Holz lacken oder nicht?

  • Hab mal eben ne ganz doofe Frage....


    ich habe ein Stück Holz nun ordentlich durchgeölt, sodass es kein Wasser mehr ziehen kann...
    Muss ich es nun noch zwangsläufig für die Wetterfestigkeit lacken?
    Reicht nicht das ölen aus?


    Das wars schon :P


    Gruß
    Rene

  • Überleg doch mal.
    Mal mal über einen Oilfilm.

    Hmmm bei der Antwort bin ich eigentlich noch verwirrter....
    Bei meiner Eingangsfrage war es für mich ganz außer Frage, ob das Lacken überhaupt geht.
    Für mich stand eigentlich fest: Erst Ölen, dann lacken.


    Dann dachte ich mir, wenn das Holz schon voll mit öl ist, dann kann es doch eh kein Wasser mehr ziehen. Der Lack wäre dann nur noch für die Robustheit / Kratzfestigkeit oder ähnlichem da.


    Hmmm mit deinem Kommentar weis ich gerade nichtmal ob ich da eh ein generellen Denkfehler habe...

  • Hmmm mit deinem Kommentar weis ich gerade nichtmal ob ich da eh ein generellen Denkfehler habe...

    Den hast du definitiv.
    Was macht man vor dem lacken?
    Richtig!
    Entölen und entfetten. :D
    Also kannst Lack auf öl knicken.
    Deswegen kannst auch einen Ölschaft nicht lackieren.

  • Hmmm bei der Antwort bin ich eigentlich noch verwirrter....Bei meiner Eingangsfrage war es für mich ganz außer Frage, ob das Lacken überhaupt geht.
    Für mich stand eigentlich fest: Erst Ölen, dann lacken.


    Dann dachte ich mir, wenn das Holz schon voll mit öl ist, dann kann es doch eh kein Wasser mehr ziehen. Der Lack wäre dann nur noch für die Robustheit / Kratzfestigkeit oder ähnlichem da.


    Hmmm mit deinem Kommentar weis ich gerade nichtmal ob ich da eh ein generellen Denkfehler habe...

    Grundsätzlich ölt man ja Holz um eine gewisse Robustheit und Wetterbeständigkeit zu erreichen, ohne Lackieren zu müssen.
    Nun kommt es aber auch darauf an, welches Öl Du für was genommen hast. Ein härtendes Öl kannst Du möglicherweise auch
    lackieren, wenn es lange genug durchgetrocknet ist. Ich kenne allerdings niemanden, der sowas schon probiert hat.
    Ein nicht härtendes Öl kriegst Du nicht lackiert. Aber solche Öle sind wiederum auch nicht besonders widerstandsfähig und wetter-
    beständig. Macht also auch keinen Sinn.

    Field Target Club Nordhessen
    SILHOUETTEN-STAMMTISCH NK GIFHORN

  • Der Arsc* vom Baumarkt damals....


    Ich hatte mal vor meine Küchenarbeitsplatte in Hartholz zu verbauen...
    Bin dann in den Baumarkt um mich zu beraten, wie man die in der Küche vor Wassereindringen und Kratzern schützen könnte... und der meinte erst ölen dann Clou Holz-Siegel (ist doch auch Lack oder nicht?) drauf.


    Ich hab damal unwissender weise natürlich ÖL sowie auch diesen Holz-Siegel und Verdünner für ca 20m² Mengen gekauft...


    könnt mir gerade in den Arsc* beißen^^

    Edited once, last by Renew ().

  • Einen geölten und ordentlich ausgehärteten Ölschaft könnte man durchaus auch noch Lackieren. Lacke gibt es mittlerweile auf so vielen Basen, egal ob Acryl, PU, Alkydharz und und und...
    Ich habe auch einen Französischen Öllack da der wird im Schiffbau verwendet und lässt sich genau so leicht verarbeitet wie zb. Danish Oil. Zu dem ist der extrem Wetterfest und wie beim Leinölfirnis Diffusionsoffen. Damit kann man problemlos über Danish Oil oder Leinölfirnis drüber gehen.


    Ich habe mit Danish Oil und dem Französischen Öllack zb Vogelhäuschen behandelt und die wiederstehen Regen Sturm und Schnee ohne irgendwelche Schäden. Man sollte jedoch genügend Schichten auftragen und nicht erst nach 10 Jahren auffrischen wenn das Objekt dem Wetter ausgesetzt ist.


    https://www.dictum.com/de/oele…-danish-oil-500-ml-705296


    https://www.dictum.com/de/synt…ack-farblos-500-ml-810086


    Das sind meine zwei habe benutzten Produkte und ich bin von beiden mehr als Überzeugt.

  • Wachs wäre allerdings auch noch eine Möglichkeit um noch etwas mehr Glanz und Tiefe aus einem schönen Holzschaft zu holen.

  • Nach dem Ölen ist Lack nicht mehr nötig.
    Das Öl schützt das Holz ausreichend.
    Als kleines Manko sollte man die Ölbehandlung hin und wieder wiederholen.
    Aber dafürich kann man kleiner Kratzer einfach ausschleifen und einfach partiell neu ölen,ohne dass es auffällt. Bei Lack sieht eine partielle Lackierung fast immer sch... aus.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!"
    Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom."

    Phil Robertson

  • Ölen reicht. Das Öl oder Leinölfirnis versiegelt das Holz bis in die Tiefe. Besser, als es ein Lack könnte, der nur die Oberfläche schützt. Bekommt der Lack einen Riß oder eine andere Schwachstelle, bättert ab, ... saugt sich das Holz unter dem Lack an der Lücke voll. Bei Öl nicht möglich. Öl bzw Leinölfirnis ist daher besser.


