Verzögerungsfreies Triggern beim Airsoft AEG

  • Hallo liebe Forenkollegen!


    Ich habe einige technische Fragen zu akkubetriebenen Aisroftguns und ich hoffe das ihr mir das erklären könnt.


    Zur Zeit nutze ich ein akkugetriebenes M4A1 von Classic Army aus der Sportline Serie und bin bis auf einige Details sehr zufrieden damit.


    Was mich ein wenig stört das ist die technisch bedingte Verzögerung zwischen dem Betätigen des Abzuges und dem Auslösen des Schusses.
    Gefühlt würde ich die Zeitverzögerung auf 1/4 bis 3/4 einer Sekunde einschätzen was technisch damit bedingt sein mag das nach dem Schließen des elektrischen Abzugkontaktes der MOS-FET Transistor durchgeschaltet wird der dann den Motor des AEG so lange dreht bis der federbelastete Kolben in voll rückwertiger Stellung kommt um dann nach vor zu schnellen und das BB durch den Lauf ins Ziel zu befördern.


    Ich wusste aber das es auch anders möglich ist.
    Beim PSG1 Gewehr von Tokio Marui erfolgte eine Kolbenvorspannung wo der Kolben mechanisch schon in die gespannte Stellung gebracht wurde und beim Betätigen des elektronischen Abzugs dann nur ausgelöst wurde und nach dem Schuss automatisch wieder in den gespannten Zustand ging um auf die nächste Abzugsauslösung zu warten.
    Dies war aber eine Sonderkonstruktion mit einer speziellen Gearbox die diese Art ddes Schießens ermöglichte.


    Meine Frage wäre jetzt, ob man eine Standard Gearbox mit Hilfe einer elektronischen Lösung so modifizieren könnte das der Kolben immer vorgespannt wäre und bei Abzugsbetätigung der Schuss verzögerungsfrei auslösen könnte.

  • Theoretisch ist das vielleicht schon möglich. . praktisch kenne ich ein solches System nicht.
    Bei vernünftigen Komponenten ist das Problem auch nicht so relevant. Stärker Akku, vernünftiger Motor, Feder drosseln und die Zeit sinkt erheblich...oder Versuch es andersherum...Starke Feder und feil die hinteren Zähne des Piston ab...wie auch immer....Guten Motor und Akku helfen.

    Hört mich, meine Häuptlinge! Ich bin müde. Mein Herz ist krank und traurig. Vom jetzigen Stand der Sonne an will ich nie mehr kämpfen – für immer.(Chief Joseph )

  • Ich habe mir gestern noch ein paar Gedanken darüber gemacht und ich schätze das man um eine mechatronische Lösung nicht herum kommen wird.
    Also Triggering per Microcontroller steuern und beim Piston hinten eine Lichtschranke oder einen Magnetkontakt anbringen der meldet wenn der Piston zu 90% gespannt ist.


    Das ganze würde dann so laufen:


    Akku anstecken - Microcontroller aktiviert sich lässt den E Motor so lange drehen bis der Kontakt vom Piston meldet das er zu 90% gespannt ist - Strom zum Motor wird unterbrochen und Piston bleibt in dieser Stellung - Abzug wird gedrückt - Microcontroller erkennt dies am Signaleingang und aktiviert den E Motor der den Piston mechanisch dann über die Zahnräder in der Gearbox auslösen lässt - Schuss bricht los - danach fährt der Piston wieder in die 90% Stellung und der Microcontroller wartet bis das nächste Signal vom Abzugskontakt kommt.


    Man müsste an einem zweiten Signaleingang des Microcontrollers noch einen kleinen Taster anbringen damit man nach Beendigung des Schießens dem Microcontroller mitteilt das er den Piston in die Entspanntstellung fahren soll.
    Also das der Schuss auslöst und der Piston aber in Ruhestellung bleibt damit bei der Lagerung der Airsoftgun sich die Feder nicht abnutzt.


    Ein wenig Kompliziert aber es wäre machbar, wobei man mal durchrechnen müsste in welchen Verhältnis die Kosten und der Aufwand zum erbrachten Nutzen stehen und ob nicht ein bereits erprobtes und bewährtes Akku, Motor und Federtuning besser zu bewerkstelligen wäre.


    Mit Elektronik kenne ich mich zwar aus aber Microcontroller und deren Programmierung sind für mich was neues wo ich sicher einige Zeit bräuchte um mich einzuarbeiten und das notwendige Equipment anschaffen müsste.
    Ich denke ich werde es daher mal mit einem stärkeren Motor und einem potenteren Akku versuchen und dann schauen ob sich die Triggerverzögerung verringert hat.

