Ehemalige Erwerbserleichterung mit 6mm Flobert?

  • Hallo liebe Sammler-Gemeinde,


    das kleine Kellerkind durfte mal wieder raus ^^
    Heute hätte ich mal wieder eine Frage an die lieben Sammler-Kollegen der 4mm-Kniften.
    Momentan häufen sich bei mir die Angebote für konvertierte Waffen im 6mm Flobert Kaliber. Laut den Aussagen des Sammlers hat er diese wie damals die 4mm-M20 Umbauten eingetragen bekommen. Trotz all meiner Recherchen konnte ich allerdings hierzu nix passendes finden.
    Gab es dies damals wirklich?
    Und wenn ja, eine weitere Frage an die Sammler: Gibt es jemanden, der diese sammelt? Meine Behörde hat mir schon signalisiert dass sie sich mit der Erweiterung meiner Roten auf konvertierte recht schwer tuen würde. Und hier hatten wir nur von den 4mm M20 gesprochen. Wenn es nun noch die Möglichkeit der 6mm Umbauten gibt, wird das Sammelfeld noch wesentlich weiter, oder?ˋ :lol:
    Gab es hiervon viele Umbauten? Und wurden diese dann auch :F: -gestempelt?


    Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten. :-)


    Liebe Grüße,
    euer Smokey

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • Selbst wenn die ein F tragen, umgebaute Waffen aus vormals scharfen Waffen benötigen nun sogar ein Bedürfnis. Die 4M20 sind nur bedürnisfrei, wenn diese auch schon so hergestellt worden ist. Sie ist aber WBK-pflichtig und somit braucht man dennoch ein WSK-Zeugnis wie auch einen Waffenschrank.
    Die 6 und 9 mm Flobertflitschen werden heutzutage weggeschmissen - ich meine vernichtet. So etwas kann man nicht sinnvoll mehr benutzen.
    Ich habe es auf die Schnelle nicht gefunden, aber 6 mm Flobert dürfte so gute 30 Joule, die 9 mm Flobert würde ich so bei 100 J schätzen.
    Wenn überhaupt dürfte die zum bedürfnisfreien Erwerb max. 7,5 J haben.

  • Er hat eine Rote WBK...

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Hallo Floppyk,


    ich danke dir für deine Antwort.
    Das man ein Bedürfnis braucht, ist mir klar. Auch das mit dem Waffenschrank, etc.
    Ich bin selber Sammler auf Rote-WBK, Sportschütze, Wiederlader,...
    Mir geht es bei meiner Frage eigentlich mehr darum, wo genau ich diese damalige Abweichung finden kann.
    Für die 4mm M20 Umbauten gab es einen Passus in dem damaligen WaffG, genauso für die LEP. Aber die 6mm Floberts habe ich halt nirgends gefunden. :-?


    PS: Zumindest für die 9mm Flobert bin ich momentan dabei einen Verwendungszweck zu finden. Mit Genehmigung meiner Behörde bin ich gerade dabei Tontauben-Schießen in einer Turnhalle mit den 9mm zu prüfen. Sollte dies klappen, werde ich über unseren Verein eine Mini-Sportordnung mit diversen Plinking Disziplinen (Duell-tree, Fallplates in Flaschenform, etc.) einreichen.
    Und für die, die gleich Schnappatmung bekommen wegen der Turnhalle: Geschossfang, Lüftung etc. sind mit den Vorgaben übereinstimmen und von nem SSS abgenickt. Zumindest erstmal für die Versuchsreihe. ;-)

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • Die 6 und 9 mm Flobertflitschen werden heutzutage weggeschmissen - ich meine vernichtet. So etwas kann man nicht sinnvoll mehr benutzen.

    Sehe ich genauso.
    Außer man ist ein Hardcore Sammler, wirklich was Sinnvolles kann man mit denen nicht machen.


    Aber jeder wie er möchte.

    Gruß
    Andreas



    Nüchtern betrachtet war besoffen besser. ....

  • Gut, dann ist das etwas anderes.
    Aber was genau für Umbauten aus welcher Basis? Flinte von Kal 12/16/20 auf 9 mm Flobert-Schrot? Schon mal aufwändiger, weil Flobert Randzünder sind.
    Originalwaffen sind fürn Abbel und Ei zu haben.


