Walther P22 - Schlitten abgerissen :(

  • Hallo,
    erst Mal noch frohes Neues!


    Diese Silvester Nacht war ziemlich kurz für mich, mein Schlitten ist beim Schießen abgerissen und hat mich am Finger verletzt.
    Nach nichteinmal 8 Schuss -.-


    Ich werde die Waffe auf jeden Fall bei Umarex einschicken und Mal schauen was sie sagen.


    Was ich von euch gerne wissen würde, ist es normal dass es mir den Schlitten nach 8 Jahren wegfetzt? Es sind maximal 500 Schuss durchgegangen! Nur an Silvester geschossen, davor und danach immer gründlich gereinigt.


    An der scharfen Munition kann es auch nicht liegen, das waren nur 2,3 Schuss...
    Okay das war n Witz :P


    Als Muni kam nur 9 mm P.AK zum Einsatz von Walther, Codex und Titan.


    Seit 4,5 Jahren ärgere ich mich ständig mit Klemmern rum, sehr sehr nervig...
    Kann sein, das dadurch der Schlitten immer stark belastet wurde und deswegen dann gerissen ist, allerdings hatte ich dieses Jahr bei den 8 Schuss keine Klemmer.


    Der Schlitten ist vorne gerissen, ein Stück hängt noch am Lauf. Hab Bilder gemacht, ich lade sie hoch wenn es am Handy geht.


    Dieses Jahr hab ich zum ersten Mal mit einem 4 Fach Abschussbecher von Perfect geschossen.


    Lohnt sich ne Reparatur (evtl. geht ja was auf Kulanz) oder lieber ne neue?




    Grüße

  • Scheint bei vielen Walther Waffen ein Problem zu sein.
    War vor Weihnachten beim Waffenhändler um die Ecke.
    Wir kamen auf Umarex vs. Zoraki zu sprechen.
    Dann hat er einen Karton voll mit gerissen Schlitten und abgebrochen Läufen gezeigt.
    War unglaublich viel P22 und P88 dabei.

  • Hoffe mal die Verletzung war nicht zu schlimm!?!


    Zink ist recht spröde. Ist die Pistole mal runtergefallen?


    Zwischenfrage: Was steckt denn da bei dir im Lauf drinn? Gewindeadapter von einem Mehrfachbecher, oder was ist das?

    Browning GPDA 8 x2, Geco 225 + 1910, Walther P 22 + P22Q + P 88 x2+ PK 380 + PPK + PP, HW 88 Super Airw., Erma EGP 55, Röhm Little Joe + RG 3 x2+ RG 9 + RG 56 + RG 69 + RG 96, Mauser HSC 84 + HSC 90 + K 50, Perfecta FBI 8000, H&K P30, IWG Government Sportclub IPSC, Reck Miami 92 + Commander + G5 "light" chrom + Baby, ME Mini Para, SM 110, Valtro 85 +98, Zoraki 906 + 914 + 917 + 2918, Umarex Python chrom, Berloque + diverse Luftdruck und Softairwaffen

  • Mein Beileid, schade dass so etwas scheinbar immer wieder vorkommt... Wenn du 8 Jahre schreibst, ist also von einer "alten" P22 ohne modifizierten Demontagebügel und ohne Stahlkugel die rede vermute ich mal. Ein Freund, dessen P22 aus Dezember 2006 stammt, hat sie an Silvester benutzt und auch vorher schon jedes Jahr zu Silvester geschossen, bisher keine Probleme.
    Bei so einer alten Waffe denke ich, dass Du dir lieber eine neue P22 (die ja mittlerweile auch verbessert wurde, zumindest im Hinblick auf den Demontagebügel) oder gleich eine P22Q kaufen solltest. Mein Kumpel und ich haben unsere P22 (bei mir P22Q, hergestellt November 2017) gestern mal auseinandergenommen und dabei war sehr schön zu sehen, dass der Schlitten bei der Q vom Material her um einiges "dicker" ist (siehe Bild: links - P22, rechts- P22Q). Er dürfte also nicht so anfällig für Risse oder komplett abreißen sein...


    @weiss nix kann nix
    Waren die Schlitten bei deinem Händler nur von P22 oder auch von P22Q?


    Weiß jemand ob die Materialstärke des Schlittens bei der "normalen" P22 inzwischen auch an die Q angepasst und verstärkt wurde?

  • Wenn ich das sehe, kommt mir als Erstes in den Sinn, daß du froh sein kannst, daß es nur deinen Finger erwischt hat.
    Da der Schlitten komplett durchgerissen ist und er sich beim zurückgleiten naturgemäß in Richtung Gesicht des Benutzers bewegt, kann das auch ins Auge gehen.


    Ich frage mch schon seit Jahren, warum zwar die Möglichkeit des Umbaus in eine scharfe Waffe bei der PTB getestet wird, aber die Sicherheit derart vernachlässig wird.


