SSWs - es geht zu Ende! WBK-Pflicht, kleiner Waffenschein stirbt

  • Wenn das mit den SSW und dem kleinen Waffenschein wirklich zur Abstimmung steht, dann sollte man sich das nicht gefallen lassen, aber wenn es ernst wird, werden viele nicht mitziehen. So ist das nämlich in Deutschland, der Eine wartet auf den Anderen, dass der was unternimmt. Wir Deutschen reden immer nur, aber handeln tuen wir nicht wirklich und schauen stillschweigend zu. Damit sieht es in anderen Ländern in Europa teilweise ganz anders aus.


    Dafür kontrolliert man in Deutschland den braven mündigen Bürger mit all den oft kopfschüttelnden Gesetzen 7/24 lang.


    Das geht mir schon jahrelang gegen den Strich.


    In der DDR war man es gewohnt, die ganzen Jahre von einer Diktatur kontrolliert und beobachtet zu werden, aber sehr viel anders sieht es mit unserer heutigen angeblichen Demokratie auch nicht aus. Und ich finde, es wird zusehends schlimmer.


    Wie lange muss man sich das eigentlich noch gefallen lassen?

    „Mut ist, wenn man Todesangst hat, aber sich trotzdem in den Sattel schwingt.

    (John Wayne)

    Edited once, last by Jesse McCoy ().

  • Ihr müsst aber auch mal bedenken das man hier auch etwas Panik betreibt, als erstes müsst ihr überlegen das Jorg Sprave hinter dieser Info steckt und mit dem Hintergedanken die Waffen Community aufstacheln will zum Handeln.

    Dann müsst ihr überlegen wie das mit der Eintragungspflicht in den Kws funktionieren soll, manche Waffen haben keine Seriennummer, besonders die alten Varianten, wenn dann drin steht Reck PK800, fragt der Sammler, welche davon?

    Zusätzlich gibt es Leute mit weit über 100 Schreckschusswaffen, wie soll das funktionieren? Soll man immer 5 DinA4 Seiten mit dabei haben?


    Was sinnvoll wäre, ist eine Sachkundeprüfung und ein Blick ins Fürungszeugnis, danach bekommt man den Kws und kann Ssw´s kaufen. Und genau so oder so ähnlich wird es auch passieren.

    Unser Markt wird sowieso explodieren, nach dieser neuen Eu Verordnung, da muss man auch keine Angst haben das der Markt ausstirbt.


    WIr würden auf jedenfall davon profitieren, der Sammler macht das sowieso, der eine Typ der wirklich eine SSW will auch.

    Was haben wir davon? Keine Threads mehr mit "Meine Waffe hat es zerrissen, was ist da los?" keine Threads mehr mit "Der Nachbar hat vom Balkon geschossen, das Sek ist gekommen", bzw zumindest weniger davon.


    Ich kann schon verstehen um was es euch da geht, aber das täglich Straftaten oder Unfälle mit SSW´s passieren lese ich jeden Tag in meinem Newsfeed und das ist wirklich fast täglich was dabei, das gehört einfach reguliert und reguliert ist besser als verboten.

  • Ich kann schon verstehen um was es euch da geht, aber das täglich Straftaten oder Unfälle mit SSW´s passieren lese ich jeden Tag in meinem Newsfeed und das ist wirklich fast täglich was dabei, das gehört einfach reguliert und reguliert ist besser als verboten.

    Gleiches gilt für so ziemlich jeden Gegenstand!

    Alles, absolut alles, birgt ein gewisses Maß an Restrisiko, wenn man dieses also konsequent in jeder Form einschränken würde, so bliebe letztendlich kein in irgendeiner Form freibestimmter Besitz übrig.


    Jetzt könnte man natürlich sagen: "Ja, aber Waffen sind doch was anderes!"

    Auch diese gehören seit Anbeginn der Menschheit dazu, sie waren immer Teil der Kultur.

