Erfassung ERMA Bauzahlen & SN-Bereiche

    • Erfassung ERMA Bauzahlen & SN-Bereiche

      Hallo Sammler-Kollegen,

      wie bereits gestern in einem anderen Thread andiskutiert, wäre eine genauere Betimmung der von ERMA produzierten SSW's nebst Seriennummern-Bereiche und ein paar speziellen Daten überaus sinnvoll. Angesichts meines Interesses erkläre ich mich gerne bereit, das zu machen und regelmässig einen Update ins Forum zu schreiben. Hierzu würde ich von jedem von Euch folgende Daten benötigen:

      ERMA-Modellbezeichnung (die Prägung, d.h. bei der EGP881 mit niedriger SN wäre das dann EGP88 auf dem Schlitten), PTB-Nummer (die geprägte), die exakte Seriennummer und beim EGR77 noch die Lauflänge (2,5" oder 4") .

      Alles andere (z.B. ob brüniert, vergoldet, Holzgriffschalen, Verzierungen usw.) hat wohl keinen Einfluß und wird nicht benötigt. Damit die SN-Daten nicht öffentlich werden, bitte ich alle, mir Euren Input ausschließlich per PN zu senden. Meine Updates würden dann auch nur noch als Zusammenfassung regelmässig im Forum erscheinen.

      Für die Datenschützer unter Euch: ich möchte ausschließlich die SN's per Modell und evtl. Unterart erfassen und keinerlei Namen oder Usernames.

      Also los, traut Euch. Meine SN's sind bereits im vorbereitetem Sheet eingefügt aber da sind noch soooo viele Lücken und Fragen offen.
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    • Eines habe ich noch vergessen: Es geht nur um die freien Waffen. Ich werde also nicht die 4mm-Waffen erfassen. Auch das SG74 macht keinen Sinn, weil es keine SN hat.

      Bedenkt, das ERMA auch für andere Hersteller Waffen produziert hat, die wir gleich mit erfassen wollen. Zumal momentan nicht klar ist, inwieweit es pro PTB-Nummer nur einen Seriennummernbereich gab. Also bitte auch den Aufruf folgen, wenn Ihr folgende Waffen besitzt:

      IWC Chief (PTB162),
      IWC Gendarm (PTB162),
      IWC Officer (PTB398),
      Crossman PK (PTB398),
      Crossman PX (PTB399),
      Crossman CX (PTB401),
      IWC Lady (PTB560),
      Geco P217 (PTB672)
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    • Erstmal vielen Dank an die, die mir bereits Info's zukommen liessen. Einen wichtigen Punkt habe ich noch vergessen: Nach Möglichkeit bitte das Beschußjahr mit angeben, damit später die Jahresproduktionen in etwa erkennbar werden. Damit benötige ich also insgesamt folgende Infos:

      1. Genaue Modellbezeichnung laut Waffe
      2. Genaue PTB-Nummer
      3. Exakte Seriennummer mit allen Stellen
      4. Beschußjahr
      5. und bei EGR77 noch die Lauflänge
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    • So, dann fange ich mal an:

      EGR66, PTB 162, Beschuß 1979, S/N: 021844, Verkaufsdatum laut Rechnung: 16.06.1979 bei Kettner für 219,50DM


      EGP55, PTB 399, Beschuß 1994, S/N 054691, da lag leider keine Rechnung bei und die Garantiekarte ist Blanko


      KGP690, PTB 209, Beschuß 1984, S/N 011224



      KGP690, PTB 209, Beschuß 1979, S/N 003500



      EGG1, PTB 529, Beschuß 1991, S/N 000282


      Der EGR77 ist zwar momentan in Reperatur (der Büma hat vielleicht komisch geschaut als ich ihm diie Waffe auf den Tisch legte und hat angefangen zu schwärmen :)) ) aber ich habe die Daten in meiner Datenbank auf dem PC:

      EGR77 (4"), PTB 233, Beschuß 1980, S/N 020659

      EGP45, PTB 398, Beschuß1994, S/N 025200

      Gruß Marcel
      "Was unterscheidet letztendlich den freien Menschen vom Sklaven? Geld? Macht? Nein! Der freie Mensch hat die Wahl, der Sklave gehorcht!"
      -Wenn du im Sarg liegst, haben sie dich das letzte Mal reingelegt!-