    Ausserdem haftet Lack schlecht auf geöltem Holz. ;)


    Gruß Play

    Feinwerkbau: (FWB 600, 601,602, 603, 300S, 65, 100, 150), Steyr 110, Anschütz SA 2001, Walther: (LGM2, LG90, LGR, WLA, P88), AR20, Air Magnum, Single, Weihrauch: (HW30, HW77, HW40, HW 75), Colt ((CO2):1911, M45 CQBP, SAA), Umarex: (MP40, C96, HPP, SA177), Smith & Wesson: ((CO2): 586, Chiefs Spezial), GSG: (M11, CP1-M, CR600W, PR900W, P08), Crosman: (2240, 1377), Norconia: (P1, QB78d), Diana: (D75, Stormrider, Chaser), Jandao (Tomahawk, Chase Star, Pony)

  • Entschuldige bitte @Renew, wenn ich mich hier einfach ran hänge...


    Ich habe den Schaft meiner Haenel III-60 grün gebeizt (Pulverbeize auf Wasserbasis) und geölt (Leinölfinis). Jetzt habe ich das Problem, dass ich bei feuchten Verhältnissen immer grüne Hände bekomme. Kann mir einer sagen was ich bei der Verabeitung falsch gemacht habe?


    Zu geringe Trockenphase Beize? (war ca 1 Woche)


    Zu geringe Trockenphase Leinöl? (war ca 2-3 Wochen)


    Oder Holz zu fein gewässert und geschliffen?

    Gruß Chris



    Perfecta 32 - Feinwerkbau 300S - Haenel III-60 - Diana 25 (BJ 55) - Diana 75 - Weihrauch HW 40 - Diana 75 T01 - Smith & Wesson 79 G - Umarex Legends S40 - Beretta PX4 Storm, in der Reihenfolge eingetrudelt :thumbsup:

  • Ich habe den Schaft meiner Haenel III-60 grün gebeizt (Pulverbeize auf Wasserbasis) und geölt (Leinölfinis). Jetzt habe ich das Problem, dass ich bei feuchten Verhältnissen immer grüne Hände bekomme. Kann mir einer sagen was ich bei der Verabeitung falsch gemacht habe?

    Unterschiedliche Hölzer nehmen die Leinölfirnis unterschiedlich an.
    Wahrscheinlich ist es hier nötig noch einige Male mit Leinölfirnis nach zu ölen.
    Ansonsten kann auf ausgehärteter Leinölfirnis mit Akrylfarbe lackiert werden.
    Kunstharzfarbe weiss ich nicht.


    und der meinte erst ölen dann Clou Holz-Siegel (ist doch auch Lack oder nicht?) drauf.

    in der Regel basieren die meisten "Holzöle" zu einem grossen Teil auf Leinölfirnis.
    Eventuell gibt die Artikelbeschreibung auf der Dose da noch etwas her?
    Also wie @rosi-77 schon beschrieben hat, man könnte auch noch drüberlackieren.


    Letztlich kommt es darauf an was man mit dem Ding vor hat.
    Wie @Esti schon geschrieben hat, ist der Ölschaft die robuste Sache für draussen.
    Ein Lackschaft sollte m.E. die Vitrine nicht unnötig verlassen. ;)

  • Ich sage mal, es liegt daran, dassdass du wasserlösliche Beize in Kombination mit Leinölfirnis genommen hast.
    Die Feuchtigkeit deiner Hand löst die Beize, weil die Leinölfirnis halt offenporig bleibt.
    Du müsstest entweder eine Beize auf Spiritusbasis nehmen oder den Schaft lackieren.
    Andere Option wäre, die Leinölfirnis mit Pigmenten einzufärben.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!"
    Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom."

    Phil Robertson

  • Das verwendete Öl war das hier:
    sonderpostenbaumarkt.de/marken…uF_IfeoBXtdgaAtTjEALw_wcB

    schade, aber vergiss' es. Da ist Canauba-Wachs enthalten, eine Lackierung geht wahrscheinlich in die Hose.
    Entweder hast Du gleich eine Orangenhaut drauf, oder die Haltbarkeit ist für den Eimer.


    Zur Endbehandlung würde ich jetzt das hier empfehlen.
    Dann könnte es später durchaus so aussehen.

  • Die übliche Leinölfirnis darf auch als Tiefengrund zum Lackieren dienen. Aber eine Lackschicht auf dem Holz ist eigentlich kontraproduktiv, weil Wasser in Lachschäden eindringen kann, den Lack unterwandert und im ungünstigsten Fall den Lack großflächig abplatzten lässt. Die Lackschicht verhindert auch ein schnelles Abtrocknen.
    Nun ölt man nicht jedes Außenholz, weil man geöltes Holz regelmäßig nachölen muss.


    Wer aber einen Ölschaft eines Gewehres lackiert, sollte mindestens ein Jahr ohne Bewährung bekommen.

  • aber nimmt das holz jetzt noch das andere Balistol-Schaftöl auf? wahrscheinlich eher nicht, oder?

    Eine kleine Flasche kostet 4,99€ und ist unbedingt einen Versuch wert.
    Meine Küchenarbeitsplatte freut ich auch immer wie Bolle über das Zeug. ;)


    im übrigen: ich will doch auch garnicht lackieren^^ meine eingangsfrage war, ob ich das jetzt auch so lassen könnte

    wenn es Dir gefällt? erst mal ja. Zur weiteren Pflege dann s.o.