    Eingeschränkt wurden sie eigentlich nie, um das Volk zu schützen, sondern weil man sich vor dem Volk schützzen wollte.




    Stefan

  • Da kommt gerne der Vergleich mit dem Auto, das Auto ist aber für eine essenziell Lebenswichtig und man braucht es um damit in die Arbeit zu kommen oder sogar darin zu Leben, oder seinen Job auszuüben.

    Ein Haushaltsmesser braucht man zum Kochen, einen Baseballschläger zum Sport ausüben.


    Eine Schreckschusswaffe hingegen, ist nicht essenziell für Sport, Ernährung oder seiner Arbeit nachzugehen. Außer man verkauft diese Hauptberuflich :)


    Wie gesagt ich verstehe euren Standpunkt, jedoch noch ein Argument meinerseits. Wenn man sich wirklich selbst schützen will dann würde man z.b die fiktiven Aussagen von mir Sachkunde & Führungszeugnis in Kauf nehmen.


    Ich sehe da wirklich nur Vorteile wenn Vorbestrafte Menschen oder Leute die keine Sachkunde bestehen keine Schreckschusswaffen mehr kaufen oder besitzen dürfen. Das würde sich auch Positiv auf die PTB auswirken mit den Jahren und einige schönere Modelle auf den Markt bringen.

  • Da kommt gerne der Vergleich mit dem Auto, das Auto ist aber für eine essenziell Lebenswichtig und man braucht es um damit in die Arbeit zu kommen oder sogar darin zu Leben, oder seinen Job auszuüben.

    Genau den habe ich ganz bewusst nicht gewählt!

    Stichwort Lambo vs. Smart oder auch etwas alltagsrelevanter gefasst: SUV vs. Minivan.


    Jegliche Einschränkung der Freiheit, auch der gefährlichen, ist am Ende in vielerlei Hinsicht äußerst kritisch.



    Stefan

  • Das stimmt, gebe ich dir vollkommen recht, die Freiheit des Menschen sollte unantastbar sein.

    Aber wenn ich mal das aus der Sicht eines Vaters sehe, wenn ich zwei Kinder habe und gebe ihnen etwas zu spielen, und ich merke die tun sich damit weh oder können damit nicht richtig umgehen. Dann warte ich bis sie Alt genug sind und die Reife haben und erkläre ihnen im Anschluss wie man damit umgeht damit nichts schlimmes passiert.


    Besitzen dürfen sie es dann irgendwann trotzdem.

  • Unser Markt wird sowieso explodieren, nach dieser neuen Eu Verordnung, da muss man auch keine Angst haben das der Markt ausstirbt.


    WIr würden auf jedenfall davon profitieren, der Sammler macht das sowieso, der eine Typ der wirklich eine SSW will auch.

    Das sehe ich komplett anders.

    Der offizielle Markt bricht zusammen, Privatverkauf legal ausgeschlossen.

    Zudem kommt, das Besitzer mit dem Stichtag allesamt in die Illegalität

    geschubst werden.

  • Sorry, aber hier geht es um mehr als um einen Sachkundenachweis oder ein Führungszeugnis.

    Es geht um die mögliche Enteignung und Drangsalierung von Millionen ehrbaren Bürgern, und ganz allgemein um die Freiheit in diesem unseren Land.

    Natürlich kann man jetzt spekulieren, ob und ggf. was genau geändert wird. Aber: Der "Bericht des BMI" ist "nicht freigegeben", und das machen Politiker nicht ohne Grund. In diesem Bericht werden offensichtlich "Handlungsoptionen" aufgezählt bzw. diskutiert. Da werden ganz sicher einige "Optionen" dabei sein, die einem SSW-Besitzer die Haare zu Berge stehen lassen. Sonst würde man den Bericht bestimmt nicht unter Verschluss halten.

