Wer hat schon mal ein Dreyse Luftgewehr gesehen???

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  • Einen guten Abend die Herren Luftgewehrsammler

    Ich habe hier einen Katalog vorliegen der etwa aus dem Jahre 1895 stammen muß, abgebildet zwei Luftgewehre der Firme Dreyse aus Sömmerda. Ich beschäftige mich schon eine Weile mit dieser Firma aber dies sind die ersten Abbildungen einer Luftdruckwaffe dieses Herstellers.



    abgebildet ist die einfache und die bessere ausführung einer "Haarbolzen - Büchse",
    die obere einfache hat eine Kurbel die vermutlich oberhalb vom Abzug aufgesteckt wird zum spannen

    die untere mit Stechschloß hat unter dem Vorderschaft einen Hebel der durch drehen vermutlich spannt, zwischen Abzug und dem Spannhebel sieht man quer einen Hebel der einen Walzenverschluß bedient um das Geschoß einzulegen.

    sieht vermutlich so ähnlich aus



    das Kaliber ist mit 6,27 mm angegeben, keine Ahnung ob Zug oder Feldkaliber oder der Durchmesser der Bolzen, erinnert natürlich an die 6,35 mm. Bleigeschoße waren auch lieferbar.
    Wer hat schon mal ein Luftgewehr, vielleicht bezeichnet mit Dreyse oder Sömmerda oder auch beidem gesehen oder besitzt gar eins?

  • Mensch danke, auf die Sammlung im Zeughaus hätte ich selber kommen können vor allem da ich mit dem Leiter der Sammlung schon mal in Kontakt war. Das dürfte ein Exemplar aus der Sammlung der Familie Dreyse sein die damals als Schenkung an den Kaiser in Zeughaus gelangt ist. Sieht aus als wenn es eine ältere Ausführung der oberen Waffe ist, die Öffnung zum Einsetzen der Kurbel.

    https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/3UUOBFHV5…ZT3MUSVJ4WJIINI

    danke für deine Mühe, jede kleine Info zählt

    noch eine weitere Info, das einfache Modell kostete 50 Mark, das bessere 60 Mark, der Stecherabzug dann noch mal 5 Mark mehr

    hat jemand die Preise für vergleichbare Modelle aus dieser Zeit? Ich vermute das die Preise im oberen Rahmen des damals üblichen lagen.

  • im Katalog vonWill 1902 finde ich ein Modell das große Ähnlichkeit mit dem Dreyse Luftgewehr aufweist



    zum leichteren Vergleich habe ich Die Dreyse Waffe im Zeughaus einmal gespiegelt

    so ist natürlich richtig

    das könnte einen Spur sein, Bilder eines solchen Will Luftgewehres würden mich mal interessieren

  • Ich habe einen Kurbelspanner mit Stecherabzug nach der Bauart von Oskar Will.
    Vielleicht ist es von Will, hat aber keine Beschriftungen. Das System ist dem aus
    dem Will katalog sehr ähnlich.
    Die Dreyse Modelle sind völlig anders und spielen in einer höheren Liga.

  • hallo danke für jeden beitrag

    Pellet, das eine bestimmte Waffe keine Beschriftung hat ist nicht ungewöhnlich!
    Die wurden solcherart "weiß" an den örtlichen Büchsenmacher verschickt der dannn seinen eigenen Namen eingravieren oder stempeln konnte bevor er die Waffe verkaufte. Ich würde schon davon ausgehen das die Waffe bei Will/Venuswaffenwerk gebaut wurde.
    Nach meinem jetzigen Kenntnisstand ist das erste Dreyse Modell eventuell schon in den 1880 iger Jahre konstruiert worden. Wie man sieht waren die Gewehre in der Qualität von Jagdgewehren gebaut und auch damals sehr teuer. Ich haben einen Katalog der Waffen und Muntionsfabrik Sömmerda, zwischen 1899 und 1902. Leider unvollständig aber Luftgewehre sind nicht drin.
    Ich sehe eine große Ähnlichkeit zwischen dem Dreyse Luftgewehr mit Kurbel und dem Will Modell mit Kurbel, später dann der Bügelspanner. Die Sache würd sich hoffentlich aufklären wenn ich bessere Bilder der Waffe aus dem Zeughaus inder Hand habe.
    Das Will Luftdruckgewehr ist in den Katalogen bis zum 2. Krieg enthalten, als beliebteste Waffe für Schießbuden muß es eines der stabilsten Modelle im Dauergebrauch gewesen sein.
    Riecht für mich nach einer Dreyse Konstruktion. Auch preislich war es eines der teuersten Luftgewehre, wenn nicht das teuerste.

    hier aus dem 1923 Burgsmüller Katalog, ist alles "Burgsmüller" aber eigentlich von Venuswaffenwerk!

    Bisher denke ich das Will das Dreyse Luftdruckgewehr nachgebaut hat, ob mit oder ohne Lizenz. Vermutlich gab es ein Patent das aber schon abgelaufen war.

    könntest du Bilder deines Kurbelspanners einstellen?


    für das von mir abgebildete zwote Modell mit Hebel unter dem Vordershaft habe ich bisher keine Waffe finden können

  • Kurbelspanner und Bügelspanner sind zusammen im 1902 Oskar Will Katalog abgebildet, auch noch im 1913 Stukenbrok Katalog. Beim Kurbelspanner steht da die Bemerkung " ein altbewährtes gutes Luftgewehr" , in meinen Augen der Beweis das dies die ältere, original Konstruktion ist. Und wenn Will das Dreyse Gewehr weitergebaut hat dann war dieses Modell 1913 schon 20 -25 Jahre alt und somit altbewährt.

