Richtigen Diabolo auswählen

    • Richtigen Diabolo auswählen

      Guten Abend,
      entschuldigt vlt die "dumme" Frage. Aber ich habe zur Zeit ein wenig Ungewissheit bei der Diabolo auswahl.

      Zu meiner Walther LG 300 habe ich eine Zettel bekommen auf dem 4,49mm im Anschuss Test angekreuzt sind. Nun möchte ich mit diesem LG im Field Target tätig werden. Bei der Suche nach ggeigneten Rundkopf Dias fiel mir jedoch auf dass es eigentlich erst wirklich ab 4,5 -4,52mm los geht. 4,49mm scheint ein echter Exot zu sein. Kann ich auch 4,5mm Dias nehmen oder wirkt sich das schlussendlich auf Präzision oder noch etwas anderes aus?
    • Diabolos solltest Du mit jeder Waffe individuell testen. Für Field Target nutzt man i.d.r. eher Rundkopf-Dia's anstelle von Flachkopf, mit welchen die Schusstests durchgeführt werden. Da sich jeder Lauf vom nächsten Unterscheidet kauft man sich verschiedene Diasorten und testet, welche bessere Ergebnisse (engere Streukreise) produziert.

      4,49er Kopfmaß bekommt man nicht von jedem Hersteller aber bei den gängigen FT-Dias in 4,5mm finden sich diese auch in der Größe.
      Der will nur Spielen!
    • Hallo,
      wirklich pauschalisieren kann man das nicht. Field Target Rundkopf Diabolos sind keine Match Diabolos und an deiner Stelle würde ich die Kopfmaße bei der Munitionssuche außen vor lassen.
      Hierbei musst du ausschließlich testen wie deine Waffe auf Munition reagiert und womit sie schlussendlich am besten schießt, bzw. die kleinsten Streukreise produziert.

      Gruß MickyFred
    • Was zuvor gesagt wurde, ist sicherlich nicht falsch ... aber auch nicht sonderlich hilfreich.

      FT-Schützen verwenden überwiegend JSB-Diabolos oder vielleicht auch "Edel"-Produkte wie z.B. Daystate, die auch aus dem Hause Bohumin stammen (die nutze ich seit Jahren).
      Alternativ kommen auch H&N Rundkopfdiabolos in Frage. Natürlich gibt es auch Exoten, die man aber kaum in Deutschland kaufen kann.

      Die Angabe des Kopfdurchmessers ist immer so eine Sache! Wer vermisst den eigentlich? Wohl eher niemand.

      Ein ganz klein bisschen hängt die Wahl des Kopfdurchmessers (die äußerst ungenau ist) von der Energie des Gewehrs ab. Je stärker, desto größer darf der Kopfdurchmesser sein.......ganz allgemein, kann im Einzelfall auch durchaus anders sein.

      Zu deinem Walther LG 300 empfehle ich dir erst einmal JSB exact 4,51 oder 4,52. Damit kannst du nicht soviel falsch machen.
      Ausprobieren und auswählen!
      Dann aber mindestens eine Stange (5000 Schuss=10 Dosen) kaufen und sorgsam, erschütterungsfrei weglegen. Mindestens!

      Gruß
      Musashi
    • Also ich schieße die H&N Field Target Trophy in 4,5 und die laufen bei meiner 300er super als Ersatz hab gehen auch noch JSB Exact Express dann aber in 4,52.

      Wichtig ist wie Musashi schon sagte das man 1. Sein Dia findet (Teströhrchen bestellen jede Menge) und 2. bei dieser Munition bleibt oder einen Vorrat hat.

