Realistisches Üben für Polizei

  • Hallihallo,


    wie man sehen kann bin ich neu hier und bin auch was Co2 und Airsoft angeht relativ unbeleckt.
    Ich habe eine recht spezifische Frage und auch keine Ahnung ob man mir da weiterhelfen kann oder ob das überhaupt hierher gehört.
    Ich dachte nur ich probiers mal....


    AAAAllssoooo:


    Mein guter Freund is Bulle. Genau gesagt in Bayern. In der Ausbildung und danach hatte er die alte HK P7, mit der er auch ganz gut zurecht kam, auch deshalb weil man eben in der Ausbildung n bisschen öfter auf den Schießstand kommt als im "Regelbetrieb" auf Streife.


    Jetzt hat er seit kurzem die neue HK VP9. Cooles Teil, aber da man halt bei der Polizei nicht oft (bisher seit Einführung der VP9 für ihn 1x etwa 3 Magazine) Schießen geht, fühlt er sich damit nicht besonders wohl.
    Noch dazu darf man anscheinend auf den Schießstand auf den der da dienstlich geht auch nur: Waffe aufnehmen, Ballern, Waffe hinlegen. Also nix mit IPSC kram oder auch nur ausm Holster-Deutschuss machen usw :kotz: (Ich frag mich halt echt was man sich da so denkt wie das mit dem zuverlässig Schießen im ernstfall dann klappen soll :confused2::confused: )



    So nach dem Vorspiel jetzt zur Frage:



    Sein Geburtstag kommt und ich habe mir überlegt Ihm evtl. eine Co2/Airsoft/sowasinderArt VP9 zu schenken.


    Jetzt die Frage, bringts des überhaupt.


    Das Szenario wäre im (relativ großen) Keller angesiedelt, Hauptaugenmerk auf Trockenübungen, schnellen Ziehen und Deutschuss, bzw schnelles gezieltes Schiessen/Doubletten. Evtl. noch schneller Magazinwechsel usw. Jetzt keine Sniperdinger auf 50 Meter. (Ich denk mal maaaaaximalst 7-8m)


    Besonders wichtig wäre in diesem Szenario Imho, dass Gewicht und Abzugsverhalten relativ Ähnlich zur "echten" VP9 sind und auch, dass der Trigger reset sich ähnlich verhält.


    Nun würde mich interessieren, ob da hier zufällig jemand rumspringt der da seinen Senf dazu geben kann, ob das Taugt oder ob das Schwachsinn ist. Ich kann dazu nix sagen, ich versteh zwar was von Knarren, aber eben von Airsoft/Co2 usw nicht viel. Ich hab nur ne alte "Repetier" Co2 P30 und n altes Luftgewehr zuhause, dass man tatsächlich über nen Hebel aufpumpen muss *lol*:knicker:


    Wenn die Antwort grundsätzlich so richtung: "Ja, eventuell", tendiert würde mich auch gleich Interressieren ob da einer nen Nachbau empfehlen könnte.
    Ich hab jetzt schon eine 6mm Version von ?VFC? gesehen mit 1 Joul, dann eine Andere, die irgendwie anders ist, dann eine in 4,5mm mit 3 Joul....bin da auch n bissle überfordert, was sich da für die Anwendung anbieten würde ???


    Naja, anyway, wär cool, wenn da jemand was zu sagen könnte, vielleicht ist hier ja sogar n Polizist o.Ä unter euch der damit Erfahrung hat.


    Schon mal Danke,


    Stoffel

  • Such mal nach "ARES"-Schießkino. Sollte es hier im Forum auch Berichte zu geben.
    Dann nimm eine X-beliebige VP9 die vom Gewicht her passt und schon geht`s los.
    Nützlicher Nebeneffekt: fast geräuschlos.
    Da muss man zwar erstmal ein paar Euros in die Hand nehmen, aber was kostet heute schon ein gebrauchter Beamer mit Notebook.
    Weiterer Vorteil: das Kino kann ggf auch mit jeder anderen Waffe genutzt werden (Flinte, Gewehr, MP, ...)

