wird ist mit dem Spass vorbei. Und warum sollte man einen Verband oder ähnliches herbeirufen für den diese co2 Waffen bisher nur Spielzeug sind und auf den Ständen nicht gerne gesehen. Nicht zuletzt würde ich keine schlafende Bären wecken wollen.

  • Moin,

    ich kleiner Wicht habe den Vorteil keiner Ahnung.

    Über Paintball habe ich mich bei Wikipedia schlau gemacht oder genauso doof.

    Daher hab ich mal überlegt, ob wir die Stoßrichtung aus einer anderen Richtung führen.

    In PMC bin ich mit einer jungen Familie ins Gespräch gekommen, wo die Frau Westernreiten als Hobby hat und die eigentlich von weit her mal die Lage sondieren wollten.

    Also eine ähnliche Problematik, nämlich Nische.

    Wenn ich also bei mir gucke, wo so etwas ginge, fallen mir so einige Möglichkeiten ein.

    Ist dann der Filter drauf, wo es für weit Angereiste auch noch attraktiv wäre, bleiben zwei Standorte über.


    Die Aqua Magica in BO. Permanent unterfinanziert, weil eigentlich tot und mit diversen Events gegensteuernd. Reichlich Parkplatz mit genügend öffentlicher WCs, Wohnmobil geeignet. Nachteil: Weit weg vom Bezug zum CAS, aber machbar einen überwachten Bereich einzurichten. Rumlaufen mit Geraffel nicht vorstellbar. Nur Fasching.

    Übernachtungen in BO sollten kein Problem sein. Absolut familientauglich.

    Themenwochenende so die Richtung meiner Spinnerei.

    Da eine Schiessbahn sehr klein ist, ginge eventuell auch was fixes für unter der Woche.


    Horseman- Ranch BO. Schon vom Namen her eine Affinität. Könnte man ja die Halle mieten. Stört niemanden. Desweiteren könnte man mit dem Geraffel nach Absprache auf dem Gelände herumlaufen. Crossover mit Westernreiten ist sicher familientauglich.

    Einen kleinen Saloon haben die schon mal.

    Nachteil: Wenig Parkplätze, Kapazität WC,s für Veranstaltungen, Distanz zu Übernachtungen in BO.

    Und Leckerli zum Schluss, in der Nähe ist ein Escaperoom im Saloonstil.

    Alles ohne Verein und mit Mitstreitern, die noch gar nicht wissen, dass sie welche sind.

    Mal gucken.

    LG

  • Der Weg vom co2 cas zu einem Verband liegt doch sehr nahe beim BDS . Denn die bieten ja bereits Westernschießen an. Dann sollte man dort den Abschluss suchen wenn man sich einen Verband anschließen möchte . Zumindest würde dort einem dort vermutlich wenig Gegenwind entgegen kommen.