Pistole 9 mm: Röhm RG 88 Altnickel

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  • Pistole 9 mm: Röhm RG 88 Altnickel

    Kurzvorstellung der Röhm RG 88 in Altnickel


    Ich möchte euch heute die RG 88 in Altnickel Finish vorstellen.
    Immer wieder , wenn ich eine Waffe der Firman Röhm in Händen halte, staune ich wie hochwertig diese doch verarbeitet sind.
    Ich war bereits im Besitz der Mauser HSC die technisch Baugleich mit der RG 88 ist, jedoch habe ich diese vor Jahren wieder verkauft, was mich im nachhinein sehr geärgert hat.
    Darum freut es mich umso mehr, heute eine RG 88 aus dem Jahr 1996 präsentieren zu können, mir persönlich geht es immer so das ich mich an älteren Modellen, auch wenn diese bereits abgegriffen und beschossen worden sind, mehr erfreuen kann als an so manchem neuen Modell.
    Über die Langlebigkeit von Röhm Waffen werde ich hier wohl niemanden etwas erzählen müssen und auch nicht über die hohen Qualitätsansprüche die an jede Waffe gestellt worden sind.


    Kommen wir zu den Fakten und Bildern des heutigen Tages.







    Technische Daten:


    - Hersteller: Firma Röhm in Sontheim / Germany

    - Kaliber: 9 mm P.A.K.

    - Magazinkapazität: 7 Schuss

    - Gewicht: 580 g

    - Länge: 159 mm

    - System: Double Aktion

    - Sicherung: Manuell / Walzensicherung

    - Sicherheitsrast: Keine

    -Seriennummer: 0134919

    - Beschussjahr: KG / 1996 in Ulm

    :ptb: 670










    Die RG 88 mit Seitenansicht von links, dabei sehr schön zu erkennen die eingebrachten Schriftzeichen über Hersteller und Modell,
    sowie der Kaliberangabe 9 mm P.A Knallpatrone.

    Die Seitenansicht von rechts fällt dagegen deutlich dezenter aus.

    Die Mündungsansicht der RG 88 wirkt relativ human, die Laufsperre, die im Lauf verbaut worden ist, fängt ca 8 mm hinter dem
    Laufende an. Diese zieht sich durch den kompletten Lauf und endet kurz vor dem Kartuschenlager.
    Das Gewinde zum Aufschrauben eines Abschussbechers sitzt auch etwas weiter hinten als man es von anderen
    Schreckschusswaffen kennt.

    Die Rückansicht der Waffe mit Blick auf die Kimme, wobei diese ja bei einer Schreckschusswaffe überflüssig sein dürfte.

    Hier nochmal eine Detailansicht auf den vernickelten Schlitten, gut erkennbar ist hier, dass das PTB-Zeichen in´s Material
    eingebracht wurde. Dies hat immer den Vorteil, dass es durch Abnutzungspuren oder Polieren der Waffe deutlich sichtbar bleibt.
    Die meisten Schreckschusswaffen, die heute produziert werden, tragen das PTB Zeichen nur noch mit weißer Schrift aufgelasert.

    Die Ansicht von rechts, der Abzug besteht aus Zinkguss, die Auszieherkralle aus Stahl.

    Am Griffstück oberhalb des Abzuges sind die Beschusszeichen, sowie die Seriennummer: 0134919 angebracht.
    Auf dem Bild auch gut erkennbar der Magazinhalteknopf welcher aus Zinkguss gefertigt ist.

    Die Waffe in gesicherten Zustand, eine Walzensicherung schiebt, bzw, dreht sich durch Betätigung der Flügelsicherung auf der linken Seite
    zwischen Hammer und Schlagbolzen.
    Leider verfügt die RG 88 über keine Fallsicherung, was sie zum Führen in geladenen und entsicherten schnellen zugriffsbereiten
    Zustand leider unbrauchbar macht.

    Ist die Waffe entsichert und nicht gespannt, liegt der Hammer direkt auf dem Schlagbolzen auf, welcher somit auf das Zündhütchen der
    Kartusche drückt. Ein Schlag auf den Hammer, oder wenn die Waffe zu Boden fallen würde, könnte bereits ausreichen um einen
    ungewollten Schuss abzugeben.

    Die RG 88 in gespannten und entsicherten Zustand, die Waffe wäre nun zur Schussabgabe bereit.

    Ein Blick auf die Walzensicherung welche aus Stahl gefertigt worden ist.
    Der Hahn lässt sich nur spannen, wenn die Waffe entsichert ist, ansonsten geht dieser wieder in seine Ursprungsposition zurück.
    Umgekehrt, wenn der Hahn gespannt ist und man betätigt die Flügel bzw. Walzensicherung, schnallt der Hahn nach vorne, allerdings verhindert die
    Walzensicherung das dieser auf den Schlagbolzen schlägt.