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    • Danke Marcel, hab's bereits übertragen. Ansonsten bitte ich alle, mir das per PN zu senden, da wir dann keinen riesigen Thread anzetteln und wohl auch nicht jeder all die Seriennummern seiner Schätzchen öffentlich machen möchte.
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    • Die ersten 79 Seriennummern sind bereits erfasst. Die momentan erfassten Belegstücke stammen aus den Jahren 1975 bis 2000, wobei die 2000er bereits den Suhler Beschußstempel haben und damit nicht mehr in Dachau gefertigt wurden. Noch habe ich zu jeder einzelnen Waffe nicht mehr als 8 Einträge und somit ist es für Auswertungen etwas früh.

      Alle, die mir noch nichts gesandt haben, bitte her damit. Nur mit möglichst vielen SN's können bekommen wir ein genaueres Bild über Produktionszyklen und -mengen der Waffen.
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    • So langsam schläft es mit Rückmeldungen wieder ein. Falls Ihr mir also ncoht nichts gesandt habt, bitte sendet es mir noch per PN. Auch wenn Ihr nur eine ERMA-SSW besitzt oder einer Eurer Freunde ein hat,,hilft das bereits.




      Für die, die das Beschußjahr nicht entziffern können: Bis in die 80er Jahre hat Erma noch die Jahreszahl genommen. D.h. der rechte der drei Beschußstempel trug eine zweistellige Zahl (z.B. 85 für 1985). Danach wurde die Jahreszahl mit Buchstaben kodiert, wobei die Buchstaben folgende Bedeutung haben:

      A=0, B=1, C=2, D=3, E=4, F=5, G=6, H=7, I=8 und K=9.

      Somit würde IK für 1989 oder KG für 1996 stehen. Ich hoffe, das ist nachvollziehbar ??? ??? ???
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    • Und nochmal muß ich alle auffordern, sofern noch nicht geschehen, mir Eure Daten zuzusenden. Weiter als 112 erfasste Belegstücke sind wir noch nicht gekommen :cry: Also rafft Euch auf, packt die Erma(s) aus, notiert die Daten und schnell per PN an mich. Nach den Feiertagen habe ich dann auhc die Zeit (und hoffentlich genügend Daten), endlich genauere Analysen zu fahren.

      Wie lückenhaft das momentan noch ist, läßt das Beispiel KGP690 (PTB209) erahnen. Zu dieser Waffe gibt's immerhin bereits 10 Einträge und damit ist das Belegstück im Gegensatz zu anderen SSW's bereits häufig im Datensatz zu finden. Die Fertigung startete wohl 1978 (evtl. auch Ende 77) und das älteste Belegstück, von dem ich dank Eurer Mithilfe erfuhr, war die SN 000140. Sofern die SN's fortlaufend vergeben wurden, sind wohl trotz des Preises recht viele der Waffen in den Handel gelangt. Leider fehlen mir zu einigen SN's die Beschußjahre und so kann ich keinen auch nur annähernd genauen Übergang 1978/79 ermitteln. Sicher ist nur, das SN 003245 bereits einen 79er Beschuß aufweist. 1980 bewegen wir uns dann bereits im 006xxxer-Bereich, 81 schon im 008xxx+009xxxer-Bereich und das letzte mir bekannte Belegstück trägt die SN 011224 und stammt aus dem Jahr 1984. Insgesamt ist da also momentan kaum etwas zu interpretieren und es läßt sich noch nicht einmal klären, ob die SN's wirklich forlaufend waren (was ich momentan nicht glaube), oder sie nur innerhalb des Fertigungsloses oder gar über eine gesamte Waffengattung fortlaufend waren....... ???

      Also, rafft euch auf und bombardiert mich mir Euren Daten. :lol:
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    • Muss denen von Euch, die mir noch keine Daten gesandt haben, leider nochmal eine Erinnerung senden. Das läuft viel zäher, als ich dachte. Momentan sind erst 124 Erma's in der Datenbank :cry: :cry: :cry:
      Eigentlich wollte ich ja die ersten Auswertungen und Erkenntnisse zum Besten geben. Das ist aber mit den paar Daten nicht möglich :(
      Deshalb habe ich erstmal drei andere Testberichte geschrieben. Tortzdem möchte ich mich lieber den besten aller SSW's widmen und deshalb sendet mir bitte endlich die nötigen Daten, damit wir gemeinsam unser Wissen steigern :lol:

      So, nun werde ich mal alles für heute Abend verbereiten :nuts: Diese Silvester werden auch wieder einige Belegstücke getestet. Unter anderem möchte ich das SG74 von Erma und das HK im Kal.19mm mal ausprobieren. Hat jemand damit bereits Erfahrung?
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    • Aufgrund neuer Erkenntnisse be ider P217 bitte ich alle, die mir Ihre P217-Daten gesandt haben, mir neben den Beschußjahr auf dem Schlitten auch das auf dem Lauf (sofern vorhanden) und die Version der Waffe zu senden (siehe: ERMA / GECO - P217 ???).

      Ansonsten geht's langsam aber stetig voran und die Datenbank umfasst mittlerweile 172 Waffen. Wie versprochen, gibt's die erste genaue Auswertung, sobald 200 Waffen drin sind. Also alle bitte aufraffen und Daten senden, die es noch nicht geschafft haben........
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    • Die erste Auswertung........

      Wie versprochen, wollte ich Euch einen ersten Überblick über die Schreckschußwaffen-Erfassung von ERMA geben, sobald die ersten 200 Einträge in der Datenbank sind. Das ist seit ein paar Tagen der Fall und momentan (Stand 15.Feb.2006) sind 248 Waffen erfasst, wobei etwa 13% der Einträge unvollständig sind (meist fehlt dabei das Beschußjahr).

      Insgesamt hat ERMA von 1974 bis 1997 (evtl. auch noch Anfang 1998) SSW’s hergestellt und in München beschiessen lassen. Nach dem traurigen Ende in Dachau wurden aus Restbeständen noch einige Waffen in Suhl gefertigt welche auch dort beschossen worden sind. Alle bisher in der Datenbank erfassten Waffen aus Suhl wurden in den Jahren 1998 und 2000 beschossen und stammen aus wenigen Baureihen (EGR66x, EGP790 und EGP490). Angesichts der wenigen erfassten Modelle hebe ich mir weitere Details über die Seriennummern-Bereiche für einen späteren Zeitpunkt auf, da sich bisher nur sehr grobe Erkenntnisse über die SN’s pro Baujahr und Baureihe erkennen lassen.

      Ich werde für jede Bauart einen eigenen Thread im Anschluß machen. Erstmal wird das übersichtlicher und zweitens kann ich dann die einzelnen Sektionen einfacher durch editieren von Zeit zu Zeit updaten.....
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    • EGP75 & EGP75S:

      EGP75 & EGP75S:
      Angefangen hat die Fertigung mit einer PPK-Kopie im Kaliber 8mmK, die viele Teile mit der ERP74 im Kaliber 4mmM20 und der EP752 im Kaliber .22l.r. von ERMA gemeinsam hat. ERMA erhielt die Bauartzulassung am 15.11.1974 von der PTB und es wurde die Zulassungsnummer 69 befristet für zwei Jahre vergeben. Bereits nach einem Jahr gab es kleine bauliche Veränderungen an der Waffe, wodurch bereits am 11.11.1975 eine aktualisierte Zulassung (wieder befristet für zwei Jahre) unter PTB 69/2 erteilt wurde. Bei der Fertigung des Nachfolgers kam es am Anfang noch zu einem Zahlendreher, sodass einige frühe Modelle statt der PTB 69/2 Stempelung einen PTB 96/2 Stempel auf dem Schlitten aufweisen. Vor Ablauf der Frist wurde am 27.9.1977 das fast identische Nachfolgemodell mit PTB 69/3 für weitere zwei Jahre zugelassen. Doch ERMA arbeitete bereits an einem benutzerfreundlicheren (und einfacher und billiger zu fertigen) Nachfolgemodell mit Spannabzug, die EGP75S (S = Spannabzug, der gleiche, der auch in dem Schwestermodell EP752S im Kaliber .22l.r. Verwendung findet) welche bereits neun Monate nach dem letzten Modell am 23.6.1978 Jahre unter der Nummer 69/4 zugelassen wurde. Dieses Modell wurde zumindest bis 1984 gebaut und durch ein fast baugleiches Nachfolgemodell mit gleichem Namen unter PTB 401 von 1985 bis 1994 weitergebaut. Von letzteren entstanden größere Mengen als von allen vorherigen Modellen und es gab davon zwei baugleiche Modelle für andere Märkte, die Crosman CX und die Torro 75. Sämtliche erfasste Waffen sind brüniert.

      Die Seriennummern wurden durch die beschriebenen Evolutionsstufen hindurch fortlaufend vergeben, wobei ich angesichts des gesamten SN-Umfanges von größeren Lücken ausgehe bzw. ERMA mit jedem Monats- oder Jahreswechsel, sowie bei einigen anderen Ereignissen wohl mit einer neuen 1000er- oder gar 10000er- Block anfing oder gar mehrere Waffentypen fortlaufend aus einer Seriennummer-Pool versahen. Nur so lassen sich die enormen Sprünge erklären. So haben beispielsweise die drei erfassten PTB69/4 Waffen aus den Jahren 1980, 1982 und 1984 weit auseinanderliegende Seriennummern (0495xx, 0632xx und 0771xx). Vielleicht gibt es ja unter Euch den einen oder anderen, der seinerzeit bei ERMA beschäftigt war und mir hierzu nähere Details zukommen lassen kann. Ansonsten werden wir der Wahrheit nur mit jedem weiteren Datensatz Stück für Stück näherkommen.....
      Trotzdem werde ich hier zumindest Anhaltspunkte bez. Der Seriennummern geben, da ich es für wichtig erachte für Leute, die eine dieser Waffen gebraucht gekauft haben und sicherstellen wollen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit der richtige Schlitten montiert ist. Momentan erfasste Seriennummern-Bereiche: PTB69 bis 009xxx, PTB96/2: 012xxx-014xxx, PTB69/2: 015xxx-021xxx, PTB69/4: 049xxx-074xxx und PTB401: 080xxx-114xxx.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      3x PTB 69 aus dem Jahr 1975
      2x PTB 96/2 aus dem Jahr 1976
      3x PTB 69/2 aus den Jahren 1976 bis 1977
      keine PTB 69/3
      3x PTB 69/4 aus den Jahren 1980 bis 1984
      16x PTB 401 aus den Jahren 1985 bis 1994
      keine Crosman CX oder Torro 75
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    • EGP65:
      Nächste von ERMA gebaute SSW wurde die 1976 unter PTB 146 zugelassene EGP65. Auch diese Waffe hat den Kaliber 8mmK. Aufgrund der wenigen in der Datenbank erfassten Belegstücke kann ich über den Produktionszeitraum wenig sagen. Das fast baugleiche Nachfolgemodell kam mit der PTB 400 im Jahr 1985 auf den Markt und wurde mindestens bis 1995 gebaut. Alle erfassten Waffen sind brüniert.

      Die aktuell vorhanden SN’s reichen bei PTB 146 von 0032xx bis 0131xx. Bei der PTB400 habe ich aus den 80er Jahren nur einen Datensatz ohne Beschußjahresangabe mit der SN 0347xx. Alle anderen Waffen stammen bereits aus den 90ern, wobei wir 1990 noch bei SN 038xxx, 1991 bei SN 039xxx bis 042xxx, 1992 bereits bei 046xxx, 1993 bei 048xxx, 1994 schließlich bei SN’s von 049xxx und 050xxx sind, wo auch 1995 der letzte Eintrag endet. Daran erkennt man bereits, dass ohne eine erheblich größere Anzahl von erfassten Waffen es kaum möglich ist, hier genauere Auswertungen zu machen.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      4x PTB 146 aus den Jahren 1976 bis 1977
      12x PTB 400 aus den Jahren 1988 bis 1995
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    • EGR66 & EGR66x:

      EGR66 & EGR66x:
      Am 18.5.1976 wurde die nächste Baureihe aus ERMA’s wachsenden SSW-Sortiment unter der Nummer 162 zugelassen – der EGR66 Revolver im Kaliber 9mmR. Dieser kompakte Revolver ist ein ziemlich exaktes Abbild einiger bekannter S&W-Revolver (z.B. Modell 36). So genau, das selbst deren Griffschalen passen (S&W J-Frame). Auch von diesem Modell gab es „scharfe“ Schwestermodelle, die viele gleiche Bauteile aufweisen (ER422, ER423, ER432 und ER438). Nach entsprechenden Verträgen mit IWC wurde der EGR66 dann am 7.7.1980 unter der gleichen Zulassungsnummer auch als IWC Chief und IWC Gendarm zugelassen und unter deren Namen vertrieben. Kurze Zeit später, am 18.9.1980, erhielt die edelste Version dieser Baureihe (wenn nicht gar die beste jemals in Deutschland zugelassene Schreckschußwaffe....) unter der Nummer 162/2 ihre Zulassung – der EGR66x. Das ist die Edelstahlversion der EGR66, von der es auch, wie könnte es bei ERMA anders sein, ein „scharfes“ Schwestermodell (ER440) gibt, von der viele Teile übernommen wurden. Alle Versionen wurden bis 1994 gebaut, vom EGR66x (evtl. auch der normale EGR66) wurden noch weitere Waffen im Jahr 2000 aus Restbeständen zusammengebaut und in Suhl beschossen. Die Seriennummern wurden gemeinsam für alle vier Modelle vergeben, wobei noch nicht klar ist, ob dies fortlaufend geschah, oder ob es einzelne Bereiche für die einzelnen Modelle gab.

      Das Finish ist bei allen erfassten EGR66 brüniert, bei den IWC’s verchromt und den EGR66x gab es in zwei Versionen: die frühen polierten Modelle und die späteren, die eine seidenmatte Oberfläche aufweisen.

      Die erste erfasste EGR66 ist aus dem Jahr 1977 (SN=008xx). Danach folgen aus dem gleichen Jahr noch 009xx, 014xx und 049xx. Danach ab 1978 sind dann die Seriennummern wieder ERMA-typisch 6-stellig, aus welchem Jahr z.B. die SN 010049 stammt. 1979 wurden SN’s aus dem 02xxxx Bereich vergeben, 1980 dann aus dem 03xxxx Bereich, 1981-83 aus dem 04xxxx Bereich. 1984 gab es dann größere Sprünge: 050xxx, 054xxx und 057xxx sind alle aus diesem Jahr und sind alles Edelstahlmodelle. Danach sieht es dann fast so aus, als wenn jährlich die ersten drei Ziffern der SN pro Jahr um eine Stelle erhöht wurden: 1985=057xxx, 1986=058xxx, 1987=059xxx, 1988=060xxx, 1989=061xxx. Die nächste erfasste Waffe stammt dann erst wieder aus dem Jahr 1991 (063xxx) und danch geht’s 1993 weiter, wobei dann das vorher erwähnte Muster nicht mehr passt (SN=067xxx). 1994 sind wir dann bereits bei 068xxx, 069xxx und 070xxx. Die Waffen mit höheren Seriennummern (082xxx) bzw. späteren Beschußdaten (letzter Beschuß eines EGR66x 2000 in Suhl) sind leider noch unvollständig.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      16x PTB 162 (EGR66) aus den Jahren 1976 bis 1994
      2x PTB 162 (IWC Chief) aus dem Jahr 1994
      keine IWC Gendarm
      12x PTB162/2 aus den Jahren 1981 bis 2000
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    • EGP55:
      1978 kam dann die EGP55 (die Schreckschußversion der „scharfen“ EP552S und eine Nachempfindung der Walther TPH) mit der Zulassungsnummer PTB 208 im Kaliber 8mmK auf den Markt. Diese wurde bis 1984 (evtl. auch noch 1985) unter dieser Zulassung gebaut. Am 1.6.1985 wurde dann der fast baugleiche Nachfolger mit PTB 399 befristet für fünf Jahre zugelassen, der in einigen Märkten auch unter der Bezeichnung Crosman PX vertrieben wurde. Speziell von der letzten Version gab es wohl recht große Mengen und diese Waffen wurden aus orginaler ERMA-Fertigung in Dachau noch bis vor Kurzen neu und orginal verpackt von Händlern aus deren Bestand angeboten. Während alle bisher erfassten EGP55 bis 1993 brüniert waren, gab es im Jahr 1994 auch vereinzelt verchromte Versionen, teilweise sogar mit Holzgriffschalen.

      Auch bei der EGP55 wurden die Seriennummern mit einigen Sprüngen fortlaufend vergeben. Die älteste erfasste Waffe hat die SN 0031xx und stammt von 1978 oder 1979. Die nächste aus dem Jahr 1979 hat die SN 0063xx und danach, im Jahr 1980 gibt’s einen großen Sprung auf SN 010xxx und 011xxx, 1981=013xxx, 1983=022xxx und 1984=023xxx.
      Danach beginnen die erfassten PTB 399 Modelle 1986=030xxx, 1988=031xxx, 1990=036xxx-037xxx, 1991=040xxx-044xxx, 1992=048xxx-049xxx und 1994, aus dem letzten Jahr der Produktion, sind alleine 12 Waffen erfasst. Diese weisen den Seriennummernbereich zwischen 051xxx und 054xxx auf und drei der 12 Waffen sind verchromt.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      7x PTB 208 aus den Jahren 1978/9 bis 1984
      23x PTB 399 aus den Jahren 1985 bis 1994
      keine Crosman PX
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    • KGP690:
      Fast zeitgleich zur vorherigen EGP55 kam mit der Zulassungsnummer PTB 209 eine weitere 8mmK-Pistole von ERMA, die KGP690, im Jahr 1978 auf den Markt. Auch diese Waffe hat sowohl „scharfe“ Verwandte (EP22, KGP68A, KGP69) aus dem Hause ERMA, als auch ein Vorbild (die Luger 08). Allerdings sind ERMA’s 08er Kopien deutlich kleiner als das Orginal. Es handelt sich um richtige Kniegelenk-Pistolen, woher auch die Modellbezeichnung abgeleitet wurde. Alle Waffen waren meines Wissens brüniert. 1985 folgte der fast baugleiche Nachfolger mit der PTB 402, der am 1.6.1985 befristet für fünf Jahre zugelassen wurde. Wobei sich die Waffe scheinbar in den späteren Jahren schlechter verkaufen ließ, da von der frühen Version erheblich mehr Waffen erfasst wurden, was im krassen Gegensatz zu allen bisher erwähnten Baureihen steht und neben der KGP690 nur noch auf den EGR77 (siehe unten) zutrifft.

      Die Seriennummern starteten 1978 bei 000001, wobei fraglich ist, ob solch eine Waffe mit dieser Seriennummer jemals in den Handel kam (Zumindest bei einigen „scharfen“ Baureihen von ERMA sind Waffen mit solch einer SN bereits auf Auktionen aufgetaucht.....). Ältestes Belegstück in der Datenbank ist die Nummer 0001xx von 1978. In diesem Jahr lief die SN-Reihe zumindest bis 0005xxx weiter. 1979 sind wir dann bereits bei 0022xx bis 0035xx, 1980 bei 0061xx bis 0064xx, 1981 ist nur eine Waffe (0089xx) erfasst und 1984 schließlich sind bereits SN’s von 0112xx erreicht. 1985 geht’s dann mit 0120xx weiter und danach sind nur noch einzelne Waffen der PTB 402 Baureihe aus den Jahren 1987 bis 1990 erfasst, die SN’s von 012xxx bis 014xxx aufweisen.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      14x PTB 209 aus den Jahren 1978 bis 1984
      5x PTB 402 aus den Jahren 1987 bis 1990
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    • EG294:
      Am 16.5.1979 erhielt ERMA die Zulassung PTB 230 für das EG294, ein Lever-Action Gewehr im klassischen Winchester-Stil, welches bereits in zahlreichen „Scharfen“ Varianten (EG71, EG712, EG72, EG722, EG73, EG76) im Produktportfolio von ERMA existierte. Das Gewehr teilt sich viele Teile mit seinen „scharfen“ Verwandten und ist die einzige von ERMA jemals in Deutschland zugelassene SSW im Kaliber .22lg. Relativ wenige Modelle wurden davon abgesetzt und dementsprechend ist das Modell recht selten. Das lag wohl auch an der damals noch einfacheren Erwerb des Schwestermodells EG76 im Kaliber 4mm lang. In der Datenbank ist bis dato lediglich eine Seriennummer ohne Beschußjahr erfasst (0025xx).
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    • EGR77:
      Mit dem EGR77 brachte ERMA 1979 auch eine Schreckschuß-Variante ihrer beliebten „großen“ 9mmR-Revolver im S&W Stil (ER772, ER773, ER777) auf den Markt. Es gab zwei Versionen: die erste mit PTB 233, die von 1979 bis 1993 (evtl. auch 1994) gebaut wurde und die neuere mit PTB 601, die zumindest ab 1994 für kurze Zeit in kleinerer Stückzahl gebaut wurde. Beide Versionen gab es sowohl mit einem kurzen 2“ (oder 2,5“ ich habe es nie gemessen....), als auch mit einem langen 4“ Lauf. Es sind zwar vereinzelt vernickelte Varianten auf dem Gebrauchtmarkt aufgetaucht. Deren Oberflächengüte entsprach aber bei weitem nicht dem hohen ERMA Standard, womit ich momentan davon aus gehe, dass alle Waffen ab Werk brüniert waren.

      Die Seriennummern wurden fortlaufend mit den bereits bekannten (und noch nicht geklärten) Sprüngen vergeben. Das heißt es gibt keine extra Nummernblöcke für die seltenere 4“-Version. Die momentan älteste erfasste Waffe ist aus dem Jahr 1981 mit der Nummer 0029xx. Im gleichen Jahr erreichen die SN’s zumindest noch 0045xx. 1982 sind wir dann bei 0053xx und 1983 bereits bei 007xxx, 1989 bei 01xxxx, 1990=020xxx, 1991=022xxx und 023xxx, 1992=024xxx und 1993=026xxx. Dabei gilt, wie bei allen Angaben, dass es sich nur eine Teilsicht handelt. Es ist nicht klar, bei welcher SN jeweils der Jahreswechsel erfolgte und welche Nummernbereiche überhaupt vergeben wurden.
      Weiter geht es dann mit der PTB 601 Version, von der lediglich drei Waffen erfasst wurden, die aus dem Jahr 1994 mit SN 027xxx und die aus dem Jahr 1995 mit SN 028xxx.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      14x PTB 233 mit 2“-Lauf aus den Jahren 1981 bis 1993
      6x PTB 233 mit 4“-Lauf aus den Jahren 1981 bis 1993
      2x PTB 601 mit 2“-Lauf aus den Jahren 1994 bis 1995
      1x PTB 601 mit 4“-Lauf aus dem Jahr 1995
      ----------------------- Jäger der verlorenen Erma's ------------------------
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      - Waffen- & Munitionssachverständiger, Spezialgebiet Erma ---
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    • EGP45:
      Die EGP45 folgte Anfang der 80er Jahre dem EGR77 auf dem Markt der 8mmK-Pistolen. Deren nächstverwandtes Schwestermodell mit den meisten Gleichteilen ist die EP452. Das Design orientiert sich grob an den Colt Commander Modellen. Die Waffe erhielt die Zulassung PTB 297 und wurde bereits am 1.6.1985 durch ein fast baugleiches Modell mit der PTB Nummer 398 ersetzt, welche über neun Jahre bis 1994 gefertigt wurde. Von diesem neueren Modell gab es auch drei baugleiche Brüder. Erstens die von der Firma IWC vertriebene IWC Officer, Zweitens die Crosman PK, die scheinbar in Europa auf einigen Märkten vertrieben wurde (zumindest ist die Anleitung in Deutsch, Englisch und Französisch aufgemacht) und Drittens die scheinbar von Erma auch in anderen europäischen Ländern vertriebene Torro 45. Wo dieser Handelsname, unter dem auch andere Waffen (z.B. Torro.22) von ERMA vertrieben wurden, zum Einsatz kam, ist mir bis dato nicht bekannt. Alle EGP45, die ich kenne, waren brüniert, während alle IWC’s scheinbar verchromt waren.

      Die älteste momentan erfasste SN ist 0005xx aus dem Jahr 1982. Aus den Folgejahren habe ich noch keinerlei Datensätze und so geht es nahtlos zum jüngeren PTB 398 Modell über, bei dem es bei mir mit 015xxx aus dem Jahr 1989. 1991 habe ich dann drei Waffen mit 017xxx bzw. 019xxx SN, 1992=020xxx, 1993=022xxx und schließlich 1994 023xxx bis 025xxx verzeichnet.

      Momentan sind in der Datenbank erfasst:
      2x PTB 297 aus dem Jahr 1982
      12x PTB 398 (EGP45) aus den Jahren 1989 bis 1994
      3x PTB 398 (IWC Officer) aus den Jahren 1993 bis 1994
      keine PTB 398 (Torro 45)
      keine PTB 398 (Crosman PK)
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