    Man könnte fast denken, es ist denen wichtiger, daß man an der Waffe ja nicht basteln kann, und Sicherheitsrisiken bewusst dafür in Kauf genommen werden.


    Aktuelles Beispiel ist die Zoraki 906 mit der zusätzlichen Schwächung aussen am Patronenlagerblock.


    Irgendwo hab ich gelesen, daß es an dieser Stelle nun schon einen Riss gab.


    Gruß K.

    Only a government that is afraid of its citizens tries to control them.


    Die Feder ist mächtiger als das Schwert. Vorausgesetzt natürlich sie ist als Verschlussfeder in einer Glock 17 verbaut! :lol:

  • Kümmert sich die PTB eigentlich auch um eine nachhaltige Verwendungssicherheit einer Konstruktion für den Verbraucher oder geht es da nur um den Schutz vor manipulativen Eingriffen durch ambitionierte Bastler?


    Sollte man eine handelsübliche Schreckschusswaffe bei jährlicher Nutzung vor dem Hintergrund einer möglichen Materialermüdung nach einer gewissen Zeit vorsorglich ersetzen?


    Oder ist sowas nun der berühmte Einzelfall mit einer Verkettung unglücklicher Umstände?


    Wenn ich das sehe, wird mir blümerant.

  • Sollte man eine handelsübliche Schreckschusswaffe bei jährlicher Nutzung vor dem Hintergrund einer möglichen Materialermüdung nach einer gewissen Zeit vorsorglich ersetzen?

    Kann man sicherlich machen und wenn viele Waffenbesitzer so vorgehen würden sich die Hersteller sicher über höhere Verkaufszahlen freuen... Außerdem erscheint ein paar Jahre nach dem Kauf einer Waffe evtl. ein neues/überarbeitetes Modell, somit hat man dann auch direkt die aktuelle Ausführung ;)
    Ich denke eine gewisse Haltbarkeit sollten die Waffen schon aufweisen, sodass man sie nicht vorsorglich ersetzen muss... Bei Zoraki weiß man ja, dass zumindest einzelne Modelle ca. 3000 Schuss überleben und sich dann verabschieden. Mich würde mal interessieren ob man Walther/Umarex Infos entlocken kann auf welche Lebensdauer eine P22/Q, PK380 usw. ausgelegt sind... Fakt ist eben auch wenn eine Waffe wirklich haltbar ist und auch mal 20 Jahre lang jede Silvesterknallerei übersteht, kauft man sich solange die aktuelle noch funktioniert nicht unbedingt eine neue. Die Hersteller wollen aber verkaufen, weshalb ich denke dass die aktuellen SSW nicht unbedingt auf eine jahrzehntelange Lebensdauere ausgelegt sein werden. Bei "scharfen" Waffen mag das schon wieder anders aussehen.

    Gruß
    FlashBang
    --
    Jede Waffe kann großen Schaden anrichten, aber erst einmal muss sie treffen.

  • Waren aber viele mit dem alten, hässlichen Design dabei.

    Macht Sinn, denn die alten (die ich übrigens vom Design her auch hässlich finde, das Q-Design gefällt mir wesentlich besser) sind ja auch "dünner" und man sollte meinen, dass sie deshalb nicht so haltbar sind, wie die neuen der P22Q.

    Gruß
    FlashBang
    --
    Jede Waffe kann großen Schaden anrichten, aber erst einmal muss sie treffen.

  • Am Rande: Ich habe gerade mit Umarex telefoniert und gefragt welche Lebensdauer/wie viel Schuss sie bei der P22/Q (und weil es mich interessierte auch bei der PK380) für möglich halten. Die Aussage war: mehrere tausend Schuss wären möglich, das ist aber von einigen Faktoren abhängig, wie verwendete Munition, wird die Waffe immer schön gereinigt, wird viel schnell hintereinander weggeballert oder eher langsam geschossen usw.

    Gruß
    FlashBang
    --
    Jede Waffe kann großen Schaden anrichten, aber erst einmal muss sie treffen.

  • Nun ja, geplante Obsoleszenz ist die eine Sache. Dass einem der Verschluss um die Ohren fliegt, sollte (hoffentlich) eine andere sein.

  • Nun ja, geplante Obsoleszenz ist die eine Sache. Dass einem der Verschluss um die Ohren fliegt, sollte (hoffentlich) eine andere sein.

    Absolut, da bin ich ganz bei Dir. Selbst wenn es eine klare "Grenze" bei der Lebensdauer gibt, dass einem der Verschluss um die Ohren fliegt und obendrein wie es dem Threadstarter passierte Verletzungen verursacht das sollte keinesfalls passieren. Ich denke in dem Fall wird man auch die volle Aufmerksamkeit von Umarex haben, wenn mitgeteilt wird, dass aufgrund des abgerissenen Schlittens nicht nur die Waffe unbrauchbar ist, sondern das ganze auch zu einer Verletzung geführt hat. Da werden die schon aufhorchen...


