Schreckschusswaffe für Silvester vorbereiten/Pflege

  • Hallo alle zusammen,


    ich habe eine Frage zu Euren Schreckschusswaffen Pflege / Vorbereitung auf Sylvester 2019.


    Welche Schmiertmittel verwendet Ihr für Eure Schreckschusswaffen (Fett oder Öl). Welche Hersteller genau bitte?


    Ich möchte für Sylvester gut vorbereitet sein, nur bin ich Mir leider absolut nicht so sicher mit der Schmierung der Schreckschusswaffen, bitte um Hilfe.


    Muss man das Magazin auch Schmieren?


    Wie und Wo genau schmiert Ihr Eure Waffen mit Fett oder Öl? Den Lauf (innen) schmiere ich Nur mit Öl.


    Diese Waffen und mit folgender Munition habe ich fast keine Ausfuhrstörungen:


    Zoraki 925 = Geco / 4 x 25 + 2 x 30 Schussmagazin
    Zoraki 914 = Geco / 4 x 25 + 2 x 30 Schussmagazin
    Zorkai 925 = Geco / Walter Blitzstop
    Walter PPQ = Geco / 6 x 33 Schuss Magazin
    RG96 = PPU / Walter Blitzstop / 4 x Standard Magazin. Es gibt leider kein HI Cap Magazin für die RG 96, oder habt Ihr vielleicht eine Idee?


    Welche Munition verwendet Ihr für Welche Waffen?


    Bin ganz gespannt auf Eure Feedback.


    Vielen Dank

  • Schlittenführung ganz dünn mit https://www.amazon.de/Professi…10266680&psc=1&th=1&psc=1


    Nach dem Schiessen Magazin auseinander ,Schlitten runter und alles mit https://www.amazon.de/BALLISTO…+Gu%2Csports%2C163&sr=1-1 mit Küchenpapier ,Q Tips sauberwischen.



    Schlitten von unten einsprühen und mit einer alten Zahnbürste bearbeiten bis der ganze Schmauch sich gelöst hat dann weg wischen bis nichts schwarzes mehr am Papier oder Lappen hängt .



    Gunex in den Lauf spritzen und dann mit Pfeifenreinigern so lange druchgehen bis nichts schwarzes mehr dran hängt.



    Alles soweit wieder Trocken legen bis nur noch ein leichter Ölfilm vorhanden ist ,dann Schlittenführung wieder dünn mit Fett einreiben und alles wieder zusammen bauen.

  • Von den billigen, PTFE haltigen Schmiermitteln lasse ich bei Waffen die Finger, wenn auch nur ein wenig davon in den Lauf gelangt verteilt man beim Schießen hochgiftige Flusssäure-Dämpfe in der Umgebung. Es gibt inzwischen wesentlich bessere, Keramikbasierte Fette speziell für Waffen z.B das hier:



    https://www.amazon.de/Ostermay…enfett-Gold/dp/B07KKP47MB



    Mein Döschen reicht mit bereits seit 3 Jahren und ich habe immer noch knapp die Hälfte über!


    Zum Saubermachen verwende ich reichlich WD40 und ein Microfasertuch (bei Revolvern mit Schwarzpulver-Rückständen zuerst noch lauwarmes Wasser).


    Zur Muni: Dieses Jahr bekommen die Zorakis (wie fast immer) Pobjeda Stahl (verschiedene Marken) und mein Revolver HW37 frisst Geco SP/Nitro.


    Happy shooting!

  • Welche Schmiertmittel verwendet Ihr für Eure Schreckschusswaffen (Fett oder Öl). Welche Hersteller genau bitte?

    Im Prinzip ist das völlig egal, weil zumindest "schmiertechnisch" keine besonderen Anforderungen an das Schmiemittel gestellt werden. Lediglich Ballistol ist in Verruf geraten, weil es die schwarze Beize der SSW mit der Zeit einen grünlichen Schimmer verleihen soll. Zudem ist es in Sachen Rostschutz nicht überragend.
    Man sollte Öle verwenden, die ausdrücklich eine Verträglichkeit mit Gummi, Lack und Kunststoff ausweisen. Das ist aber bei den üblichen Waffenölen immer der Fall.

