Welche DSLR (digitale Spiegelreflexkamera) bis ca. 750€?

  • Hallo Leute!


    Gut, ich weiß, wir sind hier kein Foto-Forum, aber wir haben halt die besten und schlauesten User der Welt, daher ....



    ... nachdem meine Nikon D90 nach nur 6 Jahren ihren Dienst quittiert hat, suche ich nun etwas Neues zum Spielen. Ich bin Hobby-Knipser und brauche keine allzu komplexen Spielereien, eine einfach zu bedienende Kamera ist mir allemal lieber als eine Enigma.


    Aber auch nach Stunden (!) der Suche im Netz bin ich eher noch verwirrter als schlauer. Sicher hat jemand von euch einen guten Tipp auf Lager:


    Ich suche eine neue DSLR mit einem (ggf. als Zusatz in einem Kit) Objektiv, das eine gute Bandbreite der Anwendungen abdeckt, also z. B. sowas wie ein 75-300mm. Die Kamera sollte RAW-Aufnahmen machen können und auch eine ganz gute Video-Qualität wäre nicht schlecht.


    Ansonsten muss sie eigentlich nichts haben, also kein IR, kein WLAN und sonstige Spielereien. Ich nutze das eh nicht! Wirklich nicht. Brilliante Fotos ohne viel Fummeln, das wäre geil. Also recht pur von den Funktionen her, aber gut, was die Aufnahmequalität angeht. Aufnahmen bei Dunkelheit oder schlechtem Licht wären durchaus interessant, aber nicht der Schwerpunkt.


    So um die 24 Mega Pixel sind wohl Standard, richtig?


    Sets bei Amazon erscheinen mit oft sehr teuer, wenn man den Body einzeln kauft und dann ein zusätzliches Objektiv, ist das oft viel billiger. Oder übersehe ich da was? Wobei ich tatsächlich eher vor Ort kaufen werde.


    Die Canon EOS2000D würde mir schon gefallen, also so in diese Richtung. Von Nikon bin ich pers. enttäuscht und bedient, die Kamera hatte nur sehr wenige Auslösungen und war wie gesagt nach nur 6 Jahren so hin, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt.


    Danke für Hinweise auf gute Geräte. :n12:


    Jens

  • Ich suche eine neue DSLR mit einem (ggf. als Zusatz in einem Kit) Objektiv, das eine gute Bandbreite der Anwendungen abdeckt, also z. B. sowas wie ein 75-300mm

    Wenn du für deine Nikon schon gute Objektive besitzt, würde ich natürlich zu den Objektiven wieder einen passenden Body kaufen. Muss ja nicht das aktuelle Top Modell sein - sinnvoll wäre ein Vorgänger, welcher vielleicht auch gebraucht nochmal günstiger wäre. Groß sind die Unterschiede ehh nicht mehr von Jahr zu Jahr bei den Cams.


    Von Kit Objektiven würde ich abraten. Lieber nur den Body kaufen. Selbst wenn ein Kit nur 50€ mehr kostet....genau das ist das Objektiv auch nur Wert und entsprechende Bilder kommen raus - egal wie gut der Body auch ist. Gute Objektive sind in der Regel ebenso oder teurer als der Body. Megazooms decken zwar viel ab sind aber in der Regel nicht besonders lichtstark oder fallen schnell ab und auch nur in einem engen Brennweitenbereich wirklich von der Abbildungsleistung sehr gut. Der Rest ist dann so la la. Sehr oft sind das dann unscharfe Ränder, Vignettierung oder Farbfehler an den Kanten im Bild.


    Lieber mehrere gute Objektive mit einem kleineren Brennweitenbereich jeweils. Tamron, Sigma, Tokina...


    Hab mir selbst erst eine neue Cam gekauft (besitze eine Nikon 5200 und einige Objektive) aber keine DSLR sondern ne kompakte. Ganz einfach, weil man die DSLR dann doch oft "spontan" nicht mitnimmt, schon gar nicht mit mehreren Objektiven. Meine neue ist ne Sony DSC RX100 V und ich bin begeistert. Das Zeiss Objektiv ist der Hammer und was heutzutage in dieser Kompaktlasse möglich ist.


    Vielleicht einen Blick wert, je nachdem was du machen willst.

