3D Druck-Zubehör für Baikal MP-61, Zoraki 914 etc.

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    • 3D Druck-Zubehör für Baikal MP-61, Zoraki 914 etc.

      Hallo Leute,

      da wir ja vor Kurzem schon einmal das Thema 3D-Druck hatten und ich zur Zeit auch fleißig am konstruieren bin, habt ihr ja vielleicht Interesse an ein paar Bildern. :D

      Hauptsächlich habe ich Anbau- und Zubehörteile für die Baikal MP-61 erstellt, aber auch weiteres Zubehör. Wer dieses Gewehr selbst sein Eigen nennen kann, kennt sicherlich auch die Problematiken der Zweibein- und Fernrohrmontage.

      Bei den Konstruktionen habe ich vor allem darauf Wert gelegt, dass sich alle Teile mit einfachen Mittel an- und abmontieren lassen und keine Modifikationen am Gewehr notwendig sind oder Beschädigungen entstehen. Gedruckt wurde wieder mit einem Ultimaker 2 und dem Kunststoff PLA (Drucke in ABS sind aber auch noch in Planung).

      Ich möchte nun hier 4 neue Konstruktionen vorstellen (das gedruckte Magazin hatten wir ja schon in diesem Post Magazin - Baikal MP-61 4,5mm):

      1. Zweibeinhalter für K&K Universal-Zweibein (UTG müsste baugleich sein und daher auch passen http://www.4komma5.de/UTG-Zweibein-fuer-Laufmontage-11mm-19-mm)
      2. Erweiterungsschiene 11mm zum mittigen Anbringen von Zielfernrohren
      3. Magazinhaltebox für Magazine direkt am Gewehr
      4. Ladehilfe für Zoraki 914/925 Schreckschusspistolen


      Viel Spaß beim durchsehen.

      Gruß Benni



      1. Zweibeinhalter für K&K Universal-Zweibein

      Der Zweibeinhalter hat zum einen den Zweck das Rohr vor Verkratzen zu schützen und zum anderen das Zweibein zu arretieren und dennoch drehbar zu lassen. Gedruckt wurden zwei identische Schalen, die mit Schrauben am Rohr befestigt werden, sodass kein Verrutschen mehr möglich ist.

      Bild 1: Verschraubter Zweibeinhalter ohne Zweibein
      Bild 2: Verschraubter Zweibeinhalter mit montiertem Zweibein
      Bild 3: Druckvorschau im Programm Cura (offizielles Ultimaker-Tool)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von T3TRI5 ()

    • 2. Erweiterungsschiene 11mm für Zielfernrohre

      Wer ein Zielfernrohr auf das MP-61 montieren will wird schnell feststellen, dass die 11mm-Schiene bei diesem Modell äußerst kurz geraten ist und sich das ZF nicht mittig anbringen lässt. Hierfür ist die Erweiterungsschiene vorgesehen die sich passgenau an das Rohr und den Rahmen anfügt. Gedruckt wurden zwei fast identische Teile, die mit Schrauben befestigt werden. Bei den Teilen gibt es kleine Unterschiede die unter anderem die Funktionen der Magazinhaltebox ermöglichen sollen (dazu später mehr). Das Zielfernrohr lässt genau wie bei der hinteren Schiene festdrehen.

      Bild 1: Erweiterungsschiene mit montiertem Zielfernrohr
      Bild 2: Druckvorschau der Oberseite in Cura
      Bild 3: Druckvorschau der Unterseite in Cura mit dargestellten Unterschieden
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    • 3. Magazinhaltebox für Magazine

      Was bei den Magazinen für das Baikal MP-61 schnell auffällt ist, dass die Diabolos sehr leicht herausfallen und ein Vorbeladen der Magazine daher nur mäßig sinnvoll ist. Daher konstruierte ich einen Magazinhalter für die 4 Magazine, die ich bereits besaß, welchen man direkt an der Schulterstütze anbringen sollte. Da ich allerdings nun beliebig viele Magazine drucken konnte, änderte ich die Kapazität auf 8 Magazine und wechselte die Position in die Nähe des Magazinschachtes. Die Magazine werden durch Clips, die in das letzte Magazinloch greifen, festgehalten (daher die Aussparungen am rechten Teil der Erweiterungsschiene) und können mit ein wenig Zug wieder herausgezogen werden. Löcher in der Box zeigen, ob das entsprechende Magazin geladen oder leer ist.