    Muss man das Magazin auch Schmieren?

    Nein, aber gelegendlich würde ich das auseinandernehmen und mit Öl putzen, weil das Magazin auch mit Schmauch verdreckt sein wird. Zudem müssen Metallteile gegen Rost geschützt werden.

    Wie und Wo genau schmiert Ihr Eure Waffen mit Fett oder Öl? Den Lauf (innen) schmiere ich Nur mit Öl.

    Alle sich bewegenden Teile und alle Metallteile, wobei aber wenig Mehr bedeutet. Also nicht die Waffe in Öl baden.

    Welche Munition verwendet Ihr für Welche Waffen?

    Keine. Vielleicht packe ich mein Böller mal wieder aus. Der wird mit reinem Schwarzpulver betrieben und ist ein vielfaches lauter als SSW.

  • Keine.

    Bei mir auch keine ,denn 9mm macht böße Aua in den Ohren und die Ohren kaputt und mit Micky Maus hört man nichts von ,von daher lassen wir das gleich komplett.


    Da sind mir die 6mm doch lieber damit kann man auch ohne Gehörschutz schiessen und die Pyros fliegen genau so in die Luft ;)

  • Jetzt können wir uns einen Kaffee holen und gemütlich über die verschiedenen Mittel diskutieren.
    Wie bei der Öldiskussion in meinem Autoforum.



    Lupus Teflon Fett ist kein billiges PTFE Fett.
    Viele pflegen damit such ihre scharfen Waffen.
    Für den Schlitten auf jeden Fall gut.


    Ich kenne z. B. auch die Empfehlung, den Lauf im Ultraschallbad mit Spüli zu reinigen, anschließend sofort warm zu tocknen und dann mit Lupus Öl dünn zu behandeln. Für SSW leider nicht so praktikabel, weil der Lauf nicht abgeht.


    Ballistol ist auch hervorragend zur Reinigung von Pulverrückständen und Konservierung. Der Vorteil ist hier, dass es leicht alkalisch ist, was einen hervorragenden Korrosionsschutz darstellt.


    Dirk


  • Lupus Teflon Fett ist kein billiges PTFE Fett.
    Viele pflegen damit such ihre scharfen Waffen.
    Für den Schlitten auf jeden Fall gut.

    PTFE = Teflon (Handelsname). Du darfst Dich gerne selbst informieren was mit PTFE passiert wenn man es auf ueber 400 C erhitzt...viel Spass. Ich brauch sowas nicht, weder an Silvester noch auf dem 25m Stand.

  • Ich pflege seit Jahren und seit ich meine erste Ssw habe immer mit Balistol Universal Öl. Ich hatte noch nie Probleme mit Rost oder das die Brünierung Schwarz wurde.


    Munition nehme ich was mir unter die Finger kommt, irgendeine meiner zahlreichen Waffen wird's schon Fressen. Bei den Revolvern, zumindest bei denen mit Stahl oder dicker Zink Trommel nehme ich nur Schwarzpulver Patronen. Danach mit heißen Spüli Wasser reinigen und mit Balistol Ölen.

    :ptb: Gruß *SSW-Fan* :ptb:

  • PTFE = Teflon (Handelsname). Du darfst Dich gerne selbst informieren was mit PTFE passiert wenn man es auf ueber 400 C erhitzt...viel Spass. Ich brauch sowas nicht, weder an Silvester noch auf dem 25m Stand.

    400 Grad sind eine Menge Holz. Ich bezweifle, dass diese Temperatur im Lauf erreicht wird. Aber gut, ich gebe zu, man weiß nicht, wie sich die Hitze der Verbrennungsgase dann auswirkt.


