Sandsack (als Gewehrauflage)

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    • Sandsack (als Gewehrauflage)

      Moin!

      Ich wollte nun auch mal so fantastiche Streukreise schießen, wie ich sie hier im Forum schon öfters bewundern durfte.
      Ich habe dazu gelesen, dass ein Sand/-Reissack die optmale Auflagefläche darstellt. Nun möchte ich mir also einen soclchen basteln, dazu ein paar Fragen
      Als Beutel dachte ich an einen klassischen Stoffbeutel, wie ihn jeder Supermarkt für die "ökologischen" Kunden anbietet.
      Welches Füllmaterial ist aber geeignet? Kies aus der nahegelegenen Kiesgrube? Wesentlich feineres Material wie Ostseesand? oder grobkörnigeres... eben mehr zur Reiskorngröße tendierend?
      Und die Füllmenge? Beutel ganz voll machen? 3/4?
      Vielen Dank für die Tips im Vorraus!

      MfG!

      Edit: Rechtschreibung
      I . Si vis pacem, para bellum - Flavius Vegetius Renatus, 400
      II. Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin, 1755
      III. :F: ... ein Zeichen der Unterdrückung - rhodium, 2008

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isoroku ()

    • Der Sandsack heißt Sandsack, weil er ein mit Sand gefüllter Sack ist ;)

      Nun mal ein wenig Ernst.

      Der Stoffbeutel vom Discounter nebenan ist sicher nur eine Notlösung. Der Stoff für den Sandsack muss aus meiner Sicht schon stabiler sein als eine Stoffeinkaufstasche. Er muss eine Menge Gewicht aushalten und wird auch oft hin- und hergeschleppt, gedreht, gedrückt und geschlagen.

      Feines Sackleinen oder feste Jute ist durchaus geeignet, hat für den Hausgebrauch aber den Nachteil, dass immer mal etwas Sand herausreuert. Vermeiden kannst du das, indem du den (trockenen!) Sand in einen stabilen Plastiksack füllst, den du dann in den Leinen- oder Jutesack packst. Der Plastiksack alleine ist aus meiner Sicht zu glatt, um als Gewehrauflage zu dienen.

      Der Sack sollte schon gut mit Sand (nicht zu fein) gefüllt sein (ca. 90 % ?). Allerdings musst du mit der Handkante noch eine Delle für das Gewehr reindrücken können, damit die seitliche Führung gewährleistet ist.

      Die Luxusvariante findest du hier im Lexikon >bitte klicken<.

      Gruß... Uli
      :F: Die einfachste Sicherheitsregel: Das dünne Ende ist gefährlich :F:
      S&W 586 in 6", Walther CP88, CP99, Lever Action long, Umarex Desert Eagle, Beretta 92FS, Px4 Storm; in der "Firma" HK G36 und P8
      FWR-Mitglied Nr. 30524
    • Die braunen Säcke von Banken, in denen Geldscheine und Geldrollen transportiert werden, sind vorzüglich als Sandsack zu gebrauchen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mistermister ()

    • Hallo Isoruko!
      Ohne ordendliche Auflage ist es fast unmöglich das Potential der Waffe auszutesten. Nur eine vordere Auflage bringt da auch nicht viel. Du brauchst zusätzlich auch eine Hinterschaftauflage. Speziell bei Federdruckwaffen ist das unabdingbar. Hier mal ein Beispielbild mit PLG. ich sehe gerade, wir haben noch garkeinen T.B. über soetwas hier.
      [img][/img]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kippchen ()

    • Ich weiss nicht, ob das hier her passt, aber Fotografen mit einem extrem langen Teleobjektiv verwenden für keinen extrem festen und unbeweglichen Sandsack, sondern einen Bohnensack. Drück einfach mal eine Kuhle in einen Sandsack und in einen Bohnensack.

      (Die fertigen Benchrestauflagen beseitzen ja schon bereits fest eingenäht eine Kuhle.)

      Andreas
    • Hallo,

      Original von mistermister
      Die braunen Säcke von Banken, in denen Geldscheine und Geldrollen transportiert werden, sind vorzüglich als Sandsack zu gebrauchen.


      Darüber muss ich mir jetzt keine Sorgen machen, oder? :ngrins:

      Ich kann mich nur Marathon anschließen. Ich habe drei Gewehrauflage-Säcke selbst gebastelt. Mein Sandsack ist ein Baumwollbeutel, der glaube ich, bei irgendwelchen Schuhen dabeilag. Dieser ist allerdings nur die Umverpackung für eine stabile Plastiktüte, in der sich der Sand befindet. Wie bereits gesagt: Die Plastiktüte so füllen, dass man noch eine Kerbe für den Schaft mit der Handkante einformen kann.

