Walther SG 68 (RAM)

    • Walther SG 68 (RAM)

      Walther SG 68 (cal. .68)
      Hi Freunde, heute möchte ich einen Testbericht über die SG 68 (7,5 Joule) abgeben.

      Die Waffe kam vor einigen Tagen bei mir zuhause an, das komplette Rundum-Sorglos-Paket: Die Flinte selbst, das "Emergency"-Schaftsystem, 100 Hartgummigeschosse und ein Päckchen 12g Co2-Kapseln.






      Alles war verpackt in einer recht lieblosen Pappschachtel, kein Futteral, kein Koffer, keine Box. Schade für den Preis! Generell ist der hohe Anschaffungspreis ein Manko, weswegen die Waffe sicher nicht den Absatz findet, den sie eigentlich haben könnte. Denn das Spaßpotential der SG 68 ist sehr hoch! Vielleicht ein Wink mit dem Zaunpfahl an Umarex, die Preispolitik etwas zu überdenken.


      Lieferumfang:

      Walther SG 68 CO2 Flinte
      Sicherungsschnur aus Gummi für das System
      Sicherungspfropfen aus Gummi für die Laufmündung

      Optionales Zubehör:


      Schaftsystem (Standard 2 x 12g, Emergency 2 x 12g, "Big" 88g)
      Geschosse aus Hartgummi im Kaliber .68 (ca 17,3 mm)
      Co2 Kartuschen
      Zieloptiken

      ACHTUNG: Beim Kauf der Flinte ist im Normalfall NUR das Gewehr selbst in der Schachtel. Schaft muss seperat gekauft werden! Ärgerlich ... Verstehe nicht, wieso nicht wenigstens die Standard-Schaftvariante im Lieferumfang inbegriffen ist. Die Waffe ist ohne Schaftsystem oder große 88g Kartusche NICHT funktionsfähig.






      Hier schön erkennbar die Emergency-Variante des Schaftes. Es werden 2 Kartuschen geladen und durch Schlag auf den Boden aktiviert. Sprich das System ist im Notfall schnell einsatzbereit.
      Alternativ dazu gibts noch die Standard-Variante, welche durch Schrauben unter Druck gesetzt wird. Gleiches gilt für die 88g Kartusche, welche auch als Führung für die taktische Schaftbacke dient.






      Die Funktionsweise entspricht einer Pumpgun, hat sicherlich jeder schonmal aus einem Film gesehen. Vorderschaft ruckartig zurückziehen und wieder nach vorne führen: Das System setzt einen Rubberball in die "Kammer" und verriegelt sich wieder. Jetzt kann durch Druck auf den Abzug das Geschoss abgefeuert werden. Die Charakteristik des Abzugs ist recht gut und sauber.




      Die Waffe wird simpel durch eine Ladeluke geladen, das Laderohr fasst 16 Schuss des Kalibers .68. Munition ist egal, können Paintballs, BattleDust, Pepperdust oder eben Gummigeschosse sein. Der Mechanismus funktioniert durch Drücken, danach "springt" die Ladeklappe selbstständig auf. Die Kugeln werden dann einfach in das Magazin hineingedrückt. Sobald man fertig ist, schließt man wieder die Luke und die Waffe ist einsatzbereit.




      Die Visierung ist schön simpel aufgebaut. Es gibt ein klappbares Korn bei der Laufmündung und eine Art Diopter hinten. Dieser ist in der Horizontalen und Vertikalen verstellbar. Ebenso gibt es eine feine und grobe Voreinstellung für die Schussentfernung jenseits von 8 Metern. Außerdem gibt es noch eine lange Picatinny-Schiene zur Montage von alternativen Zielhilfen.



      Technische Daten: (laut Hersteller)

      System: Vorderschaftrepetierer
      Energiequelle: Co2 Gasantrieb
      Schusszahl: 16
      Kaliber: .68
      Länge: 625 mm
      Gewicht: 2.200g (ohne Schaft!)
      Sicherung: Abzugssicherung
      Energie: 7,5 Joule (16 Joule)


      Persönliches Fazit:

      Ein schönes und gut verarbeitetes Gewehr um Spaß damit zu haben. Muss man wirklich so sagen. Home-Defense... ist für mich eher firlefanz. Klar, das Ding tut sicher höllisch weh. Aber ein Einbrecher o. ä. wird sich mit Jacke oder Pulli nicht sonderlich von 7,5 Joule beeindrucken lassen, außer er kriegt die Kugel mitten ins Gesicht. Und auch da befinden wir uns im Deutschen Rechtsraum so quasi selbst bei der Straftat. Was mir persönlich aber Rille ist, wenns um die Gesundheit meiner Familie oder mir selbst geht. Dann zieh ich ihm das schwere Ding auch so über den Kopf.

      Schussverhalten ist sehr angenehm, der Mechanismus funktioniert bis auf ein paar Ausnahmen sehr gut. Es kommt gelegentlich zu Doppel- oder Leerschüssen. Es ist bei der Waffe nicht genau einzuschätzen, wie der Ladestand ist. Auch gibt es bei meiner Version keinen Druckindikator, wie bei anderen hier präsentierten SG 68. Das co2-Potenzial der 2 x 12 g Kartuschen liegt bei guten 40 Schuss mit voller Leistung, danach fällt die Schussleistung rapide ab und die Kartuschen sind schlagartig so gut wie leer. Ärgerlich finde ich die Tatsache, das man nicht einfach mal "kurz zwei oder drei Schuss" abgeben kann, weil immer gleich 2 Kartuschen angestochen und natürlich leergeschossen werden wollen. Aber ist wohl vom co2-Konzept her kaum anders zu machen.

      Die Haptik und Bedienung ist gut und simpel, wenn man sich damit ein bisschen befasst. Das Schießen selbst ist auch spaßig, die schweren Gummikugeln machen ziemlichen Abriss bei Konservendosen, CDs und anderen Dingen die man nicht mehr braucht. Das Schussgeräusch ist wie schon oft beschrieben relativ kernig, also sollte man entweder drinnen schießen (Ohrschutz!) oder ein großes Grundstück haben, bei welchen die Nachbarn nicht gleich wieder am Rad drehen.

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      "Freiheit, die unterdrückt und wiedergewonnen wurde, hat schärfere Zähne als nie gefährdete Freiheit"
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