Empfehlung für Versandhaus und Tipps für das Schießen in der Wohnung

There are 69 replies in this Thread which has previously been viewed 5,144 times. The latest Post (July 12, 2024 at 4:24 AM) was by Schello.

  • Mein innerer Monk besteht darauf, hier eine Diskussionsgrundlage abzusondern. :)

    Ich persönlich bin von diesen Gasfedern nicht beeindruckt. Der wesentliche Vorteil ist, daß eine Gasfeder nicht schlapp wird, wenn man sie gespannt stehen lässt (für unsere englischen jagenden Freunde), bis sie es dann doch mal tut, siehe Auto.

    Rückschlag entsteht beim deutschen LG im wesentlichen durch innere sich bewegende Teile. Ich behaupte mal, eine Gasfeder ist schwerer als eine Sprungfeder. Man müßte den Rückschlag aber zugegebenermaßen erst mal messen.

    Der Prellschlag hingegen ist eher abhängig davon, wie die Waffe auf 7,5J gedrosselt ist. Ist die Originalfeder drin, rappelt es ordentlich, auch wenn nur 7,5J rauskommen. Wie misst man übrigens eigentlich den Prellschlag? Wäre mal ein interessanter Versuch. Wäre eine akustische statt einer mechanischen Messung aussagekräftig?

    Leiser: bliebe zu beweisen. Der Mündungsknall wird eher zu vernachlässigen sein, der Prellschlag siehe oben.

    Zur Waffe selber kann ich nichts sagen, da ich sie noch nicht in Händen hatte. Wird angesichts des Preises von 350.- Euro und mehr wohl leider auch so bleiben. Zu dem Preis bin ich eher PCP-Fan, obwohl man darüber, ob PCP besser als Knicker ist, zugegebenermaßen auch trefflich streiten kann. ;)

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  • Beim Spannen gibt es aus eigener Erfahrung zwischen Schraub und Gasfeder kaum Unterschiede. Das Systemgeräusch wirkt bei der Gasfeder etwas dumpfer/satter, ist aber gefühlt auch nicht großartig leiser, es gibt nur halt keine Schwingungen von der Feder. Der Prellschlag ist ähnlich, da dieser hauptsächlich durch den Kolben (bewegte Masse) und das dementsprechende Luftpolster erzeugt wird. Da darf man also keine Wunder erwarten.

    Langschwert , bei Federn geht es um die bewegte Masse, also Kolben, Feder und verdrängte Luft (Gegendruck). Eine Schraubfeder bewegt sich im Ganzen, bei einer Gasfeder ist es eben nur die Kolbenstange, von daher will ich Mal behaupten dass da vom Gewicht (bewegte Masse) die Gasfeder die Nase vorn hat. Den Mündungsknall sollte man nie vernachlässigen, zwar ist für den Schützen das Systemgeräusch meist lauter als der Mündungsknall (der ja nicht direkt nach hinten abgestrahlt wird), 20m vor der Mündung sieht das Ganze aber anders aus, das Systemgeräusch hört man da fast gar nicht mehr, den Mündungsknall dagegen recht deutlich, darum macht selbst auf Prellern, ein Schalldämpfer durchaus einen Sinn. Das kann man auch in geschlossenen Räumen wo der Mündungsknall von den Wänden zurück geworfen wird, sehr gut feststellen. Eine Waffe die im Garten relativ leise wirkt, kann in einem geschlossenen Raum deutlich lauter klingen, liegt halt an der Schallverteilung.

    Edited once, last by Ingo.M (July 10, 2024 at 12:21 PM).

  • Langschwert , bei Federn geht es um die bewegte Masse, also Kolben, Feder und verdrängte Luft (Gegendruck). Eine Schraubfeder bewegt sich im Ganzen, bei einer Gasfeder ist es eben nur

    Ist mir schon klar, aber der Kolben ist ja derselbe, deswegen habe ich den aus der Gleichung raus gelassen. Die Feder bewegt sich nicht als ganzes, sondern nur teilweise (windungsweise), das müßte man mit einem Integral ausrechnen - ist aber unter´m Strich wohl eh nicht wichtig genug. Mein innerer Monk eben.

    Aber den Prellschlag irgendwie zu messen würde mich doch mal reizen.

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  • ‘ne fixierte digitale Waage vor dem Schaft, und auf geht‘s…
    ist vl. nicht 100%ig genau, aber den Unterschied sollte man so wohl messen können.

    We the unwilling, led by the unqualified, kill the unfortunate, die for the ungrateful.

  • ‘ne fixierte digitale Waage vor dem Schaft, und auf geht‘s…
    ist vl. nicht 100%ig genau, aber den Unterschied sollte man so wohl messen können.