    Was mir noch mehr Sorgen macht als die ständigen Gesetzesverschärfungen ist die Abkehr vom guten alten Prinzip der Besitzstandwahrung. Früher waren Gesetzesverschärfungen immer nur in die Zukunft gerichtet. Wer vor 1970 ein starkes Luftgewehr besaß, der durfte es nach Einführung der 7,5 Joule Grenze nicht nur behalten - nein, er durfte es auch ohne Genehmigung weiterverkaufen. Besitzer von Salutgewehren müssen ihre Waffen jetzt zu 99% einfach abliefern - ein Bedürfnis wird man ihnen nicht zugestehen, und berechtigte Käufer gibt es nicht. Das ist eine Enteignung.

    Eigentlich ist das Eigentum ein Grundrecht. Das vergessen unsere Politiker aber zunehmend. Entschädigungslose de-facto-Enteignungen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Das finde ich sowas von überhaupt nicht OK.

  • Nicht für alles benötigt man eine Begründung ..


    Mit erreichen der Volljährigkeit bin ich in den 90ern in den Baumarkt gefahren und habe mir einen Spind gekauft. Dann fuhr ich zum Waffenhändler und erstand einen KK-Repetierer und Munition. Gleiches tat ein guter Kollege. Dann fuhren wir gemeinsam zum nächstgelegenen Schießstand und löhnten ein paar Schilling für die Standnutzung.


    Bloss so ... weil wir wollten und volljährige Bürger sind.


    ... und mittlerweile diskutiert man in D über ein Verbot von SSW? Haben alle den Verstand verloren? 7.5 J Grenze für LG, PtB-Kennzeichnung und KWS sind für sich ja schon ein wichtigmacherischer Scherz. Seht in eure Nachbarländer -> es geht alles ohne auch.

  • Ich persönlich sehe das es bald ein neues 2015 geben wird, die Politikbonzen befürchten wohl das der Run auf die SSWs wieder

    loßgeht, wenn es wieder so ein Ereignis wie in Köln gibt....nur traut man dem eigenen Volk nicht mehr....

    Die echten Nazis haben auch alle Waffen der Zivilbevölkerung eingesammelt....Die Taliban machen gerade das selbe in Afgahnistan...warum wohl......denkt mal nach ;)

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich :D

    Was genau soll "die Zivilbevölkerung" denn, ausgerüstet mit SSW- "Waffen" , gegen wen ausrichten ????

  • Wenn das mit den SSW und dem kleinen Waffenschein wirklich zur Abstimmung steht, dann sollte man sich das nicht gefallen lassen, aber wenn es ernst wird, werden viele nicht mitziehen.

    Ach- und was genau werden die "vielen" dagegen tun? :)

  • Nehmen wir an, ein aufgewühlter Mob von 1000 Personen ist bewaffnet. 998 haben SSWs und 2 haben eine Scharfe. Die 2 Scharfen schiessen auf Polizisten. In dem Moment sind alle SSWs eine potentielle Bedrohung und Gefahr.

    Der Kluge macht so viel wie möglich richtig, der Weise so wenig wie möglich falsch.

  • Nehmen wir an, ein aufgewühlter Mob von 1000 Personen ist bewaffnet. 998 haben SSWs und 2 haben eine Scharfe. Die 2 Scharfen schiessen auf Polizisten. In dem Moment sind alle SSWs eine potentielle Bedrohung und Gefahr.

    An den Haaren herbeigezogen.


    Zudem habe ich absolut kein Problem damit, wenn ein Polizist jemanden mit Waffengewalt ausschaltet, der mit etwas herumfuchtelt, was eine Waffe auch nur optisch darstellt (Deko, Softair, Amorces).

    Soviel Verstand sollte jeder Mensch besitzen, dass man mit manchen Gegenständen eben nicht der Staatsmacht gegenübertritt.

    Falls der nicht vorhanden ist, Pech gehabt!



    Stefan

  • Also, ganz losgelöst von den "Überlegungen" zum Thema Wirksamkeit, Sinnhaftigkeit und Gefahrenpotential von SSWs - es geht hier um ein Grundrecht, und zwar das auf Eigentum.

