Alternativen zum brünieren

  • So, Schaft von meiner neuen (alten) Air Arms ist fertig,.. Abzug poliert...System auseinander gehabt... neue Feder...neue Kolbendichtung... das ganze alte verharzte Fett raus und neu und sparsam gefettet.... hab sie sogar wieder zusammen gekriegt
    Sie liegt jetzt genau bei 17J mit JSB Jumbo Heavy 5,52... also wohl ziemlich genau so, wie sie ausgeliefert wurde.
    Leider sind Lauf... übrigends ein LW-Lauf... und System von außen nicht mehr sehr schön von der Brünierung her.... kalt brünieren will ich nicht, da ich schon viele schlechte Ergebnisse gesehen habe... Hab mit 0000 Stahlwolle und Öl den Flugrost entfernt und bin mir unsicher wie/ob ich weiter daran arbeiten sollte... Keine Kontakte hier zum Heiß-brünieren.
    Jemand einen Tip, wie man sowas ein wenig aufhübschen kann ohne daß es die Kosten sprengt?
    Obwohl eine gewisse Alterspatina ja auch seinen Charme hat....

    viel zu viele Luftgewehre!

  • Kaltbrünieren. Wenn jemand die dazu nötigen Flüssigkeiten schon hat, ist es die billigste, bessere Variante.
    Sonst fragen, ob man zum Kaltbrünieren vorbeikommen kann. Pinselt man die Flüssigkeiten auf, ist der Verbrauch auch recht sparsam und reicht lange.


    Die Klever Kaltbrünierung kostet bei Ebay ca. 12-13 Euro. Ansonsten ist Backofenreiniger und Isopropanol nicht schlecht zum Entfetten.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

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  • Nicht die Brünierung aufpinseln ...


    Gut vorbereiten (fettfrei) ist Pflicht, sonst wirds fleckig. Ein Kosmetiktuch über den Finger (Gummihandschuhe) nehmen und mit etwas Klever Schnellbrünierung befeuchten. Dann gleichmäßig immer wieder über das zu brünierende Fläche streichen, bis die gewünschte Schwärze erreicht ist. Abschließend mit Öl und Lappen/Stahlwolle die Fläche abziehen/polieren. Dabei empfiehlt es sich immer in einer Richtung zu arbeiten und nicht kreisend.


    Gefällt einem das Ergebnis noch nicht 100%, kann man den Vorgang natürlich wiederholen ...

  • Kaltbrünieren kann man wenig beanspruchte / anzufassende Teile.
    Sobald es großflächiger, resistenter und professioneller werden soll, kommt nur noch
    industrielles heißbrünieren in Frage.
    Zumal man sich mit ca. 30€ für ein ganzes Gewehr nicht in unverkraftbare Unkosten dafür stürzt.

  • Der Heiko @Ferrobell hat sich da mal was zum "heiß" Brünieren gebaut. Vielleicht kann der Dir helfen...

    Ich habe die Erfahrung gemacht, das eine Kaltbrünierung sich nach und nach abgreift.
    Bei einem Knicker zb., ist die Kaltbrünierung am Lauf, sehr schnell abgegriffen.
    Eine Heißbrünierung ist wesentlich haltbarer.
    Ich selber habe ein Becken, in dem ich Heißbrünieren kann.
    Meine Ergebnisse sind bis jetzt gut geworden.
    Das wichtigste ist die Vorarbeit. Umso sauberer das Metall geschliffen oder sogar poliert wurde, desto besser wird die Brünierung.
    Mit etwas Glück findest du in deiner Nähe einen Betrieb, der Brünieren kann und es dir für schmales Geld fertig macht. Die haben dann auch noch Becken, in dem das Metall auf die Brünierung vorbereitet wird.
    Ich brüniere leider nur für mich selber, weil es für mich etwas aufwändiger ist und ich dort schnell ein paar Stunden bei zubringe, bis ich alles aufgebaut, Becken geheizt, brüniert, geölt und wieder abgebaut habe. Wenn ich eh gerade selber etwas brünieren würde, wäre es sicherlich nicht so aufwändig. Es dauert aber noch, bis ich wieder etwas für mich fertig mache und da will Chris bestimmt nicht darauf warten.

    Mitglied im Europäischen Bundesrat für verbastelte Druckluftwaffen.
    Planlos geht mein Plan los.


    !!! Bitte keine Anfragen mehr, ob ich etwas fertigen kann !!!

  • Es war auch nicht angedacht meine AA in dein Brünierbecken zu schmuggeln...dazu kennt man sich ja nicht einmal und der räumliche Abstand ist auch etwas größer :)
    das Problem mit der Haltbarkeit beim Kaltbrünieren hab ich halt auch schon wahrgenommen und es deshalb verworfen.
    Was sind das für Betriebe die brünieren (von Waffenschmieden mal abgesehen) ? hab da leider so gar keine Ahnung... hab ausserdem gedacht es sei deutlich teurer.....

    viel zu viele Luftgewehre!

  • Oh, es gibt gewisse Anlenkteile zur Kraftübertragung bei Industrieanlagen, die brüniert werden.


    Die sind teilweise sogar recht groß.


    We have the Fossils - we win!

  • Google doch einfach mal nach einem Galvanik- Betrieb in deiner Nähe!
    Oder gebe Brünieren und deinen Ort bei google ein.
    Vielleicht findest du dort eine Adresse.

