Röhm RG56, Hahn klemmt, Anleitung für Zerlegung gesucht

  • Moin,


    ich habe meine alte Röhm RG56 rausgekramt und festgestellt, dass sie Funktionsprobleme hat.


    Wenn ich den Abzug ganz durchdrücke, spannt sich zwar der Hahn, aber er schnellt nicht wieder vor. Er bleibt gespannt, so lange bis ich den Finger vom Abzug löse, dann geht er wieder vor. Ein Schießen bzw. zünden der 6mm Kartusche ist so nicht möglich. Ich nehme an, dass die SSW einfach verschmutzt ist. Was in diesem Post steht, trifft nicht auf mich zu, die Trommel dreht sich wie sie soll.


    Ich dachte mir, da ich das Ding ewig nicht benutzt und nie geputzt habe ist es nun an der Zeit. Ihr merkt spätestens hier, dass ein Vollprofi am Werk ist.
    Auf Youtube habe ich diese Anleitung gefunden. Ist das halbwegs analog auf meine RG56 anwendbar? Gibt es vielleicht irgendwo eine Zerlegungsanleitung die genau für die RG56 passt?


    Ich habe schon recherchiert, aber nichts brauchbares gefunden, oder ich war einfach zu doof.


    Ich bin für jede Hilfe dankbar, dieses Forum hat auf mich bis jetzt den kompetentesten Eindruck gemacht und ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.


    Grüße!

  • Guten Abend! Eine direkte Lösung auf dein Problem habe ich auch nicht.


    Aber funktioniert der Revolver im Single Action? Also Hahn vorspannen und dann abdrücken?


    So wäre due Waffe wenigstens überhaupt noch brauchbar.

    Zoraki 918, Zoraki 917 (2mal), Zoraki 914, Röhm RG 88, Walther PP, Röhm RG 59, Weihrauch HW 37, Röhm RG 300 (2mal), Röhm RG 3, Röhm RG 56

  • kann Schrotty nur recht geben-is nicht böse gemeint-wenn das funktionsprinzip
    nicht verinnerlicht hast,lass es besser.
    Vielleicht ist jemand in deiner nähe der
    sowas kann.Ich Postleitzahl 92318.
    Vielleicht is das in deiner Umgebung.
    Werkstatt etc.hab ich

  • ich ahne schon was es ist,ist aber blöd zu erklären.
    Auf jedenfall soviel, der Hahn,bzw.Abzugsweg reicht nicht bis zum Auslösepunkt den Hahn "freizugeben"

  • Guten Abend! Eine direkte Lösung auf dein Problem habe ich auch nicht.


    Aber funktioniert der Revolver im Single Action? Also Hahn vorspannen und dann abdrücken?


    So wäre due Waffe wenigstens überhaupt noch brauchbar.

    Leider nein. Der Hahn geht mit dem Finger wieder nach vorne. Selbst ein Abrutschenlassen des Fingers bei vollem Spann reicht nicht aus und wäre ziemlich unkomfortabel.

    Entweder kannst du basteln, dann reicht dir die Explosionszeichnung.War übrigens sehr schwer zu finden - drei Mausklicks!
    Oder du kannst es nicht, dann lass die Finger davon . . . 8)


    Röhm RG 46/56

    Ich dachte es gibt eine Anleitung a la Youtubevideo. Für Vollidioten sozusagen. Wenn eine Explosionszeichnung ausreicht, werde ich es damit probieren.
    Vielen Dank für den Link.

    Das habe ich nicht, aber das werde ich. Aller Anfang ist voll mit "Oder du kannst es nicht, dann lass die Finger davon . . . "

    ich ahne schon was es ist,ist aber blöd zu erklären.
    Auf jedenfall soviel, der Hahn,bzw.Abzugsweg reicht nicht bis zum Auslösepunkt den Hahn "freizugeben"

    Sie ging auf jeden Fall mal problemlos. Wenn ich diesen Zustand wiederherstellen möchte, werde ich sie ja ohnehin zerlegen müssen. Ich bin mal gespannt ob es ohne Ersatzteile geht. Die einzelnen Komponenten zu ölen und pflegen wird ja sicher nicht schaden.

