Gebrochene Schäfte

  • Moin!


    woher kommen Schaftbrüche hauptsächlich?
    Ich habe schon mehrere LGs mit gebrochenen Schäften (meist am Handgriff) gesehen und auch mal gekauft.
    Manchmal sind auch die Vorderschäfte gebrochen.


    Kommt das vorwiegend durch "Unfälle" oder hängt das mit dem Prellschlag zusammen?


    Grüße
    Ingo :)

  • Ich würde eher sagen durch einen dummen Zufall beim Abstellen und Feuchtigkeitsspannung zum Beispiel und dann noch einer ungünstig verlaufenden Maserung.


    Hatte ich bei meiner Standartenbüchse auch. Ich habe mich grün und schwarz geärgert, aber nachden ich die Dinger mit Cyanacrylat wieder zusammensetzen konnte, hält nun alles bombenfest.


    We have the Fossils - we win!

  • Ich denke hauptsächlich durch unsachgemäße Handhabung und nur im geringen Maße durch Materialfehler.
    War es nicht so das gerade bei Knicklaufgewehren so etwas durch versehentliches betätigen des Abzuges im geknickten Zustand passiert?

  • War es nicht so das gerade bei Knicklaufgewehren so etwas durch versehentliches betätigen des Abzuges im geknickten Zustand passiert?

    Das verursacht eher krumme Läufe.

    Gruß, Ralf
    Alt, aber bewaffnet. :thumbsup:


    Orbis non sufficit quod Omnia tempus habent.

  • Vermutlich liegt das an der Ausrichtung der Holzfaser, weil eben in diesem Sektor günstige Hölzer bzw. nicht auf die Wachstumsrichtung geachtet wird. Dann bricht bei Belastung die dünnste Stelle, was ja der Pistolengriff ist.


  • Das war der Schaft meiner Anschütz 54 Match (vom Vorbesitzer so übernommen). Die Faserrichtung läuft eigentlich
    bei allen Schäften in Schussrichtung. Die Stelle am Pistolengriff ist da am schwächsten. Fällt das Gewehr mal zu boden
    kann es hier gut zu feinen Rissen kommen und da Holz ja immer Arbeitet (im gegensatz zu uns :D) wird der Schaft an
    der Stelle früher oder Später reißen. Natürlich kann auch die Qualität des Holzes hier eine große Rolle spielen.



    Dank Schaftdoktor Kurt sieht der Schaft aber wieder so aus und hält seit 11 Jahren :D


    Gruß
    Thomas

  • punk1 dein schaft arbeitet noch in 100 jahren, ich habe einen brotschrank von 1780 der ist letztes jahr im trockenen sommer nun gerissen, ich wurde davon wach , so hat das gerummst.


    solche pistolengriffschäfte sind ziemlich gewagt, denn am griff sind es grad mal schaftholz in 4 cm länge , was hält.


    wenn man sichergehen will, setzt man schraubbolzen senkrecht verdeckt rein, manche gewehre haben sowas von haus aus oft wird der bolzen unten am griff mit ner kleinen platte verdeckt aus knochen oder metall.


    da holz keine homogene masse ist sondern nur weiche und harte jahresringe hat. ist diese schaftform immer an der grenze des machbaren.


    gruß edwin

    INVICTUS

  • Jau, das macht Sinn.
    Habe schon das ein oder andere Mal Löcher unter dem Pistolengriff gesehen aber nicht weiter erforscht und habe auch schon mal einen Bolzen gesetzt.


    Danke für eure Beiträge

  • Ich habe auch schon drei Schäfte repariert, die am Griff gebrochen sind. Ich setze dann innen in der Systembettung eine Bohrung durch den Griff und verleime einen Buchenstab. Meistens 8mm oder 10mm, je nach Materialstärke. Das hält bömbig und meiner Meinung nach viel besser als irgendwelche Schrauben.