    Dirk

  • Mein "vorsilvesterliches" Pflegeritual:

    Reinigung der Pistole und des Magazins mit Ballistol. Dazu Ohrenstäbchen und Papiertaschentücher. Ohrenstäbchen mit Ballistol tränken, dann die erreichbaren Fugen in Griffstück und Schlitten abfahren. Anschließend überschüssiges Öl mit trockenen Ohrenstäbchen entfernen. Durch den Magazinschacht drücke ich zusammengeknüllte Taschentücher und schiebe die mehrmals hin und her. Im Bereich unterhalb des Laufes mache ich das selbe. Für das Patronenlager nutze ich zuerst die beiliegende Pfeifenbürste, anschließend Ohrenstäbchen. Griffschalen montiere ich ab und reinige den Bereich darunter.


    Magazin wird auch immer auseinandergenommen. Da sollte der Schmauch von der Feder und aus dem Inneren des Blechgehäuses entfernt werden. Ebenso reinige ich den Zubringer und die Innenseite des Schuhs gründlich.


    Abschussbecher wird auch grob mit Pfeifenbürste gereinigt und anschließend mit Taschentuch ausgefahren.


    Ballistol verwende ich höchst sparsam als Schmiermittel. Es kommt bloß auf die Führung des Griffstücks, auf der der Schlitten entlang fährt und auf die Schlittenunterseite, die Kontakt mit dem Griffstück hat.


    Danach jage ich ein volles Magazin durch - simpler Funktionstest, naja eigentlich ist es ich-kanns-nicht-mehr-erwarten. :thumbsup:


    Meine P88 hat bei etwa 800 Schuss Belastung bisher erst zwei Klemmer gehabt. Dabei hat sich nach dem Schuss die abgeschlagene Kartusche beim Auswurf verkeilt. Zuführstörungen hatte ich keine. Ich nutze ausschließlich SWS gestempelt mit Pobjeda.


    Die Pistole funktioniert auch bei grober Verschmutzung (ab etwa 200 Schuss) Problem: Durchladen mithilfe des Schlittenfanghebels geht nicht mehr. Der Schlitten schließt nicht mehr mit dem Patronenlager ab. Man muss ihn nach vorn zuschieben oder nach hinten an den Anschlag ziehen und schnappen lassen.

  • Ich mache da nicht viel, ich reinige die immer gleich nach Silvester und packe sie dann weg. Zur Vorbereitung nehme ich nur den Schlitten runter und schaue ob alles ok ist. Vielleicht noch einen Tropfen Gunex auf die bewegten Teile und Gleitflächen. Ein-zwei Probeschuss und das wars.



    Bei der WOM geht es diesen Monat übrigens um SSW.


    https://www.co2air.de/thema/108362-vorschläge-zur-wom-dezember-2019/


    Bis jetzt hab ich noch nicht viele Bilder bekommen. Los Leute, sichert euch einen Platz im Foto-Kalender.

    Gruß Patrick

  • Ich habe hier noch einen alten Koffer mit vielen Hundert Schuss Platzpatronen. Davon gehen an jedem Silvester etwa 50 Schuss ab = dauert also noch ein paar Jahre ;)
    Die jeweilige Knarre mit Schalldämpfer kommt danach in den Kochtopf. Anschließend gut Feinöl ´dran - und alles ist wieder gut :-)

    ...Gedanken auf ein enges Themenfeld zu begrenzen macht Dich unfrei

  • Früher Ballistol, heute Brunox.
    Zum fetten vielleicht mal Ate Plastilube zweckentfremden? :D
    Reinigung soll gut mit Bremsenreiniger gehen, bei lackierten Teilen aber erst ausprobieren.
    Und apropos, ich habe alles da für Sülwesta. :D
    Zwei Sortimente von Uma, zum Glück made by Weco (Zink ist leider schwer zu bekommen), ein paar Sorten Platz in 9pak und 9r. Reicht.

  • Die Anforderungen an ein Schmiermittel ist bei einer Schreckschusswaffe sogar noch grösser als bei einer scharfen Waffe denn die SSW muss mit deutlich weniger Energie auskommen, aber trotzdem sauber repetieren.