      Weil bei den FTT hab ich LIL und mit den EE hab ich nen Linkschlag trot LIL somit muss ich mein ZF korrigieren wenn ich die EE schießen will.
      Pitsche, Pitsche, Patsche, der Redneck hat einen an der Klatsche :ruger:
    • Danke an alle Antworten!
      Für mich schließe ich daraus dass ich mich nicht zu sehr auf diese 4,49mm fixieren sollte. Demnach kann ich nach Herzenslust rumprobieren! Ich "Arbeite" übrigens mit 7,5J. Daher werde ich, was die Dia Kopfgröße angeht, bei 4,5 anfangen und mich dann bis zu 4,52 durcharbeiten. Meine Favoriten waren bisher auch JSB oder H&N, Daystate hatte ich noch nicht auf der Liste, aber probieren werde ich die auch mal.



      Gruß Chris
    • Was die Präzision von Diabolos betrifft, so habe ich mehrfach Testreihen im professionellen Umfeld gemacht. Professionell heißt, Gewehr in einer Einspannvorrichtung, Raumschießstand ohne Witterungseinflüsse, sehr große Auswahl von Diasorten, bis zur Losnummer herunter.
      Dort zeigt sich immer wieder, dass eine (bestimmte) Waffe mit bestimmten Dias harmoniert, andere Paarungen wieder nicht. Das zeigt auch, dass man um das mühevolle und sehr zeitintensive austesten nicht herum kommt, wenn denn absolute Präzision haben will. So wichtig das für das Matchschießen ist, würde ich das beim FT allerdings nicht ganz so extrem sehen, weil man dort meistens gewisse Witterungseinflüsse nicht gänzlich ausschließen kann.
      Anbei zwei Fotos. Erstes Foto ist der Test einer FWB 700 auf 10 m, zweites Foto der Test einer FWB 2700 (KK-Gewehr) auf 50 m, bei beiden Waffen jeweils 10 Schuss pro Sorte. Während des gesamtes Testes wurden die Waffen vorsichtig geladen und in der Haltevorrichtung nicht verändert.Es gab noch weitaus mehr Scheiben, aber hier war der Test in der Endphase. Der Test fand in der hauseigenen Anlage von Schießsport Allermann Nahe Bremen statt.
      Images
      • Test FWB 700-2 (Medium).JPG

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      • Test FWB 2700 (Medium).JPG

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    • Eine ähnliche Frage beschäftigt mich auch derzeit...darf ich diese gleich hier dranhängen?
      WIE merke ich eigentlich welcher Durchmesser der "richtige" ist anhand der Spuren vom Lauf...es gibt eine Menge Diabolos mit Unterschieden im Durchmesser, die lassen sogar mich als Goldschmied erstaunen.

      Klar ist es nach Erfahrung und Gebrauch, der Streuung usw. nachvollziehbar, aber z.B. 4,49 und 4,51....ist selbst für mich als Goldschmied schon sehr minimal.
      ABER: Gibt es sichtbare Unterschiede am Diabolo nach dem Schuss (Wasserwanne oder ähnliches um den unzerstörten Diabolo untersuchen zu können)? Wie sehr muss oder soll der Abdruck des gezogenen Laufs sichtbar sein? Habe keine hilfreichen Beispiele gefunden wie ein "optimaler" Diabolo auszusehen hat.....

      lg aus Wien
      Rechtschreibfehler bitte zu entschuldigen, ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist....und es ist schon anstrengend genug, das Wienerische ins Deutsche zu übersetzen. ;)
    • Kevin58 wrote:

      WIE merke ich eigentlich welcher Durchmesser der "richtige" ist anhand der Spuren vom Lauf...es gibt eine Menge Diabolos mit Unterschieden im Durchmesser, die lassen sogar mich als Goldschmied erstaunen.