    Meinst du wo man das lesen kann, dass gebohrene Feuerwaffen mit F bedürfnisfrei bleiben und gekorene mit Bedürfnis...?

  • Es handelt sich bei den Umbauten um Kurzwaffen, welche analog zu den Umbauten in M20 umgebaut wurden.
    Sprich Trommelbohrung ausgebohrt, neue Lager eingeklebt, Lauf aufgebort, neuer Lauf in 6mm Flob. eingeklebt und an den noralgischen Stellen per Druckstempel "vernietet". bei den Pistolen wurde die Zuführrampe verschweißt(?), das Magazin eingeklebt oder geschweißt und der Lauf inkl. Patronenlager auf 6mm Flobert geändert.


    Interessanterweise sind bei allen Modellen die Läufe gezogen.


    Und jap, ich such die Textstelle von damals, die die Gleichstellung mit den M20 Umbauten belegt.
    Die heutigen Textstellen kenne ich, und versuche hierauf meine Erweiterung zu den M20 Umbauten irgendwie durchzubekommen. Falls es die 6mm Flobert-Regelung irgendwo noch nachzulesen ist, würde ich meine Erweiterung erstmal darauf abzielen, und dann die "große" auf M20 Umbauten. Hier habe ich allerdings noch Diskussionsbedarf mit meiner Behörde. ;-)

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • Jagdschein vorlegen :rolleyes:

    An dem arbeite ich ;) aber mehr als 2 KW gehen da auch nicht drauf. ;-)
    Mich interessieren aber die 4mm Umbauten schon sehr, so dass es definitiv mehr als 2 KW werden würden ;-)


    Ich habe mir gerade den genannten Thread durchgelesen, aber hier finden ich leider nichts zu der früheren Möglichkeit. :-? irgendwie scheint das wieder eins dieser Mysterien der 4mm-6mm Flobert Welt zu sein :schluchz:

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • Außer man ist ein Hardcore Sammler, wirklich was Sinnvolles kann man mit denen nicht machen.

    Jupp, ich habe mir so ein Ding gesichert, weil das Ding eben eine rechtliche Besonderheit ist (Büchse mit Blattlauf) und weil es im sehr gutem Zustand ist. Ist mal für die nächsten WSK als Anschauungsobjekt geplant.
    Aber ernsthaft schießen und treffen kann man damit kaum. Die Flobert waren früher die Rattengewehre für den Kuhstall und frei im Erwerb. Deswegen sind davon noch viele illegal im Umlauf und das auch noch im verrosteten Zustand. Die Dinger standen früher hinter der Stalltür und die Ammoniakhaltige Luft lies da schnell Rost ansetzen. Als die WBK-Pflicht sowie das heimische Schießverbot eingeführt wurde, sind sie wertlos geworden.
    Es gibt m.W. keine sportlichen Disziplinen dafür und deswegen bekommt der Sportschütze auch kein Bedürfnis. Lediglich der Jäger kann so etwas eintragen lassen. Aber da er alle beliebigen Langwaffen auf JS bekommt, nimmer er lieber gleich ne vernünftige Waffe.
    Letztlich kostet die Munition ein Vielfaches von 12'er Schrot.

  • Mich interessieren aber die 4mm Umbauten schon sehr, so dass es definitiv mehr als 2 KW werden würden

    Du weißt aber schon, dass die 4M20 Munition nicht mehr gibt?
    Sie wurde bislang nur von RUAG hergestellt. Seit deren Maschinenumstellung vor einigen Jahren ist das Kaliber gestorben. Die haben gar nicht mehr die Möglichkeit nach zu produzieren.


    Die Flobertmunition gibt es noch. Ist aber teuer. 6 mm habe ich nicht im Kopf, aber ne Schachtel 9 mm Schrot (50 Stk) hat 37 € gekostet. Eine Packung 12'er Schrot (25 Stk) bekommt man als Einzelpackung auch schon für 7 €.