  • Die realistischste Nachbildung der SFP9 ist die von VFC produzierte 6mm Airsoft-Variante, welche Du schon selbst erwähnt hattest. Es gibt noch eine CO2 Version in 4,5mm, hergestellt durch Wingun, Verarbeitung ist so lala, Abzugsverhalten komplett unterschiedlich zum original, da DAO-Abzug und kein richtiger Blowback, nur ein gleitender Verschluss.


    VFC 6mm:
    https://www.kotte-zeller.de/vf…litten-gbb-6mm-bb-schwarz


    Wingun 4,5mm (gibt's auch in 6mm, ist dann aber gleich die 4,5er CO2)
    https://www.kotte-zeller.de/he…b-metallschlitten-schwarz

    Deko: Glock 17, Glock 23, H&K P30, Taurus PT99 / SSW: P99, P88, P22, P22Q, S&W CS, RG59, RG96, GPDA9, Colt 1911, P239 / CO2: P38

  • Jetzt hat er seit kurzem die neue HK VP9. Cooles Teil, aber da man halt bei der Polizei nicht oft (bisher seit Einführung der VP9 für ihn 1x etwa 3 Magazine) Schießen geht, fühlt er sich damit nicht besonders wohl.
    Noch dazu darf man anscheinend auf den Schießstand auf den der da dienstlich geht auch nur: Waffe aufnehmen, Ballern, Waffe hinlegen. Also nix mit IPSC kram oder auch nur ausm Holster-Deutschuss machen usw :kotz: (Ich frag mich halt echt was man sich da so denkt wie das mit dem zuverlässig Schießen im ernstfall dann klappen soll :confused2::confused: )

    Hallo StoffelNo1,


    Zuerst mal:
    Abgesehen davon, dass deutsche Polizisten sicherlich zu selten auf dem Stand trainieren, glaube ich kaum, dass dein Kumpel nur einfache Schüsse aus einer Entfernung machen muss.
    Polizeiliches Schiessen beinhaltet unterschiedliche Distanzen, Positionen, Deckungen, Deutschüsse inkl. Ziehen der Waffe und das beseitigen von Störungen.
    Also ganz so schlimm ist die Ausbildung nicht.



    Besonders wichtig wäre in diesem Szenario Imho, dass Gewicht und Abzugsverhalten relativ Ähnlich zur "echten" VP9 sind und auch, dass der Trigger reset sich ähnlich verhält.

    Viel Erfahrung mit Airsoft habe ich nicht, aber als kleiner Anhaltspunkt:
    Eine Polizeipistole muss laut technischer Richtlinie ein Mindesabzugsgewicht für den Erstschuss von 30N haben, also etwa 3kg. Dazu einen Abzugsweg von 10-15mm.
    Bei der konkreten Waffe ist das Abzugsgewicht also recht hoch und der Weg ziemlich lang.
    Darauf solltest du schon mal achten.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Also ich kann mit Sicherheit sagen das scharfe und freie Pistole sich komplett unterschiedlich verhalten.
    Dabei könnte ich mir gut vorstellen dass man sich dann auch flott Fehlerchen antrainiert hat.
    Ein solches Trainig ist ohne Schiesstrainer, der dir sachlich auf die Finger schaut, nicht wirklich empfehlenswert.
    Zu den mangelhaften Trainigsmöglichkeiten innerhalb der Polizei möchte ich mal kein Statement abgegeben.

  • Ich kenne mich mit Airsoft jetzt nicht so besonders aus, aber evtl. wäre das: https://www.asmc.de/heckler-ko….3-j-co2-blowback-schwarz ein Kandidat.
    Dass sich solch eine Softair wahrscheinlich anders anfühlt als die echte, davon gehe ich aus.
    Für Trockenübungen gibt es sonst noch Gummi Dummys, nur Magazinwechsel usw. kann man damit auch nicht üben.
    Das Beste wäre wenn sich dein Kumpel einfach in einem Schützenverein anmeldet der IPSC anbietet und dort mit der Echten übt.

    Edited once, last by Ingo.M ().

