Wo muss der Schwerpunkt einer Waffe liegen ?

  • Im Handel sind Zusatzteile für die unterschiedlichsten Waffen erhältlich. Es gibt Gewichte für den Lauf und für den Schaft.
    Jedes dieser Gewichte verschiebt den Schwerpunkt der Waffe in eine andere Richtung.
    Der Schütze ermittelt die Lage der Gewichte für sich individuell, um die beste und bequemste Haltung der Waffe zu erreichen.
    Hierbei erscheint mir die Lage des Waffenschwerpunktes durch die persönliche Haltung der Waffe unerheblich zu sein.


    Eine eingespannte Waffe ergibt auf der Scheibe eine bestimmte Treffpunktlage.
    Befestigen ich Gewichte an der Waffe so kann ich damit den Schwerpunkt der Waffe verschieben.
    Jede Verschiebung des Schwerpunktes sollte bei einer eingespannten Waffe auch eine Verschiebung der Treffpunktlage nach sich ziehen.
    Wo sollte idealerweise der Waffenschwerpunkt liegen ? Direkt auf der Höhe des "Patronenlagers" ?


    Mich würde es interessieren ob es hier Erfahrungen und Erkenntnisse gibt.


    MfG,
    Horst.

  • Ich verschiebe den Schwerpunkt eher selten absichtlich.
    Der ergibt sich bei mir oft durch die Anbauteile, und dann lebe ich eben damit,
    so gut es geht. Allerdings habe ich das mal bei meiner Diana 6 gemacht. Dort
    habe ich ihn etwas nach hinten gezogen. Der Schwerpunkt liegt jetzt kurz hinter
    dem Mittelfinger. Damit hält sich die Pistole fast von selbst in der Hand, und ich
    muß nur noch den Abzug streicheln. DAS ist schon toll.


    Bei der FWB 102 wäre das undenkbar. Da müßte ich hinten ein Körbchen mit
    Steinchen dranhängen. Da hängt ja alles unter dem Lauf, was der Waffe ihr
    Gewicht überhaupt erst gibt.


    An das Chaser habe ich angebaut, was mir gefiel und/oder sinnvoll war. Damit
    habe ich garantiert den Schwerpunkt verschoben. Hauptsächlich wohl nach vorne.
    Das stört bei einem Zweibein aber auch erst wenn das Gewehr vornüber kippt.


    Beim D35 merkte ich es sofort, daß der Schwerpunkt nach vorne ging. Es lag
    sofort wesentlich ruhiger.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Wo du den Schwerpunkt einer Waffe hast, hängt davon ab, was du schiesst und von persönlichen Vorlieben.
    Wenn du laufende Scheibe schießt, dürfte es besser sein, den Schwerpunkt nicht zu weit vorne zu haben, weil dann die Bewegung mit der Scheibe leichter fällt.
    Wenn du statisch 10m stehend schießt ist eine gewisse Frontlastigkeit gut, weil die Waffe dadurch recht träge wird und sich nicht leicht aus dem Ziel bewegt.
    Bei eingespannter Waffe sollte eine Schwerpunktänderung sich nicht auf die Treffpunktlage auswirken, ausser du befestigst Gewichte am Lauf.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!"
    Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom."

    Phil Robertson

  • Die Frage ist mir zu pauschal gestellt.
    Meint Horst jetzt Lang- oder Kurzwaffen?


    Eine Langwaffe ist - für mich - optimal ausbalanciert, wenn ich sie mittig nehme und die liegt dann waagerecht in der Hand.
    Bei Kurzwaffen ist das wieder ein anderes Thema, da ist erlaubt was gefällt und technisch überhaupt möglich ist.
    Ich persönlich mag da kopflastige Kurzwaffen, andere wiederum mögen das eher nicht.


    Eine Verschiebung der Treffpunktlage durch den Waffenschwerpunkt tritt nicht auf.

    Gruß
    Andreas



    Nüchtern betrachtet war besoffen besser. ....

  • Das ist immer persönliche Einstellungssache/Geschmack.
    Bei einer eingespannten Waffe ist es egal, das Ding ist fest.
    Bei freier Haltung kommt es eben drauf an was man selbst mag.
    Ich persönlich mag es neutral bis leicht forderlastig, das kann man aber leider nicht immer so umsetzen.

  • Meine Frage bezieht sich auf Langwaffen.
    Persönliche Präferenzen beim Halten der Waffe möchte ich außer acht lassen

    Bei eingespannter Waffe ................ ausser du befestigst Gewichte am Lauf.

    Ja, das meine ich !
    Der Lauf schwingt auch bei einer eingespannten Waffe.
    Eine Verschiebung des Schwerpunktes (Gewicht, z.B.) hat doch unweigerlich einen Einfluß auf das Schwingungsverhalten des Laufes, auch bei einer eingespannten Waffe.
    Das Schwingungsverhalten hat mit Sicherheit Auswirkungen auf die Treffpunktlage.


    Z.B. hat die Steyr Challenge Match eine Schraube im Laufmantel mit der man das Schwingungsverhalten des Laufes beeinflussen kann.










    Gruss,
    Horst.

  • Hallo,


    die eingangs gestellte Frage ist nicht einfach zu beantworten.


    Prinzipiell kann man eine Luftbüchse mit langem Lauf am bzw. im Schaft balastieren und vorne am Lauf. Wenn man sich Halterungen bastelt kann man auch den Schaft im vorderen Bereich balastieren.


    Bezüglich dieser Balastierung habe ich bisher noch wenige Meinungen gehört. Ich persönlich habe die FWB auf das maximale Gewicht, das zulässig ist getrimmt. Bei der aufgelegten Disziplin spielt das Gewicht keine Rolle für mich bezüglich der Handhabung. Bei der Freihanddisziplin hat man gefühlt eher eine Bodybuilding Disziplin gemacht als auf dem Schießstand die Scheibe anvisiert. Allerdings konnte ich meine sehr guten Ergebnisse mit der Aufbalastierung noch etwas verbessern. Elektronisch ausgewertet ist halt eine Spanne zwischen 10.0 und 10.9 und je höher man kommt desto mehr freut es den Schützen.


    Zu dem Punkt Schwingungsverhalten einer Luftbüchse: Hier wird von den Herstellern einiges geschrieben, dass die Waffe bzw. der Lauf frei schwingen muss. Wenn man vorne am Lauf Gewichte anbringt, wird sich die Schwingungsfrequenz verringern. Gemessen habe ich die Schwingungsfrequenz noch nie. Ich habe ausprobiert wo ich die Gewichte platzieren muss, damit die Treffer noch besser werden.


    Gruß Viper1497