    Wenn sich jemand eine SSW gekauft hat, dann hat er ganz legal das Eigentum daran erworben.

    Artikel 14 unseres Grundgesetzes regelt den Schutz dieses Eigentums. Zwar darf der Staat "zum Schutz der Allgemeinheit" Gesetze erlassen, die eine Enteignung darstellen. Aber laut GG muss dieses Gesetz eben AUCH eine angemessene Entschädigungsregelung beinhalten.

    Wer sich ein Haus gekauft hat, durch das der Staat auf einmal eine Autobahn (oder einen Braunkohletagebau) bauen will, dem droht die Enteignung. Allein darüber regen sich die Menschen auf. Aber was wäre, wenn der Staat sagen würde: Entschädigung gibt es nicht, der Eigentümer kann ja immer noch die Ziegelsteine und den Schutt verkaufen.

    Genau DAS passiert im Waffenrecht aber neuerdings laufend - und niemand regt sich darüber auf.

  • Jaja, angemessene Entschädigung, ich lach mir einen Ast!


    Da hat sich unser "Law-Giver" doch mittlerweile für solche "Enteignungslapalien" ganz tolle, andere Gesetze einfallen lassen - Stichwort: 4mmM20-Umbauten, LEP-Umbauten, und aktuell die Salut- und Dekowaffen usw.


    Sowas nennt sich "kalte Enteignung" - die Dinger werden NICHT komplett "verboten" oder enteignet - der Markt wird einfach "platt gemacht", die Bedingungen an Besitz, Ankauf, Verkauf etc. werden ins UNMÖGLICHE gesteigert - bis wenige oder NIEMAND die Dinger noch besitzen/kaufen dürfen etc. und der Wert der ehemals teueren Sammlungen geht dann gegen Null - das ist dann KEINE Enteignung, sondern nur eine, für den Staat kostengünstige, besonders heimtückische Art der "Entsorgung" - und einteignet wird quasi Niemand, denn man kann die Dingens ja an "Berechtigte" verkaufen (oder freiwillig abgeben, kostenlos) - natürlich zu einem Spottpreis.

  • Was soll das Geschwafel?

    Wir werden laufend "enteignet" !

    Was soll zB der Besitzer einer älteren Heizung sagen, die er plötzlich nicht mehr betreiben darf?

    Oder der Fahrer eines älteren Autos, der heute in die meisten Städte nicht mehr einfahren darf?

    Dagegen ist das Verbot von Knallspielzeugen eher ein lächerliches Ärgernis...

  • Ich lasse mir generell nichts wegnehmen, wo leben wir denn ?

    In einem Land, in dem man mit dieser (nachvollziehbaren) Einstellung schnell zum Straftäter werden kann.


    Sowas nennt sich "kalte Enteignung" - die Dinger werden NICHT komplett "verboten" oder enteignet - der Markt wird einfach "platt gemacht", die Bedingungen an Besitz, Ankauf, Verkauf etc. werden ins UNMÖGLICHE gesteigert - bis wenige oder NIEMAND die Dinger noch besitzen/kaufen dürfen etc. und der Wert der ehemals teueren Sammlungen geht dann gegen Null - das ist dann KEINE Enteignung, sondern nur eine, für den Staat kostengünstige, besonders heimtückische Art der "Entsorgung" - und einteignet wird quasi Niemand, denn man kann die Dingens ja an "Berechtigte" verkaufen (oder freiwillig abgeben, kostenlos) - natürlich zu einem Spottpreis.

    Ich meine, diese Praxis müsste einmal höchstrichterlich geprüft werden. Das Bundesverfassungsgericht hat auch schon früher dubiose "Tricks" des Gesetzgebers für unzulässig erklärt.

    Vielleicht sollte einer der entsprechenden Organisationen (GRA, prolegal, VdB, ...) mal eine Spendenaktion für die Kosten eines solchen Verfahrens starten. Ich würde spenden.