      Man sucht nach der Präzision die beste Paarung von Waffe und Geschoss aus.
      Welche ballistischen Faktoren letztlich das bestimmen, kann ich nicht im Einzelnen sagen, aber es sind sehr viele. Unstrittig ist eine gleichbleibende Fertigungsqualität. Was den Kopfdurchmesser betrifft, so vermute ich, er soll so groß wie möglich, soll aber nicht in das Laufprofil reichen. D.h. der Kelch soll führen, jedoch der Kopf soll unbeschädigt bleiben.
    • Das heißt klar ausgedrückt, es sind nur Spuren der Züge sichtbar und sobald auch der "Rest" Spuren hinterlässt, sind diese zu Groß..?! oder umgekehrt, leichte Eindrücke und sie sind zu klein. So habe ich das jetzt verstanden.
      Bis jetzt sind ausser "Umarex Mosquito" Aktionskäufe, ein paar andere "Versuchskäufe" und "Antiquarische" aus den 70er-Jahren noch nicht mehr bei mir im Einsatz. Zum kennenlernen und den ersten Haltungs-und Anfängerübungen usw. auch absolut unnötig beim verballern. Darum möchte ich beim nächsten Einkauf darauf achten und mir eventuell ein Probesortiment mitschicken lassen....
      Die 2500 Mosquito sind in den vergangenen 2-3 Monaten irgendwie immer weniger geworden :D muss schon nachbestellen,....bis die neuen hier sind ist der Rest auch verdunstet. (in Österreich muss man ja zu den Lieferzeiten noch einiges dazurechnen.....traditionell ist hier die Post immer irgendwie noch in "Ku.K.-Postkutschengeschwindigkeit".
      Rechtschreibfehler bitte zu entschuldigen, ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist....und es ist schon anstrengend genug, das Wienerische ins Deutsche zu übersetzen. ;)
    • @musashi

      Sind die Diabolos von "Daystate" besser sortiert? Ich komme mit den normalen JSB E und auch EE nicht so 100% zurecht, die Kopf Maße varrieren derart das manche sogar aus dem Lauf fallen beim schließen des Laufs. Ich habe beide in 4,52 mm.
    • Kevin58 wrote:

      Das heißt klar ausgedrückt, es sind nur Spuren der Züge sichtbar und sobald auch der "Rest" Spuren hinterlässt, sind diese zu Groß..?! oder umgekehrt, leichte Eindrücke und sie sind zu klein. So habe ich das jetzt verstanden.

      Nach meinem Wissen sollen am Kopf keinerlei Spuren vom Laufprofil sein. Das erzeugt Luftverwirbelungen am Kopf während sich das Geschoss um seine eigene Achse dreht. Aber da lasse ich gern korrigieren. Jedenfalls haben die von mir schonend aufgefangenen Dias keine Beschädigungen am Kopf.
      Aber wie schon gesagt, es gibt viele Faktoren, die die Präzision allesamt mehr oder weniger beeinflussen. Wer Präzision will, muss unter wiederholgenauen Testumgebungen mit großer Geschossauswahl testen. Da man die ausgetestete Sorte in größeren Mengen ja auch kaufen will, kann das nur in einem speziellem Sportgeschäft mit hauseigenem Schießstand sein. Dann auch auf die Losnummer der Geschosse achten.
    • Floppyk wrote:

      ...kann das nur in einem speziellem Sportgeschäft mit hauseigenem Schießstand sein...
      ...in Wien ist man froh, mal ein Waffengeschäft zu finden das überhaupt ein Lager hat, von Hauseigenem Schiesstand ganz zu schweigen. Das "größte" Shop hatte grad mal 4 LP mit CO2, 2 Knickläufer und 4 Sorten Dias....lasse mich aber auch eines besseren Belehren, wenns so eines gibt,...
      Wien ist eben ein kleines Dorf....ohne Versand aus Deutschland wären wir komplett isoliert.
      Rechtschreibfehler bitte zu entschuldigen, ich schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist....und es ist schon anstrengend genug, das Wienerische ins Deutsche zu übersetzen. ;)
    • Da kann ich nicht weiterhelfen. Tatsache ist aber, wer sinnvoll testen will, braucht gewisse Bedingungen. Zudem sind private Tests weniger sinnvoll, wenn man nicht eine große Auswahl verschiedener Sorten Dias zur Verfügung hat, bei der man dann auch die beste Sorte bis herunter zur Losnummer nachkaufen kann.
      Aber dieser Aufwand lohnt auch nur, wenn man mit seinem Matchgewehr auch unter Matchbedingungen schießen kann. Immerhin geht so ein Test nur auf Terminabsprache und dauert auch Stunden.
    • Die Kopfdurchmesser sind lediglich Anhaltspunkte für den Schützen und beschreiben die Gebrauchsdauer der Matrizen, welche im Werk genutzt werden. Air Arms und Daystate z.B. kaufen bei JSB nur Diabolos bis zu einer gewissen Lebensdauer der Matrizen. JSB jedoch produziert danach noch fleißig weiter. Für Air Arms und Daystate ist dies aber nicht hochwertig genug. Prinzipiell interessieren auch nicht Abnutzung an dem Diabolo, Vo Konstanz oder gleichmäßiger Kopfdurchmesser. Die Charge Diabolos, welche auf die gewünschte Entfernung, für das FTS somit 25 bzw. 50m, die besten Streukreise liefert wird gekauft. Dann aber auch nicht nur 5000 Stück sondern direkt ein paar Tausend. Ganrantiert ist dir nicht, dass Air Arms oder Daystate besser funktionieren. Auch zu pauschalisieren, dass JSB generell die besten Diabolos produziert ist falsch. Fakt ist, dass in den meisten Fällen JSB Diabolos in 95% aller Waffen am besten funktionieren. Gruß
    • Danke für die ausführliche Antwort, ich möchte auch wie die große Masse bei JSB bleiben. H&N mag der Lauf überhaupt nicht.
      Ich habe dann wohl eine schlechte Charge erwischt, wo der "Rest" rein gekippt wurde
    • Floppyk wrote:

      Jedenfalls haben die von mir schonend aufgefangenen Dias keine Beschädigungen am Kopf.
      Wie hast Du die Diabolos "schonend" aufgefangen? Mir fiele da auf die Schnelle nur eine Badewanne o.ä. mit Wasser ein, ich bin mir aber nicht sicher ob das schonend genug ist um Beschädigungen zu vermeiden.
      Ideen werden von Meistern gemacht, Dogmen von Jüngern. Und der Buddha wird immer unterwegs erschlagen.
    • Schußbild 10 m Flachkopf ist das Eine, Streukreis 20 / 25 Meter ne andere Hausnummer. Wenn Du eine Testrunde mit unterschiedlichen Kopfmaßen absolviert hast, empfehle ich Dir, die Dose Deiner wahl mal auszuwiegen. Sollte sich da nichts Grevierendes in den letzten jaahren geändert haben, wirst Du am Ende 2 große Haufen und 2 oder drei Ausreißer-Häufchen haben. Nun schieß mal aus den selbstermittelten lots Streukreise :)
      FWR-Mitglied 26256 ...und Du? :deal: -+- Field Target -Mitglied im DFTC2000 -+- Co2-Mehrdistanz.de


      Alles, was ist, dauert 3 Sekunden: Eine für vorher, eine für nachher und eine für mittendrin ...
    • full.house wrote:

      ...empfehle ich Dir, die Dose Deiner wahl mal auszuwiegen. Sollte sich da nichts Grevierendes in den letzten jaahren geändert haben, wirst Du am Ende 2 große Haufen und 2 oder drei Ausreißer-Häufchen haben. Nun schieß mal aus den selbstermittelten lots Streukreise :)
      Oh je, damit habe ich auch kürzlich angefangen. Man hat ja sonst nichts zu tun, näch? Das Schlimme ist, daß ich den Eindruck habe es würde die Streukreise tatsächlich noch mal etwas kleiner quetschen.
      Ideen werden von Meistern gemacht, Dogmen von Jüngern. Und der Buddha wird immer unterwegs erschlagen.