Zeigt her Eure EWB-Vorderlader

  • Zwei- oder mehrschüssige Perkussionspistole? Jagdwaffe ohne historisches Vorbild? Western-Perkussionsrevolver? Tingle-Pistole?


    Zeigt her Eure Vorderlader, die in Eure WBK eingetragen sind.


    Beste Grüße vom tumben
    Trompeter

  • Shen, ein Original? Beeindruckend! Ist er noch im Dienst auf dem Schießstand?

  • Letztmalig habe ich mit dem Navy vor ca. 35/40 Jahren geschossen.
    Nach der Einführung der WBK´s wurde ich "wach" und fasse das gute Stück nur noch mit Samthandschuhen an !
    Die Zeit und der Vorbesitzer haben leider Spuren hinterlassen: div. Kratzer und die Auflage des Laufestücks auf den Rahmen wurde "bearbeitet", der Kimmeneinschnitt im Hahn hat Feilspuren.
    Ich kann euch beruhigen, es ist eine originale Colt-Fertigung. Unterlagen waren mir vor 45 Jahren nicht so wichtig, ich hatte kein Gespür für so eine Waffe.


    ShenHao.

  • Die Zeit und der Vorbesitzer haben leider Spuren hinterlassen: div. Kratzer und die Auflage des Laufestücks auf den Rahmen wurde "bearbeitet", der Kimmeneinschnitt im Hahn hat Feilspuren.



    ShenHao.

    Am Rahmen und Ladehebel ist die Brünierung auch ziemlich abgegriffen und die Trommel ist total verkratzt *gr*

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Hallo Pellet,
    danke für die Hinweise !
    Nach dem Lesen des ersten Hinweises bin ich der Meinung, dass mein Colt Navy zur zweiten Generation zählt.
    Die Fabr-Nr. gehört zu dem genannten Nummernkreis. An eine braune Pappschachtel kann ich mich auch erinnern.
    Der Kaufpreis lag bei DM 1.200,00, was dem damaligen Währungsgefälle entsprechen könnte.
    Meine Waffe hat keine Beschußzeichen. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Navy aus der Colt-Fertigung stammt.


    Wie ist deine Einschätzung ?

  • Am Rahmen und Ladehebel ist die Brünierung auch ziemlich abgegriffen und die Trommel ist total verkratzt *gr*

    Rahmen und Kugelsetzer sind buntgehärtet und waren nie brüniert. Die verkratzte Trommel macht mich auch traurig. Ebenso der abgenutzt Laufkeil.


    P.s.: Wenn diese Macken nicht vorhanden wären, dann wäre dieser Colt Navy schon längst den Weg des schnöden Mammons gegangen.

  • Schau mal nach, ob die Gewinde metrisch sind. Ganz sicher ist, dass Colt zu diesem Zeitpunkt
    keine neuen Vorderlader aufgelegt hat. Es waren mit großer Sicherheit Ubertiteile, die vermutlich
    in den USA zusammengebaut wurden. Ich kann mich noch gut an die Anzeigen damals erinnern.
    Es wurde ein bischen ein Geheimnis gemacht was die Fertigung anbelangt. Sie waren ziemlich
    teuer und man konnte in der Hochreplikazeit unmöglich sagen, dass es eigentlich italienische
    Repliken sind. Ich meine ich habe es dann später mal in einem DWJ gelesen. Ist jetzt alles schon
    ziemlich lang her und Recherchen sind zeitaufwändig.

  • Rahmen und Kugelsetzer sind buntgehärtet und waren nie brüniert. Die verkratzte Trommel macht mich auch traurig. Ebenso der abgenutzt Laufkeil.
    P.s.: Wenn diese Macken nicht vorhanden wären, dann wäre dieser Colt Navy schon längst den Weg des schnöden Mammons gegangen.

    Ich dachte, ich hätte die Ironie mit dem Smilie ausreichend kenntlich gemacht. War wohl nicht so.

    "Büchsen kann man nie zuviele haben!" Pippi Langstrumpf

    "A shotgun, in my opinion, must have three things: Boom, Boom, Boom." Phil Robertson

  • Lasst es mal gut sein mit Hersteller. Diese 1851 Navy Version ist trotzdem im „Colt Stammbuch“ aufgeführt, die Serie wird in Wilson´s „Colt, an American Legend“ besprochen und die Seriennummernbereiche werden dem Navy 1851 zugeordnet. Das Produktionsjahr dieses Revolvers war 1977.


    Die aus dem DWJ zitierte Kenntnis widerspiegelt eigentlich nur die übliche Praxis des Outsourcing, die auch für Walther auch andere Hersteller verfolgt haben und heute noch verfolgen. Ein anderes Colt Beispiel ist die .380ACP Colt Pony Pistole. Ein weiteres bekanntes Beispiele sind die Nachkriegsserien der PPK, die hauptsächlich bei Manurhin in Frankreich gefertigt wurden. Wenn man sich dessen bewusst ist, dann kann man sich auch ganz beruhigt an seinem eigenen Lieblingsstück erfreuen.


    Colt stellt übrigens auf Anfrage Zertifikate aus, mit welchem der Auslieferungszustand der Waffe beschrieben und die Authentizität bestätigt oder verneint wird. Für weit weniger Geld kann man aber auch das oben erwähnte Buch kaufen oder beim DWJ Verlag die Nachdruck alter Berichte bestellen.

  • Man denke nur an "Winchester Made in Japan" da würde sich manch Veteran im Grabe umdrehen....


    @ShenHao


    ich wollte dir deinen Colt nicht vermiesen. Ich hätte den damals gern gehabt, war mir aber vieeel zu teuer und
    ich bin auf Uberti und Co ausgewichen. Selbst ein Centaur war mir damals zu teuer. Die Belgier hatten tatsächlich
    eine Lizenz von Colt, die etwa 100Jahre ruhte und an die man sich dann erinnerte.

  • Ist nicht meiner, gehört einem Kollegen mit EWB.


    Navi Cal. .36

    Wer hinter meinem Rücken über mich lästert, kann mich am Ende meiner Wirbelsäule behandeln wie eine Briefmarke. :P:P


    Wer meine Homepage sehen möchte kann mich ja nach der Adresse fragen.