Diana Luftpistole Model 2

  • Hallo,
    ich habe gerade im Nachlaß des Schwiegervaters die genannte Lupi gefunden. Ist ja ein interessantes Teil.
    Ich habe sie ausprobiert. Leider hat sie sowenig "Bums", daß das Diabolo aus 5 m die Scheibe garnicht erreicht.
    Jetzt meine Frage: Ist die Pistole so schwach, oder hat man eine Möglichkeit, sie zu überholen (Feder, Dichtungen etc.)?
    Hat da jemand Erfahrungen?


    Vielen Dank und viele Grüße


    Dirk

  • Hallo,


    du hast hier ein sehr altes Modell ausgewählt.


    Kannst du eine Bild einstellen und das Teil beschreiben.


    Ist der Spannvorgang mittels Laufknickung oder ist das noch ein Modell, das sich beim Spannen axial verkürzt?


    Ich konnte keine eindeutigen Bilder finden für dein Modell.


    Auf jeden Fall wurden bei den alten Modellen Lederdichtungen eingebaut. Diese waren mit Öl getränkt. Wenn sie nicht zerbröselt ist kann sie wieder mit Öl getränkt werden.


    Ob es noch neue Federn und Dichtungen gibt für dein Modell müsstest du auf den Seiten der Anbieter heraus finden.


    Du benötigst allerdings die richtige Ersatzteilzeichnung.


    Gruß



    ps Waffencenter Gotha bietet noch Teile an.

  • Meine Meinung war bisher,daß diese Pistole nicht mit Luftdruck sondern mit Fliehkraft funktioniert. Also die Kugel durch rapiden Stopp des Lauf's heraus geschleudert wird ?

  • moin bei der lupi kann vorne nicht viel rauskommen, das ist bauartbedingt so. dafür ist sie ein unikum.



    gruß edwin

    INVICTUS

  • Meine Meinung war bisher,daß diese Pistole nicht mit Luftdruck sondern mit Fliehkraft funktioniert. Also die Kugel durch rapiden Stopp des Lauf's heraus geschleudert wird ?

    Da irrst du gewaltig. Sie funktioniert im Prinzip wie eine "normale" Luftpistole.

  • Hallo,


    so ein Modell war meine erste LP.


    Ich traf mit dieser Minibüchse grottenschlecht.


    Weil ich so schlecht traf, dachte ich ich kann mit KW nicht schießen und treffen.


    Dieses Vorurteil hielt sich bis ich was anständiges in den Fingern hatte.


    Dann liefen die Ergebnisse in dem Zentrum der Scheibe ein.



    Gruß Viper1497

  • Hallo,


    hier im Forum wird die Meinung vertreten, dass man eine neue Lederdichtung einige Tage in Motorenöl legen und dann abtupfen soll.


    Sinnvoll ist erst die Montage zu machen und dann das Ölbad vorzunehmen. Die Lederdichtung auf dem Kolben befestigen.


    Allerdings gibt es inzwischen verschiedene Motorenöle. Es gibt seit vielen Jahren mineralische Öle, synthetische Öle und eine Mischung von beiden.


    Die synthetischen Öle greifen allerdings alte Radialdichtungen an und daher ist Vorsicht geboten bei älteren Autos. Grund sind die Additive.


    Ich habe synthetisches Motorenöl für eine Lederdichtung genommen und habe festgestellt, dass die Dichtung nicht Jahrzehnte hielt wie früher. Bei mineralischen Motorenölen hielt die Lederdichtung wieder sehr lange.


    Gruß

  • Einfach erst mal mit der alten Dichtung versuchen.
    Lederdichtungen sind sehr alterungsbeständig.
    Sie müssen nur immer gut geschmeidig sein.
    Knochenharte mach ich mit Kriechöl wieder geschneidig
    und massiere dann dickes Öl oder Fett ein.
    Wenn dann noch die Feder, Lauf und Hülse mit etwas
    Molykotefett eingerieben wird, wird das Teil schon wider
    laufen....Auch den Lauf gut putzen ohne ihn zu zerkratzen.

  • Hallo,


    Kriechöl ist Petroleum in z. B. Caramba oder WD40 oder ähnliches.


    Ich wusste noch nicht, dass man mit Caramba harte Lederscheiben wieder weich bringen kann.


    Hier lerne selbst ich noch etwas dazu. Danke.


    Gruß

  • Vielen Dank,
    dann werde ich es erstmal mit Einweichen in Öl probieren.


    Ist wirklich Caramba die beste Empfehlung?


    Viele Grüße


    Dirk

  • Hallo,
    ich habe jetzt die Pistole einmal auseinandergebaut.
    Zum Vorschein gekommen ist eine Gummimanschette, die sehr hart und trocken ist. Also ist dort keine Lederdmanschette verbaut.
    Evt. hat da jemand schon mal die Dichtung gewechselt. Oder gab es auch Versionen, die keine Lederdichtung ab Werk hatten?


    Was wäre Eurer Rat? Die Gummidichtung mit Öl wieder geschmeidig machen oder gleic heine neue Lederdichtung einbauen?


    Und welches Öl ist denn nun das beste für Lederdichtungen?


    Vielen Dank und viele Grüße


    Dirk

  • So,
    ich habe jetzt ein paar Bilder eingestellt.
    Die Kolbendichtung könnte schon aus Leder sein. Sie ist aber knochenhart.
    Jetzt meine Frage: Womit macht man sie wieder geschmeidig. D.h. welches Öl wäre das beste. Und dann, wenn Sie geschmeidig ist, mit welchem Öl dieselt man dann alles ein?


    Die weitere Frage betrifft die mit dem Pfeil markierte Stelle in der äußeren Scheibe. Ist diese verbogen und muß sie gerichtet werden, oder muß das so sein?


    Viele Grüße und vielen dank für alle Tips,


    Dirk




  • Vermutlich Vorkriegsmodell.
    Holzgriff ist simpler gestaltet, Lauf ist Messing.
    Kolbendichtung ist sicherlich Leder, war sie auch bei den neueren, eine Behandlung mit Öl ist also angeraten.
    Innen im Gehäuserohr ist noch eine Dichtung, eingesteckt von vorne, wenn ich nicht irre, abgedeckt durch eine Scheibe (darauf sitzt dann die Feder).
    Ausbau nicht einfach, weil die Deckscheibe evtl. festsitzt, daher besser etwas Öl vorne ins Gehäuserohr reintropfen.
    Keine Sorge, die Diana 2 wird auch bei etwas zu viel Öl nicht dieseln, dafür ist sie einfach zu schwach.


    Ja, der Ring hinten ist verbogen, sollte in der Form aber nichts ausmachen.



    Stefan