Werkzeugkoffer - Diskussionsthread

There are 2,479 replies in this Thread which has previously been viewed 184,314 times. The latest Post (July 16, 2026 at 12:40 PM) was by Schotti.

  • Ich will
    nicht eine ganze Wasserwaage kaufen um diese auszuschlachten.

    Das wird aber wohl das einfachste sein. Solche Libellen sind ja auch in Rollmaßbändern
    oder Ausrichthilfen für Wandhalterungen mit drin.
    Frage ist natürlich...Wofür?

    Pellet
    Hi Klaus. Natürlich als Wasserwaage für´s FT unterm Okular so dass man diese immer im Blick
    hat ohne aus dem Anschlag zu gehen. Hab heute auch die Öibellen bekommen, passen perfekt.
    Ein Tropfen Kleber damit die nicht rausfällt und fertig. Das ganze wird noch schwarz lackiert.

  • aber auch noch ne Ecke weg von kann man entsorgen

    Wenn man es übertreibt geht das bis zum Motorschaden.

    Ein Kunde kam bereits zum dritten Mal mit seinem Husqvarna R318x AWD zu uns.

    Der hatte erst eine Session hinter sich. Schon nach dem ersten Winter ließ er sich nicht mehr starten. Diagnose: Vergaser massiv verharzt. Es war klar dass er da uralte Suppe drauf gekippt hat, der Tankinhalt hat schon gerochen wie Pinselreiniger. Vergaser gereinigt, Tank gespült und frisch befüllt, Benzinfilter neu. Der Kunde pochte auf Garantie, war aber natürlich nichts zu machen. Selbst verschuldet.

    Keine drei Monate Später kommt er wieder, der Motor (kein B&S, wahrscheinlich ein gelabelter Loncin) hat Drehzahlschwankungen, geht oft einfach aus. Wieder das gleiche Spiel. Grütze im Tank selbe Behandlung. Dieses mal hab ich den Kunden in die Werkstatt eingeladen um ihm die Unterschiede verschiedener Zerfallsstadien von Benzin zu zeigen, dafür hab ich mehrere Kanister mit unterschiedlich altem Benzin. Geruch und Farbe ändern sich stark. Ich hab ihn auch gebeten einen Kanister von sich mitzubringen. Das tat er aber nicht, überhaupt war er nicht sehr kooperativ. Mit den Worten er ließe sich nicht vorführen, er arbeite schon seit Jahrzehnten mit solchen Maschinen und schließlich sei er ja Diplomingeneur, usw... Und Außerdem könne das gar nicht an seinem Benzin liegen, das ist top Kraftstoff den er mal in einer größeren Menge gekauft hat und der funktioniert schon seit Jahren. Da war dann alles klar. Der sitzt auf etlichen Litern Altbenzin und will nicht wahrhaben dass es Müll ist. Wieder ein Streit um die Garantie...

    Im nächsten Frühjahr stand er wieder auf der Matte. Der Motor lief nur noch auf einem Zylinder. Das Auslassventil war durch Ablagerungen festgelaufen, die Stößelstange verbogen. Das was er da in den Tank gekippt hat war chemisch einfach kein Benzin mehr. Der Motor verbrennt es zwar noch, aber eben sehr unsauber, mit entsprechend starken Ablagerungen und verkokung. Nach demontage des Zylinders sah man auch dass der Kolben entsprechend aussah. Im Endeffekt ein Reparatur von etwa 700€. Das war mein erster und bisher einziger Fall mit Motorschaden durch schlechten Kraftstoff.

    Jetzt drohte der Kunde vor Gericht zu gehen. Wir sagten ihm wir versuchen das durch die Garantie zu kriegen, aber für den Fall dass es nicht durchgeht müsse er in Vorkasse gehen. Das tat er. Aber er aktivierte auch seinen Anwalt. Eine Probe seines Benzins schickte er in ein Labor, um sich selbst zu entlasten. Der Spaß kostete ihn fast genau so viel wie die Reparatur. Plus Anwaltskosten.

    Und dann hatte der auch noch unverschämtes Glück, die Garantie ging echt durch. Das Geld das er jetzt wieder zurück bekam hat er aber leider auch im Labor gelassen. Die bestätigten ihm in der Probe ein "stark verunreinigtes, oxidiertes Lösemittel ubekannter Herkunft mit Säureanteil". Ergo, kein Benzin.

  • Ja. elektrolytisch. Werden auf den Schweiß- oder Plasmaschneidkopf geschraubt, Einstellung auf Minimum, dann Elektrolytflüssigkeit drüber und mit dem Pinsel im Elektrolyt rumrühren. :D Bild ist schlecht da nicht mehr in der Wohnung.