  • Wenn du bereits Nikon Erfahrung und ggf auch Nikon Objektive hast, hätte ich wieder eine empfohlen. Aber eigentlich ist Spiegel out, finde ich zumindest....
    Ich nutzte das spiegellose Sony System, momentan die A7II und bin sehr sehr angetan. Vorher hatte ich eine Panasonic Lumix FZ1000, die war auch sehr gut, vor allen wenn man Videos mag. Nikon's 5000er und 7000er Serie gefällt mir rein zum Fotografieren auch, aber zu groß, schwer und nicht auf dem Stand der Zeit, zumindest meine Meinung.
    Daher Sony und zufrieden ^^

  • Danke euch beiden für den Input.


    Das Objektiv war angeblich auch reparaturbedürftig, daher bin ich wieder frei bei der Auswahl. Es mag albern sein, sich nach so einer singulären Erfahrung von einer Marke abzuwenden, aber ich bin da konsequent.


    Spiegellos wäre natürlich auch was, aber die Sony-Reihe ist natürlich preislich noch mal eine andere Liga, wenn auch wohl ein feines Gerät.


    Jens

  • Muß es überhaupt eine DSLR sein oder geht nicht auch eine Kompakte. Ich bin wegen Handgelenksproblemen auch von der A65 von Sony zur Sony RX100VI gegangen.
    Momentan nutze ich sie nur im reinen Automatikmodus und bin begeistert. Im kommenden Urlaub werde ich mich aber auch mit den ganzen Einstellmöglichkeiten befassen.
    Sie ist klein und dadurch immer dabei. Handlich das ich mit einer Hand knipsen kann und mit der anderen Hand die Hundeleine halten kann.
    Ok mit 1150 Euro deutlich über deinem Budget aber vielleicht reicht ja auch die RX100V oder ein kostengünstigeres Modell eines anderen Herstellers.
    Es ist schon ein Unterschied ob man bei einem Ausflug eine 250-Gramm-Knipse in der Gürteltasche griffbereit hat oder eine mehrere Kilo schwere Fotoausrüstung im Rucksack mit sich rumschleppt.
    Gruß und viel Spaß bei der Entscheidungsfindung
    Doly

  • Die RX100 ist eine sehr feine und kleine 1Zoll Kamera. Als Backup-Kamera oder für die Muddi jederzeit... Wie gesagt, auch die Panasonic FZ1000 kann ich als "eine für alles" Kamera empfehlen. Brennweite ohne Ende, gerade die richtige Größe für Männerhände, kann RAW und Videos in 4k. Und mit der ihrem AF kann nicht mal meine A7 mithalten...

  • Bei der Sony RX100 Serie kann man, wenn es um Fotos geht auch zur sehr günstigen Mark III greifen. Die IV würde ich nicht nehmen, wenn dann wie ich die V(A). Die VI wäre mir ganz ehrlich deutlich zu teuer, denn der Mehrwert liegt nur im Filmbereich und dem Touchscreen und leider ist der ND Filter auch nicht mehr drin. Dafür fast das doppelte hinlegen, muss man sich schon sehr überlegen.


    Ebenso bei vielen anderen Kameramodellen, egal welcher Hersteller. Die Modellpflege Jahr für Jahr ist teils extrem gering und es lohnt sich auf jeden Fall, nicht das aktuelle Modell zu kaufen. Was bei der RX100 V vs VI gilt, ist auch bei vielen anderen gültig. Wenns um Fotos geht sind die Cams meist nahezu unverändert / identisch von der Qualität. Hier wird nur an Details geschraubt und aktuell eben vor allem im Videomode -> 4K.


    Wenns um Cams geht mit festem Objektiv auf jeden Fall Testbilder ansehen und vergleichen. Ich hatte auch noch die Canon Powershot G7 X Mark II auf dem Radar, da ich früher auch Canon DSLR hatte und immer wieder ein Modell der IXUS Serie aber zwischen der G7 X Mark II und der RX100 Serie liegen in der Abbildungsqualität Welten. Da ist sogar die alte III besser als die aktuelle Canon Stichwort Randunschärfe.