    Um später den Schlitten abzuheben muss der Hahn vorgespannt sein.

    Durch drücken des Magazinhalteknopfes gleitet das Magazin aus dem Magazinschacht.

    Zerlegt wird die RG 88 wieder PP / PPK typisch, der Abzugsbügel, bzw, Demontagebügel muss nach unten gedrückt werden.

    Zeitgleich kann mit der anderen Hand der Schlitten nach hinten abgeozen werden, der Demontagebügel muss aber währenddessen in
    unterer Position bleiben, da sich sonst der Schlitten nicht lösen lässt.

    Die RG 88 wenn sie in ihre wesentlichen Bestandteile zerlegt worden ist, das Magazin fehlt allerdings auf diesem Bild.
    Die Feder der RG 88 ist aus Stahl gefertigt und ist direkt über den Lauf aufgeschoben.

    Der Lauf sowie das Kartuschenlager sind aus Stahl gefertigt, das Kartuschenlager ist allerdings zusätzlich mit Zink ummantelt.

    Ein Blick auf die Zuführrampe und das Kartuschenlager der Waffe.

    Der Austosser, oben mittig im Bild ist aus Stahlblech gefertigt.

    Das Abzugsgestänge ist ebenfalls aus Stahlblech angefertigt worden.

    Leider wurde der Hammer aus Zinkguss gefertigt und verfügt auch über keine Stahleinlage, dies hat zur Folge das sich die
    Walzensicherung und der Schlagbolzen immer mehr in das Material vorarbeiten.
    Deutliche Abriebsspuren sind hier am Hammer bereits zu erkennen.

    Der Abzugs- bzw. Demontagebügel lässt sich nur nach unten bewegen, wenn das Magazin aus der Waffe entnommen worden ist.

    Ein Blick auf den Schlitten von innen, dieser ist aus Zinkguss gefertigt worden

    Die Waffe scheint aufgrund ihrer Abriebspuren schon einige hundert Schuss geleistet zu haben, dies tut aber im Normalfall einer Qualitätswaffe aus
    Sontheim nichts ab. Abriebspuren sind innen am Schlitten deutlich sichtbar.

    Die Auszieherkralle ist aus Stahl gefertigt.

    Der Stossboden der Waffe ist zusätzlich mit einer Stahleinlage verstärkt worden.

    Hier nochmals eine Detailansicht auf die Walzensicherung, in diesem Fall liegt der Schlagbolzen frei und die Waffe ist in einem ungesichertem Zustand.
    Auch erkennbar links an der Flügelsiocherung durch einen kleinen roten Punkt.

    Auf diesem Bild blockiert die Walzensicherung ein Abschlagen des Schlagbolzens, die Walzensicherung schiebt sich über den Schlagbolzen
    bzw. vor den Hammer wenn die Waffe zusammengebaut ist.

    Das Magazin ist aus Stahlblech gefertigt und verfügt über eine Munitionsstandanzeige.
    Es können 7 Knall / Abwehrkartuschen im Kaliber 9 mm P.A.K geladen werden.

    Die Montage erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, erst muss die Feder über den Lauf geschoben werden, anschliessend wird der
    Demontagebügel wieder nach unten gedrückt, um anschliessend den Schlitten wieder auszusetzen.

    Hier auf dem Bild ist dieser Vorgang gut zu ekennen. Auch hier darf sich das Magazin nicht im Magazinschacht befinden,
    und der Hahn muss wieder in gespannten Zustand sein.


    Nochmal ein Bild zur Verdeutlichung der Angabe die ich zur Flügelsicherung gemacht habe.
    Ist die Waffe in gespannten Zustand und man betätigt den Sicherungsflügel......

    .....schlägt der Hammer automatisch nach vorne, während dieses Vorgangs schiebt sich die Sicherungswalze zwischen Hammer und Schlagbolzen.

    Die Waffe kann nun geladen werden, hier dienen als Beispiel Knallkartuschen von Geco.

    In diesem Fall lade ich 4 Stück Knallkartuschen in das Magazin. Erkennbar mittels der Ladestandanzeige.

    Dann wird das Magazin in den Magazinschacht zugeführt.
    Man achte aber darauf, dass das Magazin richtig in der Waffe einrastet. Dies ist deutlich spür- und hörbar.