      Ein kleines Eckstück mit einem gerundeten Nippel wird bei der Montage zuerst in die Rohrführung gesteckt, worauf die Magazinhaltebox eingeschoben wird. Diese rastet im Nippel ein und wird von dieser in Position gehalten.
      Die Magazinhaltebox selbst besteht aus Ober- und Unterseite die auch durch einrastende Nippel zusammengehalten werden.

      Bild 1: Zerlegte Magazinhaltebox mit Magazinen (4 Originale, 4 gedruckte)
      Bild 2: Zusammengesetzte Magazinhaltebox mit Magazinen
      Bild 3: Eckstück an Rohrführung
      Bild 4: Eingesetzte Magazinhaltebox
      Bild 5: Druckvorschau aller Teile in Cura
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    • 4. Ladehilfe für Zoraki 914/925 Schreckschusspistolen

      Beim Kauf meiner Zoraki 914 habe ich mir direkt zwei 25-Schuss-Magazine für Silvester dazu bestellt. Beim ersten beladen musste ich allerdings leider feststellen, dass das vollständige Beladen kaum möglich war. Nach ein paar Tagen im beladenen Zustand war dies zwar schon besser, jedoch nicht angenehm. Also musste eine Ladehilfe her die ich zuerst auf die gute, alte Weise zusammenbastelte. Nun habe ich diese noch mal für den 3D-Druck konstruiert.

      Bild 1: Ladehilfe
      Bild 2: Schritt 1: Patrone ein kleines Stück hineinhalten
      Bild 3: Schritt 2: Magazin nach oben drücken
      Bild 4: Schritt 3: Patrone bis zur Schraube hineindrücken
      Bild 5: Schritt 4: Magazin wieder herausziehen und Patrone vollständig hineindrücken
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    • Tolle Arbeit,
      wäre nett wenn du die Vorlagendateien hier zur Verfügung stellst, einige wenige hier haben 3D Drucker.


      Gruß, David
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      When she talks, she talks about death. My Azra saves non-life imagination. We love you Azra, because you are evil.
    • Ich habe seit dem letzten Druck noch einige Änderungen vorgenommen (Anpassungen im 0,1mm-Bereich etc.), die das Nachbearbeiten mit Schleifpapier und Pfeile nicht so mühsam gestalten sollen.

      Ich drucke alles im Moment noch einmal in ABS auf höchster Auflösung und 100% Fülldichte, um den letzten Stand zu überprüfen und ggf. letzte Änderungen vorzunehmen.

      ABS ist ein bisschen schwieriger zu handhaben (Objekte können leichter von der Druckplatte rutschen), allerdings widerstandsfähiger als PLA. Zudem ist es matter. Die Optik entspricht so wahrscheinlich eher der Oberfläche des Gewehrs.

      Wenn alles fertig ist werde ich noch einmal paar Bilder hochladen zusammen mit den Druckparametern und dann die STL-Files bereitstellen. ;^)
    • Was für einen Drucker hast du denn? Die günstigen unter 2000 Eu drucken ja recht grob.

      Mal sehen ob die in Zukunft günstiger werden.
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    • Vielen Dank! :^)

      Die Box hält am besten, wenn auch die Erweiterungsschiene montiert ist, da diese eine obere Begrenzung darstellt. Geht aber auch ohne

      Du kannst zum Drucken auch Plattformen wie www.3dhubs.com nutzen, bei der Privatleute auf Bestellung drucken. (Dort bin ich auch, um jetzt mal bisschen Werbung zu machen :D 3dhubs.com/frankfurt/hubs/ben)

      Bei mir z.B. muss man 0,70€/cm³ hinblättern, was so der Durchschnitt ist. Allerdings kosten dann Zweibeinhalter, Magazinbox, Erweiterungsschiene und 8 Magazine auch schon insgesamt 40,58€ bei einer Druckdauer von Minimum 17 Stunden. Es gibt aber auch Leute die für weniger drucken. Einfach mal reinschauen.

