Frage zu Anschütz 250

  • Hallo Liebe Kollegen,
    Ich habe mir in der letzten Zeit bis auf ein paar wenige, fast alle Preller vom Hals geschafft
    und konzentriere mich auf die alten Federdruck-Matchgewehre. Mittlerweile besitze ich
    2 FWB 300 S, 1 Haenel 312, 1 Diana 75, 1 Anschütz 380 und neuerdings auch 1 Anschütz 250.


    Wie ich es inzwischen von den meisten dieser Gewehre gewöhnt bin, schiesst sie absolut genau,
    Loch in Loch und ich spüre eigentlich nichts von einem Prellschlag, im Grunde genommen perfekt.
    Was mir aber auffällt, es ist das einzige meiner Gewehre, dass nach dem Auslösen nicht im Ziel
    bleibt, ich kann also nicht vernünftig nachhalten, das ZF steht nach dem Schuss immer 2-3 cm
    über dem Treffpunkt.
    Könnte es sein, dass im Laufe der Jahre vielleicht ein paar Tröpfchen Öl sich aus dem System
    verabschiedet haben, oder kann sowas normal sein?


    Fällt mir halt auf, weil die anderen das nicht machen, hab dafür keine Erklärung, die Schraubverbindungen
    habe ich überprüft, alles fest.
    Wisst Ihr vielleicht was, was ich nicht weiß?


    Herzliche Grüße
    Kurt

  • Schade, hatte wirklich gehofft, dass mir jemand was zu dem Thema schreiben könnte,
    kann mir nicht vorstellen, der einzige zu sein, der eine 250er Anschütz besitzt.

  • Ich hätte nur eine Theorie:
    Das A250 hat ja ein Dämpfungssystem.
    Könnte es sein, dass dieses zwar perfekt arbeitet, um den Einfluss auf die Schussentwicklung aufzuheben, dass innere System danach aber doch ins Ende des äußeren Systems läuft und trotz sanfter Verzögerung zu einer Bewegung des Gewehrs führt?
    Nicht hart, daher wenig spürbar, aber dennoch ausreichend.



    Stefan

  • Moin Stefan,
    schön, dass Du Dir Gedanken machst und wie ich nach einer Erklärung suchst. Problem ist,,
    Ich besitze die Anschütz erst ein paar Wochen, habe sie zusammen mit 2 anderen Luftgewehren
    durch meinen Sohn, der in Oberfranken lebt, vermittelt bekommen und habe somit keinerlei Kontakt zu
    dem Vorbesitzer gehabt.
    Bei dem Konvolut war auch eine sehr gut erhaltene FWB 300 S dabei, sodass ich annehme, dass die
    Anschütz seine erste Vereinswaffe war und die FWB die zweite und er vielleicht inzwischen auf
    Pressluft umgestiegen ist oder aus Altersgründen ganz aufgehört hat.


    Daher weiß ich halt auch nicht, ob die Anschütz in ihrem langen Dasein (Baujahr 1968) mal eine
    Überholung erfahren hat, oder ob sie vielleicht seit Jahren unbenutzt herumstand.
    Mal sehen, vielleicht krieg ich ja durch meinen Sohn mal Kontakt mit dem Vorbesitzer, auf jeden
    Fall lasse ich mir von Gothaern mal alles zuschicken, was die an Dichtungen und sonstigen Teilen
    noch haben, damit ich sie notfalls mal selbst reparieren kann.


    Herzliche Grüße
    Kurt

  • Ich würde mal sagen die Hydrodämpfung hat über die Jahre etwas gelitten. Funktioniert zwar noch, aber dämpft nicht mehr so richtig. Gotha hat zwar noch ein paar Ersatzteile, aber wenn man das Dämpfungsystem komplett überholen muss ist man ganz schön aufgeschmissen.


    Hier gibts noch ein paar Sachen die Gotha nicht hat: http://www.customgunparts.co.uk/page7.html

    Gruß Patrick

  • Danke Patrick,
    ist bestimmt ein Supertip von dir. Sobald mein Sohn wieder zuhause ist, muss er ran, er hat
    noch nicht soviel Englisch vergessen, wie ich.
    Die Anschütz 250/380 sind so geile Gewehre, schade, dass es da nicht so eine Ersatzteilpolitik
    gibt, wie bei FWB. Zum Glück gibt's hier im Forum immer wieder Leue, die's draufhaben und die
    auch helfen wollen.


    Herzliche Grüße
    Kurt

  • Hallo Kurt,


    ich besitze auch ein FWB 300 und ein Anschütz 250. Das FWB ist etwas genauer. Die beiden nehmen sich aber nicht viel.
    Ich denke das der Dämpfer defekt.
    Die Dichtungen halten leider nicht ewig.
    Du wirst eine Reparatur durchführen müssen. Bei mir war die Feder noch völlig in Ordnung.
    Das ganze ist aber durchaus machbar. Das Anschütz 250 ist es auf jedenfall wert.


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    Gruß


    Fritz