  • Schau dir mal die Objektiv-Kameras von Panasonic an.
    Nimm ein eher kompaktes Modell und schau nach einem
    das gerade einen Nachfolger bekommen hat.
    Die Qualität ist sehr gut und das Preis-Leistungsverhältnis
    ist kaum zu toppen.


    Gruss von einem eingefleischten Nikon-Fan ;)

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Da werfe ich mal die Fuji XE-3 in den Ring. Eine sehr kompakte Systemkamera, allerdings ohne Spiegel, würde aber ungefähr in dein Budget passen. Ich selbst benutze noch eine XE-1.

    LG aus Ostfriesland von der Küste.
    Das Leben an sich ist sehr gefährlich und endet tödlich. Immer.

  • Ich hab die Canon EOS 650D ich mag das Teil hatte die gebraucht auf Ebay erstanden.
    Von daher würde ich die 750er oder 800er EOS empfehlen Passen auch beide in dein Budget und es gibt auch sehr gute Objektive von Drittanbietern. Ich hab mich bewusst gegen die 4stelligen Canon Einsteigermodelle entschieden da ich den Schwenkbaren Touchscreen haben wollte.
    Denn selbst bei schwierigen lagen kann man noch sehen was man aufnimmt.


    https://www.amazon.de/Canon-SL…or-Objektiv/dp/B00TFDDNZM


    https://www.amazon.de/Canon-EO…fRID=J4AVSY7N78W379S4AYXY


    Noch ne Stufe besser wäre dann:


    https://www.amazon.de/dp/B06W2…760674_t2_B06X6LMVFW?th=1


    Ich finde die Canons doch recht intuitiv die Haptik ist mehr als ok.

  • Die Sache ist eigentlich wie immer im Leben, die eine Eierlegendewollmilchsau gibt es nicht. Daher wäre es gut zu überlegen, was will ich machen, was brauche ich. Will ich die Möglichkeit haben Objektive zu wechseln oder reicht mir eines. Soll es klein, kompakt oder gross sein.


    Ich komme zb mit den kleinen wie RX100 nicht klar und selbst die Alpha 5000 Serie ist mir zu klein. Wobei letztere auch eine Empfehlung wäre.
    Außerdem bin ich faul und fotografiere nur in JPEG. Und genau da ist Sony und Panasonic sehr schön. Was da out of the Box kommt ist oft schon mehr als überzeugend.


    Dann wäre da noch der Sucher! Für den einen unwichtig, für den anderen unverzichtbar. Es gibt Kameras da wirkt ein Blick durch den Sucher wie ein Blick in die Schneekugel, und dann gibt es Kameras da denkst du "wow das ist es" so wie es mir damals mit der FZ1000 ging. Also am besten am Wochenende mit der Muddi los in die Stadt und Kameras in die Hand nehmen und ausprobieren, wäre mein Tip. Und beim Budget immer den Ersatzakku und einen vernünftigen Gurt mit auf dem Schirm haben, dass sind auch noch mal gut 100€.

  • Die Größe der RX100 ist wirklich gewöhnungsbedürftig wenn man aus dem DSLR-Bereich kommt.
    Ich habe z.b. immer die Schlaufe ums Handgelenk damit sie nicht zu Boden stürzen kann.

    Außerdem gibt es ein Zubehörteil zum Aufkleben damit verbessert sich die Griffigkeit ungemein

    Hier auf dem Foto links neben dem Objektivring bis zur Kante zu sehen.

  • Hi Flammpanzer.


    Ohne die anderen Antworten gelesen zu haben, gehe ich nur direkt auf deine Fragen ein.
    Ich konnte nicht erlesen, dass du mit der Größe und dem Gewicht deiner Nikon unzufrieden bist.
    Warum nicht wieder eine DSLR? Ich weiss, die sogenannten Systemkameras sind zZ. das must have.
    Aber wie schon geschrieben, warum von Nikon weg, wo du schon Erfahrungen mit dem Menü usw. gesammelt hast.
    Ich bin von MFT (Panasonic,Olympus) wieder zurück zu Sony DSLR, weil ich die Preise einfach unverschämt finde.


    Wenn dir die Bilder der Nikon gefallen haben, lass dich hier nicht zu einer Kamera mit kleinem Chip überreden. Du merkst es früher oder später.