      Die STL-Files lade ich wahrscheinlich morgen hoch, wenn alles gut geht.

      Gruß Benni
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    • Sgt_Elias schrieb:

      Was für einen Drucker hast du denn? Die günstigen unter 2000 Eu drucken ja recht grob.

      Mal sehen ob die in Zukunft günstiger werden.



      Das ist nur zum Teil richtig!!

      Beim drucken in 3D kommt es sehr stark auf die Einstellungen und den präzisen Aufbau des Druckers an, dazu spielen dann noch Sachen wie die Software, Qualität des Filaments (Grundwerkstoff) usw mit rein ....

      Die "Grobheit" hängt unter anderem auch von der Schichtdicke ab ... ich kann mit einer Schichthöhe von 0,4mm drucken, wird sehr "rustikal" aussehen, geht dafür aber schnell ...
      drucke ich das selbe Objekt nun mit einer Schichthöhe von 0,1mm (manche gehen noch weiter runter) werde ich logischerweise auch länger brauchen da er die selben Positionen ja entsprechend öfter anfahren muß um das Material ablegen zu können.
      Daher sieht das meist "grob" aus, denn Druckaufträge die mal jenseits der 24h dauern würden sind nicht selten. Daher sucht man meist einen Kompromiss zwischen schnell und gut.
      (Gibt auch Software der ich sagen kann die ersten 20 Lagen hätte ich gern in 0,01mm Schichthöhe, alles danach in 0,3mm weils nur grade Wände sind)

      Was auch noch eine Rolle spielt ist das Hotend und die Düse, sowie deren Durchmesser, das würde aber zu weit für dieses Forum hier führen, dafür gibt es andere ;)

      Fest steht man kann auch so um die 600€ schon gut drucken, muß sich aber damit auch auseinander setzen wollen und sich drauf einlassen das man ne menge neuer Sachen verstehen und begreifen muß, mit denen man sonst nie im Leben was zu tun haben würde...

      Gruß Peter :)

      PS: Ich wollte es nur erwähnen und denke ander "Leidensgenossen" können es bestätigen! Ich hoffe ich habe es einfach genug umschrieben und man versteht was gemeint ist ;)
      PPS: Bin nicht böse drüber wenn evtl der ein oder andere noch was dazu sagen möchte, oder mich ergänzen/verbessern oder korrigieren kann ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PeterKu ()

    • Ich habe einen Ultimaker 2. Der hat 2300€ gekostet, wobei der Ultimaker 1 ähnliche Ergebnisse erzielt und für die Hälfte zu haben ist.

      Die geringste Schichthöhe die der Drucker kann, sind 0,06mm Ich drucke aber in der Regel mir 0,1mm Schichthöhe, das gibt immer noch sehr gute Ergebnisse.
    • T3TRI5 schrieb:

      ABS ist ein bisschen schwieriger zu handhaben (Objekte können leichter von der Druckplatte rutschen), allerdings widerstandsfähiger als PLA.

      Mal ganz laienhaft gefragt: Wie stabil muß man sich das Material denn vorstellen ?

      Ist so eine ZF-Schiene fest bzw. haben die Schrauben in der Ladehilfe eine metallenes Gegenlager oder ist das Gewinde direkt im Material.

      Bitte nicht als Kritik verstehen. Die Entwicklung dieser Technik ist faszinierend.

      Andreas
    • Das Material ist schon sehr stabil, sowohl PLA als auch ABS. Von der Beschaffenheit würde ich es mit den 3,5"-Abdeckblenden von einem PC vergleichen:
      .