  • Ich rate Dir: Lass es! Selbst wenn Du das Funktionsprinzip verstanden hast, ist es eine irrsinnige Fummelei. Die SSWs der Marke Röhm werden von Umarex produziert/distribuiert. Deshalb würde ich das Teil zur Wartung einschicken. Umarex ist ausgesprochen kulant; selbst wenn die Herstellergarantie abgelaufen ist, reparieren sie dir die Plempe vermutlich ohne Rechnungsstellung. Hinzu kommt ja, dass das Personal von denen dieses Handwerk gelernt und v. a. die Technik der Produkte kennt und das nötige Spezialwerkzeug hat. Das ist viel einfacher, als sich die eigenen Nerven an diesem Gefummel zu zerreiben.


    Habe mal meine P88 zerlegt, weil ich die Optik tunen wollte (Loch in Hammer bohren, Magazinhalteknopf für Oberflächenvergrößerung präparieren, Abzugsschuh anbringen --> Sportpistolenlook) Der Zusammenbau ging grandios schief. Da braucht man entweder mehr als zwei Hände oder besonderes Werkzeug. Nicht mal mein Dad (Feinwerkmechaniker) hat es hinbekommen. D. h. selbst Deine etwaige technische Ausbildung versetzt Dich vermutl. nicht in die Lage das selbst zu deichseln. Lösung: Umarex, richte das bitte wieder. Ich hab dafür Lehrgeld berappen müssen.

  • Immer ran an die Braut. Irgendwann ist immer mal das erste Mal! 8)


    Trau dich ruhig. Das ist ja auch kein Museums-Einzelstück, an dem du lernen würdest! :D


    Nimm vorsichtig die Schlossplatte ab und schaue dir die Lage und das Zusammenspiel der Teile an, (Bild machen ist auch immer eine gute Idee, gerade im digitalen Zeitalter. ;) ) und dann zerlegst du das Schloss Teil um Teil, vorsichtig und ohne Kraftaufwand.


    Das Ganze in einem durchsichtigen Gefrierbeutel zu machen, schützt vor dem Verlust eventuel wegspringender kleiner fieser Federchen (Trommelstop im unteren Rahmen, Abzugsfeder etc.) Eigentlich sind es gar nicht so viele Teile, wie man befürchtet und das Zusammenspiel erklärt sich recht schnell von selbst, wenn man kein kompletter Mechanik-Analphabet ist. :thumbsup:


    Manche Federführungsstangen, für die meist starke und beim Einbau schwer vorzuspannende Hahnfeder, haben ein Loch. damit kann durch einstecken eines dünnen drahtes (Büroklammer) die Feder bei gespanntem Hahn festgestellt und dadurch zum Schluss wsentlich leichter wieder eingebaut werden.
    Das würde ich aber schon vor dem entfernen der Schlossplatte machen. Also erst Griffschalen runter, Hahn vorspannen, komprimierte Feder feststell u.s.w.
    Übrigens ist die Büroklammer oder ähnliches auch sehr nützlich, um die Feder für den Trommeltransporthebel beim schlussendlichen Wiederaufsetzen der Schlossplatte in Postion zu bringen und zu halten. Dafür ist nämlich das oft vorhandene winzige Loch in der Schlossplatte. ;)


    Und jetzt: TRAU DICH!!!!!!! Sonst kannst du nie! :P


    Edit:

    Ich rate Dir: Lass es!

    Wie oben zu lesen, halte ich diese Einstellung für falsch. So lernt man nie was dazu.
    Was für ein Risiko geht man in diesem konkreten Fall denn schon ein?


    Ich habe die Revolverschloss-Wartung an einem "Police-Python" gelernt. Da war ich 16, so damals in 1986..................... :D

    Edited 3 times, last by SAA45LC ().