  • So wie ich die Mechaniken kenne, spannt ein E-Motor ja eine Feder (oder komprimiert Luft). Bei Beendigung des Spannvorganges springt die Feder wieder nach vorne und löst damit den Schuß aus. Je nach Postition beim Stoppen ist die Feder mehr oder weniger aufgezogen und es dauert mehr oder weniger Zeit, diese weiter zu spannen, bis der nächste Endanschlag und nächste Schuß ausgelöst wird.


    Bei leistungsstarkem Motor und Akku (niedriger Innenwiderstand) passiert das schnell. Bei schlappen Akku, … quält sich das spannen länger hin.


    Man müßte eine Elektronik einbauen, die die Feder weiter bis kurz vor Ende spannt, damit die Restzeit geringer ist. Andererseits ist dann der Anlaufstrom stärker.


    Schlußendlich ist ein guter lipo Akku der Schlüssel. Eventuell den Motor durch einen brushless tauschen.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Man müßte eine Elektronik einbauen, die die Feder weiter bis kurz vor Ende spannt, damit die Restzeit geringer ist. Andererseits ist dann der Anlaufstrom stärker.

    Ja sowas habe ich weiter oben im Text ja beschrieben.


    Eventuell hänge ich mich da mal drüber wenn ich mich in die Microcontrollertechnik eingearbeitet habe.


    Ich werde dazu meine Fragen aber im Elektronik Thread posten um hier nicht alles zuzumüllen.

  • Stell dir die elektronische Steuerung nicht zu einfach vor...einfache Sensorabfrage+ Adoino reicht nicht. Du bräuchtest eine komplette Motorensteuerung, und mehrere Funktionen/ Schalter.
    Besser du löst das mechanisch

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  • Ich stelle mir das SEHR einfach vor. Entweder Schalter oder besser z.B. ein Hallsensor un ein Magnet.
    Über den Hallsensor ist dann die exakte Position des Federspannvorganges erfaßbar.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Ich stelle mir das SEHR einfach vor. Entweder Schalter oder besser z.B. ein Hallsensor un ein Magnet.
    Über den Hallsensor ist dann die exakte Position des Federspannvorganges erfaßbar.


    Gruß Play

    Das wird so einfach nicht funktionieren. Ist kein Schrittmotor den du einfach Digital steuerst. Du brauchst ne Bremse, du brauchst Zeiten, Steuerkurven. Du musst das System entlasten können, die Position der Gears abstimmen.
    Da steckt schon was hinter.
    Aber was mich bei der ganzen Sache am meisten stört....der ganze Aufwand nur für einen Schuß? Triggern wird dadurch nicht schneller, sondern langsamer.

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  • Ich hab da jetzt mal ne Mail an den Händler geschrieben ob das wirklich so einfach funktioniert wie es da im Produkt angeboten wird.
    Ich vermute aber auch dass das nicht so einfach und sauber funktionieren wird wie ich mir das vorstelle.
    Im Zweifelsfall mach ich klassisches Tuning an Akku, Motor und Feder um die Auslösezeit zu verringern.

  • Wenn ich mir die Vollauto-Softairs anschaue, dann hat z.B. die Firehawk eine Feuerrate von 30 Schuss pro Sekunde. Die Verzögerung zwischen Abdrücken und Schuss sollte also 1/30 Sekunde sein. LoneWolf hat aber eine Zeitverzögerung von 1/3 bis 3/4 Sekunden. Warum ist die Zeitverzögerung bei Halbautomaten denn so viel höher?

    "Je mehr Regeln und Gesetze, desto mehr Diebe und Räuber." Lao Tse (6. Jh. v. Chr.)

  • Das wird so einfach nicht funktionieren.

    Wird es. Ganz sicher.


    Gruß Play

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  • Wenn ich mir die Vollauto-Softairs anschaue, dann hat z.B. die Firehawk eine Feuerrate von 30 Schuss pro Sekunde. Die Verzögerung zwischen Abdrücken und Schuss sollte also 1/30 Sekunde sein. LoneWolf hat aber eine Zeitverzögerung von 1/3 bis 3/4 Sekunden. Warum ist die Zeitverzögerung bei Halbautomaten denn so viel höher?

    so furchtbar größer ist die nicht...aber die Firehawk hat ein vernünftigen Motor der beim schießen weder abbremsen noch beschleunigen muss. Der Motor ist auf Drehzahl und nicht auf Kraft ausgelegt.die Feder hat nur 0.5 Joule.
    Dazu kommt daß die Firehawk die du meinst die HC5 ist, diese hat Doppelsektor Gears.die normale Firehawk ist deutlich langsamer.
    Generell spielt halt das Verhältnis von Akku, Motor, und Feder ne Rolle.
    Einer meiner Gewehre ist ne TM M16 bei der ich 0.8 Joul mit einem S3 Lipo betreibe und ein kräftigen Motor verbaut habe. Die triggern wie sau. Das und 5- 7 Schuß Einzelfeuer pro Sekunde drin. Aber dafür halt nur mit 0,8 Joule.

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