    @Rybio
    Ich könnte mir vorstellen, dass du dir gar keine neue P22/Q kaufen musst, denn es könnte ja sein, dass du von Umarex kostenlos eine neue bekommst ;) Ich habe hier und da schon gelesen, dass die wohl recht kulant sind und besonders bei einem schon heftigeren Fall wie deinem mit komplett abgerissenen Schlitten inkl. Verletzung kann ich mir gut vorstellen, dass du ohne großes hin und her eine neue bekommst. Muss zwar nicht so ablaufen aber das wäre natürlich das Beste kostenlos eine neue Waffe zu erhalten :) Solltest Du der P22 nachdem was passiert ist nicht mehr über den weg trauen und willst eine andere Waffe, nimm die kostenlose von Umarex - sofern so ein Angebot kommt - trotzdem und verkaufe sie ;)

    Gruß
    FlashBang
    --
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    Edited 3 times, last by FlashBang ().

  • In einigen Branchen dürfen Geräte ohne CE-Zeichen nicht in den Handel gebracht werden.
    Sogar der Zoll hat die Anweisung, dass Geräte ohne CE-Zeichen nicht importiert werden dürfen


    Die BTP Braunschweig ist ein sicherlich eine notwendige Einrichtung. Wie in den vergangenen Posting erwähnt verfolgt die BTP nur ihre eigenen "Ziele", bei denen die Sicherheit vollständig vernachlässigt wird.
    Ein unhaltbarer Zustand, der eigentlich unabdingbar geändert werden muß. Was nutzt die schönste BTP-Plakette, wenn deren Durchsetzung eine Gefährdung für Leib und Leben ist.
    Hier sollte der Gesetzgeber tätig werden ! Ich sehe hier einen unabdingbaren Handlungsbedarf !


    MfG ShenHao.

  • Ich glaube Matchbox Auto sind auch aus Zink und Plastik.
    Ihr merkt schon Schreckschuss Waffen und diese kl. Autos = alles Spielzeug.

  • Warum denselben Fehler wieder begehen? Auch P22Q Verschlüsse reißen. Kaufe dir ein anderes Modell und versuche mit dem dein Glück.


    Es gibt Modelle, bei denen nicht so häufig Schlittenrisse auftreten. Ich würde da was in Richtung 914, 918, 2918 und 4918 empfehlen.

  • Kümmert sich die PTB eigentlich auch um eine nachhaltige Verwendungssicherheit einer Konstruktion für den Verbraucher oder geht es da nur um den Schutz vor manipulativen Eingriffen durch ambitionierte Bastler?

    https://www.ptb.de/cms/ueber-u…uns/aufgaben-der-ptb.html


    Von Verbraucherschutz steht da nichts.... :whistling:
    Ich vermute eher, dass denen die Umbausicherheit vorgeht, wobei ich ab den Zinkpusten eh keine scharfen Ladungen verwenden würde, wenn die so empfindlich auf Kartuschenbeschuß reagieren. Da fliegt einem das ganze Ding um die Ohren.

    Auf der ganzen Welt gibt es nichts schwächeres als Wasser. Doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt ihm nichts gleich.


    Tao Te King
    Taoistisches Weisheitsbuch

  • Wie wäre es Mal mit einem Test verschiedener Schreckschusswaffen durch die Stiftung Warentest?


    Vor dem Hintergrund des verbreiteten Spaßballerns zu Silvester und der vielen kleinen Waffenscheine ist das Thema doch schon gesellschaftstauglich.

  • Wie wäre es Mal mit einem Test verschiedener Schreckschusswaffen durch die Stiftung Warentest?

    Da wäre ich auf jeden Fall dafür :D Schick denen das doch mal als Vorschlag ;)

    Gruß
    FlashBang
    --
    Jede Waffe kann großen Schaden anrichten, aber erst einmal muss sie treffen.

  • Eine andere Möglichkeit die Sicherheit des Benutzers zu gewährleisten ist die Verwendung eines anderen Materials als Zinkdruckguß.
    Zinkdruckguß ist nicht gleich Zinkdruckguß. Hier gibt es große Qualitätsunterschiede, siehe ISSC M22, Kaliber .22 lfB. mit Zinkdruckguß-Schlitten.
    Bei der Produktion von kleinkalibrigen Waffen verwendet neuerdings die Firma ISSC in Österreich jetzt statt Zinkdruckguß eine "zähe" Alu-Legierung,
    die sogar die Verwendung von High-Speed Munition zuläßt. Ein anderes Beispiel finden wir bei der Desert Eagle. Hier wird Stahl
    verarbeitet, leider sehr teuer aber haltbar !
    Zwischen billigem Zinkdruckguß und Stahl sollte ein Mittelweg möglich sein um die Sicherheit für den Benutzer zu gewährleisten.