  • Interessant , weiß man wie alt die Plörre war ?

    Gibts da auch unterschiede bei den Motorentypen also welcher das besser verträgt als ein anderer .

    2 Takter,4 Takter ,Einspritzer ,Versager , Baujahre also eher älter oder neuer ?

  • Ich bin begeistert


    Wenn man die richtig anzieht lassen die sich auch nicht mehr auf der eigenen Achse drehen .

    75kg Pressdruck ist jetzt zwar nicht so viel aber um was zu Fixieren reicht es .

    Wenns nicht so schwer ist könnte man sogar was mit Hochpumpen

  • Interessant , weiß man wie alt die Plörre war ?

    Ich hab keine genaue Zahl, aber er hat ja von mehreren Jahren gesprochen. Das ist schon extrem. Eigentlich sollte man nur so viel Benzin lagern wie man in zwei Monaten verbraucht. Dann ist man auf der sicheren Seite. Mal abgesehen davon dass auch das natürlich gesetzlich geregelt ist und er wahrscheinlich gar nicht so viel lagern darf.

    Gibts da auch unterschiede bei den Motorentypen also welcher das besser verträgt als ein anderer .

    Zweitakter haben meist Membran-Vergaser, die sind generell anfälliger, wobei da auch die Ölbeimischung mit reinspielt.

    Ansonsten lässt sich das schwer bestimmen, die Lagerungsbedingungen sind immer mehr ausschlaggebend. Wenn ich jetzt mal nur an Briggs&Stratton Intek Einzylinder denke, die dürften noch am verbreitetsten sein, gibt es da bei den Kunden die ich seit zehn Jahren betreue welche die alle zwei Jahre eine Vergaserreinigung brauchen und es gibt welche die noch nie eine brauchten. Auch einige bedeutend ältere Maschinen haben keine Vergaserprobleme. Es lässt sich wirklich schwer eingrenzen.

    Rein vom Gefühl her sind Hondamotoren da recht empfindlich. Besonders interessant sind die Doppelvergaser von Honda, wo man die winzigen Hauptdüsen nicht vertauschen darf. Den Unterschied sieht man nur mit Lupe.

  • Ja gut dann ist wohl 6-12 Monate altes Benzin jetzt nicht ganz so das Problem.

    So 10l 12 Monate gelagertes dürften im Autotank auch verschwinden wenn der sonst noch zu 2/3 mit frischem gefüllt ist .

    Beim Moped hab ich es halt schon gemerkt das wenn der mal 6 Monate im Tank ist der Motor nicht mehr ganz so den zug hat ,grade bei kleinen Motoren merkt man das ja schnell wenn da ein PS fehlt .

    Ich war eben nur erstaunt das nach über 10 Jahren der Vergaser aussah wie neu, nur in der Schwimmerkammer sich ein leicht grünlicher Film abgesetzt hat den man sah nachdem der Restsprit drin verdunstet war .

    Liegt vielleicht auch am guten Castrol 2T Racing , die Pumpe fördert erst schon 1:100 und dann ist es auch kein Mineralisches Öl .

  • Ich finde, das kommt immer darauf an, wie oft und wie intensiv man ein Werkzeug nutzt.

    Als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich von meinem Vater größtenteils ausrangiertes Werkzeug mitbekommen. Was ich zusätzlich brauchte, habe ich anfangs bei Aldi oder Lidl gekauft. Mein Satz Inbusschlüssel war beispielsweise von Lidl und wurde von meinem Vater vermutlich schon in den 2000ern gekauft. Der hat tatsächlich bis dieses Jahr gehalten. Jetzt habe ich ihn durch einen hochwertigen Satz von Wera ersetzt und den Qualitätsunterschied merkt man deutlich.

    Das fing schon beim Puky-Rad meiner Tochter an. Dort hat der 5-mm-Inbusschlüssel endgültig den Geist aufgegeben. Über die Jahre hatte sich so viel Biegung im Schlüssel angesammelt, dass ich die Schraube nicht mehr lösen konnte. Und wir reden hier nicht von Industrie oder Handwerk, sondern von einem Kinderfahrrad mit ganz normal fest angezogenen Schrauben. Trotzdem hat mir das Werkzeug seit meinem Einzug 2010 viele Jahre gute Dienste geleistet.

    Ähnlich sehe ich das bei anderem Werkzeug. Wenn ich mir heute neue Zangen kaufe, werden es Knipex. Schraubendreher und Schlüssel kaufe ich von Wera. Beim Akkuschrauber oder anderen häufig genutzten Powertools greife ich zu Makita oder Bosch Professional. Werkzeuge, die ich nur selten brauche, dürfen dagegen gerne von Bosch DIY oder auch mal von Einhell sein.