    Sehe ich etwas schwieriger, das sind zeitlich extrem kurze Stöße/Impulse, ähnlich wie bei der Schußknallmessung, dazu noch in unterschiedliche Richtungen, da braucht man wahrscheinlich spezial Equipment. In den Spitzen wird man sich wahrscheinlich wundern, nicht umsonst kann man auch vom "schwachen Luftgewehr" blaue Flecke bekommen.

  • ‘ne fixierte digitale Waage vor dem Schaft, und auf geht‘s…
    ist vl. nicht 100%ig genau, aber den Unterschied sollte man so wohl messen können.

    ... nicht umsonst kann man auch vom "schwachen Luftgewehr" blaue Flecke bekommen.

    Klar, wenn es ein GAMO Magnum mit 80 kg Spanngewicht ist und auf 6 Joule gedrosselt wurde. Da bleibt der Impuls gleich, nur wird er die V0 halt aufgefressen.

    Bei der Messung bin ich bei dir. Das sind Impulse, die eine Dauer on einem Bruchteil einer Sekunde haben. Da kann nur eine Gyro -oder Beschleunigung Sensor mit entsprechender Auflösung auf der Waffe montiert tatsächlich was messen.


    Gruß,

    Walde

  • Der wesentliche Vorteil

    Das gespannt bleiben sollte einer ordentlichen Feder nichts ausmachen. Es gibt Tests aus Übersee, wo die ihre Luftgewehre gespannt ließen für längere Zeit, kein Signifikanter Unterschied in der v0 (Mehre Tage bis Wochen) da macht es in der Jagd auch nicht viel aus bei paar Stunden. Ich hab nur gemerkt, dass eine neue Feder sich sehr schnell setzt, dann aber konstant bleibt

    Wie misst man übrigens eigentlich den Prellschlag

    Auch da habe ich über Versuche gelesen / Videos gesehen, welchen Weg ein Federdruck Gewehr bei Schussabgabe zurück gelegt hat


    Ich hatte mal für kurze zeit eine Hatsan mit Vortex Gasfeder (in Polen, also nix mit F-im-Fünfeck). Es ist zwar schon länger her, aber ich erinnere mich, dass es so gut wie gar keine Neben/Systemgeräusche gab, wie Federrasseln oder vibrieren

  • Neben/Systemgeräusche gab, wie Federrasseln oder vibrieren

    Ja, die klappern deutlich weniger. In meinen, naja, Testvideos gehört die Geräuschkulisse beim Spannen auch jedesmal mit dazu, und da ist eigentlich vom Federgeschraddel über astmatisches Schnaufen bis zu kläglichem Gejammer alles mit dabei. Was, wie ich finde, auch durchaus etwas über die Fertigungssorgfalt des jeweiligen Exemplars aussagt.

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  • Eine Gasdruckfeder kann ja eigentlich auch nicht klappern oder rasseln, das ist eine lineare Bewegung mit einer massiven Stange, das ist ja keine wabbelige Feder die sich biegt und verwindet, an der Federführung und im Kolben "herumschabt", das ist ja gerade einer der Vorteile der Gasfeder. Mit hoher Qualität und guter Konstrucktion kommt ein Federsystem da aber auch schon nahe drann, ich durfte mal nen Walther LGV testen, da war auch nichts mit klappern, leider wurde das LGV/LGU ja eingestellt.

  • Diana hat das Gasfedersystem entwickeln lassen um den Prellschlag zu minimieren und den Spannvorgang zu optimieren. Der Prellschlag ist vereinfacht gesagt die messbare Kraft die entsteht, wenn der Kolben im System anschlägt und zurückprellt . Je weiter der Kolben zurückprellt desto höher der Prellschlag. Die Schraubfeder wird beim zurückprellen des Kolbens wieder zusammengedrückt, die Gasfeder läßt ein zurückprellen des Kolbens durch das kommprimierte Gas nur minimal zu. Daher der geringere Prellschlag einer Gasfeder. Ich hab mal auf meine Diana N-Tec ein Diabolo mit der flachen Seite aufs Systemrohr aufgestellt und dann geschossen. Das Diabolo blieb stehen! Das hab ich mit keinem meiner anderen LGs geschafft. Ich würd mein Diana N-Tec nicht mehr hergeben. Aber ich hab mir gerade Das Walther Lever acktion zugelegt. Das macht ja mal beim Plinken richtig Laune !!!

    Liebe Grüsse an alle im Forum

    Schello aus der Pfalz

    Treffen sich zwei Jäger, beide tot:!: