AEG: VFC AKS-74

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    SAEG: VFC AKS-74

    Heute möchte ich euch meine erste S-AEG vorstellen.
    Auf CO2air.de gibt es bisher noch keinen Testbericht zu dieser, meiner Meinung nach, sehr interessanten Waffe. Also mache ich mal den Anfang.



    Einführung:
    „Avtomat Kalashnikova Skladnoj“ (skladnoj = klappbar).
    Die AKS-74 ist ein direkter Abkömmling der AK-74 und wurde speziell für die sowjetischen Fallschirmjäger (VDV „Vosdushno Desantnie Vojska“) entwickelt.
    Die erste Erprobung im Gefecht hatte die AK-74 während des Kriegs in Afghanistan 1979-1988.
    Bis heute ist die AK-74 als Standardgewehr der russischen Armee im Dienst, wenn auch ständig modernisiert. Die modernste Variante ist die AK-74M, erschien im Jahr 1991. Gefertigt wird sie in Izhevsk von der Firma Izhmash.

    Technische Details vom Original:
    Hersteller: Izhmash, sowie viele andere innerhalb der Ländern des Warschauer Pakts.
    Kaliber: 5,45x39mm
    Gewicht: 3,3 kg (leer)
    Länge: 943 oder 690 mm
    Magazinkapazität: 30 Schuss
    Energie: 1316 Joule
    Kadenz: 600-650 Schuss/Minute


    Details VFC:
    Hersteller: Vega Force Company
    Modell: VFC AKS-74
    System: S-AEG
    Magazinkapazität: ca. 120 Schuss
    Gewicht: 3,1 kg (leer)
    Gesamtlänge: 943 oder 710 mm
    Energie: 0,95 Joule
    Gearbox: V3 mit 7 mm Lager
    Motor: VFC EG1300

    Lieferumfang:
    VFC AKS-74
    120 Schuss Magazin (Midcap).
    Bedienungsanleitung
    VFC Produktbroschüre

    Geliefert wird die AKS-74 in einem roten Karton, mit Abbildung der Waffe links:


    Wie erwartet, stellte ich beim Auspacken fest, dass die Waffe fast vollständig aus Stahl besteht, was die Verpackung mit „Full Steel Airsoft Rifle“ auch verspricht.
    Der Magnettest bestätigt, dass folgende Teile aus Stahl bestehen: komplettes Gehäuse, Gehäusedeckel, Skelettschaft, Mündungsfeuerdämpfer, Kornsockel, der „fake Verschlussträger“, Visierung, Feuerwahlhebel, Magazinboden sowie sämtliche Bedienelemente außer Abzug (nicht
    magnetische Metalllegierung).
    Der Außenlauf besteht aus Alu, aus einem Stück im CNC Verfahren gefräst.
    Wie beim Original besteht der Pistolengriff und das Magazin aus Kunststoff.
    Der Handschutz aus laminiertem Schichtholz fällt sofort auf und macht einen sehr edlen Eindruck.



    Ich war positiv überrascht, dass der obere Handschutz im Gegensatz zu den Bildern auf der VFC-Homepage, Ventilierungslöcher hat. Der falsche Neigungswinkel des Skelettschafts ist mir auch erspart geblieben. Somit entspricht das Modell der russischen Variante der AKS-74.

    Zum Einklappen der Schulterstütze drückt man den Knopf an der linken Gehäuseseite.
    Zum Ausklappen löst man die Verriegelungsklinke an der linken Gehäuseseite vorne:


    Unten im Bild, neben der Seriennummer sieht man einen Stern, der eigentlich als Stempel für die in Tula hergestellten Waffen steht. Ein kleiner Detailfehler, denn in Tula wurden nur AKM und AKS-74U hergestellt. Die AK-74/AKS-74/AK-74M dagegen in Izhevsk. An der Stelle müsste ein Pfeil im Dreieck sein. Auf der AK-74 von VFC befindet sich aber der richtige Stempel.
    „84“ steht für das Produktionsjahr, danach die Seriennummer.



    Deutlich sichtbar die Gearbox, die hinten aus dem Gehäuse rausschaut. Im Vergleich zum Original musste deswegen auch das Gegenstück am Schaft halbiert werden.
    Leider hat die Schulterstütze etwas Spiel, weil der Bolzen in der Bohrung etwa 0,5mm Luft hat.
    Das Spiel ist zwar nicht groß, so was darf in dieser Preisklasse nicht vorkommen. An der Stelle sollte VFC die Toleranzen verbessern. Beim Original ist da kein Spiel vorhanden und absolut stabil.
    Da die Originalschäftung etwas andere Maße hat, kann sie hier nicht nachgerüstet werden.
    Die VFC AK-74 mit festem Schaft wäre stabilitätsmäßig empfehlenswert.



    Drückt man der Feuerwahlhebel in die unterste Stellung, sieht man deutlich die Federführung für den Verschlussträger. Drei Stellungen wählbar: obere „gesichert“, mittlere „AB“ Dauerfeuer (in Deutschland deaktiviert) und untere „OD“ Einzelschuss.



    Die Markings des Importeurs und die Kaliberangabe sind sehr dezent angebracht.
    Zieht man den Verschlussträger zurück, kommt das Hop-Up System zum Vorschein. Zum Einstellen braucht man einen Schraubenzieher. Dies gestaltet sich aber als etwas hackelig, da der Verschlussträger am Gehäusedeckel schleift. Der Grund dafür liegt in der nur einseitig angebrachten Führung hinten am VT.




    Das AK-74 Bajonett passt nicht ganz und kann nicht arretiert werden, es fehlen ca. 4 mm.


    Vergleich mit der Yunker 3 (AK-74M Nachbau) aus der Izhmash Fertigung:



    Auffallend ist der übermäßig große Pistolengriff. Die Größe ist systembedingt unvermeidbar, da bei der Airsoftvariante sich darunter ein Motor verbirgt.
    Liegt sogar noch besser in der Hand als das Original, das mir persönlich etwas zu schmal ist.
    Das Blech der VFC ist 1,2 mm dick, der Yunker 3 1,4 mm.
    Die Yunker ist 700 g schwerer und macht insgesamt einen stabileren Eindruck. Ist ja auch verständlich, da sie zu mehr als 90% aus Originalteilen besteht.
    Was der Yunker allerdings fehlt, sind die Ausbuchtungen über dem Magazinschacht und zwei Vertiefungen für Voll-und Semiautomatik mit entsprechenden Beschriftungen.
    Das Gehäuse der VFC AKS-74 ist konstruktionsbedingt 10 mm länger als beim Vorbild. Die Gearbox muss halt untergebracht werden.
    Vergleicht man das Spiel des Magazins im Schacht, ist es bei beiden identisch.


    Finish:
    Laut Hersteller sind Metallteile CED-Beschichtet. Im direkten Vergleich zum Izhmash Finish ist die Oberfläche eher glänzend, aber keineswegs als unrealistisch zu betrachten. Der Gehäusedeckel unterscheidet sich ein wenig im Farbton, die Oberfläche ist matt.


    Magazinvergleich:


    links zwei VFC Magazine rechts zwei originale 5,45x39 mm, sogar das Izhmash Logo ist kopiert.

    gemischt:


    Die VFC Magazine bestehen bis auf den Magazinboden aus Kunststoff, die 5,45x39 Magazine sind oben mit Stahl verstärkt um der gewaltigen Federkraft standzuhalten.

    Zerlegen:


    funktioniert genauso wie beim Original.
    Einige Testberichte im Internet zeigen wie der Messinglauf noch einige Zentimeter aus dem Außenlauf in den Mündungsfeuerdämpfer (MFD) übergeht. Bei meiner AKS-74 endet der Lauf noch vor dem MFD. Es scheint ein überarbeitetes Modell zu sein.
    Zum Entnehmen der Gearbox muss man nur den Griff und den Feuerwahlhebel abschrauben. Was ich aber vorerst aus Garantiegründen nicht tun möchte.
    Eine 25 Ampere Sicherung aus dem Fahrzeugbereich ist vorhanden.



    Die AKS-74 benötigt einen Stick Type Akku, der in das Gasrohr geschoben wird. In den Holzschaft der AK-74 passt auch ein großer Akku.
    Es empfiehlt sich mindestens ein 9,6 Volt Akku um Gearbox-Jam zu vermeiden.



    Schusstest:
    Das 120 Schuss Magazin muss man mit mindestens 10-15 BB's laden, weil die Federkraft nicht ausreicht und die BB's sich im Magazin verkanten. Wird das Magazin ausreichend befüllt, funktioniert die Munitionszufuhr einwandfrei, keine Leerschüsse bis etwa vier BB's im Magazin und noch vier im Steigrohr.
    Verwendet wurden Q Bullet 6mm BB's 0,2 g und ein G&P 9,6 V Akku mit 2200 mAh.
    Geschossen 5 m sitzend, aufgelegt, 8 Schuss.



    Der Streukreis lässt sich mit 1 Cent Stück abdecken, das kann man als sehr gut bezeichnen.
    Momentan stehen mir leider nur 5 m zur Verfügung.
    Das Schussgeräusch ist relativ leise, aber dennochdeutlich hörbar.
    Die Visierung ist mit dem Original identisch. Das Korn ist höhen-und seitenverstellbar, dazu ist ein Spezialwerkzeug notwendig (wird nicht mitgeliefert). Die Kimme ist originalgetreu nur in Höhe einstellbar mit 11 Markierungen, kyrillisches „P“ für den direkten Schuss, sowie 1 bis 10 für 100 bis 1000 Meter.


    Kritik:
    Die VFC AKS-74 ist nicht perfekt und es sind einige Kleinigkeiten, die man teilweise selbst beheben kann.
    - Der obere Handschutz aus Holz hat vertikal zum Gasrohr 1-2 mm Spiel. Im Vergleich zum Original, fehlt hier eine Blattfeder, die den Handschutz über dem Gasrohr fixiert. Abhilfe schafft hier hier Kabelbinder, mit dem ich den Handschutz unterlegt habe.
    - Der untere Handschutz hat zum Gehäuse 1-2 mm seitliches Spiel, Vorgehensweise wie oben.
    - Wackelige Schulterstütze aufgrund schlechter Toleranz des Passstiftes, hier kann man vielleicht einen neuen auftreiben, dürfte durchaus machbar sein.
    - Der Verschlussträger hackt und ist nur mit viel Gefühl zurückzuziehen.
    - Die Feder für den Verschlussträger ist zu schwach, ist aber Geschmackssache.
    - Kein Werkzeug zur Einstellung des Visiers im Lieferumfang enthalten.

    Lob:
    - sehr viele Stahlteile
    - wunderschönes Echtholz
    - überraschend gute Präzision
    - sehr originalgetreu
    - Zerlegen wie beim Vorbild
    - realistisches Finish
    - robuste Konstruktion


    Fazit:
    Die VFC AKS-74 ist ein qualitativ sehr hochwertiges und historisch korrektes Produkt. Vega Force Company arbeitet mit viel Liebe zum Detail und hat beim Kopieren vom Original viele Kleinigkeiten geachtet. Somit ist die AK-Serie von VFC gleichermaßen für Spieler, als auch für Sammler geeignet.
    Wenn auch die Qualität nicht mit Izhmash Fertigung mithalten kann, ist diese Airsoftreplika jeden Cent wert.

    €: Das Spiel des Klappschafts ist beseitigt.
    Ich habe einfach ein 2 mm dickes Hartgummi an die Auflagefläche geklebt:

    Der Passstift wird dadurch an eine Seite der Bohrung gepresst. Nicht elegant, aber einfach, unauffällig und zuverlässig.
    Bleibt nur noch der Verschlussträger.

    Ich hoffe, euch hat mein Testbericht gefallen.
    Kritik un Wünsche per PN an mich.
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    Imperare sibi maximum imperium est

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