Der Referentenentwurf - was bedeutet das für Armbrüste?

  • In diesem Bezug sind auch die Ausführungen und Berichte zu den sogenannten Pfeilabschußgeräten durchaus interessant einmal zu lesen !



    Unter anderem steht dort:


    Wir empfehlen:

    Machen Sie es kurz und verweisen auf die Eigentumsgarantie des Art. 14 Grundgesetz!

    Der Gesetzgeber des 3. WaffRÄndG wollte (konnte) nicht enteignen.

    Deshalb schuf er die Übergangsregelung, die die Waffenbehörden verpflichtet.


    Aber Obacht! Der Antrag löst das ganze Prüfprocedere der Waffenbehörde aus und bei fehlender Zuverlässigkeit etc. erfolgt eine Ablehnung, die im Bundeszentralregister eingetragen wird.

    Wir berichteten schon vor vielen Jahren: Versagung einer Waffenbesitzkarte in Bundeszentralregisterauskunft


    Wenn die Waffenbehörde Ihren Antrag ablehnt, sollten Sie uns kontaktieren.

    Wir wissen, wie man damit umgeht und führen für Sie mit Vergnügen das weitere Verfahren.



    https://www.drschmitz.de/deuts…echt/pfeilabschussgeraet/

  • Und hier zur aktuellen Problematik:


    Referentenentwurf Verschärfung Waffengesetz

    12. Januar 2023/0 Kommentare/in Deutsches Waffenrecht/von Andreas Jede


    Referentenentwurf 09.01.2023


    unter Punkt 14.)

    Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffen und Armbrüste dürfen künftig nur erworben werden wenn man zuvor auch die Erlaubnis zum Führen (Kleiner Waffenschein) erhalten hat.


    unter Punkt 15.)

    Wer nach dem 31.12.1999 eine Schreckschuss-, Reizstoff- oder Signalwaffe oder eine Armbrust erworben hat ist verpflichtet, den Besitz bei der zuständigen Behörde anzuzeigen und gleichzeitig einen Kleinen Waffenschein zu beantragen.



    https://www.drschmitz.de/deuts…rschaerfung-waffengesetz/



    ANSCHEINEND SIND MIR DIE AUSFÜHRUNGEN ZU PUNKT 15.) BISHER KOMPLETT ENTGANGEN ???


    Ich weiß, dass ist lediglich der Entwurf, aber dennoch in meiner Wahrnehmung noch fast ein zusätzlicher Hammer oben drauf 🔨

  • @Mods -> macht hier zu. Es ist von allen Seiten sehr viel u. intensiev. gesagt u. disskutiert worden.

    Danke, das entscheiden wir dann noch selbst. Aber ich erlöse dich im speziellen gerne von diesem Thread. Das ist kein Problem.


    Ich werde die letzten Seiten bereinigen und den Thread weiter offen lassen, in der Hoffnung dass noch nützliche Infos kommen. Bei der Bereinigung lieber bonner, werden einige deiner Beiträge mit verschwinden, denn sie enthalten zwar Worte, sind aber dennoch ohne Inhalt. Man könnte sagen, du bist fähig ganze Bände mit Text zu füllen, ohne dabei aber auch nur im geringsten eine Aussage zu treffen. So kann man keine Diskussion führen.


    Ich bitte darum das zukünftig zu beachten.


    An alle anderen:


    Bitte seid sparsam mit Beiträgen. Mutmaßungen und Rätselraten bringt keinen weiter. Wenn ihr euch für dieses Thema interessiert kommt es gerade euch zugute wenn hier hauptsächlich brauchbare Infos auftauchen und nicht nur seitenweise Smalltalk indem alle Infos untergehen.

  • Am Mittwoch fand eine "öffentliche Videokonferenz der FDP zum Thema Waffenrechtsnovelle" statt. Ich habe mich als Zuschauer zugeschaltet. Glücklicherweise war meine Anmeldung rechtzeitig, die Veranstaltung war restlos ausgebucht.

    https://crm.fdpbt.de/termin/di…waffenrecht-mit-augenmass

    Geleitet wurde die auf 90 Minuten angesetzte Veranstaltung durch den FDP-Waffenrechts-Sprecher Konstantin Kuhle (MdB). Ebenfalls dabei war Christine Aschenberg-Dugnus, MdB (FDP).

    Es waren drei Experten zugeschaltet:

    - André Busche, Waffen-Sachverständiger, Buchautor und Ausbilder
    - Olaf März, Polizist und Landespressesprecher des BDK
    - Eberhard Becker, Polizeidirektor a.D. und ehemals Dozent für Strafverfahrensrecht und Polizeirecht an der Hochschule der Polizei Rhld.-Pfalz


    DAS waren mal echte Experten mit großem Ansehen und Wissen.

    Herr Kuhle hat nochmals bekräftigt, dass man den Entwurf im Moment auf Eis gelegt hat und vor einer umfangreichen Evaluierung der letzten Verschärfungen NICHT über eine erneute Änderung diskutieren wird.

    Zum Thema "Armbrust" hatte Herr März die klarste Meinung: In den 30 Jahren seiner Berufsausübung ist ihm in KEINEM EINZIGEN FALL eine Armbrust als Tatwaffe untergekommen. Auch der Bundeslagebericht "Waffen" erwähnt die Armbrust nicht einmal. Klares Fazit: Eine Regulierung ist nicht notwendig.

    Herr Becker hob hervor, dass die zusätzliche Arbeitslast der Behörden allein durch die zu erwartende Flut an KWS-Anträgen alles zusammenbrechen lassen würde. Eine Verfolgung von "Reichsbürgern" wäre dann nicht mehr möglich, mangels Kapazität. Der sehr besonnene und eloquente Herr Busche lehnte den Entwurf ebenfalls ab, unnötig und gegen die Falschen gerichtet.

    Herr Kuhle hat die Briefaktion des VDB gelobt und als "wirksam" bezeichnet. Er hat zu weiteren Aktionen aufgerufen, auch gerichtet an die Waffen-Unterstützer im Bundestag.

    Ein gutes Event. Die Hoffnung auf die Standhaftigkeit der FDP steigt. Vielleicht kommen wir fürs erste davon.