  • *lol*
    Das ist mir bekannt. ;-)
    In meinem Keller lagern noch diverse Alt-Bestände an M20-Munition, im höheren 4-stelligen Bereich ;-)


    Aber schießen will ich mit meinen Sammler-Waffen ja auch nicht.
    Ich sammel bereits seit knapp 10 Jahren, da sind schon diverse (Original-) Waffen hier eingelagert.
    Zumindest so viele, dass mir meine Behörde die Abweichung der Aufbewahrung gemäß Härtefallreglung genehmigt hat ;-)


    But back to topic:
    Die 6mm-Flobert (Kurzwaffen-) Umbauten sind doch öfters auf dem Markt, und somit muss es ja irgendwo eine Regelung gegeben haben. :-?
    Ich habe hier nun diverse alte WaffG- Texte von 1972-2008 durchgelesen, inkl. Verordnungen, aber finde die passende Textstelle nicht. :-?
    Es ist zum Mäuse-(kaliber-) melken. :cry:

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • Das Thema ist eigentlich durch.
    Wer diese Waffen sammelt kann sich daran erfreuen, eine praktische Bedeutung haben sie nicht.

    Gruß
    Andreas



    Nüchtern betrachtet war besoffen besser. ....

  • PS: Zumindest für die 9mm Flobert bin ich momentan dabei einen Verwendungszweck zu finden. Mit Genehmigung meiner Behörde bin ich gerade dabei Tontauben-Schießen in einer Turnhalle mit den 9mm zu prüfen.

    Interessant. Wie ist da die Genehmigung, wenn das in keiner SpoO zu finden ist?
    Nebenbei - ich habe 9 mm Schrot auf die Schnelle im günstigsten Fall für 34,90 € gefunden.
    Wiederladen kann man die Hülsen nicht.

  • Aber ernsthaft schießen und treffen kann man damit kaum.

    Da muss ich mal ernsthaft widersprechen.
    Die Präzision unterscheidet sich nicht von Luftgewehren.
    ( Kann nur für die 6 mm und gezogenem Lauf sprechen. )
    Und das mit den eingeschnürten Rundkugeln!

  • Interessant. Wie ist da die Genehmigung, wenn das in keiner SpoO zu finden ist?Nebenbei - ich habe 9 mm Schrot auf die Schnelle im günstigsten Fall für 34,90 € gefunden.
    Wiederladen kann man die Hülsen nicht.

    Die Behörde kann in Ihrem ermessen zeitlich begrenzte Genehmigungen erteilen, wenn ein zu würdigendes Interesse besteht. Steht irgendwo in der AWaffV.
    Einer dieser Gründe ist unteranderem das erproben neuer SpoO. Hierfür werden einem im Durchschnitt aber nur max. 6 Monate gegeben, und die Behörde möchten den Vorabzug den man an das Verwaltungsamt schicken möchte vorab prüfen.
    Das die Munition schweine teuer ist, ist mir bekannt. Aber mir geht es dabei hauptsächlich darum, die teilweise wirklich sehr schönen Waffen vor der Verschrottung zu retten. Und das geht mit einer Disziplin halt recht gut. Und falls es mit der Turnhalle tatsächlich so genehmigt wird nach der Versuchsphase, wäre dies auch eine Trainingsalternative zu den momentan massenweise von der Schließung bedrohten Tontaubenständen.

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.

  • ( Kann nur für die 6 mm und gezogenem Lauf sprechen. )

    Ich meine schon exakt die gleiche Version von JB, also im Kal. 7,65 mm.
    Das Ding schießt sich nämlich äußerst giftig und weit unangenehmer, als andere Waffen in 9 Para.

  • 7,65mm kann man aber jetzt nicht mit den 6mm Floberts vergleichen.
    Die Energie ist wesentlich höher. Zudem haben die ne Treibladung. Und waren nie als Reducta-System gedacht ;)


    Die Präzision der Floberts, egal ob 4mm, 6mm oder 9mm ist aus gezogenen Läufen bei 15-20m durchaus sehr gut. Darüber hinaus oder mit glatten Läufen bis ca. 5m annehmbar.
    Mit einem Arminius HW 4/6 kann man durchaus auf 25m das schwarze der DSB SpoPi Scheibe halten. ;)

    Und täglich grüßt die Gebetsmühle. :wacko:


    Wenn ich immer auf das gehört hätte, was mir andere geraten haben, wäre ich heute immer noch nicht da, wo ich gestern sein wollte.