GBB: Maruzen P38 verglichen mit ihrem scharfen Vorbild

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    • GBB: Maruzen P38 verglichen mit ihrem scharfen Vorbild

      Nach dem ich neulich meine Airsoft P38 wieder in die Hand genommen habe
      und mir deren Detailgenauigkeit aufgefallen ist kam mir die Idee
      einen Vergleichsbericht zu ihr und einer scharfen P38 zu
      schreiben. Die Maruzen Pistole ist ein sehr genauer Nachbau einer
      Walther P38 ac41. Das ac ist der Herstellercode für Walther und 41
      das Jahr der Herstellung. Im 2. Weltkrieg wurden auf allen Waffen die
      Hersteller mit Codes auf den Waffen angegeben um den Alliierten keine
      Hinweise auf die Fertigungskapazitäten der Rüstungsindustrie zu
      geben. P38 wurden auch von Mauser und den Spreewerken hergestellt
      (Teile auch bei FN). Eine ac41 habe ich leider nicht in meiner
      Sammlung, aber dafür eine ac42. Ich will hier nicht groß auf das
      Schussverhalten oder Ähnliches eingehen, sondern Euch hauptsächlich
      mit Fotos die Mechanik der Waffen näher bringen.



      Zur Geschichte der P38 möchte hier ebenfalls nicht so viel schreiben,
      dazu findet man im Internet genug. Dass es die Standartpistole der
      Wehrmacht gewesen ist und die Pistole 08 abgelöst hat weiß
      vermutlich eh jeder der das hier ließt. Wichtig halte ich aber zu
      erwähnen, dass die Beretta 92 eine technische Kopie der P38 ist und
      mechanisch quasi baugleich ist.


      Die Maruzen ist eine GBB ( Gas- Blow-Back) Pistole aus Kunststoff. Das
      Gewicht beträgt 725 g. Das der scharfen 960 g. Das Magazin ist aus
      Metall gefertigt und nimmt 12 BBs auf und das Gas. Zum Befüllen des
      Magazins hat es eine Ladehilfe an der man den Magazinzubringer nach
      unten ziehen kann. Dann muss man die BBs von obeneinfüllen.
      Eine Gasfüllung reicht für etwa zwei Magazine. Das
      Ventil zum Befüllen befindet sich unten am Magzinboden. Das Magazin
      der Scharfen fasst übrigends 8 Schuss.


      Obwohl die Maruzen Pistole aus Kunststoff gefertigt ist, ist sie sehr
      hochwertig. Sie ist in ihrer Qualität und in ihrem Aussehen sehr
      überzeugend. In der Waffe sind Gewichte angebracht die sie
      realistischer machen. Begeistert hat mich an ihr vor allem, dass sie
      mechanisch fast wie die Scharfe funktioniert und alle Stempel
      aufweist. Man sieht auf der Pistole zuerst nur die WaA Stempel,
      Seriennummer mit Prefix (k), Bezeichnung (P.38 ac 41) und die leider
      erforderliche Kennzeichnung F im Fünfeck und die “echte”
      Seriennummer von Maruzen. Erst wenn man den Verschluss zurück zieht
      kommt der Name des Herstellers am Lauf auf der rechten Seite zum Vorschein
      (MARUZEN 6mm JASG JAPAN”. Der WaA Stempel hat die Nummer 359. Das ist die
      persönliche Nummer des Waffen-Amt Offiziers, der bei Walther die
      Pistolen geprüft hat, vor der Auslieferung an die Wehrmacht. Auf
      meiner ac42 Pistole ist genau die selbe Nummer eingeschlagen. Anhand
      des Buches “Axis Pistols” von Jan C. Still kann man sehr leicht
      überprüfen ob derartige Stempel autentisch sind. Das Buch ist aber
      sehr selten, begeht und kostet weit mehr als eine scharfe P38! Zwei Fotos
      aus dem Buch lade ich hier ebenfalls ganz unten mit hoch.

      Die Griffschalen haben einen fleckigen rot/braunen Farbton und simulieren
      sehr gut Bakelit.


      Besonders beeindruckend ist der verriegelte Verschluss mit Kippblock. Beim
      zurück Ziehen des Verschlusses läuft der Lauf wirklich ein Stück
      mit, bis er frei gegeben wird und sich die Waffe öffnet.
      Beim Blick von oben in den offenen Verschluss sind die Unterschiede
      zur scharfen Waffe zu sehen. Nach dem letzten Schuss bleibt der
      Verschluss hinten. An der Waffe funktioniert alles wie bei der
      Scharfen: Magazinlöseknopf, Verschlussfang, DA-SA Abzug,
      Entspannsicherung und der Zerlegehebel. Der Lauf ist aus Kunststoff
      und hat einen innenliegenden 6mm Lauf aus Alu. Der 6mm Lauf geht
      nicht bis zur Mündung, so dass die Pistole auch von vorne sehr echt
      aussieht. Die Mündung besitzt sogar Züge und Felder.


      Das Schießen macht mit der Blow-Back Pistole aufgrund des Rückschlages
      viel Spaß. Die Pistole kostet ca. 250 Euro. Ob sie einem so viel
      Geld wert ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Das kann ich
      schlecht beantworten. Wenn Die Pistole aus Metall gefertig wäre
      würde ich den Preis auf alle Fälle für angemessen halten. Wer eine
      realistische Airsoft P38 sucht wird aber bestimmt keine Bessere
      finden. Bitte beachtet bei Interesse auch meine anderen Berichte
      in meinem Profil. Z.B. den Vergleich der SM110 Gaspistole mit
      ihrem scharfen Vorbild FN 1906.







      Bitte beachtet bei Interesse die Testberichte in meinem Profil: Tierabwehrgerät JPX, Kubotane, Schlagstöcke, Handfesseln, Pfefferspray (in Reportagen und Sonstiges) und die Vergleiche SM110-FN1906 und Maruzen P38-P38