  • Zu erst mal ist mir das ganze für eine erste Posting Frage schon wieder ziemlich suspekt.
    1: Die Schreibweise
    2: Ein "Bulle" soll mit einer Airsoft privat den scharfen Schuss trainieren?


    Wenn es hier Defizite gibt, würde ich das als erstes mit den Kollegen, Vorgesetzten und dem Dienstherrn besprechen, aber garantiert nicht mit dem unbedarften Kumpel, der sich dafür erst mal in einem Forum anmelden muss.
    Allein schon deswegen, weil derlei Interna vom Dienstherren nicht gern außerhalb gesehen werden.

    Edited 3 times, last by JvB ().

  • mal abgesehen vom sehr zweifelhaften Ausgangspost... Gibt es nicht genau dafür T4E Pistolen?


    Zum Beispiel die PPQ T4E scheint für sowas ganz gut geeignet, dass es nun exakt die Dienstwaffe sein muss... Naja.

  • Moin,
    schließe mich "JvB" # 7 an ... :thumbup:


    Das ist wieder so ein Fred, wo Kummer gewohnte
    Altuser am besten nix zu schreiben ... :whistling:


    Gruß Wolf

  • Da wurde wohl mal wieder das Märchenbuch aufgeschlagen...

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  • So weit würde ich noch nicht mal gehen. Aber es ist doch ziemlich verwunderlich, dass sich immer mehr Leute ohne Bezug zu Waffen hier anmelden, damit sie sich um die zt gravierenden Probleme vom Kumpels mit Waffen kümmern können.... :whistling:


    Aber wir sind ja zum Helfen hier. Deswegen:
    Falls es dein Kumpelpolizist noch nicht mitbekommen hat, es gibt Foren in denen sich Polizisten über ihre dienstlichen Probleme anonym austauschen. Ich denke mal, da ist er besser aufgehoben, als in einem Forum für Hobbyschützen mit freien Waffen.

    Edited 3 times, last by JvB ().

  • Wenn ich mich recht erinnere, hat die bayr. Polizei eine Sonderregelung, so dass die Polizisten ihre Dienstwaffe mit nach Hause nehmen dürfen, bzw. damit auch auf dem Schießstand.
    Sollte das (noch) so stimmen, würde ich eher empfehlen in seiner Freizeit auf einem Schießstand zu üben.

  • Da würde ich aber vorher als Polizist bei meinem Dienstherren nochmal nachfragen, ob es dazu was schriftliches gibt. Weil es ein paar Probleme dabei gibt.
    Darf ich andere als die dienstlich gelieferte Munition verwenden?
    Die Polizeimunition ist nicht gecipt.
    Würde ich also nicht in meiner Freizeit auf einem zivilen Stand nutzen.
    Und die Übungen, die die Polizei schiesst, darfst du zivil gar nicht schiessen, Stichwort kampfmäßiges Schiessen.
    Bliebe also normales sportliches Training.
    Aber Handhabung und Trockentraining gingen natürlich zuhause.
    Und dafür gibt es genug Hilfsmittel zu kaufen. Laserpatronen etwa.

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  • Wenn ich mich recht erinnere, hat die bayr. Polizei eine Sonderregelung, so dass die Polizisten ihre Dienstwaffe mit nach Hause nehmen dürfen, bzw. damit auch auf dem Schießstand.
    Sollte das (noch) so stimmen, würde ich eher empfehlen in seiner Freizeit auf einem Schießstand zu üben.

    RICHTIG!!!


    "Wenn der Dienstherr einer Mitnahme der Dienstwaffe zum sportlichen Schiessen /Training zustimmt, steht dem schiessen dieser auf eine dafür vorgesehene und abgenommenen Schießanlage" nix im Weg.


    Sinngemäß aus den Unterlagen meines Vereins für Uniformträger.
    Ich habe als Trainer viele Anwärter der Bereitschaftspolizei, erfahrene Polizisten und auch den Staatsanwalt auf dem Stand, die sind erstaunt wie ihre Pistolen treffen, bei richtiger Handhabung.
    Allerdings bekommen die nur die Pistolen mit, Munition muss "... vor Ort zum sofortigen Verbrauch erworben werden...."
    Und wir achten penibel darauf dass da nix über bleibt.