      Die Schrauben lassen sich in jedem Fall direkt in den Kunststoff schrauben und halten dort absolut fest. Ein vorgedrucktes oder gebohrtes Gewinde ist nicht nötig, da selbst Feingewindeschrauben beim eindrehen ein Gewinde schneiden. Die erhöhte Widerstandsfähigkeit des ABS-Materials kommt bei den gezeigten Konstruktionen nicht wirklich zum Tragen. Ich nutze ABS für den zweiten Lauf nur aus optischen Gründen (mattere Oberfläche).

      Allerdings stellt sich der Druck im Moment als äußerst Problematisch heraus. Bei der Erweiterungsschiene hat es bereits zwei Fehldrucke gegeben: Beim ersten Versuch löste sich der Druck komplett von der Platte, beim Zweiten löste sich der Druck nur einer bestimmen Stelle und bog sich nach oben, worauf ich den Druck abgebrochen habe.

      Beim dritten Versuch, der im Moment läuft, habe ich noch ein paar Änderungen durchgeführt. Unter anderem wurde die Schiene einen halben Millimeter nach oben versetzt damit eine Parallelität zum Rohr gewährleistet ist (Abweichungen hätten sich jedoch auch über das Zielfernrohr selbst kompensieren lassen). Mal sehen was morgen dabei herausgekommen ist. :D

      Edit:

      Kleiner Nachtrag: Die Stabilität hängt natürlich auch maßgeblich von der Dicke der Konstruktion ab. Wo eine Dicke von 1mm PLA noch sehr biegsam ist, da bildet eine 2mm-Schicht schon einen sehr stabilen Rahmen. Die Ladehilfe ist z.B. rundum in der Dicke 2mm gedruckt was vollkommen ausreicht. Dort wo die große Schraube eingedreht wurde ist die Schichtdicke 10mm allerdings nur zu 20% gefüllt (innen befindet sich eine Gitterstruktur, die Außenwände sind auf 0,8mm definiert). Die Magazinbox hat hingegen nur eine Wanddicke von 1mm, was allerdings notwendig wird, um das Prinzip des Einrastens zu ermöglichen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von T3TRI5 ()

    • na ja ABS ist schon besser als PLA nur muss man es halt können ... erster Layer mit 250° C Material und 135° C Betttemperatur, dann mit 240° C drucken, dann läufts ... außerdem mal dein Druckbett kalibrieren (mit infrarotthermometer) da dein Temperaturfühler unter dem Druckbett sitzt, kann die oberflächentemperatur doch differieren. Ich empfehle ebenfals eine Dauerdruckplatte anstatt der Kaptonbänder ...
      Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich zwangsläufig die Zahl derer, die mich am Ar*** lecken können ... klingt doof ... ist aber so ...

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    • STL-Dateien 1.0

      Ich habe jetzt alle Dateien in ZIP-Dateien zusammengefasst. Anmerkungen zum Druck sind dabei. Wenn keine weiteren Angaben gemacht wurden, kann ohne Support gedruckt werden.

      Viel Spaß beim drucken :^)


      1. Baikal MP-61 Magazin
      2. Zweibeinhalter
      3. Baikal MP-61 Magazinhalter
      4. Baikal MP-61 Erweiterungsschiene
      5. Zoraki 914 Ladehilfe

      Edit:

      An Baikal MP-61 Erweiterungsschiene wurden kleine Änderungen vorgenommen. Diese liegt jetzt in Version 1.1 vor (u.a. wurde auf der linken Seite der Lochdurchmesser erhöht, damit die Schrauben erst im rechten Stück greifen und die Verschmälerung rückgängig gemacht).
      Die Änderungen haben allerdings keine funktionalen Einflüsse.
      Dateien

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    • Baikal MP-61 Ladehilfe

      Hier eine erste Version meines nächsten Projektes. Funktioniert nur leider noch nicht reibungslos aber vielleicht lässt sich das ja noch korrigieren.
      Bilder
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    • Die Erweiterungsschiene habe ich noch einmal überarbeitet und liegt jetzt in Version 1.1 vor (siehe Originalbeitrag unter Edit)

      Hier noch mal Version 1.0 um Anhang, falls jemand vergleichen möchte.
      Dateien

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