Griffschrauben für Pistolen und Revolver

  • Hallo zusammen,
    es kann ja manchmal vorkommen, dass man eine gebrauchte Pistole oder einen gebrauchten Revolver erwirbt und diese mit schönen Griffschalen ausstatten möchte. Beim abschrauben der Griffschalen merkt man schon das die Schrauben locker sitzen. Dann beim montieren der Griffschalen kommt das böse erwachen....die Schrauben drehen durch.
    Meine Idee wäre jetzt die Schrauben durch eine durchgehende Schraube mit Rändelmutter zu ersetzen.
    Gibt es ein Sortiment von solchen Schrauben mit Mutter? Wenn ja, wo?
    Oder wie "repariert" Ihr solche Schäden?

    "Bakterien leben saprophytisch und sind fakultativ pathogen."

    Edited once, last by Terrus ().

  • Ein Gewinde grösser nehmen und neu schneiden. Oder aufbohren und eine Gewindehülse einpressen. Beides erfordert aber wohl eine Werkstattausrüstung, die über das übliche Mass hinausgeht.
    Ansonsten, wenn durchgängig geht (wohl nur bei Revolvern, dann evtl. jeweils Schraube von links und rechts und in der Mitte eine Gewindehülse (z.B. Distanzhülsen aus dem Computerbedarf).

  • Ich habe schon von Lösungen gehört, da wurde das Gewinde der Schraube mit Teflonband eingewickelt. Soll wohl auch gehalten haben. Aber im Falle des Wiederverkaufens, sollte es doch Hand und Fuß haben.
    Bei Pistolen könnte das größere nachschneiden funktionieren. Bei Revolvern sehe ich da schon Schwierigkeiten, weil das Material um das Gewinde meist recht dünn ist.

    "Bakterien leben saprophytisch und sind fakultativ pathogen."

  • Najaaa....bei einem Revolver, da wo die Griffschrauben normal drin stecken, wenn man da ein 3mm Loch durch bohrt, sodass eine lange 3er Schraube durch geht, dann müsste ich lediglich eine Griffschale so bearbeiten das die Rändelmutter rein passt. Das mit dem Nachschneiden ist gut, aber meist komme ich mit den angespitzten Gewindebohrer nicht bis runter.
    Oder habe ich da einen Denkfehler?

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  • Najaaa....
    aber meist komme ich mit den angespitzten Gewindebohrer nicht bis runter.
    Oder habe ich da einen Denkfehler?

    Nein, hast Du nicht.


    Einschneider sind so gebaut, daß sie ein Gewinde in einem Gang schneiden.
    Dafür muß der Schneidweg natürlich angepasst lang gewählt werden, damit
    das Werkzeug nicht blockiert und bricht. Wäre doof, weil EXTREM hart.


    Dreischneider machen diese Schritte abgestuft. Jedes Schneidwerkzeug ist
    nur für einen gewissen Teil der Gewindeherstellung verantwortlich, bei dem
    das Gewinde auch nur ab und bis zu einem gewissen Resultat geschnitten
    wird. Hier kann der Schneidweg natürlich sehr viel kürzer gewählt werden,
    womit die Schneidwerkzeugspitze auch sehr viel kürzer wählbar ist.
    Mit diesen Werkzeugen kommt das Gewinde sehr viel tiefer in ein Sackloch.


    Ausgeleierte Innengewinde kann man durchaus auch mal stauchen.
    Ist zwar nicht die feine Art, aber bei dünnen Blechen nicht das schlechteste
    Mittel der Wahl.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • @2erlei, na klar, ich dumme....das hab ich ja alles mal gelernt :D
    Stimmt, es gibt ja noch die 3er Schneider.
    Man wird alt und denkt nicht mehr an alles.

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  • Ich hatte vor kurzem das Problem bei einer nagelneuen HW 94. Eine Griffschraube war reingewürgt und kaputt nach dem ausdrehen.
    Ich habe dann mit Pressluft die Gewindegänge gereinigt und dann mit einem Sacklochbohrer nachgeschnitten. Natürlich dann eine Linsenkopfschraube mit Schlitz eingesetzt und mit Sicherungslack gesichert. Hält perfekt und sieht zudem viel besser aus als die Kreuzschlitzschraube. Kleine Mengen gibt's in der Bucht für kleines Geld.