      Wenn du es professioneller machen möchtest, könntest du dir in einem Online Versandhaus wasserdichte Zeltplane aus Leinen(?) kaufen. Die ist so eng gewebt, dass sie wasserdicht ist, dann sollte sie auch sanddicht sein. Vielleicht ist das ein ähnliches Material wie das von den Geldsäcken. Ich habe mir mal einen laufenden Meter bestellt, um daraus einen leichten Regenschutz für die 97k zu nähen. Hmmm ....davon ist noch etwas übrig, vielleicht näh ich mir auch mal einen guten Sandsack?

      Der Nachteile eines Sandsacks, ist gleichzeitig auch sein Vorteil: Er ist schwer! Da ist der Reissack leichter transportiert. Und Reiskörner sind auch so groß, dass man in jedem Fall auf eine Plastikeinlage verzichten kann.

      Meine dritte Auflage habe ich mir aus weichem Leder genäht, wobei die Nähte zusätzlich mit Lederkleber verklebt wurden. Dieser ist viel kleiner und ich nutze ihn gern als Auflage für den Hinterschaft. Wichtig wie Kippchen schon sagte.

      Ziel ist jedenfalls, dass das Gewehr seitlich wie "einbetoniert" gehalten wird. Bei Federdruck muss das Gewehr immer sehr, sehr gleich eingelegt werden.

      Gruß
      Musashi
    • Als Füllung hat sich Vogelsand bewährt. Den gibt es in jeder Zoohandlung. Teilweise sogar leicht mit Anisöl versetzt. Riecht´s besser.
      5 Kg für ca. € 3.-

      Obba Gerrit

      Nachtrag: Ein paar Socken gehen auch.
      Allerdings sollte da der Sand in eine Plastikbeutel abgefüllt werden und dann den Socken drüber.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GPB ()

    • RE: Sandsack

      Moin!

      Erstmal vielen Dank für die Tips und Anregungen.
      Die fertigen Auflagen mit allem Drum und Dran (einschl. Hinterschaftauflage) sind mir persönlich (noch) zu teuer... um damit auf dem Hof meiner Eltern "Streukreise" zu schiessen. Vielleicht kommt man beim 'ernsthaften' Schiessen im Verein nicht drum herum, aber für mich als Freizeitschütze?
      Ich werde mir in der kommenden Woche mal überlegen, wie genau ich die Umsetzung angehe... im Moment gefällt mir die Idee mit Plastiktüte + Stoffbeutel sehr gut.
      Ich kann ja dann zum nächsten Wochenende mal mein Ergebnis vorstellen. (einschl. der geschossenen Streukreise -sofern selbige vorzeigbar sind ;) )

      Vielen Dank nochmal...

      MfG!
      I . Si vis pacem, para bellum - Flavius Vegetius Renatus, 400
      II. Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin, 1755
      III. :F: ... ein Zeichen der Unterdrückung - rhodium, 2008
    • Gute Erfahrung habe ich mit den Sandsäcken vom Bund gemacht...
      Die gibt es ja in Jute oder dickerem Plastik, bzw aus Plastikgewebe (Hochwasserschutz).

      Aus Gewichtsgründen mit Holzspänen (Kleintierstreu) locker gefüllt .

      Wer die mit Sand füllen möchte sollte bei den Jutesäcken aber damit rechnen das die "undicht" werden wenn der Sand trocken ist.
      Never run from a sniper, you´ll only die tired.
    • Bei Socken sollte man aber den Vorschlag von Gerrit
      beachten:

      Als Füllung hat sich Vogelsand bewährt. Den gibt es in jeder Zoohandlung. Teilweise sogar leicht mit Anisöl versetzt. Riecht´s besser.
      5 Kg für ca. € 3.-

      Mit dem Anisöl richen die Socken dann nicht so streng. *lol*
      Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages!
    • Ich habe mit Sand nicht so gute Erfahrungen gemacht. Die Auflage ist einfach zu hart, vorallem, wenn man mit Prellern schießt. Das Gewehr springt zu sehr. Meine besten Streukreise habe ich bisher mit einer Füllung aus Styroporkügelchen geschossen, wie sie in den Sitzsäcken beim FT genutzt werden. Bei Prellern gibt es eine gute Dämpfung, das Gewehr liegt auch im Schuß viel satter.
      Gruss Ralph
      ***16 Joule für alle. Europa, nicht nur auf der Autobahn.***
      Mitglied im 1.DFTC2000 e.V. FWR #30598

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von carfanatic ()

    • Original von Musashi

      Ziel ist jedenfalls, dass das Gewehr seitlich wie "einbetoniert" gehalten wird.