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  • das mag in Deutschland so sein.... ich hab gerade mal gegoogelt und herausgefunden, daß es bei uns in Schweden nicht viele Unternehmen gibt, die galvanisieren/brynieren. Leider ist keines davon auch nur annähernd in der näheren Umgebung....
    Das sind halt die Nachteile in einem dünnbesiedelten und großen Land :)
    Zum nächsten Baumarkt wie zB. Bauhaus fahre ich ca 140km Hin und Retour.
    Bei einigen Waffenschmieden bin ich diesbezüglich aber auch fündig geworden.... der nächste sitzt aber auch in der Stockholmer Umgebung... und für umgerechnet 30€ macht der dir gerade mal einzelne Waffenteile... ein ganzes System kostet ca 180€. Dann strahlt und schleift/poliert er aber auch wohl selber.
    Ist halt die Frage ob sich das für die AA lohnt.... werde wohl einfach erstmal abwarten und mit einigen Leuten hier sprechen....vielleicht kennt ja jemand jemanden der jemanden kennt der sowas macht :D

    viel zu viele Luftgewehre!

  • Ich erwähne noch die Möglichkeit der klassischen Streich- bzw. Ankochbrünierung.
    Such mal nach Slow rust bluing...
    Ist noch haltbarer als die Heißbrünierung und problemlos zuhause zu machen.

  • Also bei mir hält die Kaltbrünierung auch nach 2 Jahren bombenfest und optisch super. Aber ich habe die Läufe und Systeme auch gut vorbereitet.


    1.) Entölen/entfetten
    2.) Destiliertes Wasser
    3.) Entfetten 2
    4.) Destiliertes Wasser und troknen lassen
    5.) Aktivator
    6.) Destiliertes Wasser und troknen lassen
    7.) Kaltbrünierung
    8.) Wasser und trocknen lassen
    9.) Ölen


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Wobei 2 Jahre ja für eine haltbare Brünierung keine Zeitspanne sein sollte.... würde mir da mindestens die 15 fache Zeitspanne wünschen

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  • Das kann ich erst in 13 Jahren sagen. In die Zukunft schauen, ist schwer. ;) Aber ich bin da SEHR zuversichtlich.


    Gruß Play

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  • Zeitaussagen zu Korrosionsbeständigkeiten sind mit Vorsicht zu genießen!


    Eine herkömmliche Industriebrünierung hat einen „erhöhten“ Korrosionsschutz im Vergleich zum
    unbehandelten Ausgangszustand und ist im Wesentlichen von der nachträglichen Beölung abhängig.
    Aber auch eine gut durchgeführte Brünierung mit anschließender Nachbehandlung wird einen
    Salzsprühnebeltest keine Woche überleben und kläglich versagen.


    Daher wird die geringe Korrosionsbeständigkeit von Brünierungen normalerweise auch nicht mit
    einem Salzsprühnebeltest, sondern im Konstantklima nach DIN 50017 getestet.


    Schaust du mal hier:
    Firma Würth, Pkt. 5.3.1, Korrosionsbeständigkeit Brünierung im Salzsprühnebeltest 0,5 Stunden!


    Ist hauptsächlich die Korrosionsschutzeigenschaft gefordert, gibt es wesentlich bessere Behandlungsverfahren.
    Jedoch haben diese Verfahren (galvanisch oder chemisch) den entscheidenden Nachteil eines Schichtaufbaus
    und können nachträglich an einer Waffe somit nur partiell eingesetzt werden – leider.


    Würde man nun nachträglich das System einer FWB 300 komplett mit einem Verfahren mittels Schichtaufbau
    behandeln, könnte die Funktion des Systems nicht mehr gegeben oder zumindest beeinträchtigt werden.


    Willst du deine Waffe im Originalzustand belassen, so wirst du um eine Heissbrünierung nicht herum kommen.


    Nun aber zurück zum Thema: „Alternativen zum brünieren“


    Geht es nur um das Pimpen unschöner oder bereits angegriffener Oberflächen, empfehle ich das partielle Lackieren,
    da gibt es auch super Lacke dazu, die optisch ansprechend und widerstandsfähig sind.


    Beispiel einer Diana 75 Lackierung:


    Oder eine FWB 65:

  • Aber einen gut haftenden und haltenden Lack zu finden, ist auch nicht ohne. Viele sind nicht sehr abriebfest.


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Aber einen gut haftenden und haltenden Lack zu finden, ist auch nicht ohne. Viele sind nicht sehr abriebfest.


    Gruß Play

    Ofenlack ist prima. Muss aber recht lange trocknen, da er nicht eigebrannt werden kann.
    3-4 Schichten sind optimal.


    Bei Ofenlack kann man auf Grundierung verzichten, die einzelnen Schichten ganz dünn auftragen.
    Zwischen den einzelnen Schichten braucht man auch nicht so lange warten, je nach Temperatur,
    1-3 Stunden. Sollte staubtrocken sein.


    Endfestigkeit hängt natürlich auch von Temperatur und Zeit ab.


    Meine AM 850 habe ich in unsere Trockensauna gebracht, bei 80 Grad durfte sie sich erholen :D .


    Ist total unempfindlich und pflegeleicht.


    Gruß Otti

  • Danke! :D:thumbsup::thumbup:


    Gruß Play

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