    Über die Jahre habe ich fast alle alten Werkzeuge ersetzt. Wenn ich heute mit einer Knipex Cobra arbeite, merke ich selbst als Heimwerker den Unterschied zur Bauhaus-Eigenmarke deutlich. Die Arbeit geht leichter von der Hand, ich weiß, dass das Werkzeug lange hält, und es macht einfach mehr Spaß, mit hochwertigem Werkzeug zu arbeiten. Ich genieße die Arbeit dadurch mehr.

    Das Gleiche gilt am Auto. Ich wechsle meine Räder selbst und ziehe sie mit einem Drehmomentschlüssel an. Früher hatte ich ein günstiges No-Name-Modell, bei dem ich nie zu hundert Prozent sicher war, ob die eingestellten 120 Nm wirklich stimmten. Nach rund 15 Jahren habe ich ihn durch einen Wera-Drehmomentschlüssel ersetzt. Der hat zwar ein Vielfaches gekostet, aber ich möchte ihn nicht mehr missen. Er arbeitet präziser und liegt deutlich besser in der Hand. Würde ich mir stattdessen wieder ein günstiges Modell kaufen und es eben nach ein paar Jahren wieder ersetzen, wäre das wohl unterm Strich günstiger.

    Genau deshalb sehe ich das Thema etwas differenziert. Für viele Heimwerker ist es bei Werkzeugen, die nur gelegentlich zum Einsatz kommen, wirtschaftlich oft sinnvoller, günstig zu kaufen und sie bei Bedarf irgendwann zu ersetzen – vorausgesetzt, minderwertiges Werkzeug stellt kein Sicherheitsrisiko dar. Das ist je nach Werkzeug und Einsatz auch was, das man natürlich bedenken soll.

    Deshalb glaube ich nicht, dass teures Werkzeug grundsätzlich die rationalere Wahl ist, wenn man ausschließlich auf Preis-Leistung schaut. Hochwertige Markenwerkzeuge kosten – sofern man sie nicht gebraucht kauft – oft ein Vielfaches. Gleichzeitig reicht beispielsweise Parkside von Lidl für viele typische Arbeiten im Haushalt vollkommen aus, solange man nicht beruflich oder sehr intensiv damit arbeitet. Wer hingegen als Hobby regelmäßig schreinert und die Kreissäge mehrmals pro Woche benutzt, bewegt sich für mich schon auf einem Niveau, bei dem sich Profiwerkzeug lohnt.

    Ich selbst entferne mich zwar immer mehr von günstigen Werkzeugen, aber das hat vor allem mit Komfort und Freude an der Arbeit zu tun – nicht unbedingt damit, dass ich dadurch wesentlich effektiver arbeite. Auch mit einem günstigen Ratschenschraubendreher lassen sich Schrauben lösen. Die Ratsche funktioniert vielleicht nicht ganz so sauber, der Griff ist weniger hochwertig verarbeitet und das Werkzeug muss nach einigen Jahren ersetzt werden. Die eigentliche Aufgabe erfüllt es trotzdem. Und für einen Bruchteil der Kosten. Ich habe einen Knipex Zyklop Speed, der für meinen Usecase dauerhaft hält. Weil ich gerne mit gutem Werkzeug arbeite. Aber wirtschaftlich wäre es besser gewesen das Parkside-Teil zu kaufen, auch wenn ich es alle paar Jahre ersetzen muss.

  • Heute kam die Zange und die DC DC Wandler an.

    Zange ist super. Etwas Spiel. Da werde ich noch eine Unterlegscheibe einlegen. Stört aber auch ohne nicht.

    Da sieht man schon paar unterschiede .

    Das Deutsche Produkt lässt sich feiner einstellen ,die Oberflächenbehandlung ist besser, das Profil im Maul ist auch viel feiner ausgearbeitet.

    Und auf dem Bild sieht das so aus als würde hinten im Greifbereich das ganze mit dem Oberteil der Zange fluchten ,vorne aber ist ein Versatz von einem halben Zentimeter als wär das untere Schmiedeteil verzogen .

  • Wenn ich nur das Maul der China Zange anschaue und sehe, dass Ober- und Unterteil nicht bündig schließen sonder versetzt zueinander, ist das für mich ein Teil für die Mülltonne.

    Das ist kein Werkzeug. Das ist Krempel.

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    Vertan, vertan sprach der Hahn und stieg von der Ente.