  • Größe ist nicht alles, im Leben wie auch beim Fotografieren ;)


    Großer Sensor nützt überhaupt nichts wenn dann ein Lichtschwaches Objektiv davor hängt... außerdem sollte man dann auch die Größe der erzeugten Datei (Foto) bedenken, gerade in RAW ^^

  • Größe ist nicht alles, im Leben wie auch beim Fotografieren

    Bein Sensor schon, der größere holt viel mehr Licht.
    Spiegel sind für Tele-Objektive kein Problem, bei
    Weitwinkeln aber schon, der Abstand zum Sensor
    erfordert sehr aufwendige Konstruktionen. Das geht
    mit einer spiegellosen Kamera deutlich eleganter und
    preiswerter. Das Ganze wird auch noch kompakter.
    Die Erfahrung zeigt daß man eine kompaktere Kamera
    eher mal dabei hat als die große SLR.
    Einziger Vorteil der SLR ist der Sucher. Das spielt aber
    für Gelegenheitsfotografen keine große Rolle.

    Weise einen intelligenten Menschen auf einen Fehler hin und er wird sich bedanken.
    Zeige einem dummen Menschen einen Fehler und er wird dich beleidigen.

  • Ich habe eine Canon EOS 60D. Davor hatte ich eine 10D und somit schon einige Objektive. Da Objektive in der Regel nicht verschleißen, ist man dann schon am System gebunden.
    Ob man nun eine all-in-one Cam nimmt oder eine echte SR mit Wechselobjektiven würde ich vom Einsatzzweck abhängig machen. Wie eigentlich immer im Leben, hat Beides Vor- und Nachteile.
    Allerdings sind heutige Handykameras auch schon sehr gut, so dass man im Prinzip auf eine kleine Cam für unterwegs verzichten kann. So könnte man dann überlegen eine richtige SR zu kaufen.
    Das so mal als Gedankenanstoß.


    Ach ja - wenn man vernünftig Blitzen will, sollte die Kam eine externe Blitzanlage steuern können. Das geht mit Cams nicht, die keinen X-Kontakt haben oder sich besondere Blitzmodi nicht abschalten lassen. Blitzköpfe sind nicht besonders teuer. Zwei davon und man hat enorme Möglichkeiten.

  • Ich bin der Meinung, und da schließe ich mich mit ein, kaum einer wird erkennen ob ein Foto von einem 1Zoll, C oder Vollformat Sensor erzeugt wurde.
    Nicht der Sensor macht das Bild sondern der kann auch nur das erzeugen was das Objektiv abbildet. Und die vermeintliche bessere Lichtausbeute wird bei den meisten Nutzern durch ein ungeeignetes Objektiv eingebremst. Das ist wie bei unseren Flinten die durch den Transferport gedrosselt werden, ist im Grunde nichts anderes.
    Ein kleiner Sensor kann mit einem guten Objektiv die gleiche, wenn nicht gar bessere Leistung bringen wie die großen. Das sieht man doch auch an den immer besser werdenden Handykameras. Kein mir bekanntes Handy nutzt 1Zoll Sensoren oder größer.


    Das hat auch nicht mit übereden wollen zu tun sondern ist einfach eine Antwort auf die Fragestellung des Themen Starters.
    Da passt eine FZ1000 mit den 25-400mm Leica Objektiv nun mal optimal. Dazu f2,8-4 und den AF der großen Panasonic Serie + OLED Sucher und Klapp-Schwenkdisplay.


    Meine FZ hatte ich mal mit auf der Hochzeit eines Freundes und den ihr Profifotograf mit seiner Canon MK5 und einem Koffer voller Objektive, der hat sich im Anschluss auch noch eine FZ geholt weil er die wirklich gut fand. Klar ersetzt das nicht eine Profiausrüstung, aber das war hier auch nie die Frage ^^


    Ich habe mit meiner A7 mehr ausschuss Bilder durch falsch gesetzten AF als mit der FZ. Dafür kann die A7 Lowlight und Makro natürlich viel besser, was aber wie schon gesagt, das entsprechende Objektiv vorraus setzt.
    Nur dafür und weil ich grundsätzlich nie den Blitz benutze, habe ich mir eine Vollformat geholt, sonst wäre ich bei der FZ geblieben und hätte nicht 2000€ ausgegeben.