Haenel III-284 Restauration - Brünieren, Seriennummer auf Schaft retten, etc.

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  • Habe ein neues Projekt, ein ziemlich verrottetes Haenel das für den Gegenwert eines guten Mittagessens den Weg in meine Hände fand. Es ist rettbar, aber es wird etwas Arbeit. Ziel ist, dass es wieder wie neu aussieht.



    Bisher ist der Plan, alle Kleinteile im Oxalsäure-Ultraschallbad zu reinigen, danach zu polieren und neu zu brünieren. Habe viel über die Essigmethode gehört, werde das mal an ein paar Teilen ausprobieren. Sonst sehe ich mich nach Schnellbrünierer um.


    Zu den Fragen:

    Die Krone vom Lauf sieht nicht mehr toll aus, da ist ne Menge Rost. Nach der chemischen Reinigung weiß ich mehr. Macht es Sinn die nachzuarbeiten und wenn ja, reicht es einfach das auf der Drehbank zu machen und sagen wir 1mm rein zu bohren? Unser hiesiger Waffenhändler hat leider dicht gemacht, sonst hätte ich den gefragt. Wir haben auch noch einen Lauf-Experten, aber der fertigt Scharfschützenläufe für hk und gibt sich sicher nicht mit solchem Spielzeug ab. Und selbst wenn, dann ruft er bestimmt einen Preis auf, der den Wert des Luftgewehrs übersteigt.

    Der Lauf scheint auch ziemlich ausgeschossen, wenn ich mir die Züge so ansehe. Sie sind auf jeden Fall noch vorhanden, aber viel ist es wirklich nicht mehr. Ab welchem "Grad der Abnutzung" wird es denn erfahrungsgemäß kritisch, wenn man auf 25m oder mehr noch treffen möchte?

    Weiß jemand, wo ich passende Lettern bekomme, um die Seriennummer auf dem Schaft zu retten? Würde die gerne nachschlagen, bevor ich den Schaft aufarbeite. Und das Holz soll von der Farbe möglichst wieder so gut wie original werden - welches Öl oder andere Mittel wäre denn da besonders zu empfehlen? Und lackieren möchte ich am Ende nicht.

    Taugen diese Kunststoffdichtungen aus Gotha für den Kolben was? Habe vor die Lauffläche so oder so zu polieren, bin mir nur nicht sicher ob ich jetzt Leder oder Kunststoff nehmen soll.

    Wie kritisch ist das Zerlegen der genieteten Hebelage? Wenn ich es wirklich ordentlich machen möchte, dann müsste ich die auch zerlegen und die Teile einzeln aufarbeiten. Vernietet neu brünieren wird sicher nichts... Gibt es da eine bestimmte Vorgehensweise, die man beachten muss? Möchte an der Stelle nichts falsch machen.


    Ich denke, das war es fürs Erste.


    edit:

    Doch noch was vergessen:

    Wenn ich mich für die Kunststoffdichtung entscheide, bräuchte ich mal einen Tip welches Schmiermittel da am besten wäre. Habe diverse Silikon- und andere Fette da, vielleicht eignet sich da ja eins von.

  • Weiß jemand, wo ich passende Lettern bekomme, um die Seriennummer auf dem Schaft zu retten? Würde die gerne nachschlagen, bevor ich den Schaft aufarbeite. Und das Holz soll von der Farbe möglichst wieder so gut wie original werden - welches Öl oder andere Mittel wäre denn da besonders zu empfehlen? Und lackieren möchte ich am Ende nicht.

    Ich kann dir aus persönlicher Erfarung nur raten den Schaft ablaugen oder auch abbzeizen zu lassen. Das rentiert sich, kostet rund € 25,- und du hast nach ca. 2 Wochen wieder rohes und saufähiges Holz und keine sauerei sowie keine zusätzlichen mechanischen Beeinträchtigungen am Schaft.

    Die Seriennummern im Schaft sind bei mir super filigran erhalten geblieben (ich habe sicherheitshalber vorher beim abgeben darauf hingewiesen).

    Ölen ist hinterher problemlos und ohne Lackrückstände im bzw. auf dem Holz mit farblosen oder farbigen Schaftöl möglich. Die SN ist dannach auch wieder sehr gut zu erkenen.

    :!: shoot'n chill :)

  • Ich habe die ganzen Metallteile im Ultraschallbad mit 5% Oxalsäure entrostet. Ging recht gut, man muss nur aufpassen, dass man es nicht zu lange drin lässt.

    Den Schaft habe ich dann doch vorsichtig geschliffen und danach mehrmals mit Leinöl bearbeitet. Die Seriennummer ist erhalten geblieben. Ist ausreichend gut geworden, ich denke ich experimentiere da nicht mehr weiter rum und lasse ihn so.

    Zu der Essigsäure-Geschichte... Ja, habe dann auch gelesen, dass es Murx ist. Ich werde mich aber trotzdem an Schnellbrünierer versuchen. Heißbrünieren wird zu teuer und übersteigt das Budget für das Teil.



    Jetzt fehlt nur noch das Polieren und Brünieren. Nächste Woche habe ich vielleicht mal wieder genug Zeit... :-/

  • Ehrlich gesagt ist das schon grenzwertig. Also man wird trotz Restaurieren den Rostschaden ganz besonders am Lauf vorne und an der Hülse sehen. Das kann man kaum schleifen. Wenn Dir das egal ist, dann machst Du sicher nichts falsch.

    Der Schaft ist Dir jedenfalls schon gut gelungen.

    Ich würde so früh wie möglich die Schussleistung überprüfen. Wenn die trotz der Optik super trifft, dann würde ich persönlich da über die ausgefressen Rostschäden hinwegsehen.

    Manchmal werden recht hrottige noch bei Egun angeboten, wo der Schaft komplett im Eimer ist, aber der Rest in einem ausreichenden Zustand. So habe ich meine mal gefunden.Bei mir war der Schaft total aufgeschwemmt, aber Hülse und Lauf in sehr gutem Zustand. Schaft wurde dann getauscht in einen von WCG.