    Der Schlitten kann nun nach hinten repetiert werden, leider auf dem Bild schlecht darstellbar, da ich mit der anderen Hand das Foto machen musste:-)

    Wenn die Kartusche abgeschlagen ist, treibt der Gasdruck den Schlitten nach hinten, und die leere Kartusche wird mittels der Ausziehkralle aus
    dem Kartuschenlager gezogen.

    Anschliesend wird aus dem Magazin, dass unter Federspannung steht, automatisch eine weitere Knallkartusche in das Kartuschenlager zugeführt

    Auf dem Bild einigermaßen gut erkennbar. Wie gesagt mit einer Hand muss ich ja die Bilder machen :)

    Waffe RG 88 mit Magazin, Abschussbecher und Knallkartuschen.

    Die RG 88 hier zu sehen mit aufgeschraubtem Abschussbecher, der zum verschiessen von Pyrotechnischer Munition gedacht ist.








    Abschliessend zu dieser Fotostrecke möchte ich euch gerne noch einige Vergleichsbilder zu anderen Röhm Schreckschusswaffen zeigen.


    Im direkten Vergleich zur RG 88 hier unten im Bild die RG 70 und die RG 800
    Diese 3 Waffen verfügen jeweils über ein anderes Kaliber:

    RG 88: 9 mm P.A.K
    RG 70: .315 K P.A.K
    RG 800: 8 mm P.A.K

    Diese 3 Waffen wurden zwischen 1992 und 1999 gefertigt.

    RG 88: Beschuss KG = 1996
    RG 70: Beschuss KK = 1999
    RG 800: Beschuss KC = 1992



    Link zu den Testberichten der RG 70 und der RG 800:


    Testbericht zur Röhm RG 70

    Pistole 8 mm : Röhm RG 800





    Die Munition zu diesem Vergleich von links nach rechts:
    9 mm P.A.K ( Geco) 8mm P.A.K ( Umarex) .315 K ( RWS )



    Ein Detailbild der drei verschiednen Munitionsarten


    Und von der Rückansicht auf das Zündhütchen


    Die unterschiedlichen Magazingrößen sind hier gut erkennbar.
    9 mm 8mm .315










    Mein Fazit zur RG 88:

    Wer das Gefühl kennt, gesehen und haben wollen, wird mich verstehen können denke ich.
    Die RG 88 ist eine der gelungensten Selbstladepistolen aus dem Hause Röhm. Baugleich mit der Mauser HSC und qualitativ bis auf wenige Kleinigkeiten auf allerhöchsten Niveau.
    Ich habe mir heute mal vergangene Diskussionen zur RG 88 hier im Forum durchgelesen und ich musste immer wieder feststellen, dass es der Mehrheit genauso geht wie mir auch.
    Die RG 88 sollte in keiner ordentlichen Schreckschusssammlung fehlen.
    Wobei naürlich wie immer erwähnt, jeder für sich selbst entscheiden muss, was ihm zusagt und was nicht.
    Ein wenig schade das ich die RG 88 ohne Verpackung erstanden habe, allerdings sind diese von Zeit zu Zeit in einem Onlineauktionshaus erwerbbar.
    Die RG 88, die ich euch heute vorgestellt habe, ist ursprünglich in Altnickel gefertigt worden.
    Der Vorbesitzer hat hierbei noch etwas poliert, was mir aber sehr gut gefällt, darum habe ich mich auch dazu entschlossen die Waffe in meine Sammlung mit aufzunehmen.

    RG 88 und Selbstverteidigung,
    da scheiden sich im CO2air Forum wie fast immer die Geister, aufgrund ihrer fehlenden Sicherheitsrast würde ich sie aber auch nicht zur SV einsetzen wollen.
    Obwohl sie in punkto Verarbeitung und Zuverlässigkeit als sehr " gut " bis " " sehr gut" einzustufen ist.
    Die Schussanzahl von 7 Knallkartuschen ist auch etwas " mager " ausgefallen, obwohl die Waffe eigentlich aufgrund ihrer Größe, besonders am Griffstück, doch so wirken würde als ob sie für mehr Platz hätte.
    Silvester mit der RG 88 ist mit Sicherheit eine tolle Sache, jedoch darf man nicht vergessen das man jeweils nur 7 Schuss im Magazin hat.
    Ein Ersatzmagazin pendelt sich grob auf um die 20 Euro ein.
    Wer also Silvster nicht auf diese Waffe verzichten möchte, ist mit der RG 88 sicherlich sehr gut bedient :)

    Die Ausssagen zur Selbstverteidigung sowie zum Silvestereinsatz beziehen sich wie immer nur auf meine eigene Meinung und Erfahrungswerte.






    Besten Gruß,

    Andy
    Bilder
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Ulrich Eichstädt ()