      Da verfolge ich eine andere Philosophie.
      Lass doch den Preller einen Preller sein!
      Ich habe jedenfalls bessere Ergebnisse erziehlt, wenn ich das Gewehr nur im Schwerpunkt auflege und dann möglichst reproduzierbar mit nur wenig Berührung abziehe.
      Wenn man das Gewehr tatsächlich einspannt ist es natürlich wieder etwas anderes.

      Original von Musashi
      Bei Federdruck muss das Gewehr immer sehr, sehr gleich eingelegt werden.


      Dito
      Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen;
      und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er's.
      (Friedrich Nietzsche)
    • Original von Musashi...Ziel ist jedenfalls, dass das Gewehr seitlich wie "einbetoniert" gehalten wird. Bei Federdruck muss das Gewehr immer sehr, sehr gleich eingelegt werden.

      Gruß
      Musashi


      Moin!

      Wie angedroht, nun das Ergebnis meiner Überlegung. Ich habe mich für die Plastiksack-im-Stoffbeutel-Variante entschieden. Zwecks besserer Belastbarkeit habe ich gleich 2 dieser Öko-Einkaufsbeutel verwendet und vernäht (Auch wenn die Naht grauenhaft aussieht... sie hält wohl, und zählt.) Alles in allem scheint die ganze Sache auch stabil genug zu sein.

      Nun zu den Schußergebnissen:
      ??? Es ist schon komisch... ich treffe auf 20 m reproduzierbar 'n Zigartettenstummel, aber ich bin irgendwie nicht in der Lage, vernünftige Streukreise zu schießen ???
      Von etlichen Versuchen, sind das was ich hier poste, die besten beiden... bei allen anderen waren hanebüch'ne Ausreißer bei!

      Also entweder liegts wirklich an mir -dass ich nicht kontinuierlich gut schieße, und immer mal wieder ein Fauxpas dabei habe, oder die Sache mit dem exakt gleichem Auflegen hat noch mehr Bedeutung als ich bisher annahm, und ich bekomm' dann das nicht gebacken.

      MfG!

      Bilder
      • Sandsack3-2.jpg

        27,69 kB, 600×290, 1.450 mal angesehen
      I . Si vis pacem, para bellum - Flavius Vegetius Renatus, 400
      II. Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin, 1755
      III. :F: ... ein Zeichen der Unterdrückung - rhodium, 2008

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Isoroku ()

    • Original von euroconnect
      mit welchen Diabolo schiesst DU?


      Stimmt, sollte man vielleicht erwähnen: :crazy2:

      Dia: Geco, 0,46 g

      Entfernung: 15m
      I . Si vis pacem, para bellum - Flavius Vegetius Renatus, 400
      II. Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. - Benjamin Franklin, 1755
      III. :F: ... ein Zeichen der Unterdrückung - rhodium, 2008
    • Original von Isoroku
      oder die Sache mit dem exakt gleichem Auflegen hat noch mehr Bedeutung als ich bisher annahm, und ich bekomm' dann das nicht gebacken.


      Das könnte sein! Wie gesagt ich halte nicht viel von solchen Auflagen und zitiere mich mal selbst aus einem anderen Thread:

      Original von WLA-Funshooter

      Bin zwar kein Profi, aber mit meiner Diana 35 schieße ich auch gerne aufgelegt.

      Du solltest die Waffe im Schwerpunkt in deine offene Hand legen, während diese wiederum auf dem Sandsack, bzw. der Unterlage ruht.
      Ich sage bewusst "offen" - du solltest den Schaft gar nicht umfassen.
      Mit der anderen Hand richtest du das Gewehr auf dein Ziel aus, allerdings berührst du die Waffe beim Auslösen nur mit den Fingern, also auch hier nicht richtig zupacken, sondern das Gewehr nur soviel wie zum Zielen nötig anhalten.
      Mit der Schulter solltest du die Büchse entweder gar nicht, oder nur minimal berühren.
      Beim Auslösen des Abzugs solltest du dem Gewehr ganz bewusst seine Bewegungen bzw. Vibrationen lassen (auch wenn sie "hinspringt wo sie will").

      Wenn du diese Haltung immer gleich beibehälst sollte es auch mit den Streukreisen klappen.


      Probiers mal aus mit dieser Methode - vielleicht nutzt du dann auch das volle Potenzial der Waffe aus!

      mfg
      WLA
      Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen;
      und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er's.
      (Friedrich Nietzsche)