SWR : "Handwerkskunst : Wie man einen Recurvebogen baut" (45 min.)

  • gestern zufällig im Fernsehen gesehen ...


    fand ich gut : auf eine sehr schön ruhige Art wird beschrieben und mit der Kamera begleitet, wie der Bogenbauer aus einem Stück Naturholz in vielen Arbeitsschritten schließlich einen Recurvebogen baut ... (Pfeile und Sehne auch ...)


    ich selbst kenne mich mit Bögen & Co. überhaupt nicht aus ... aber wenn der ÖR schon mal so was bringt, kann man ja mal drauf hinweisen ...


    ARD Mediathek : https://www.ardmediathek.de/sw…3ci5kZS9hZXgvbzExNDQwNDU/


    bei Youtube hab ich's auch noch gefunden (war gestern eine Wiederholung ...) :


    https://www.youtube.com/watch?v=-eJz2JdcUlA

  • Hab den Beitrag auch vor längerer Zeit mal entdeckt und über die Mediathek mehrmals angeschaut. Finde es sehr interessant. Überrascht war ich das so ein Bogen "nur" zwischen 700 - 1000,- Euro kosten soll. Wenn man den immensen Aufwand sieht fast unvorstellbar. Auf alle Fälle macht das Video Appetit es doch mal mit dem Bogensport zu probieren.


    Gruß
    Michael

  • einen vernünftigen bogen zu bauen ist gar nicht einfach. und man btraucht ein tillerbrett dazu.


    das tillerbrett zeigt , wenn man verschieden weit zieht , was die wurfarme machen, welcher stärker und welcher schwächer ist und wo was weggschabt werden muß, um die wurfarme bis zum vollauszug gleichstark zu halten....


    im grunde könnte man einfach beide wurfarmseiten gleichstark machen. aber dann würde der pfeil nach unten werden.
    die bogengeometrie ist ja so, das man den bogen in der mitte anfaßt,, dadurch liegt der pfeil aber etwa 4,5 cm höher als in der sogenannten geometrischen mitte
    .
    ergo ist der oberer wurfarm 4,5 cm kürzer und steifer als der untere und das gleicht man mit dem tillerbrett aus da gibt es auf dem brett waagerechte linien und wenn der bogen eingehängt und gezogen und dann sieht man ob ein arm stärker ist ..
    also so ganz einfach ist das nicht ....


    die bogenaussenseite muß übrigens durchgängige lamelle haben, das spaltet man vom stamm ab , sägen geht da nicht


    gruß edwin

  • Handwerkskunst :)


    Der SWR bietet in der ARD Mediathek zu diesem Thema sehr viele höchst interessante Beiträge. Sind alle auch auf YT zu sehen.
    Ein paar wenige sind etwas skuril, die meisten aber absolut sehenswert (wenn man etwas abschalten will und sich einfach an gutem Handwerk erfreuen möchte).


    Gruß
    Musashi

  • Wie man im bösen öffentlich rechtlichen Film ;) gut sehen kann ist es die Kunst des wahren Bogenbauers, den Bogen perfekt zu tillern. Trotz Astlöchern und anderen "Schwachstellen" im Holz. Das benötigt eine Menge Erfahrung ein nicht gerade und ebenmässig gewachsenes Holz mit Ästen, ... perfekt zu tillern. Respekt! Diese Bögen sehen dann einzigartig aus wie ein Fingerabdruck.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • naja solange du lebende astlöcher im bogen hast geht das . das wichtige ist halt das man auf der vorderseiten einen durchgehenden jahresring hat. damit das beim biegen nicht aufsplittert


    jedeholzsorte zwingt einem bauer übrigensdie form eines bogens auf und nicht umgekehrt


    das liegt daran. das holz verschiedene zug und druckfestigkeiten hat


    deswegen sieht der eibenholzbogen immer viereckig oder d -förmig aus und andres holz ergibt einen breiten flachen wurfarm...


    die holzart bestimmt diew form, nicht umgekehrt


    wenn man sich zum beispiel einen ulmen bogen typ holmegard anguckt um 6000 v. chr., der ist d förmig und viereckig und die umle ist nicht druckstabil und wird nach längerem ziehen schewächer in der wurfkraft
    was hat man dagegen gemacht? einfach einen bogenmit sehr langen wurfarmen gebaut, im verhältnis viel größer als beim englischen langbogen, mit dem effekt , das die wurfarme beim ziehen nicht mehr sehr viel gebogen werden..... und die ulme dadurch nicht verschleisst..
    die ulme hatte man genommen, weil es noch keine eibenbäume gab im norden


    es gab nach der eiszeit pionierpflanmzen und folgepflanzen also nimmt man was da ist und baut solange bögen , bis man weiß , was das holz kann


    und so ist ein bogen von vor 6000 jahren kein experiement, sondern das high tech endergebnis seiner zeit. mit dem man hervorragend treffen kann......wie mit jedem modernen natuirholzbogen heute auch

  • Ich möchte jetzt nicht all zu sehr OT werden, aber auch bei YT kann man u.a. recht interessante - „alte“ Videos ansehen, wie damals (wir sprechen hier von den 50/60er Jahren) „Produkte“ hergestellt wurden, die in der sogenannten weiterverarbeitenden „Industrie“ verwendet wurden ... das ist alles noch gar nicht so lange her !!!


    bspw.:


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