Altersbestimmung einer alten Weihrauch HW 35

  • Hallo zusammen,


    ich habe kürzlich in Frankreich eine alte Weihrauch HW 35 erworben.
    Der Schaft war fürchterlich lakiert. Das System war abgenutzt, hat aber Funktion und eine gute Schussleistung, die ich später messen will.


    Momentan ist das Gewehr demontiert. Das System habe ich bereits überarbeitet und auch kaltbrüniert. Sieht wieder ganz passabel aus.
    Nun ist der Schaft noch in arbeit. Der alte Lack wurde abgebeizt, abgeschliffen und nun erstmal mit einer Mahagonibeize versehen ( gefällt mir farblich ganz gut ).
    Ein reiner Ölschaft hätte sich hier leider nicht gelohnt, denn die Maserung ist leider nichts Besonderes. Da halte ich es dann eben "gepflegt, unauffällig".


    Ich wüsste natürlich gerne das Baujahr dieses Gewehres.


    Es hat keine Punzierung und auch keine Schaftbacke. Weiterhin keinen "F"- Einschlag.


    Natürlich habe ich bereits hier im Forum wie auch auf Google nach einer hilfreichen Information gesucht. Es gibt einen Thread, der auf ein Word.Doc verweist, welches wohl aber beschädigt ist. Ich bekomme diese Liste nicht geöffnet oder repariert.


    Vielleicht kennt sich jemand so gut aus, und kann mir das Alter anhand der Seriennummer bestimmen. Würde mir sehr freuen.


    Diese ist: 245536.


    Viele Grüße
    Lupiralf

  • Hallo Ralf,


    wenn du den Lauf mit Kaltbrünierung bearbeitet hast, wird es sicherlich erstmal gut aussehen.
    Mit der Zeit wird sich die Kaltbrünierung aber abgreifen.
    Ich kann dir daher nur empfehlen, den Lauf bzw, das ganze System mit Heißbrünierung zu versehen.


    Ansonsten gratuliere ich dir zu der HW35!
    Gerne kannst du auch ein paar Bilder von deiner Restaurierung hier einstellen.
    Da gibt es dann viele nützliche Tip's.


    Schöne Grüße


    Heiko


    Edit: hier ein paar Anregungen für dich! ;)


    https://www.co2air.de/thema/10…ebuch-vom-umbau/?pageNo=1


    https://www.co2air.de/thema/106736-hw30s-tagebuch-vom-umbau/


    https://www.co2air.de/thema/10…a-280-tagebuch-vom-umbau/

    Mitglied im Europäischen Bundesrat für verbastelte Druckluftwaffen.
    Planlos geht mein Plan los.


    !!! Bitte keine Anfragen mehr, ob ich etwas fertigen kann !!!

    Edited once, last by Ferrobell ().

  • Hallo Heiko,


    vielen Dank für Deine Nachricht.


    Bilder zu dieser Restauration habe ich ein paar für mich gemacht, dabei aber nicht so auf die Qualität geachtet, weil ich nicht plante, sie hier reinzustellen.
    Was ich habe, lade ich aber trotzdem mal hoch ( vorher / nachher ).


    Es war ein Schnäppchen und ist auch mehr Liebhaberei.
    Ich werde das Gewehr wohl mehr putzen und ansehen als schiessen, weil ich das nur, zusammen mit einem befreundeten Schützen innerhalb seines Vereins machen kann, da die Waffe sicherlich über den legalen <7,5 J schiesst.


    Mein Vater hat früher Vorderladerwaffen heißbrüniert. Da habe ich manchmal mitgeholfen. Wenn sich die dünne Kaltbrünnierung irgendwann abnutzt, werde ich da nochmal rangehen.


    Vielen Dank nochmal und Grüße zurück
    Ralfco2air.de/wcf/attachment/214402/co2air.de/wcf/attachment/214404/co2air.de/wcf/attachment/214399/co2air.de/wcf/attachment/214400/co2air.de/wcf/attachment/214399/



    PS: Gerade habe ich mir einmal Deine Arbeiten angesehen.
    RESPEKT - Ganz großes Kino. Vor allen Dingen Deine Schafterhöhungen !!!

  • Sehr schön geworden deine HW 35 :thumbup:
    Zur Altersbestimmung... Wenn du eine HW 35 hast mit der umlaufenden Rille in der Systemhülse in Höhe des Kimmenblattes, wie es deine hat, ist die HW ganz sicher aus den sechziger Jahren oder älter.
    Die Umstellung auf F kam dann etwa ab Seriennummer 340000

  • Danke für den Hinweis.
    Ich bin schon sehr erstaunt, wie gut das Gewehr schießt, obwohl es über 50 Jahre alt ist.
    Die Kolbendichtung ist zwar noch aus leder, aber vermutlich nicht mehr die des Herstellungsdatums.


    Die Laufdichtung ist nicht mehr aus Leder, jedoch auch nicht aus diesem weißen "Kunststoff", wie die heutigen Dichtungen.
    Ein dünner schwarzer Gummiring.

  • Die Lederdichtung hält ewig... Damit die Lederdichtung schön geschmeidig bleibt ab und zu ein paar Tröpfchen Öl in den Transferport geben. Aber wirklich nur alle 10000 Schuss oder so, und sehr sparsam ölen, zwe drei Tröpfchen reichen.
    Zur Laufdichtung:
    Es gibt keine Gummiringe für die HW. Entweder die Laufdichtung ist aus Leder oder aus Weiß bzw. Transparentem Kunststoff. Wenn da ein O Ring drin ist ist der nicht original.

  • Danke für den Tip zur Kolbendichtung.


    Dann schätze ich mal, des es sich bei der Laufdichtung tatsächlich um eine Improvisation mittels O-Ring handelt.
    Ich habe ihn mal rausgenommen, weil ich eine neue Laufdichtung einsetzen wollte.
    Die neue Dichtung ( weißer Kunststoff ) ist viel höher und passt bei weitem nicht in die runde Nut.
    Also hab ich den Gummiring erstmal wieder eingesetzt. Damit ist sie auch Dicht. Wenn das mal nicht mehr der Fall ist, dann sehe ich mir das genauer an.


    Ich habe dann noch etwas von der Beize wieder weggeschliffen und den Schaft dann mir Holzbutter behandelt. So sieht das Ganze etwas "lebendiger" aus.
    Hier noch 2 Bilder.


    Inzwischen hab ich noch ein altes Bisley 6x32 montiert. Passt ganz gut.


  • Für die HW 55 gibt es die originale Lederlaufdichtung beim Schneider hier
    Die Lederdichtung ist auch für die HW35 nutzbar, allerdings muss man sie anpassen... Ich habe sie schon öfter in alte HW 35 verbaut, wegen der Originalität