    Ein zusätzliches Teil wie die Spannkurbel hat natürlich immer was unbequemes deshalb hat man versucht den Spannhebel mit der Waffe fest zu verbinden. Man gehe mit einer solchen Kurbel in den Stall auf Rattenjagd, das ist unpraktisch. Deshalb die Modifikation zum Bügelspanner die sich dann durchgesetzt hat.

  • Dies Art Luftgewehre wurden ja nicht nur hier gebaut.
    Diese Schießbudengewehre (Gallery Guns) waren auch in den USA
    sehr beliebt. Und es gibt alle möglichen Bauarten. das aus dem Link
    entspricht recht genau der zweiten Abbildung aus dem Katalog von 1895.

    https://www.swatexchange.com/listings/view/1988

    Hier eins von Fischer aus New York:

    https://forum.vintageairgunsgallery.com/spring-piston-…-gustav-fisher/

    Eins von David Lurch:

    https://www.pyramydair.com/blog/2012/05/g…art-gun-part-2/

    Edited once, last by Pellet (January 27, 2019 at 9:49 PM).

  • das ist hochinteressant, ich fasse mal die links und bilder hier zusammen:

    https://www.swatexchange.com/listings/view/1988


    "Up for auction is a very nice and extremely rare circa 1860's-1880's lever crank "Gallery" air gun. We believe this to be a Selma Eggers of New Bedford MA manufactured rifle."


    https://forum.vintageairgunsgallery.com/spring-piston-…-gustav-fisher/




    "While this rifle is not maker marked, Mr. Blaisdell's notes attribute the rifle to Gustav Fisher of New York. The entire barrel assembly rotates to the right for loading. Fisher was active in New York City after the Civil War and also built percussion double fowling pieces."


    https://www.pyramydair.com/blog/2012/05/g…art-gun-part-2/









  • kennt ihr Lindner, den bedeutendsten Suhler Büchsenmacher in den Vereinigten Staaten? Hier kennt den kein Mensch und die ihn kennen nennen ihn Rucksackbüchsenmacher, der hat nicht gebaut sondern nur verkauft. Die Nummer 1 und die Nummer 2 sehen mir sehr nach deutscher Fertigung aus mit dem Stecherabzug, die Nummer 2 ist wirklich hochinteressant ,vor allem mit der Gravur. Es ist für mich bezeichnend das die Waffen nur Amerikanischen Herstellern zugeschrieben werden, es gibt scheinbar keine handfesten Beweise.
    Bei Waffe No. 3 bin ich mir nicht sicher aber das Innenleben ist zumindest eine genaue Kopie dessen was ich bisher über deutschen Luftgewehre dieses Typs gelernt habe.

    Edited 2 times, last by lancaster (January 28, 2019 at 10:35 AM).

  • Hallo Leute,

    Beim Suchen im Internet nach Lösung für meine Fragen, bin ich auf diesen Beitrag hier im Forum gestoßen.

    Ich habe ein solches Kurbel-Luftdruckgewehr, dessen Herstellername mir allerdings nicht bekannt ist.
    Dieses Gewehr hat eine Abzugssystem was nicht funktioniert. Ich habe das ganze zerlegt und bin mir fast sicher, dass irgendein Teil fehlt. Eventuell hat hier schonmal jemand so etwas gesehen oder eine Idee wie die Funktionsweise vom Abzug ist.

    Auf einem Bild markiert von 1-4 ist das System zu sehen.
    Meines Erachtens nach müsste das Teil 1 in irgendeiner Weise das Teil 3 nach unten ziehen um Teil
    4 freizugeben.

    Ich bin euch für jede Hilfe, Idee oder Tipp dankbar


  • Ohne das System zu kennen, kann ich mir so etwas in der Art vorstellen.
    Der Abzug 1 muss nach oben gedrückt werden, um die Rastklinke 3 daran zu hindern, nach unten zu rutschen und die Stange 4 freizugeben.
    Sobald man den Abzug 1 betätigt, rutscht der obere Teil des Abzuges 1 in die Lücke der Rastklinke 3 und diese kann nach unten klappen.
    Damit das funktioniert, müsste eine Feder den Abzug 1 immer in die Ausgangsposition zurück drücken. Das könnte z.B. ein Federblech, wie hier rot eingezeichnet sein.

    Ist aber alles nur Theorie.

  • Ohne das System zu kennen, kann ich mir so etwas in der Art vorstellen.
    Der Abzug 1 muss nach oben gedrückt werden, um die Rastklinke 3 daran zu hindern, nach unten zu rutschen und die Stange 4 freizugeben.
    Sobald man den Abzug 1 betätigt, rutscht der obere Teil des Abzuges 1 in die Lücke der Rastklinke 3 und diese kann nach unten klappen.
    Damit das funktioniert, müsste eine Feder den Abzug 1 immer in die Ausgangsposition zurück drücken. Das könnte z.B. ein Federblech, wie hier rot eingezeichnet sein.

    Ich glaube es nicht besser zu erklären zu können. Nur sind mir 3 Punkte unerklärlich, siehe Bild.

    Der Pfeil zeigt wo die Blattfeder vom Abzugsblech den Abzug zurückdrückt (siehe Bild Snap1).