    Ist schon erstaunlich, dass der normale Streifenpolizist nur 2x pro Jahr 50 Schuss abgibt.
    Da frag ich mich ernsthaft, ob es nicht besser wäre, wenn mir einer an Kragen will, wenn ich grad ausm Training komme. 8|


    Gruß Toto

  • Also mal ganz ehrlich, ich bin mir sicher, das es interne Möglichkeiten gibt, wenn ein Polizist zum Dienstherr, direkten Vorgesetzten, mit Kollegen darüber spricht, es eine Lösung geben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, das wenn ein (junger) Polizist das intern anspricht, das er ein defizit im Umgang/Gebrauch mit seiner Dienstwaffe hat und da Handlungsbedarf besteht, das ihm dann nicht geholfen wird.
    Aber er sollte das halt mit seinem direkten Vorgesetzten besprechen und nicht mit seinem Kumpel.


    Grüße


    Mike

    Grüße


    Mike

  • Nebenbei dürfte bewaffneter Kampf für den normalen Streifenbeamten eher eine ferner liefen Anforderung sein. Situationen wo derartige Fertigkeiten nötig sind sollten eher SEK und dergleichen betreffen. Und diese Einheiten trainieren das vermutlich intensiver als Ottonormalpolizei.

  • Darf ich andere als die dienstlich gelieferte Munition verwenden?
    Die Polizeimunition ist nicht gecipt.

    Der der Polizist über keinerlei waffenrechtliche Erlaubnis verfügt und somit auch keine Munition im Laden kaufen kann, kann er diese aber auf dem Schießstand erwerben.
    Aber natürlich funktionieren die Kurzwaffen der Behörden ebenso anstandslos mit herkömmlicher Munition.
    Aber du hast recht, diese spezielle (bleifreie) "Action" Munition hat keine CIP Zulassung. Deswegen ist diese auch nicht auf dem freien Markt erhältlich. Wenn ich mich recht erinnere, ist aber eine spezielle Anforderung der Polizei-Kurzwaffen in Sachen Munition in der TR6 Ausschreibungsrichtlinie auch nicht genannt. Ich wüsste auch nicht, dass die Polizeiwaffen technisch den zivilen Ausführungen geändert sind. Allenfalls die P8 der BW ist geändert, jedoch ist diese auch zivil käuflich, wie auch die drei Änderungen bekannt sind und nichts mit der eigentlichen Funktion zu tun haben.


    Das gilt aber nicht für die H&K G36. Sie verschießt Munition mit der Bezeichnung 5,56x45 Nato. Diese ist nicht identisch mit der .223 Rem. Auch das Patronenlager ist anders. Aber es ist bekannt, dass die Natomunition in zivilen Waffen mit .223 Patronenlager "läuft", jedoch nicht umgekehrt. Aber die G36 ist zivil nicht käuflich, wie man auch an die Natomunition 5,56... nicht herankommt.
    Das gilt wiederum nicht für die Munition 7,62x51 Nato, die exakt der .308 Win entspricht. Diese gibt es auch nachträglich gecipt zivil als Surplus zu kaufen.

  • Ich wüsste auch nicht, dass Polizeiwaffen... zivilen Ausführungen geändert sind

    Doch sind sie. Da kocht aber jedes Bundesland sein eigenes Süppchen.
    Z. B. hat Berlin alle Pistolen mit Änderungswünschen an HK zurückgehen lassen,
    das gleiche Spiel habe sie schon bei der Sig 226 durchgezogen . . . 8)

  • In Niedersachsen herrscht ganz allgemein das Problem, daß gegenwärtig nicht genügend
    Schießstände vorhanden sind, um den Trainingsbedürfnissen gerecht werden zu können.
    SEK, MEK und BFE kommen noch auf das notwendig Trainingspensum.
    Der Rest muss zusehen wo er bleibt.

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