    Zwar ist ein versagen einer SSW an Silvester nicht ganz so tragisch wie bei einer scharfen Waffe im Ernstfall oder auch auf der Jagd, jedoch kommt natürlich wenig Freude auf, wenn ständig die Waffe klemmt, wenn man sich ins neue Jahr schiessen möchte.


    Das Lupus Fett hatte ich auch schon, da ist vergleichbar mit einem handelsüblichen Maschinenfett aus dem Baumarkt, es verläuft wenn die Waffe heiss ist, vor allem aber schmiert es nicht ein bisschen besser als andere "Universalschmiermittel". Das mit dem PTFE stimmt, es wird zu Flusssäure aber nicht bei 400 Grad sondern bei ca 230 grad. Die Gase die bei Verbrennung entstehen haben über 1000 grad, daher sind wir voll in der Temperatur in der es schlecht wir für die Waffe und hoch toxisch wird. Zum Glück sind nur wenige PTFE Partikel im Fett. Die sind auch noch so gross, dass man Sie mit blossem Auge sehen kann (das sagt schon auch viel über die Qualitär des Schmierstoffes aus)¨


    Es gibt dazu einen Test auf Youtube bei dem einer alle möglichen Waffenöle und Fette testet, bei Hitze, Kälte und auch auf Druck, also Schmierung und siehe da Lupus kackt da aber mal so richtig ab:
    https://www.youtube.com/watch?v=Q1mh0BJ4gn4&t=3910s


    Ich habe Ballistol, Brunox, Lupus Zuhause. Ballistol nehme ich zum reinigen, aber nur dafür. Es emulgiert mit Wasser und bietet daher nahezu NULL Schutz vor Korrosion. Alles andere lasse ich verstauben, denn ich nehme nur noch das Ostermayer Jagd Fett und bin TOP TOP TOP zufrieden damit.

  • Das Lupus Fett hatte ich auch schon, da ist vergleichbar mit einem handelsüblichen Maschinenfett aus dem Baumarkt, es verläuft wenn die Waffe heiss ist, vor allem aber schmiert es nicht ein bisschen besser als andere "Universalschmiermittel". Das mit dem PTFE stimmt, es wird zu Flusssäure aber nicht bei 400 Grad sondern bei ca 230 grad. Die Gase die bei Verbrennung entstehen haben über 1000 grad, daher sind wir voll in der Temperatur in der es schlecht wir für die Waffe und hoch toxisch wird. Zum Glück sind nur wenige PTFE Partikel im Fett. Die sind auch noch so gross, dass man Sie mit blossem Auge sehen kann (das sagt schon auch viel über die Qualitär des Schmierstoffes aus)¨


    Es gibt dazu einen Test auf Youtube bei dem einer alle möglichen Waffenöle und Fette testet, bei Hitze, Kälte und auch auf Druck, also Schmierung und siehe da Lupus kackt da aber mal so richtig ab:
    https://www.youtube.com/watch?v=Q1mh0BJ4gn4&t=3910s

    Dann weist du ja auch das eine Glock in der einiges mehr an Pulver ist in 9x19 als in einer SSW bei 100 Schuss Dauerfeuer grade mal am Lauf 100 Grad warm wird weit weg von deinen 230 und selbst 100 Schuss Dauerfeuer im Gewehr lässt den Lauf an der Spitze grade mal auf 200 Grad warm werden .


    Ich weis nicht wo ihr das Fett überall hin schmiert das ihr da so Panik schiebt :D .


    Ich seh nicht ein warum ich mehr Geld in Schmiermittelchen stecken soll wie die Zinkpuste gekostet hat .


    Wie wohl so manche Waffen so alt werden konnten und man immer noch Waffen aus dem 1 oder 2 WK. zu kaufen bekommt die sogar noch funktionieren und das obwohl die damals nicht diese ganzen Hightechmittelchen hatten :P