  • Quote from SAA45LC

    Was für ein Risiko geht man in diesem konkreten Fall denn schon ein?


    Falls die Reparatur fehlschlägt und der Revolver eingeschickt werden muss, kommt wahrscheinlich eine Rechnung, da der Kunde anscheinlich durch seine Bastelei (Rev. selbst reparieren, auseinander nehmen) den dadurch notwendigen Wiederzusammenbau verantwortet. Das Risiko ist also der Rechnungsbetrag von Umarex. Zugegeben: Das dürfte sich stark in Grenzen halten.



    Quote from SAA45LC

    So lernt man nie was dazu.


    Ja, falls der TS an der handwerklichen Umsetzung der Waffenreparatur bzw. an den technischen Details interessiert ist. Dann ist das bestimmt interessant da mal selbst etwas zu versuchen. Auch wenn einfach Interesse an der Mechanik besteht.


    Nein, falls das Ziel heißt: Waffe mit möglichst geringem Aufwand (Zeit, Nerven, Geld) instand zu setzen; Ruhe haben, Erfolgsgarantie bekommen. Deshalb: Problem schildern, einschicken, Tee trinken, knallen :)


    Das ist wohl eine Einstellungssache. Bei mir hat es nicht funktioniert, trotz, dass mein Vater als Feinwerkmechaniker es auch versucht hat. Bei Dir dagegen schon.

  • Vielleicht sollte ich euch beide zu einem Workshop einladen?! :D


    Ihr bringt das Bier und die Grillwürste mit, und ich mach dann den geduldigen Erklärbär......... ^^


    Ich kann aber zumindest in gewissem Maße deine Argumentation nachvollziehen.
    Wenn ich irgendwas erstmalig zerlege, habe ich auch oft nen trockenen Hals und feuchte Hände. Aber mein Vorwitz siegt (fast) immer über die Unsicherheit. 8)

  • Wenn ich einen Sonntag Zeit habe, werde ich mich daran machen. Jetzt habt ihr mich getriggered.
    Fraglich ist bloß, ob ich das Problem erkennen und beheben werde. Auseinanderbauen und zusammenbauen ist ja nur das erste Problem.


    ich ahne schon was es ist,ist aber blöd zu erklären.
    Auf jedenfall soviel, der Hahn,bzw.Abzugsweg reicht nicht bis zum Auslösepunkt den Hahn "freizugeben"

    Sollte das der Fall sein, muss dann nur etwas justiert werden, oder brauche ich da ein Ersatzeil?

  • Freut mich, dass du dich aufraffen willst! :thumbup:


    Mach im Schlossgehäuse und alle Teile erst mal richtig gründlich sauber, öle oder fette alles und dann schau mal, ob das Problem überhaupt noch besteht. Dann lohnt sich weiteres Gespräch erst. ;)


    Ich würde die Einzelteile erst mal gescheit in WD40 "baden", damit sich altes Fett und derlei Schmodder mal richtig lösen.

  • Zur Not, sendest Du die Waffe einfach an mich.
    Ordentlich verpackt, mit allen Teilen und Rücksendeschein.
    Bei Bedarf, schreibst Du mich einfach an.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • kann sein,dass ersatzteil brauchst.
    Weis man erst wenn die Schlossplatte abgenommen ist.Kann aber auch sein,dass Dreck den Weg behindert.
    Nimm mal die Griffschalen ab und schau
    ob nicht schon da die Federführungsstange behindert wird.
    Wie schon gesagt dann erst mal satt kriechöl (ich nehm WD40) einsprühen. Also wenn den Hahn spannst muss eine Führungstange austretten am Griffrahmen.Da ist am unteren Ende eine
    kleine Bohrung,mit einem feinen Stift
    oder dünnen Nagel durchstecken.
    Erleichtert später den Einbau.
    Dann Schlossplatte runter.Wie schon gesagt ,nimm ne Plastiktüte oder ähnliches fall was davon fliegt.